Linux-Betriebssysteme

Linux on System z-Client installieren

Sie können den Linux® on System z ® -Client für Sichern/Archivieren von den Produktinstallationsmedien installieren.

Vorbereitende Schritte

  • Sie müssen als Rootbenutzer angemeldet sein, um das Produkt installieren zu können.
  • Wenn Sie planen, den Client auf demselben System wie den IBM® Storage Protect 8.1.2 oder höher zu installieren, stellen Sie sicher, dass Sie den IBM Storage Protect -Server anhalten, bevor Sie den Client installieren. Dadurch wird verhindert, dass der Clientinstallationsprozess einen Neustart des Systems erzwingt. Nach der Installation des Clients kann der IBM Storage Protect -Server erneut gestartet werden.
  • Sie können die Option "rpm upgrade" (rpm -U) oder die Option "rpm freshen" (rpm -F) verwenden, um ein Upgrade der vorhandenen Software auf eine neuere Version durchzuführen. Der Befehl rpm -U kann verwendet werden, um neue Pakete zu installieren oder um vorhandene Pakete zu aktualisieren. rpm -F kann nur Pakete aktualisieren, die bereits installiert sind.
  • Stoppen Sie alle aktiven Clientprozesse, bevor Sie die IBM Storage Protect -API oder den Client für Sichern/Archivieren deinstallieren oder ein Upgrade durchführen.
  • Wenn Sie einen Client der Version 7.1.2 oder einer früheren Version ausführen, müssen Sie alle Sprachenpakete deinstallieren, bevor Sie mit dem Upgrade fortfahren.
Einschränkung: FIPS installierbare Pakete sind für den Client auf Linux on Power® Systems (Little Endian) Client nicht verfügbar. Sie können den Client für Sichern/Archivieren im Nicht-FIPS-Modus installieren und anschließend das Betriebssystem im FIPS-Modus erneut starten, um den Client für Sichern/Archivieren zu verwenden.

Informationen zu dieser Task

Die folgenden Installationsoptionen sind in nicht komprimierten Paketen auf den Installationsmedien verfügbar.

Tabelle 1. Paketnamen, Inhalt und Standardverzeichnis
Paketname Inhalt Standardverzeichnis
gskcrypt64-8.x.x.x.linux.s390x.rpm
gskssl64-8.x.x.x.linux.s390x.rpm
64-Bit-Version der Global Security Kit-Pakete (GSKit) /usr/local/ibm/gsk8
TIVsm-API64.s390x.rpm Anwendungsprogrammierschnittstelle (API), die die gemeinsam genutzten Bibliotheken und Beispiele der IBM Storage Protect -API enthält. /opt/tivoli/tsm/client/api/bin64
TIVsm-BA.s390x.rpm Client für Sichern/Archivieren (Befehlszeile und GUI), Verwaltungsclient (dsmadmc) und Web-Client /opt/tivoli/tsm/client/ba

Dieses Verzeichnis wird für viele Dateien des Clients für Sichern/Archivieren als Standardinstallationsverzeichnis verwendet. Die Beispielsystemoptionsdatei (dsm.sys.smp) wird in dieses Verzeichnis geschrieben. Ist die Umgebungsvariable DSM_DIR nicht definiert, werden die ausführbare Datei dsmc, die Ressourcendateien und die Datei dsm.sys in diesem Verzeichnis gespeichert.

Falls die Umgebungsvariable DSM_CONFIG nicht definiert ist, muss sich die Clientbenutzeroptionsdatei in diesem Verzeichnis befinden.

Wenn Sie DSM_LOG nicht definieren, schreibt der Client für Sichern/Archivieren Nachrichten in die Dateien dsmerror.log und dsmsched.log im aktuellen Arbeitsverzeichnis.

TIVsm-APIcit.s390x.rpm

TIVsm-BAcit.s390x.rpm

Optional. Diese Dateien stellen die Common Inventory Technology-Komponenten bereit, mit denen Sie Informationen zur Anzahl der Client- und Servereinheiten, die mit dem System verbunden sind, sowie zur Nutzung der Prozessor-Value-Units (PVUs) durch Servereinheiten abrufen können. Weitere Informationen über PVUs finden Sie unter Schätzung der Prozessorwerteinheiten in der IBM Storage Protect-Serverdokumentation.

APIcit ist in /opt/tivoli/tsm/client/api/bin64/cit installiert.

BAcit ist in /opt/tivoli/tsm/client/ba/bin/cit installiert.

