DEFINE STGPOOL (Kopienspeicherpool definieren, der Einheiten mit sequenziellem Zugriff zugeordnet ist)

Mit diesem Befehl kann ein Kopienspeicherpool definiert werden, der Einheiten mit sequenziellem Zugriff zugeordnet wird.

Berechtigungsklasse

Für diesen Befehl ist die Systemberechtigung erforderlich.

Syntax

Syntaxdiagramm lesenVisuelles Syntaxdiagramm überspringenDEFine STGpoolpool_nameEinheitenklassenname POoltype=COpyDESCription=BeschreibungACCess=READWriteACCess=READWriteREADOnlyUNAVailableCOLlocate=NoCOLlocate=NoGRoupNODeFIlespaceREClaim=100REClaim=ProzentRECLAIMPRocess=1RECLAIMPRocess=AnzahlRECLAMATIONType=THRESHoldRECLAMATIONType=THRESHoldSNAPlock1OFFSITERECLAIMLimit=NOLimitOFFSITERECLAIMLimit=AnzahlMAXSCRatch=Anzahl REUsedelay=0REUsedelay=TageOVFLOcation=PositionDATAFormat=NATiveDATAFormat=NATiveNONblockNETAPPDumpCELERRADumpNDMPDump2CRCData=NoCRCData=YesNoDEDUPlicate=NoDEDUPlicate=NoYes3IDENTIFYPRocess=0IDENTIFYPRocess=Anzahl4
Anmerkungen:
  • 1 Die Einstellung RECLAMATIONTYPE=SNAPLOCK ist nur für Speicherpools gültig, die für Server definiert sind, die für IBM Storage Protect for Data Retentionaktiviert sind. Der Speicherpool muss einer Einheitenklasse FILE zugeordnet sein, und die in der Einheitenklasse angegebenen Verzeichnisse müssen NetApp SnapLock-Datenträger sein.
  • 2 Die Werte NETAPPDUMP, CELERRADUMP und NDMPDUMP sind für Speicherpools ungültig, die mit einer Einheitenklasse FILE definiert sind.
  • 3 Dieser Parameter ist nur für Speicherpools gültig, die mit einer Einheitenklasse FILE definiert sind.
  • 4 Dieser Parameter ist nur verfügbar, wenn der Wert des Parameters DEDUPLICATE YES ist.

Parameter

Poolname (Erforderlich)
Gibt den Namen des Speicherpools an, der definiert werden soll. Der Name muss eindeutig sein und darf maximal 30 Zeichen lang sein.
Einheitenklassenname (Erforderlich)
Gibt den Namen der Einheitenklasse für den sequenziellen Zugriff an, der dieser Kopienspeicherpool zugeordnet ist. Mit Ausnahme von DISK kann jede Einheitenklasse angegeben werden.
POoltype= COpy (Erforderlich)
Gibt an, dass ein Kopienspeicherpool definiert werden soll.
DESCription
Gibt eine Beschreibung des Kopienspeicherpools an. Dieser Parameter ist wahlfrei. Die maximale Länge der Beschreibung beträgt 255 Zeichen. Wenn die Beschreibung Leerzeichen enthält, muss sie in Anführungszeichen eingeschlossen werden.
ACCess
Gibt an, wie Clientknoten und Serverprozesse (wie Wiederherstellung) auf Dateien im Kopienspeicherpool zugreifen können. Dieser Parameter ist wahlfrei. Der Standardwert ist READWRITE. Sie können die folgenden Werte angeben:
READWrite
Gibt an, dass Dateien auf die Datenträger im Kopienspeicherpool geschrieben und daraus gelesen werden können.
READOnly
Gibt an, dass Clientknoten Dateien, die auf den Datenträgern im Kopienspeicherpool gespeichert sind, nur lesen können.

