DSMSERV RESTORE DB (Datenbank mit dem neuesten Stand zurückschreiben)
Verwenden Sie das Dienstprogramm DSMSERV RESTORE DB, um unter bestimmten Bedingungen eine Datenbank mit ihrem aktuellen Status zurückzuschreiben.
Wenn Ihnen Verzeichnisse oder Dateien fehlen, die zum Zurückschreiben der Datenbank erforderlich sind, lesen Sie den Abschnitt Server wiederherstellen, wenn Dateien fehlen.
IBM Storage Protect fordert Datenträgerladevorgänge an, um die neueste Sicherungsserie zu laden, und verwendet dann die Wiederherstellungsprotokolle, um die Datenbank auf den neuesten Status zu aktualisieren.
Momentaufnahmesicherungen der Datenbank können nicht verwendet werden, um eine Datenbank mit ihrem aktuellen Status zurückzuschreiben.
Syntax
Parameter

-u Benutzername
Gibt einen Benutzernamen an, zu dem vor der Initialisierung des Servers gewechselt wird.
-i Instanzverzeichnis
Gibt ein zu verwendendes Instanzverzeichnis an Dieses Instanzverzeichnis wird das aktuelle Arbeitsverzeichnis des Servers.
-k Schlüsselname
Gibt den Namen des Windows-Registrierungsschlüssels an, aus dem Informationen zum Server abgerufen werden. Der Standardwert ist SERVER1.- -o Optionsdatei
- Gibt eine Optionsdatei an, die verwendet werden soll.

-quiet
Gibt an, dass Nachrichten an die Konsole unterdrückt werden.- RECOVerydir
- Gibt ein Verzeichnis an, in dem Wiederherstellungsprotokollinformationen von den Datenbanksicherungsdatenträgern gespeichert werden sollen. Dieses Verzeichnis muss über ausreichend Speicherplatz verfügen, um diese Transaktionswiederherstellungsinformationen zu speichern, und es muss ein leeres Verzeichnis sein. Wenn dieser Parameter nicht angegeben wird, wird standardmäßig das Verzeichnis verwendet, das durch einen der folgenden Parameter im Dienstprogramm DSMSERV FORMAT oder DSMSERV
LOADFORMAT angegeben wird:
- ARCHFAILOVERLOGDIRECTORY, falls angegeben
- ARCHLOGDIRECTORY, wenn ARCHFAILOVERLOGDIRECTORY nicht angegeben ist
- ACTIVELOGDir
- Gibt ein Verzeichnis an, in dem die Protokolldateien gespeichert werden sollen, die zum Verfolgen der aktiven Datenbankoperationen verwendet werden. Dieses Verzeichnis muss nur angegeben werden, wenn zu einem anderen Verzeichnis für aktive Protokolldateien als dem bereits konfigurierten Verzeichnis umgeschaltet werden soll.
- On
- Gibt eine Datei an, in der die Verzeichnisse aufgelistet sind, in die die Datenbank zurückgeschrieben wird. Geben Sie jedes Verzeichnis in einer separaten Zeile in der Datei an. Der Parameter ON gibt beispielsweise die Datei restorelist.txt an, die die folgende Liste enthält:


