BACKUP NODE (NAS-Knoten sichern)

Verwenden Sie diesen Befehl, um eine Sicherungsoperation für einen NAS-Knoten (NAS = Network Attached Storage) zu starten.

Sicherungen, die mit diesem Befehl BACKUP NODE für NAS-Knoten erstellt werden, sind funktional äquivalent zu Sicherungen, die mit dem Befehl backup nas auf einem IBM Storage Protect -Client für Sichern/Archivieren erstellt wurden. Sie können diese Sicherungen mit dem Befehl RESTORE NODE des Servers oder mit dem Befehl restore nas des Clients wiederherstellen.

Einschränkung : NAS-Knotensicherungen können nicht in eine Aufbewahrungsgruppe eingeschlossen werden.

Berechtigungsklasse

Um diesen Befehl auszugeben, müssen Sie die Systemberechtigung, die Maßnahmenberechtigung für die Domäne, der der Knoten zugeordnet ist, oder die Clienteignerberechtigung für den Knoten haben.

Syntax

Syntaxdiagramm lesenVisuelles Syntaxdiagramm überspringenBAckup Nodeknotenname,DateisystemnameMGmtclass=McNameTOC=PreferredTOC=NoPreferredYesWait=NoWait=NoYesMODE=DIFFerentialMODE=FULLDIFFerentialTYPE=BACKUPImageTYPE=BACKUPImageSNAPMirror

Parameter

Knotenname (Erforderlich)
Gibt den Knoten an, für den die Sicherung ausgeführt wird. Sie können keine Platzhalterzeichen verwenden und keine Liste mit Namen angeben.
Dateisystemname
Gibt den Namen eines oder mehrerer Dateisysteme an, die gesichert werden sollen. Sie können auch Namen von virtuellen Dateibereichen angeben, die für den NAS-Knoten definiert wurden. Der angegebene Dateisystemname darf keine Platzhalterzeichen enthalten. Sie können mehrere Dateisysteme angeben, indem die Namen ohne Leerzeichen durch Kommas voneinander getrennt werden.

Wird kein Dateisystem angegeben, werden alle Dateisysteme gesichert. Alle virtuellen Dateibereiche, die für den NAS-Knoten definiert wurden, werden als Teil des Dateisystemimages und nicht separat gesichert.

Ist auf der NAS-Einheit ein Dateisystem mit demselben Namen wie der angegebene virtuelle Dateibereich vorhanden, benennt IBM Storage Protect den vorhandenen virtuellen Dateibereich in der Serverdatenbank automatisch um und sichert das NAS-Dateisystem, das dem angegebenen Namen entspricht. Verfügt der virtuelle Dateibereich über Sicherungsdaten, wird die Dateibereichsdefinition, die dem virtuellen Dateibereich zugeordnet ist, ebenfalls umbenannt.

Tipp: Weitere Hinweise zur Benennung finden Sie unter dem Parameter für den Namen des virtuellen Dateibereichs im Befehl DEFINE VIRTUALFSMAPPING .

Bei der Bestimmung der zu verarbeitenden Dateisysteme verwendet der Server keine Anweisungen DOMAIN.NAS, INCLUDE.FS.NAS oder EXCLUDE.FS.NAS in der Clientoptionsdatei oder der Clientoptionsgruppe. Werden mehrere Dateisysteme gesichert, ist die Sicherung jedes Dateisystems ein separater Serverprozess.

MGmtclass
Gibt den Namen der Verwaltungsklasse an, an die diese Sicherungsdaten gebunden werden. Wird keine Verwaltungsklasse angegeben, werden die Sicherungsdaten an die Standardverwaltungsklasse der Maßnahmendomäne gebunden, der der Knoten zugeordnet ist. Bei der Bestimmung der Verwaltungsklasse verwendet der Server keine Anweisungen INCLUDE.FS.NAS in der Clientoptionsdatei oder der Clientoptionsgruppe. Die Zielverwaltungsklasse kann sich auf einen nativen IBM Storage Protect -Pool beziehen. In diesem Fall werden NDMP-Daten (Network Data Management Protocol) an die native Hierarchie von IBM Storage Protect gesendet. Danach bleiben die Daten in der Hierarchie IBM Storage Protect . Daten, die an native IBM Storage Protect -Pools fließen, werden über das LAN übertragen und Daten, die an NAS-Pools fließen, können direkt oder über ein SAN angeschlossen werden.

Wenn Sie eine Verwaltungsklasse mit dem Befehl BACKUP NODE angeben, werden alle Versionen der Sicherungsdaten, die zu dem NAS-Knoten gehören, erneut an die neue Verwaltungsklasse gebunden.