Serverprozesse können Dateien innerhalb der Datenträger in dem Speicherpool versetzen. Der Server kann Dateien im Kopienspeicherpool verwenden, um Dateien in primäre Speicherpools zurückzuschreiben. Für die Datenträger in dem Kopienspeicherpool sind jedoch keine neuen Schreiboperationen durch Datenträger außerhalb des Speicherpools zulässig. Ein Speicherpool kann nicht im Kopienspeicherpool gesichert werden.

UNAVailable
Gibt an, dass Clientknoten nicht auf Dateien zugreifen können, die auf Datenträgern im Kopienspeicherpool gespeichert sind.

Serverprozesse können Dateien innerhalb der Datenträger in dem Speicherpool versetzen. Der Server kann Dateien im Kopienspeicherpool verwenden, um Dateien in primäre Speicherpools zurückzuschreiben. Für die Datenträger in dem Kopienspeicherpool sind jedoch keine neuen Schreiboperationen durch Datenträger außerhalb des Speicherpools zulässig. Ein Speicherpool kann nicht im Kopienspeicherpool gesichert werden.

COLlocate
Gibt an, ob der Server versucht, Daten, die zu den folgenden Kandidaten gehören, auf möglichst wenig Datenträgern zu speichern:
  • Ein einzelner Clientknoten
  • Eine Gruppe von Dateibereichen
  • Eine Gruppe von Clientknoten
  • Ein Clientdateibereich
Dieser Parameter ist wahlfrei. Der Standardwert ist NO.

Die Kollokation reduziert die Anzahl der Ladevorgänge für Datenträger mit sequenziellem Zugriff für Zurückschreibungs-, Abruf- und Rückrufoperationen. Die Kollokation erfordert jedoch mehr Serverzeit, um Dateien zum Speichern zusammenzufassen, sowie eine größere Anzahl Datenträger.

Sie können eine der folgenden Optionen angeben:
No
Gibt an, dass die Kollokation inaktiviert ist.
GRoup
Gibt an, dass die Kollokation auf Gruppenebene für Clientknoten oder Dateibereiche aktiviert ist. Für Kollokationsgruppen versucht der Server, Daten für Knoten oder Dateibereiche, die zu derselben Kollokationsgruppe gehören, auf so wenig Datenträgern wie möglich zu speichern.

Wenn Sie COLLOCATE=GROUP angeben, aber keine Kollokationsgruppen definieren, oder wenn Sie keine Knoten oder Dateibereiche zu einer Kollokationsgruppe hinzufügen, werden Daten nach Knoten durch Kollokation zusammengefasst. Ziehen Sie die Verwendung von Bändern in Betracht, wenn Sie Clientknoten oder Dateibereiche in Kollokationsgruppen zusammenfassen.

Besteht beispielsweise ein bandbasierter Speicherpool aus Daten von Knoten, und geben Sie COLLOCATE=GROUP an, führt der Server die folgenden Aktionen aus:
  • Fasst die Daten für gruppierte Knoten nach Gruppe zusammen. Wenn möglich, fasst der Server die Daten, die zu einer Gruppe von Knoten gehören, auf einem einzelnen Band oder auf möglichst wenige Bänder zusammen. Daten für einen einzelnen Knoten können auch auf mehrere Bänder verteilt werden, die einer Gruppe zugeordnet sind.
  • Fasst die Daten für nicht gruppierte Knoten nach Knoten zusammen. Wenn möglich, speichert der Server die Daten für einen einzelnen Knoten auf einem einzelnen Band. Alle verfügbaren Bänder, die bereits Daten für den Knoten enthalten, werden verwendet, bevor verfügbarer Speicherbereich auf einem anderen Band verwendet wird.
Besteht ein bandbasierter Speicherpool aus Daten aus gruppierten Dateibereichen, und geben Sie COLLOCATE=GROUP an, führt der Server die folgenden Aktionen aus:
  • Fasst nur die Daten für gruppierte Dateibereiche nach Gruppe zusammen. Wenn möglich, fasst der Server die Daten, die zu einer Gruppe von Dateibereichen gehören, auf einem einzelnen Band oder auf möglichst wenige Bänder zusammen. Daten für einen einzelnen Dateibereich können auch auf mehrere Bänder verteilt werden, die einer Gruppe zugeordnet sind.
  • Fasst die Daten nach Knoten zusammen (für Dateibereiche, die nicht explizit für eine Dateibereichskollokationsgruppe definiert sind). Beispielsweise verfügt NODE1 über Dateibereiche mit den Namen A, B, C, D und E. Die Dateibereiche A und B gehören zu einer Dateibereichskollokationsgruppe, aber C, D und E nicht. Die Dateibereiche A und B werden nach Dateibereichskollokationsgruppe zusammengefasst, während die Dateibereiche C, D und E nach Knoten zusammengefasst werden.

