DEFINE STGPOOL (Verzeichniscontainerspeicherpool definieren)

Mit diesem Befehl kann ein Verzeichniscontainerspeicherpool definiert werden, der für die Datendeduplizierung verwendet wird.

Berechtigungsklasse

Für diesen Befehl ist die Systemberechtigung erforderlich.

Syntax

Syntaxdiagramm lesenVisuelles Syntaxdiagramm überspringen DEFine STGpool pool_name STGType = DIrectory POoltype=PRimaryPOoltype=PRimaryDESCription=BeschreibungACCess=READWriteACCess=READWriteREADOnlyUNAVailableMAXSIze=NOLimitMAXSIze=NOLimitmaximale_dateigrößeMAXWriters=NOLimitMAXWriters=NOLimitmaximale_anzahl_ausgabeprogrammeNEXTstgpool=pool_namePROTECTstgpool=ZielspeicherpoolPROTECTLOCalstgpools=,lokaler_ZielspeicherpoolREUsedelay=1REUsedelay=TageENCRypt=NoENCRypt=YesNoCOMPRession=YesCOMPRession=YesNo

Parameter

Poolname (Erforderlich)
Gibt den Speicherpool an, der definiert werden soll. Dieser Parameter ist erforderlich. Die maximale Länge des Namens beträgt 30 Zeichen.
STGType=DIrectory (Erforderlich)
Gibt den Typ des Speichers an, der für einen Speicherpool definiert werden soll. Dieser Parameter gibt an, dass dem Speicherpool ein Speicherpool des Typs Verzeichniscontainer zugeordnet wird. Sie müssen ein Speicherpoolverzeichnis für diesen Speicherpooltyp mit dem Befehl DEFINE STGPOOLDIRECTORY definieren.
Anforderungen:
  • Stellen Sie sicher, dass für den Verzeichniscontainerspeicherpool genügend Speicherbereich im Dateisystem verfügbar ist.
  • Sie müssen den Verzeichniscontainerspeicherpool und die Db2 -Datenbank auf separaten Mountpunkten im Dateisystem speichern. Der Verzeichniscontainerspeicherpool kann anwachsen und den gesamten Speicherbereich in dem Verzeichnis belegen, in dem er gespeichert ist.
  • Sie müssen ein anderes Dateisystem als das Dateisystem verwenden, in dem sich der IBM Storage Protect -Server befindet.
POoltype=PRimary
Gibt an, dass der Speicherpool als primärer Speicherpool verwendet werden soll. Dieser Parameter ist wahlfrei.
DESCription
Gibt eine Beschreibung des Speicherpools an. Dieser Parameter ist wahlfrei. Die maximale Länge der Beschreibung beträgt 255 Zeichen. Die Beschreibung in Anführungszeichen einschließen, wenn sie Leerzeichen enthält.
ACCess
Gibt an, wie Clientknoten und Serverprozesse auf den Speicherpool zugreifen können. Dieser Parameter ist wahlfrei. Sie können einen der folgenden Werte angeben:
READWrite
Gibt an, dass Clientknoten und Serverprozesse Lese- und Schreibzugriff für den Speicherpool haben.
READOnly
Gibt an, dass Clientknoten und Serverprozesse nur Lesezugriff für den Speicherpool haben.
UNAVailable
Gibt an, dass Clientknoten und Serverprozesse nicht auf den Speicherpool zugreifen können.
MAXSIze
Gibt die maximale Größe einer physischen Datei an, die der Server in dem Speicherpool speichern kann. Dieser Parameter ist wahlfrei. Der Standardwert ist NOLIMIT. Sie können einen der folgenden Werte angeben:
NOLimit
Gibt an, dass für die im Speicherpool gespeicherten physischen Dateien keine Größenbeschränkung besteht.
maximale_dateigröße
Begrenzt die maximale Größe für physische Dateien. Geben Sie eine ganze Zahl im Bereich von 1 bis 999999 gefolgt von einem Maßstabsfaktor an. MAXSIZE=5G gibt z. B. an, dass die maximale Dateigröße für diesen Speicherpool 5 GB ist. Sie können einen der folgenden Maßstabsfaktoren verwenden:
Tabelle 1. Maßstabsfaktor für die maximale Dateigröße
Maßstabsfaktor Bedeutung
K Kilobyte
M Megabyte
G Gigabyte
T Terabyte.
Tipp: Wenn Sie keine Maßeinheit für die maximale Dateigröße angeben, wird der Wert in Byte angegeben.