TOC
Gibt an, ob für jede Dateisystemsicherung ein Inhaltsverzeichnis gesichert wird. Sie sollten bei der Festlegung, ob ein Inhaltsverzeichnis gesichert werden soll, Folgendes berücksichtigen:
  • Wenn ein Inhaltsverzeichnis gespeichert wird, können Sie den Befehl QUERY TOC verwenden, um den Inhalt einer Dateisystemsicherung in Verbindung mit dem Befehl RESTORE NODE zu bestimmen, um einzelne Dateien oder Verzeichnisstrukturen zurückzuschreiben. Sie können auch den IBM Storage Protect -Webclient für Sichern/Archivieren verwenden, um die gesamte Dateisystembaumstruktur zu untersuchen und zurückzuschreibende Dateien und Verzeichnisse auszuwählen. Für die Erstellung eines Inhaltsverzeichnisses müssen Sie das Attribut TOCDESTINATION in der Sicherungskopiengruppe für die Verwaltungsklasse definieren, an die dieses Sicherungsimage gebunden ist. Die Erstellung eines Inhaltsverzeichnisses erfordert zusätzliche Verarbeitung, zusätzliche Netzressourcen, zusätzlichen Speicherpoolplatz und möglicherweise einen Mountpunkt während der Sicherungsoperation.
  • Ein Inhaltsverzeichnis für ein NAS-Dateisystem darf keinen Verzeichnispfad haben, der größer als 1024 Zeichen ist.
  • Wird ein Inhaltsverzeichnis für eine Dateisystemsicherung nicht gesichert, können Sie dennoch einzelne Dateien oder Verzeichnisstrukturen mit dem Befehl RESTORE NODE zurückschreiben, vorausgesetzt, dass Sie den vollständig qualifizierten Namen jeder Datei oder jedes Verzeichnisses kennen, die bzw. das zurückgeschrieben werden soll, und das Image, in dem dieses Objekt gesichert wurde.

    Dieser Parameter ist wahlfrei. Der Standardwert ist Preferred. Gültige Werte:

    No
    Gibt an, dass keine Inhaltsverzeichnisinformationen für Dateisystemsicherungen gesichert werden.
    Preferred
    Gibt an, dass Inhaltsverzeichnisinformationen für Dateisystemsicherungen gesichert werden sollen. Eine Sicherung schlägt jedoch nicht fehl, wenn während der Erstellung des Inhaltsverzeichnisses ein Fehler auftritt. Dies ist der Standardwert.
    Yes
    Gibt an, dass Inhaltsverzeichnisinformationen für jede Dateisystemsicherung gesichert werden müssen. Eine Sicherung schlägt fehl, wenn während der Erstellung des Inhaltsverzeichnisses ein Fehler auftritt.
Achtung: Wenn MODE=DIFFERENTIAL angegeben und ein Inhaltsverzeichnis angefordert wird (TOC=PREFERRED oder TOC=YES), aber das letzte vollständige Image kein Inhaltsverzeichnis hat, wird eine Gesamtsicherung ausgeführt und ein Inhaltsverzeichnis für diese Gesamtsicherung erstellt.
Wait
Gibt an, ob darauf gewartet werden soll, dass der Server die Verarbeitung dieses Befehls im Vordergrund beendet. Der Standardwert ist NO. Gültige Werte:
No
Gibt an, dass der Server diesen Befehl im Hintergrund verarbeitet. Mit dem Befehl QUERY PROCESS kann die Hintergrundverarbeitung dieses Befehls überwacht werden.
Yes
Gibt an, dass der Server diesen Befehl im Vordergrund verarbeitet. Der Befehl muss erst beendet sein, bevor andere Tasks ausgeführt werden können. Der Server zeigt die Ausgabenachrichten dann dem Verwaltungsclient an, wenn der Befehl beendet ist. Werden mehrere Dateisysteme gesichert, müssen alle Sicherungsprozesse vor Beendigung des Befehls abgeschlossen sein.
Achtung: Sie können WAIT = YES nicht über die Serverkonsole angeben.
MODE

Gibt an, ob es sich bei den Dateisystemsicherungen um Gesamt- oder Teilsicherungen handelt. Der Standardwert ist DIFFERENTIAL.

FULL
Gibt an, dass das vollständige Dateisystem gesichert wird.
DIFFerential
Gibt an, dass nur die Dateien gesichert werden sollen, die sich seit der letzten Gesamtsicherung geändert haben. Wird eine Sicherung der geänderten Teile ausgewählt und wird keine Gesamtsicherung gefunden, wird eine Gesamtsicherung ausgeführt. Sie können nicht TYPE=SNAPMIRROR angeben, wenn der Parameter MODE auf DIFFERENTIAL gesetzt ist.
TYPE

Gibt die Sicherungsmethode an, die zur Ausführung der NDMP-Sicherungsoperation verwendet wird. Der Standardwert für diesen Parameter ist BACKUPIMAGE, und er sollte verwendet werden, um eine standardmäßige NDMP-Basis- oder -Differenzsicherung auszuführen. Andere Imagetypen stellen Sicherungsmethoden dar, die für einen bestimmten Dateiserver spezifisch sein können. Gültige Werte:

BACKUPImage
Gibt an, dass das Dateisystem unter Verwendung einer NDMP-Speicherauszugsoperation gesichert werden soll. Dies ist die Standardmethode für die Ausführung einer NDMP-Sicherung. Die Operation des Typs BACKUPIMAGE unterstützt Gesamt- und Differenzsicherungen, Zurückschreibungen auf Dateiebene und Sicherungen auf Verzeichnisebene.
SNAPMirror
Gibt an, dass das Dateisystem mithilfe der NetApp SnapMirror -Funktion auf Band in einen IBM Storage Protect -Speicherpool kopiert werden soll. SnapMirror-Images sind Gesamtsicherungsimages auf Blockebene eines Dateisystems. Normalerweise wird für die Ausführung einer SnapMirror-Sicherung erheblich weniger Zeit als für die Ausführung einer traditionellen NDMP-Gesamtsicherung des Dateisystems benötigt. Es gibt jedoch Einschränkungen bezüglich der Verwendungsmöglichkeit von SnapMirror-Images. Die Funktion 'SnapMirror-auf-Band' sollte als Option für die Wiederherstellung nach einem Katastrophenfall zum Kopieren sehr großer NetApp-Dateisysteme in den Sekundärspeicher verwendet werden.

Für die meisten NetApp-Dateisysteme wird die standardmäßige NDMP-Gesamt- oder -Differenzsicherungsmethode verwendet. Weitere Informationen enthält die Dokumentation zu Ihrem NetApp-Dateiserver.

Die folgenden Einschränkungen gelten, wenn der Parameter TYPE auf SNAPMirror gesetzt wird:

Einschränkungen:
  • Sie können nicht TOC=YES oder TOC=PREFERRED angeben.
  • Der Dateisystemname kann kein Name eines virtuellen Dateibereichs sein.
  • Die Momentaufnahme, die von dem Dateiserver während der SnapMirror-Kopieroperation automatisch erstellt wird, wird am Ende der Operation gelöscht.
  • Dieser Parameter ist nur für NetApp und IBM® N-Series File Server gültig.

Beispiel: Eine Gesamtsicherung ausführen

Eine Gesamtsicherung auf dem /vol/vol10 -Dateisystem des NAS-Knotens NAS1ausführen.
backup node nas1 /vol/vol10 mode=full

Beispiel: Eine Sicherung eines Verzeichnisses ausführen und ein Inhaltsverzeichnis erstellen

Das Verzeichnis /vol/vol2/mikes auf dem Knoten NAS1 sichern und ein Inhaltsverzeichnis für das Image erstellen. Für die folgenden beiden Beispiele wird angenommen, dass Tabelle 1 die Definitionen des virtuellen Dateibereichs auf dem Server für den Knoten NAS1enthält.
backup node nas1 /mikesdir
Tabelle 1. Definitionen für virtuelle Dateibereiche
Name des virtuellen Dateibereichs Dateisystem Pfad
/mikesdir /vol/vol2 /mikes
/DataDirVol2 /vol/vol2 /project1/data
/TestDirVol1 /vol/vol1 /project1/test

Beispiel: Eine Sicherung für zwei Verzeichnisse ausführen

Sichern Sie die Verzeichnisse /vol/vol2/project1/data und /vol/vol1/project1/test des Knotens NAS1. Tabelle 1 enthält die Definitionen für virtuelle Dateibereiche, die auf dem Server für den Knoten NAS1vorhanden sind.
backup node nas1 /DataDirVol2,/testdirvol1  mode=full toc=yes

Zugehörige Befehle

Tabelle 2. Zugehörige Befehle für BACKUP NODE
Befehl Beschreibung
BACKUP NAS (Clientbefehl) Erstellt eine Sicherung der NAS-Knotendaten.
PROZESS ABBRECHEN Bricht einen Serverhintergrundprozess ab.
COPYGROUP DEFINIEREN Definiert eine Kopiengruppe für die Sicherungs- bzw. Archivierungsverarbeitung innerhalb einer angegebenen Verwaltungsklasse.
VIRTUALFSMAPPING DEFINIEREN Zuordnung eines virtuellen Dateibereichs definieren.
NASBACKUP ABFRAGEN Zeigt Informationen zu NAS-Sicherungsimages an.
ABFRAGE TOC Zeigt Details zum Inhaltsverzeichnis für ein angegebenes Sicherungsimage an.
ABFRAGE COPYGROUP Zeigt die Attribute einer Kopiengruppe an.
RESTORE NAS (Clientbefehl) Schreibt eine Sicherung der NAS-Knotendaten zurück.
Knoten zurückschreiben Schreibt einen NAS-Knoten (NAS = Network Attached Storage) zurück.
KOPIERGRUPPE AKTUALISIEREN Ändert ein oder mehrere Attribute einer Kopiengruppe.