Daten werden auf so wenig Datenträger mit sequenziellem Zugriff wie möglich zusammengefasst.

NODe
Gibt an, dass die Kollokation auf Clientknotenebene aktiviert ist. Bei Kollokationsgruppen versucht der Server, Daten für einen Knoten auf so wenigen Datenträgern wie möglich zu speichern. Verfügt der Knoten über mehrere Dateibereiche, versucht der Server nicht, diese Dateibereiche durch Kollokation zusammenzufassen. Für die Kompatibilität mit früheren Versionen wird COLLOCATE=YES noch vom Server akzeptiert, um die Kollokation auf der Clientknotenebene anzugeben.

Enthält ein Speicherpool Daten für einen Knoten, der Teil einer Kollokationsgruppe ist, und geben Sie COLLOCATE=NODE an, werden die Daten nach Knoten durch Kollokation zusammengefasst.

FIlespace
Gibt an, dass die Kollokation auf der Dateibereichsebene für Clientknoten aktiviert ist. Der Server versucht, Daten eines Knotens und eines Dateibereichs auf so wenig Datenträgern wie möglich zu speichern. Verfügt ein Knoten über mehrere Dateibereiche, versucht der Server, Daten für verschiedene Dateibereiche auf verschiedenen Datenträgern zu speichern.
REClaim
Gibt an, wann der Server einen Datenträger auf der Basis des Prozentsatzes wiederherstellbaren Speicherbereichs auf einem Datenträger zurückfordert. Der konsolidierbare Speicherbereich ist die Größe des Speicherplatzes, der von Dateien belegt wird, die abgelaufen sind oder aus der IBM Storage Protect-Datenbank gelöscht wurden.

Bei der Wiederherstellung wird der zerstückelte Speicherbereich auf Datenträgern durch Versetzen der restlichen nicht verfallenen Dateien von einem Datenträger auf einen anderen wieder verwendbar, wodurch der ursprüngliche Datenträger wiederverwendet werden kann. Dieser Parameter ist wahlfrei. Sie können eine ganze Zahl von 1 bis 100 angeben. Der Standardwert 100 bedeutet, dass keine Wiederherstellung erfolgt.

Der Server bestimmt, dass der Datenträger ein Kandidat für die Wiederherstellung ist, wenn der Prozentsatz des wiederherstellbaren Speicherbereichs auf einem Datenträger größer als der Wiederherstellungsschwellenwert des Speicherpools ist.

Wird der Standardwert geändert, einen Wert von 50 Prozent oder höher angeben, sodass Dateien, die auf zwei Datenträgern gespeichert sind, auf einem einzigen Ausgabedatenträger gespeichert werden können.

Wenn ein ausgelagerter Kopienspeicherpooldatenträger für die Wiederherstellung ausgewählt werden kann, versucht der Wiederherstellungsprozess, die nicht verfallenen Dateien auf einem zurückforderbaren Datenträger aus einem primären Speicherpool oder einem Kopienspeicherpool vor Ort abzurufen. Der Prozess schreibt dann diese Dateien auf einen verfügbaren Datenträger in dem ursprünglichen Kopienspeicherpool. Tatsächlich werden diese Dateien wieder an den Standort vor Ort versetzt. Die Dateien können jedoch nach einem Katastrophenfall auch vom ausgelagerten Datenträger abgerufen werden, wenn eine Datenbanksicherung verwendet wird, die auf die Dateien auf dem ausgelagerten Datenträger verweist. Wegen der Art, mit der ausgelagerte Datenträger bei der Wiederherstellung bearbeitet werden, sollte die Wiederherstellung bei Kopienspeicherpools mit Vorsicht verwendet werden.