TIVsm-filepath-source.tar.gz

TIVsm-JBB.s390x.rpm

Für die Unterstützung journalbasierter Sicherungen benötigte Dateien.

Der Dateipfad ist im Verzeichnis /opt/filepath installiert

JBB ist im Verzeichnis /opt/tivoli/tsm/client/ba/bin installiert

TIVsm-WEBGUI.s390x.rpm Stellt die Dateien bereit, die erforderlich sind, um ferne Clientoperationen über die Webbenutzerschnittstelle auszuführen /opt/tivoli/tsm/tdpvmware

Mit diesem Installationsverfahren können neue Verteilungen oder Aktualisierungen von heruntergeladenen Installationsmedien installiert werden. Die heruntergeladenen Dateien, die Sie zum Installieren des Clients verwenden, können gegebenenfalls komprimiert sein. Kopieren oder extrahieren Sie die Dateien abhängig vom Format der Paketdatei auf Platte und installieren Sie die Komponenten gemäß diesen Anweisungen.

Sie können die entsprechende Paketdatei von einer der folgenden Websites herunterladen:
Vor der Installation müssen Sie zunächst die GSKit-Signatur des RPM-Pakets wie folgt überprüfen:
  1. Laden Sie den öffentlichen PGP-Schlüssel des GSKit GSKit.pubn.pgp von den Download-Seiten herunter, die auch die Client-Pakete enthalten, wobei n eine Zahl darstellt. Im Moment ist der Wert von n gleich 4.
  2. Importieren Sie den öffentlichen GSKit-Schlüssel mit dem folgenden Befehl:
    rpm --import GSKit.pub4.pgp
  3. Überprüfen Sie die GSKit-Datei mit der Erweiterung '.rpm', indem Sie den folgenden Befehl ausgeben:
    rpm --checksig <GSKit rpm file> --verbose
    Hierbei ist <GSKit rpm file> der Name eines GSKit RPM-Pakets, der in Tabelle 1 (Paketnamen, Inhalt und Standardverzeichnis) aufgelistet ist.
Anschließend müssen Sie die Signatur des Clientpakets wie folgt überprüfen:
  1. Laden Sie den generierten GPK-Schlüssel PRD0001289key.pub.asc von den Download-Sites herunter, die auch die Clientpakete enthalten.
  2. Importieren Sie den generierten GPK-Schlüssel mit dem folgenden Befehl:
    rpm --import PRD0001289key.pub.asc
  3. Überprüfen Sie den öffentlichen PGP-Schlüssel, indem Sie den folgenden Befehl eingeben:
    cat PRD0001289key.pub.asc
    -----BEGIN PGP PUBLIC KEY BLOCK-----
    