Wenn die physische Größe des Speicherpools den Wert des Parameters MAXSIZE überschreitet, zeigt die folgende Tabelle, wo Dateien normalerweise gespeichert werden.

Tabelle 2. Position einer Datei gemäß der Dateigröße und dem angegebenen Pool
Angegebener Pool Ergebnis
Es ist kein Pool als nächster Speicherpool in der Hierarchie angegeben. Die Datei wird vom Server nicht gespeichert.
Ein Pool ist als nächster Speicherpool in der Hierarchie angegeben. Der Server speichert die Datei in dem Speicherpool, den Sie angegeben haben.
Tipp: Wenn Sie auch den Parameter NEXTstgpool angeben, definieren Sie einen Speicherpool in Ihrer Hierarchie so, dass die maximale Dateigröße nicht begrenzt ist, indem Sie den Parameter MAXSIze=NOLimit angeben. Wenn mindestens ein Pool keine Größenbegrenzung hat, wird sichergestellt, dass der Server die Datei unabhängig von ihrer Größe speichern kann.

Werden während der Datendeduplizierungsverarbeitung mehrere Dateien gesendet, betrachtet der Server die Größe des Datendeduplizierungsprozesses als Dateigröße. Wenn die Gesamtgröße aller Dateien in dem Prozess die maximale Größe überschreitet, werden die Dateien vom Server nicht in dem Speicherpool gespeichert.

Windows-BetriebssystemeLinux-BetriebssystemeWenn die Dateigröße von einem Objektclientknoten den Parameter MAXSIZE überschreitet, schlägt die Dateisicherung fehl.