Wichtig: Bei der Wiederherstellungsverarbeitung werden keine Datenträger wiederhergestellt, die sich im Status ONSITERETRIEVE oder RESTOREONLY befinden, da diese Datenträger zum Zurückschreiben von Daten und nicht zum Versetzen von Daten auf andere Datenträger vor Ort gebracht werden. Wenn Sie Speicherpooldatenträger zum Zurückschreiben von Daten wieder vor Ort versetzen, indem Sie den Befehl MOVE DRMEDIA ausgeben und entweder den Parameterwert TOSTATE=ONSITERETRIEVE oder TOSTATE=RESTOREONLY angeben, werden diese Datenträger von der Speicherwiederherstellungsverarbeitung übersprungen. Diese Speicherpooldatenträger müssen den Status MOUNTABLE haben, damit sie für die Wiederherstellungsverarbeitung ausgewählt werden können.
RECLAIMPRocess
Gibt die Anzahl paralleler Prozesse für das Wiederherstellen der Datenträger in diesem Speicherpool an. Dieser Parameter ist wahlfrei. Geben Sie einen Wert von 1 bis 999 ein. Der Standardwert ist 1.
Wenn Sie den Wert für diesen Parameter berechnen, sollten Sie die folgenden Ressourcen berücksichtigen, die für die Konsolidierungsverarbeitung erforderlich sind:
  • Die Anzahl der sequenziellen Speicherpools
  • Die Anzahl der logischen und physischen Laufwerke, die der Operation zugeordnet werden können
Für den Zugriff auf sequenzielle Datenträger verwendet IBM Storage Protect einen Mountpunkt und ein physisches Laufwerk.

Beispiel: Angenommen, Sie möchten die Datenträger aus zwei Speicherpools mit sequenziellem Zugriff gleichzeitig wiederherstellen und Sie möchten vier Prozesse für jeden der Speicherpools angeben. Die Speicherpools haben dieselbe Einheitenklasse. Jeder Prozess benötigt zwei Mountpunkte und, wenn der Einheitentyp nicht FILE lautet, zwei Laufwerke. (Ein Laufwerk ist für den Eingabedatenträger und das andere Laufwerk für den Ausgabedatenträger bestimmt.) Um acht Wiederherstellungsprozesse gleichzeitig auszuführen, benötigen Sie mindestens 16 Mountpunkte und 16 Laufwerke. Die Einheitenklasse für die Speicherpools muss einen Grenzwert für Ladeanforderungen von mindestens 16 haben.

Sie können einen oder mehrere Wiederherstellungsprozesse für jeden Kopienspeicherpool angeben. Sie können mehrere gleichzeitig ablaufende Wiederherstellungsprozesse für einen einzelnen Kopienspeicherpool angeben. Damit wird eine bessere Nutzung Ihrer verfügbaren Bandlaufwerke oder FILE-Datenträger erreicht. Wenn die gleichzeitig ablaufende Verarbeitung mehrerer Prozesse nicht erforderlich ist, geben Sie den Wert 1 für den Parameter RECLAIMPROCESS an.

RECLAMATIONType
Gibt die Methode an, mit der Datenträger wiederhergestellt und verwaltet werden. Dieser Parameter ist wahlfrei. Der Standardwert ist THRESHOLD. Gültige Werte sind:
THRESHold
Gibt an, dass Datenträger, die zu diesem Speicherpool gehören, gemäß dem Schwellenwert im Attribut RECLAIM für diesen Speicherpool wiederhergestellt werden.
SNAPlock
Gibt an, dass FILE-Datenträger, die zu diesem Speicherpool gehören, mit NetApp Data ONTAP-Software und NetApp SnapLock-Datenträgern für die Aufbewahrung verwaltet werden. Dieser Parameter ist nur für Speicherpools gültig, die für einen Server definiert sind, auf dem der Aufbewahrungsschutz für Daten aktiviert ist und der einer Einheitenklasse FILE zugeordnet ist. Datenträger in diesem Speicherpool werden nicht anhand des Schwellenwerts wiederhergestellt. Der RECLAIM-Wert für den Speicherpool wird ignoriert.

