Beispiel: SCSI-Speicherarchiv oder virtuelles Bandarchiv mit mehreren Laufwerkeinheitentypen konfigurieren

Sie können ein Speicherarchiv mit mehreren Laufwerkeinheitentypen konfigurieren, beispielsweise ein StorageTek L40-Speicherarchiv, das ein einzelnes DLT-Laufwerk und ein einzelnes LTO Ultrium-Laufwerk enthält.

Informationen zu dieser Task

Diese Prozedur ist ein Beispiel für die Konfiguration eines automatisierten SCSI-Speicherarchivs, das zwei Laufwerke enthält, für das Serversystem. Das Speicherarchiv wird nicht mit anderen IBM Storage Protect -Servern oder Speicheragenten gemeinsam genutzt und normalerweise über SCSI-Kabel an das Serversystem angeschlossen.

In dieser Konfiguration haben die Laufwerke unterschiedliche Einheitentypen. Definieren Sie für jeden Laufwerkeinheitentyp eine Einheitenklasse. Laufwerke mit verschiedenen Einheitentypen werden in einem einzelnen Speicherarchiv unterstützt, wenn Sie für jeden Laufwerktyp eine Einheitenklasse definieren. Wenn die Konfiguration auf diese Art und Weise erfolgt, müssen Sie das spezifische Format für den Einheitentyp des Laufwerks einschließen, indem Sie den Parameter FORMAT mit einem anderen Wert als DRIVE verwenden.

Die Vorgehensweise ist bis auf den Schritt zum Definieren des Speicherarchivs für SCSI-Speicherarchive und VTLs identisch. Definieren Sie für SCSI-Speicherarchive das Speicherarchiv mit libtype=scsi. Definieren Sie für VTL-Speicherarchive das Speicherarchiv mit libtype=vtl.

Prozedur

  1. Definieren Sie ein SCSI-Speicherarchiv mit dem Namen MIXEDLIB.
    define library mixedlib libtype=scsi
  2. Definieren Sie einen Pfad vom Server zum Speicherarchiv.
    AIX-Betriebssysteme
    define path server1 mixedlib srctype=server desttype=library 
    device=/dev/lb3
    Linux-Betriebssysteme
    define path server1 mixedlib srctype=server desttype=library 
    device=/dev/tsmscsi/lb3
    Windows-Betriebssysteme
    define path server1 mixedlib srctype=server desttype=library 
    device=lb0.0.0.3
  3. Definieren Sie die Laufwerke im Speicherarchiv. Beide Laufwerke gehören zum Speicherarchiv MIXEDLIB.
    define drive mixedlib dlt1
    define drive mixedlib lto1
  4. Definieren Sie einen Pfad vom Server zu jedem Laufwerk.
    Der Parameter DEVICE gibt den Namen des Einheitentreibers für das Laufwerk an; dabei handelt es sich um den Gerätedateinamen für die Einheit.
    AIX-Betriebssysteme
    define path server1 dlt1 srctype=server desttype=drive 
    library=mixedlib device=/dev/mt4
    define path server1 lto1 srctype=server desttype=drive 
    library=mixedlib device=/dev/mt5
    Linux-Betriebssysteme
    define path server1 dlt1 srctype=server desttype=drive 
    library=mixedlib device=/dev/tsmscsi/mt4
    define path server1 lto1 srctype=server desttype=drive 
    library=mixedlib device=/dev/tsmscsi/mt5
    Windows-Betriebssysteme
    define path server1 drive01 srctype=server desttype=drive 
    library=autoltolib device=mt0.0.0.4
    define path server1 drive02 srctype=server desttype=drive 
    library=autoltolib device=mt0.0.0.5

    Wurde die Elementadresse bei der Definition des Laufwerks nicht angegeben, fragt der Server jetzt das Speicherarchiv nach der Elementadresse des Laufwerks ab.

  5. Definieren Sie Einheitenklassen.
    Wichtig: Verwenden Sie nicht das Standardformat DRIVE . Da die Laufwerke verschiedene Typen haben, verwendet der Server die Formatspezifikation für die Auswahl eines Laufwerks. Das Ergebnis der Verwendung des Formats DRIVE in einem Speicherarchiv mit gemischten Datenträgern ist unvorhersehbar.
    define devclass dlt_class library=mixedlib devtype=dlt format=dlt40
    define devclass lto_class library=mixedlib devtype=lto format=ultriumc
  6. Definieren Sie Speicherpools, die den Einheitenklassen zugeordnet sind.
    define stgpool lto_pool lto_class maxscratch=20
    define stgpool dlt_pool dlt_class maxscratch=20
  7. Ordnen Sie Datenträgern im Speicherarchiv Kennsätze zu und stellen Sie die Datenträger zurück.
    label libvolume mixedlib search=yes labelsource=barcode checkin=scratch
  8. Überprüfen Sie Ihre Definitionen, indem Sie die folgenden Befehle ausgeben:
    query library
    query drive
    query path
    query devclass
    query stgpool
    query libvolume