MAXWriters
Gibt die maximale Anzahl E/A-Threads für die folgenden Prozesse an:
  • Die Anzahl E/A-Threads, die gleichzeitig für den Verzeichniscontainerspeicherpool ausgeführt werden können.
  • Die Anzahl E/A-Threads, die gleichzeitig in den Verzeichniscontainerspeicherpool geschrieben werden.
Dieser Parameter ist wahlfrei. Verwenden Sie als Best Practice den Standardwert NOLIMIT. Sie können die folgenden Werte angeben:
NOLimit
Gibt an, dass keine maximale Anzahl E/A-Threads in den Speicherpool geschrieben wird.
maximale_anzahl_ausgabeprogramme
Begrenzt die maximale Anzahl der E/A-Threads, die Sie verwenden können. Geben Sie eine ganze Zahl im Bereich von 1 bis 99999 an.
Tipp: Der IBM Storage Protect -Server verwaltet die Anzahl der E/A-Threads basierend auf den verfügbaren Ressourcen und der Serverauslastung automatisch.
NEXTstgpool
Gibt den Namen eines Speicherpools mit wahlfreiem Zugriff oder eines primären sequenziellen Speicherpools an, in dem Dateien gespeichert werden, wenn der Verzeichniscontainerspeicherpool voll ist. Dieser Parameter ist wahlfrei.
Einschränkungen:
  • Um sicherzustellen, dass keine Speicherpoolkette erstellt wird, die zu einer Endlosschleife führt, geben Sie mindestens einen Speicherpool in der Hierarchie ohne Wert an.
  • Wenn Sie einen Pool mit sequenziellem Zugriff als nächsten Speicherpool angeben, muss der Pool entweder das Datenformat NATIVE oder NONBLOCK haben.
  • Geben Sie keinen Verzeichniscontainer- oder Cloud-Containerspeicherpool an.
  • Verwenden Sie diesen Parameter nicht, um einen Speicherpool für die Datenumlagerung anzugeben.
  • Windows-BetriebssystemeLinux-BetriebssystemeVerwenden Sie diesen Parameter nicht zum Speichern von Daten von Objektclientknoten. Wenn der Verzeichniscontainerspeicherpool voll wird, während Objektclientdaten geschrieben werden, schlägt die Objektclientsicherung fehl.
PROTECTstgpool
Gibt den Namen des Verzeichniscontainerspeicherpools auf dem Zielreplikationsserver an, in dem die Daten gesichert werden, wenn Sie den Befehl PROTECT STGPOOL für diesen Speicherpool verwenden. Dieser Parameter ist wahlfrei.
PROTECTLOCalstgpools
Gibt den Namen des Containerkopienspeicherpools auf einer lokalen Einheit an, in dem die Daten gesichert werden. Dieser Containerkopienspeicherpool ist ein lokaler Zielspeicherpool, wenn Sie den Befehl PROTECT STGPOOL verwenden. Sie können maximal zwei Containerkopienspeicherpoolnamen angeben. Mehrere Namen ohne Leerzeichen durch Kommas voneinander trennen. Die maximale Länge jedes Namens beträgt 30 Zeichen. Dieser Parameter ist wahlfrei.
REUsedelay
Gibt die Anzahl Tage an, die verstreichen müssen, bevor alle deduplizierten Speicherbereiche aus einem Verzeichniscontainerspeicherpool entfernt werden. Dieser Parameter steuert die Dauer, die deduplizierte Speicherbereiche einem Verzeichniscontainerspeicherpool zugeordnet sind, nachdem sie nicht mehr referenziert werden. Wenn der für den Parameter angegebene Wert abläuft, werden die deduplizierten Speicherbereiche aus dem Verzeichniscontainerspeicherpool gelöscht. Geben Sie eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 9999 an. Der Standardwert für Verzeichniscontainerspeicherpools ist 1. Dies bedeutet, dass deduplizierte Speicherbereiche, die nicht mehr referenziert werden, nach 1 Tag aus einem Verzeichniscontainerspeicherpool gelöscht werden.
Tipp:

Setzen Sie diesen Parameter auf einen Wert, der den Aufbewahrungszeitraum für Sicherungen überschreitet, um sicherzustellen, dass Datenbereiche noch gültig sind, wenn Sie die Datenbank auf eine andere Ebene wiederherstellen.

Wenn Sie den Befehl PROTECT STGPOOL mit der Parametereinstellung TYPE=LOCAL verwenden, sollte der Parameterwert REUSEDELAY im Verzeichniscontainerspeicherpool auf maximal 3 Tage eingestellt werden. Ein höherer Wert beim Parameter REUSEDELAY kann den Konsolidierungsprozess während der PROTECT STGPOOL-Befehlsverarbeitung beeinträchtigen. Um die Datenbank für den angegebenen Sicherungszeitraum zu schützen, setzen Sie den Parameter REUSEDELAY des Containerkopienspeicherpools auf einen Wert, der den gesamten Aufbewahrungszeitraum für Sicherungen überschreitet.

ENCRypt
Gibt an, ob der Server Clientdaten verschlüsselt, bevor der Server die Daten in den Speicherpool schreibt. Sie können einen der folgenden Werte angeben:
Yes
Gibt an, dass Clientdaten vom Server mithilfe der 256-Bit AES-Datenverschlüsselung (AES = Advanced Encryption Standard) verschlüsselt werden.
No
Gibt an, dass Clientdaten nicht vom Server verschlüsselt werden. Dies ist der Standardwert.
Achtung: Unverschlüsselte Daten verfügen nicht über Datenschutz-und Integritätsschutz gegen unbefugte Benutzer, die Zugriff auf die Daten erhalten.

Eine Änderung des Parameterwerts ENCRYPT betrifft nur Daten, die in den Speicherpool geschrieben werden, nachdem der Wert geändert wurde. Wenn der Wert für den Parameter ENCRYPT beispielweise NO lautet und Sie diesen Wert in YES ändern, bleiben die im Speicherpool vorhandenen Daten unverschlüsselt. Nur neue Daten, die in den Speicherpool geschrieben werden, werden verschlüsselt.