Alle Datenträger in diesem Speicherpool werden als FILE-Datenträger erstellt. Ein Aufbewahrungsdatum, das von den Aufbewahrungsattributen in der Archivierungskopiengruppe für den Speicherpool abgeleitet wird, wird in den Metadaten für den FILE-Datenträger mit der SnapLock-Funktion des Betriebssystems NetApp Data ONTAP definiert. Bis zum Ablauf des Aufbewahrungsdatums können der FILE-Datenträger und alle darauf befindlichen Daten nicht von dem physischen SnapLock-Datenträger gelöscht werden, auf dem sie gespeichert sind.

Der Parameter RECLAMATIONTYPE muss für alle Speicherpools, die definiert werden, identisch sein, wenn er für denselben Einheitenklassennamen definiert wird. Der Befehl DEFINE schlägt fehl, wenn der angegebene Parameter RECLAMATIONTYPE von der Angabe abweicht, die für Speicherpools definiert ist, die bereits für den Einheitenklassennamen definiert wurden.

OFFSITERECLAIMLimit
Gibt die Anzahl ausgelagerter Datenträger an, deren Speicherbereich während der Wiederherstellung für diesen Speicherpool zurückgefordert wird. Dieser Parameter ist wahlfrei. Der Standardwert ist NOLIMIT. Sie können die folgenden Werte angeben:
NOLimit
Gibt an, dass der Speicherbereich auf allen ausgelagerten Datenträgern wiederhergestellt werden soll.
Zahl
Gibt die Anzahl ausgelagerter Datenträger an, deren Speicherbereich wiederhergestellt werden soll. Sie können eine ganze Zahl von 0 bis 99999 angeben. Der Wert 0 bedeutet, dass für keine ausgelagerten Datenträger der Speicherbereich wiederhergestellt wird.
Tipp:

Um den Wert für OFFSITERECLAIMLIMITzu bestimmen, verwenden Sie die statistischen Informationen in der Nachricht, die am Ende der Wiederherstellungsoperation für ausgelagerte Datenträger ausgegeben wird. Die statistischen Informationen umfassen die folgenden Elemente:

  • Die Anzahl der ausgelagerten Datenträger, die verarbeitet wurden
  • Die Anzahl der parallelen Prozesse, die verwendet wurden
  • Die Gesamtzeit, die für die Verarbeitung benötigt wurde

Die Reihenfolge, in der ausgelagerte Datenträger wiederhergestellt werden, basiert auf dem Umfang des freien Speicherplatzes auf einem Datenträger. (Freier Speicherplatz umfasst den Speicherbereich, der auf dem Datenträger nie verwendet wurde, und den Speicherbereich, der aufgrund des Löschens von Dateien frei geworden ist.) Datenträger mit dem größten freien Speicherplatz werden zuerst wiederhergestellt.

Beispiel: Angenommen, ein Kopienspeicherpool enthält drei Datenträger: VOL1, VOL2 und VOL3. VOL1 hat den größten freien Speicherplatz, und VOL3 hat den kleinsten freien Speicherplatz. Nehmen Sie weiter an, dass der Prozentsatz des freien Speicherbereichs auf jedem der drei Datenträger größer als der Wert des Parameters RECLAIM ist. Wird kein Wert für den Parameter OFFSITERECLAIMLIMIT angegeben, werden alle drei Datenträger wiederhergestellt, wenn die Wiederherstellung ausgeführt wird. Wird der Wert 2 angegeben, werden nur VOL1 und VOL2 bei der Wiederherstellung wiederhergestellt. Wird der Wert 1 angegeben, wird nur VOL1 wiederhergestellt.