/tsmdb001 /tsmdb002 /tsmdb003
Wird dieser Parameter nicht angegeben, werden die Ursprungsverzeichnisse verwendet, die in der Datenbanksicherung aufgezeichnet wurden.e:\tsm\db001 f:\tsm\db002 g:\tsm\db003Tipp: Wenn Sie mehrere Verzeichnisse angeben, müssen Sie sicherstellen, dass die zugrunde liegenden Dateisysteme die gleiche Größe haben, um einen konsistenten Grad an Parallelität für Datenbankoperationen sicherzustellen. Sind ein oder mehrere Verzeichnisse für die Datenbank kleiner als die anderen Verzeichnisse, reduzieren sie das Potenzial zum optimierten parallelen Vorablesezugriff und zur Verteilung der Datenbank. - PReview
- Gibt an, dass die Datenträgerhistorydateien geprüft und die Datenbanksicherungsdatenträger aus der Datenträgerhistorydatei ausgewertet werden.
- Welche Gruppe von Datenbanksicherungsdatenträgern entspricht am besten den aktuellen Kriterien, die für die Zurückschreibungsverarbeitung angegeben sind? Die Datenträgerhistorydaten stellen ausführliche Informationen zur Sicherungsserien-ID, zur Operations-ID (Gesamtsicherung, Teilsicherung 1, Teilsicherung 2, usw.), zum Datum der Datenbanksicherung und zur Einheitenklasse bereit. Diese Informationen und die im Befehl DSMSERV RESTORE DB angegebenen Parameter legen fest, was zum Ausführen der Zurückschreibung verwendet werden soll. Die Datenträgerhistorydatei wird geprüft, um die neueste Datenbanksicherung zu suchen und dann die Daten mit dieser Sicherung zurückzuschreiben.
- Sind selbst beschreibende Daten für die ausgewählte Gruppe von Datenbanksicherungsdatenträgern verfügbar? Überprüfen Sie die Datenträgerhistorydaten auf diese Sicherungsserie. Beim Datenabgleich wird der Inhalt der selbst beschreibenden Daten mit den Angaben aus den Datenträgerhistoryeinträgen verglichen. Die Überprüfung schließt das Laden eines oder mehrerer Datenträger ein, die von der Datenträgerhistory angegeben werden. Anschließend werden die selbst beschreibenden Daten, die in den Datenbanksicherungsdatenträgern enthalten waren, mit den Angaben in der Datenträgerhistory für die Datenbanksicherung abgeglichen. Sind die Informationen aus der Datenträgerhistorydatei und die selbst beschreibenden Daten nicht konsistent, werden Nachrichten ausgegeben, um das Problem zu identifizieren. Beispiel: Es wurden nicht alle Werte angegeben bzw. es sind nicht alle Werte verfügbar oder es wurden keine selbst beschreibenden Daten gefunden.
Sind die Datenträgerhistorydaten und die selbst beschreibenden Daten aus der Datenbanksicherung konsistent, wird eine Nachricht ausgegeben, die angibt, dass die Datenbanksicherung für die Zurückschreibungsverarbeitung verwendet werden kann.
Sind die Datenträgerhistorydaten und die selbst beschreibenden Daten aus der Datenbanksicherung nicht konsistent, werden Fehlernachrichten ausgegeben, die angeben, was überprüft wurde und was nicht gefunden wurde. Fehlernachrichten werden auch ausgegeben, wenn die selbst beschreibenden Daten für die Sicherung nicht gefunden werden können.
Wird der Parameter PREVIEW nicht angegeben oder wird der Parameter auf NO gesetzt und sind die Datenträgerhistorydaten und die selbst beschreibenden Daten aus der Datenbanksicherung konsistent, wird die Zurückschreibung fortgesetzt.
Wird der Parameter PREVIEW nicht angegeben oder wird der Parameter auf NO gesetzt und schlagen der Datenabgleich und die Überprüfung fehl, wird die Datenbankzurückschreibung nicht ausgeführt. Stellen Sie sicher, dass zusätzliche Datenträger verfügbar sind und in der Datenträgerprotokolldatei referenziert werden. Oder entfernen Sie die unvollständige Sicherungsserie oder Operation, sodass der IBM Storage Protect -Server eine andere bevorzugte Serie oder Operation auswählt und die Verarbeitung fortsetzt.
Wird der Parameter PREVIEW auf YES gesetzt, werden von dem Prozess nur die Auswertung der Datenträgerhistorydatei sowie der Datenabgleich und die Validierung mit der ausgewählten Datenbanksicherung ausgeführt.
- RESTOREKeys
- Gibt an, ob der Masterverschlüsselungsschlüssel des Servers, der zum Verschlüsseln von Speicherpooldaten verwendet wird, zurückgeschrieben werden soll, wenn die Datenbank zurückgeschrieben wird. Dieser Parameter ist optional und gilt nur, wenn Sie verschlüsselte Containerspeicherpools in einer Cloudumgebung verwenden. Wenn der Masterschlüssel des Servers beim Zurückschreiben der Datenbank geschützt ist, ist der Standardwert YES. Wenn der Masterschlüssel des Servers beim Zurückschreiben der Datenbank nicht geschützt ist, ist der Standardwert NO. Sie können einen der folgenden Werte angeben:
- No
- Gibt an, dass der Masterschlüssel des Servers beim Zurückschreiben der Datenbank nicht zurückgeschrieben wird.
- Yes
- Gibt an, dass der Masterschlüssel des Servers beim Zurückschreiben der Datenbank zurückgeschrieben wird. Sie müssen ein Kennwort für diesen Parameter angeben.
- Only
- Gibt an, dass nur der Masterschlüssel des Servers zurückgeschrieben wird. Die Datenbank wird nicht zurückgeschrieben.
- PASSword
- Gibt das Kennwort an, das zum Schützen der Datenbanksicherung verwendet wird.Achtung: Wenn Sie diesen Parameter zur Angabe eines Kennworts verwenden, wird das Kennwort in der Befehlszeile angezeigt und ist nicht sicher. Wenn Sie einen Wert für den Parameter PASSWORD angeben, müssen Sie auch PROMPT=NO angeben; andernfalls schlägt der Befehl fehl. Um das Kennwort zu schützen, verwenden Sie den Parameterwert PROMPT=YES anstelle des Parameters PASSWORD, um sicherzustellen, dass Benutzer zur Eingabe des Kennworts aufgefordert werden. Wenn Sie den Parameterwert PROMPT=YES verwenden, wird das Kennwort nicht in der Befehlszeile angezeigt.
- PROMPT
- Gibt an, ob der Benutzer zur Eingabe des Kennworts aufgefordert werden soll, das zum Schützen der Datenbanksicherung verwendet wird. Dieses Kennwort zum Schutz des Masterverschlüsselungsschlüssels wurde mit dem Befehl SET
DBRECOVERY oder BACKUP DB festgelegt.
- Yes
- Gibt an, dass der Server den Benutzer zur Eingabe des Kennworts auffordert, das zum Schützen der Datenbanksicherung verwendet wird. Diese Einstellung dient zum Schutz des Kennworts und ist der Standardwert, wenn ein Kennwort erforderlich ist.
- No
- Gibt an, dass der Server den Benutzer nicht zur Eingabe des Kennworts auffordert. Stattdessen verwendet der Server das mit dem Parameter PASSWORD angegebene Kennwort. Wenn Sie den Parameter PASSWORD zusammen mit dem Parameterwert PROMPT=NO verwenden, wird das Kennwort in der Befehlszeile angezeigt, und nicht berechtigte Benutzer können auf das Kennwort zugreifen. Wenn Sie den Parameter PASSWORD angeben, müssen Sie auch den Parameterwert PROMPT=NO angeben.
Beispiel: Die Datenbank mit ihrem aktuellen Status zurückschreiben
Die Datenbank mit ihrem aktuellen Status unter Verwendung des bereits konfigurierten Verzeichnisses für aktive Protokolldatei zurückschreiben. dsmserv restore dbBeispiel: Masterschlüssel des Servers zurückschreiben, ohne die Datenbank zurückzuschreiben
Geben Sie den folgenden Befehl aus, um den Masterschlüssel des Servers zurückschreiben, ohne die Datenbank zurückzuschreiben:dsmserv restore db restorekeys=only