Mit dem Befehl QUERY STGPOOL können Sie den Prozentsatz der Daten anzeigen, die in einem Speicherpool verschlüsselt sind. Wenn ein Verzeichniscontainerspeicherpool unverschlüsselte Daten enthält, die verschlüsselt werden sollen, verwenden Sie den Befehl ENCRYPT STGPOOL zum Verschlüsseln der Daten.

COMPRession
Gibt an, ob Daten in dem Speicherpool komprimiert werden. Dieser Parameter ist wahlfrei. Sie können einen der folgenden Werte angeben:
No
Gibt an, dass Daten in dem Speicherpool nicht komprimiert werden.
Yes
Gibt an, dass Daten in dem Speicherpool komprimiert werden. Dies ist der Standardwert.

Beispiel: Einen Verzeichniscontainerspeicherpool definieren, der für Überlaufspeicher konfiguriert wird, wenn der Speicherpool voll ist

Definieren Sie einen Verzeichniscontainerspeicherpool mit dem Namen STGPOOL1. Der Speicherpool wird für Überlaufspeicher in einem Bandspeicherpool konfiguriert, wenn der Speicherpool voll ist.
define stgpool stgpool1 stgtype=directory nextstgpool=overflow_tape_pool

Beispiel: Einen Verzeichniscontainerspeicherpool definieren, der die maximale Dateigröße angibt

Definieren Sie einen Verzeichniscontainerspeicherpool mit dem Namen STGPOOL2. Der Speicherpool gibt als maximale Dateigröße 100 Megabyte an, die der Server im Speicherpool speichern kann.
define stgpool stgpool2 stgtype=directory maxsize=100M

Beispiel: Einen Verzeichniscontainerspeicherpool auf dem Quellenreplikationsserver mit einem Verzeichniscontainerspeicherpool auf dem Zielreplikationsserver zum Sichern von Daten definieren

Definieren Sie einen Verzeichniscontainerspeicherpool mit dem Namen STGPOOL3. Die Daten für Speicherpool STGPOOL3 werden in dem Verzeichniscontainerspeicherpool TARGET_STGPOOL3 auf dem Zielreplikationsserver gesichert.
define stgpool stgpool3 stgtype=directory protectstgpool=target_stgpool3

Beispiel: Einen Verzeichniscontainerspeicherpool auf dem Quellenreplikationsserver mit einem Containerkopienspeicherpool definieren, um Daten lokal zu sichern

Definieren Sie einen Verzeichniscontainerspeicherpool mit dem Namen STGPOOL3. Die Daten für Speicherpool STGPOOL3 werden in dem lokalen Containerkopienspeicherpool TARGET_LOCALSTGPOOL gesichert.
define stgpool stgpool3 stgtype=directory protectlocalstgpools=target_localstgpool

Beispiel: Einen Verzeichniscontainerspeicherpool definieren und die Komprimierung inaktivieren

Definieren Sie einen Verzeichniscontainerspeicherpool mit dem Namen STGPOOL1 und inaktivieren Sie die Komprimierung.
define stgpool stgpool1 stgtype=directory compression=no
Tabelle 3. Zugehörige Befehle für DEFINE STGPOOL (Verzeichniscontainerspeicherpool definieren)
Befehl Beschreibung
STGPOOLDIRECTORY DEFINIEREN Definiert ein Speicherpoolverzeichnis für einen Verzeichniscontainer- oder Cloud-Containerspeicherpool.
STGPOOL SCHÜTZEN Schützt einen Verzeichniscontainerspeicherpool.
ABFRAGE CONTAINER Zeigt Informationen zu einem Container an.
ABFRAGE STGPOOL Zeigt Informationen zu Speicherpools an.
REPARATUR STGPOOL Repariert einen Verzeichniscontainerspeicherpool.
UPDATE STGPOOL (Verzeichniscontainer) Aktualisiert einen Verzeichniscontainerspeicherpool.