MAXSCRatch (Erforderlich)
Gibt die maximale Anzahl der Arbeitsdatenträger an, die der Server für diesen Speicherpool anfordern kann. Sie können eine ganze Zahl von 0 bis 100000000 angeben. Indem dem Server erlaubt wird, so viele Arbeitsdatenträger wie erforderlich anzufordern, müssen Sie nicht mehr jeden Datenträger, der verwendet werden soll, definieren.

Mit dem für diesen Parameter angegebenen Wert wird die Gesamtzahl der im Kopienspeicherpool verfügbaren Datenträger und die entsprechende geschätzte Kapazität des Kopienspeicherpools geschätzt.

Arbeitsdatenträger werden automatisch aus dem Speicherpool gelöscht, sobald sie leer sind. Lautet jedoch der Zugriffsmodus für einen Arbeitsdatenträger OFFSITE, wird der Datenträger erst dann aus dem Kopienspeicherpool gelöscht, wenn der Zugriffsmodus geändert wird. Ein Administrator kann dann den Server nach leeren ausgelagerten Arbeitsdatenträgern abfragen und diese an den Standort vor Ort zurückgeben.

Wenn Arbeitsdatenträger mit dem Einheitentyp FILE leer werden und gelöscht werden, wird der von den Datenträgern belegte Speicherbereich von dem Server freigegeben und an das Dateisystem zurückgegeben.

Tipp: Für Server-zu-Server-Operationen, die virtuelle Datenträger verwenden und ein kleines Datenvolumen speichern, sollten Sie einen Wert für den Parameter MAXSCRATCH angeben, der höher ist als der Wert, den Sie normalerweise für Schreiboperationen auf anderen Datenträgertypen angeben. Nach einer Schreiboperation auf einen virtuellen Datenträger markiert IBM Storage Protect den Datenträger als FULL, auch wenn der Wert des Parameters MAXCAPACITY in der Einheitenklassendefinition nicht erreicht wird. Der Server behält virtuelle Datenträger nicht im Status FILLING und hängt keine Daten an. Wenn der Wert des Parameters MAXSCRATCH zu niedrig ist, können Server-zu-Server-Operationen fehlschlagen.
REUsedelay
Gibt die Anzahl Tage an, die nach dem Löschen aller Dateien von einem Datenträger verstreichen müssen, bevor der Datenträger neu beschrieben oder wieder in den Arbeitsdatenträgerpool zurückgestellt werden kann. Dieser Parameter ist wahlfrei. Sie können eine ganze Zahl von 0 bis 9999 angeben. Der Standardwert ist 0, was bedeutet, dass ein Datenträger neu beschrieben oder in den Arbeitsdatenträgerpool zurückgestellt werden kann, sobald alle Dateien von dem Datenträger gelöscht wurden.
Tipp: Verwenden Sie diesen Parameter, um sicherzustellen, dass Datenbankverweise auf Dateien im Kopienspeicherpool weiterhin gültig sind, wenn Sie die Datenbank auf eine frühere Version zurückschreiben. Dieser Parameter muss auf einen Wert gesetzt werden, der größer als die Anzahl der Tage ist, die die älteste Datenbanksicherung aufbewahrt werden soll. Die für diesen Parameter angegebene Anzahl Tage muss mit der für den Befehl SET DRMDBBACKUPEXPIREDAYS angegebenen Anzahl übereinstimmen.
OVFLOcation
Gibt den Überlaufstandort für den Speicherpool an. Der Server ordnet diesen Standortnamen einem Datenträger zu, der durch den Befehl aus dem Speicherarchiv ausgegeben wird. Dieser Parameter ist wahlfrei. Der Standortname darf maximal 255 Zeichen lang sein. Den Standortnamen in Anführungszeichen einschließen, wenn er Leerzeichen enthält.
DATAFormat
Gibt das Datenformat an, das zum Sichern von Dateien in diesem Speicherpool und zum Zurückschreiben von Dateien aus diesem Speicherpool verwendet werden soll. Das Standardformat ist das NATIVE-Serverformat. Sie können die folgenden Werte angeben:
NATive
Gibt an, dass das Datenformat das native IBM Storage Protect -Serverformat ist und Blockheader enthält.
NONblock
Gibt an, dass das Datenformat das native IBM Storage Protect -Serverformat ist und keine Blockheader enthält.
Die standardmäßige Mindestblockgröße auf einem Datenträger, der der Einheitenklasse FILE zugeordnet ist, beträgt 256 KB, unabhängig davon, wie viele Daten auf den Datenträger geschrieben werden. Für bestimmte Tasks können Sie die ineffiziente Speichernutzung auf Speicherdatenträgern minimieren, indem Sie das Datenformat NONBLOCK angeben. Sie können beispielsweise das Datenformat NONBLOCK für die folgenden Tasks angeben:
  • Verwendung von Content-Management-Produkten
  • Verwendung der Clientoption DIRMC zum Speichern von Verzeichnisinformationen
  • Migration sehr kleiner Dateien mit IBM Storage Protect for Space Management oder IBM Storage Protect HSM for Windows
In den meisten Situationen wird jedoch das native Format bevorzugt.
NETAPPDump
Gibt an, dass die Daten das NetApp-Speicherauszugsformat haben. Geben Sie dieses Datenformat nicht für Dateisystemimages an, die ein Speicherauszugsformat haben und die von einem NetApp-Dateiserver unter Verwendung von NDMP gesichert wurden. Der Server führt keine Speicherpoolwiederherstellung oder AUDIT VOLUME für einen Speicherpool mit DATAFORMAT=NETAPPDUMPaus. Sie können den Befehl MOVE DATA verwenden, um NDMP-generierte Daten von einem Datenträger zu versetzen, wenn der Datenträger wiederverwendet werden muss.
CELERRADump
Gibt an, dass die Daten das EMC Celerra-Speicherauszugsformat haben. Geben Sie dieses Datenformat nicht für Dateisystemimages an, die ein Speicherauszugsformat haben und die von einem EMC Celerra-Dateiserver unter Verwendung von NDMP gesichert wurden. Der Server führt keine Speicherpoolwiederherstellung oder AUDIT VOLUME für einen Speicherpool mit DATAFORMAT=CELERRADUMPaus. Sie können den Befehl MOVE DATA verwenden, um NDMP-generierte Daten von einem Datenträger zu versetzen, wenn der Datenträger wiederverwendet werden muss.
NDMPDump
Gibt an, dass die Daten ein lieferantenspezifisches NAS-Sicherungsformat haben. Geben Sie dieses Datenformat nicht für Dateisystemimages an, die ein Sicherungsformat haben und die von einem anderen NAS-Dateiserver als von einem NetApp- oder EMC Celerra-Dateiserver gesichert wurden. Der Server führt keine Speicherpoolwiederherstellung oder AUDIT VOLUME für einen Speicherpool mit DATAFORMAT=NDMPDUMPaus. Sie können den Befehl MOVE DATA verwenden, um NDMP-generierte Daten von einem Datenträger zu versetzen, wenn der Datenträger wiederverwendet werden muss.
CRCData
Gibt an, ob eine zyklische Blockprüfung (Cyclic Redundancy Check = CRC) Speicherpooldaten auswertet, wenn auf dem Server eine Datenträgerprüfung (Audit volume) verarbeitet wird. Dieser Parameter ist nur für Speicherpools mit dem Datenformat NATIVE gültig. Dieser Parameter ist wahlfrei. Der Standardwert ist NO. Wird CRCDATA auf YES gesetzt und ein Befehl AUDIT VOLUME geplant, kann die Integrität der Daten, die in Ihrer Speicherhierarchie gespeichert sind, ständig sichergestellt werden. Sie können die folgenden Werte angeben:
Yes
Gibt an, dass Daten mit CRC-Informationen gespeichert werden. Damit können bei einer Datenträgerprüfung Speicherpooldaten ausgewertet werden. Dieser Modus hat Auswirkungen auf die Leistung, da eine zusätzliche Verarbeitung erforderlich ist, um die CRC-Werte zu berechnen und zwischen dem Speicherpool und dem Server zu vergleichen.
No
Gibt an, dass Daten ohne CRC-Informationen gespeichert werden.
Tipp:

Für Speicherpools, die dem Einheitentyp 3592, LTO oder ECARTRIDGE zugeordnet sind, bietet der Schutz logischer Blöcke einen besseren Schutz gegen Datenverlust als die CRC-Prüfung für einen Speicherpool. Wenn Sie die CRC-Überprüfung für einen Speicherpool angeben, werden Daten nur während der Ausführung von Datenträgerprüfungsoperationen überprüft. Fehler werden identifiziert, nachdem Daten auf Band geschrieben wurden.

Um den Schutz logischer Blöcke zu aktivieren, geben Sie den Wert READWRITE für den Parameter LBPROTECT in den Befehlen DEFINE DEVCLASS und UPDATE DEVCLASS für die Einheitentypen 3592, LTO oder ECARTRIDGE an. Der Schutz logischer Blöcke wird nur für die folgenden Typen von Laufwerken und Datenträgern unterstützt:
  • IBM® LTO5 und später.
  • IBM 3592-Laufwerke der Generation 3 und höher mit 3592-Datenträgern der Generation 2 und höher.
  • Oracle StorageTek T10000C- und T10000D-Laufwerke
DEDUPlicate
Gibt an, ob die in diesem Speicherpool gespeicherten Daten dedupliziert werden. Dieser Parameter ist wahlfrei und nur für Speicherpools gültig, die mit einer Einheitenklasse FILE definiert sind. Der Standardwert ist NO.
IDENTIFYPRocess
Gibt die Anzahl paralleler Prozesse an, die für die serverseitige Datendeduplizierung verwendet werden sollen. Dieser Parameter ist wahlfrei und nur für Speicherpools gültig, die mit einer Einheitenklasse FILE definiert sind. Geben Sie einen Wert von 0 bis 50 ein.

Der Standardwert für diesen Parameter ist 1. Datendeduplizierungsprozesse für einen Kopienspeicherpool sind nicht erforderlich, wenn Sie Daten-Deduplizierungsprozesse für den primären Speicherpool angeben. Wenn IBM Storage Protect eine Datei in einem Speicherpool analysiert, analysiert IBM Storage Protect auch die Datei in allen anderen Speicherpools.

Hinweis: Datendeduplizierungsprozesse können aktiv oder inaktiv sein. Prozesse, die gegenwärtig Dateien bearbeiten, sind aktiv. Prozesse, die auf Dateien warten, die bearbeitet werden sollen, sind inaktiv. Prozesse bleiben inaktiv, bis Datenträger mit Daten, die dedupliziert werden sollen, verfügbar werden. Die Ausgabe des Befehls QUERY PROCESS für einen Datendeduplizierungsprozess umfasst die Gesamtzahl Byte und Dateien, die seit dem ersten Start des Prozesses verarbeitet wurden. Wenn beispielsweise ein Datendeduplizierungsprozess vier Dateien verarbeitet, dann inaktiv wird und anschließend fünf weitere Dateien verarbeitet, beträgt die Gesamtzahl der verarbeiteten Dateien neun. Prozesse werden nur beendet, wenn sie abgebrochen werden oder wenn die Anzahl Datendeduplizierungsprozesse für den Speicherpool in einen Wert geändert wird, der kleiner als die gegenwärtig angegebene Anzahl ist.

Beispiel: Einen Kopienspeicherpool mit einer Einheitenklasse DC480 definieren

Den Kopienspeicherpool TAPEPOOL2 für die Einheitenklasse DC480 definieren. Maximal 50 Arbeitsdatenträger für diesen Pool zulassen. Die Wiederverwendung der Datenträger um 45 Tage verzögern.
define stgpool tapepool2 dc480 pooltype=copy
 maxscratch=50 reusedelay=45