    mQINBGa0+zYBEACv8/upsLxBLwv8SkiUBj1EtKV7slhZg2B7ubVBAeh1XNJh06t6
    rkLZsFSBLIDhKjk0GeLfj31tZZxeyydGorUORqocfB6XooNgFk9ZB/xMKjdI8wzZ
    AHJOMqskLIjGmQw1JjWei4nXmKtrb3IktP2MqGRM6L/thoaJbIDtMPto73eNL4hp
    wL8VzFV0Qtgvj/cbTxQn/zmZW6yPLrH0/9xpKNXkJAvHnfxRHEtZ9H0lOCd/XUEk
    KPEPpk8ROCvtpi1ZyqKGN12BWmy/byOllIZFggwFhdZF8QPE+1fWsmpPTlvdH9ip
    HBoRCh2KAe5lnBgpOytQVGv48CqiYY9Yzq9WYM4aV9I1JMGoY/lXWKmRbluMN6Ad
    501usqw9qACnH3K63AIFlomPYzMLt4OnPZiJ+p9Hm5UpeTPpjbQcKyVenAPtH8Er
    dlov8nNOjFGbxucIemdxo6JmZ7lnHL/wjTVsb2s3/EDoyj8NvtfElD4wARf60MK6
    +LqZifv5xZunDSMbGEeKwnH7ob6/xa09SDozt3DFymAisNwEGt1mL8NHInhN+zXM
    HFDvIryMLzqrzYm7GYedS7PnoORrUp0ZuQdy6Y89PwhhpVFVW1+1IwPeP8bjQobJ
    jdsbY2IHr+DFTp6RnilmJ8nrUH+4ORN7jPaTvB6iFgN+jHrudTRhjDWeMQARAQAB
    tC5JQk0gU3BlY3RydW0gUHJvdGVjdCBDbGllbnQgPHBzaXJ0QHVzLmlibS5jb20+
    iQI6BBMBCAAkBQJmtPs2AhsPBQsJCAcCBhUKCQgLAgQWAgMBAh4BBQkAAAAAAAoJ
    EM5xG7blgVejJxcQAKz/xjvlRZ8KBq6vjHiQZDpd35Z9m5Em7AcubicAyHu1mPbB
    y+ES7dhXo6YI9wGZhhYw9f578bkszZE7Yn46xMLzB8k1r1tfgQ7iCKAVqMi/jGl7
    wBa/4P6h6YrIGPOlIft8HjEqAGf6RNCSkHJ7rOaDbEAeBM35rlXENXup/zgEm7c5
    fYVA7WVr3C29GDhqiEuXdphEHElZfWz8vbvW++m0SedjOpUzLL7HZ0TXncUuxedr
    iiFcJzVpMDmTlyaj2YKJRbgHrSNA2KN8VO3aU4IYeJ28tEyvz8P610V4Gqq/aU1U
    fIPnGqf+3+j+/DxIBeLGlFako6QI2cuyY08sqV3iu35/TThgkiLo0wpP0NaoP/Ea
    7qp8Se+Yu6KiuJ+0zeF4J5x8NzxqbKmZArr0ogiwyZJHBgclwjUrZflV/EnzPmW4
    xJrzS3FTCLmsoxKaoiDyFP9GsQxHlz+mDeih4wO1uU8I5rb2eegZP9I4MQaHoAaC
    qhVb0Df5hVV+skr4PYfWOFXHL5v2c5JGVENy1sHYL0oMoz2dxVPJhRVQs0GzyBlx
    WpdItyx415QUqJWDHifqBzb0qOiZq5iGl0ERu0D59S3oDmstnKeCX4msAxuuOvGX
    kg04zJIz6ifkfzcGoSnWq9Pbos5QsNnDNYG7+y0QsbnX4hO8vXBwCWgW4Z3q
    =7qT0
    -----END PGP PUBLIC KEY BLOCK-----
  4. Überprüfen Sie das Clientpaket, indem Sie den folgenden Befehl ausgeben:
    rpm -K <client_package>.rpm
    wobei <client_package> der Name eines rpm-Pakets ist, das in Tabelle 1 - Paketnamen, Inhalt und Standardverzeichnis aufgeführt ist.

Prozedur

  1. Stellen Sie den Datenträger bereit, von dem die Installation erfolgt.
  2. Wechseln Sie in das Verzeichnis, in dem die Pakete gespeichert sind.
  3. Installieren Sie die 64-Bit-Version der GSKit-Pakete. In diesem Beispiel stehen die Zeichen "8.x.x.x" für die GSKit-Version:
    rpm -U gskcrypt64-8.x.x.x.linux.s390x.rpm gskssl64-8.x.x.x.linux.s390x.rpm
  4. Installieren Sie die API IBM Storage Protect und optional das Common Inventory Technology-Paket, das zur Unterstützung von PVU-Berechnungen (Prozessor-Value-Unit) benötigt wird.
    1. Erforderlich: Installieren Sie die API:
      rpm -i TIVsm-API64.s390x.rpm
    2. Optional: Installieren Sie das Common Inventory Technology-Paket, das von der API verwendet wird. Dieses Paket ist von der API abhängig und muss daher nach der Installation des API-Pakets installiert werden.
      rpm -i TIVsm-APIcit.s390x.rpm
    Tipp: Falls Sie ein Upgrade der API durchführen und das Common Inventory Technology-Paket zuvor installiert wurde, müssen Sie sowohl das API-als auch das Common Inventory Technology-Paket aktualisieren. Sie können beispielsweise den folgenden Befehl ausführen:
    rpm -U TIVsm-API64.s390x.rpm TIVsm-APIcit.s390x.rpm

    Falls Sie lediglich eine Installation der API benötigen, können Sie die Prozedur an dieser Stelle beenden. Die nachfolgenden Schritte in dieser Prozedur beschreiben, wie die Komponenten für den Client für Sichern/Archivieren und ein optionales Clientpaket installiert werden, das nur dann benötigt wird, wenn der Client PVU-Messwerte an den Server senden soll. In den nachfolgenden Schritten ist außerdem die Installation der Pakete beschrieben, die Sie benötigen, wenn Sie journalbasierte Sicherungen ausführen wollen.

  5. Installieren Sie den Client für Sichern/Archivieren und wahlweise das Common Inventory Technology-Paket, das für die Unterstützung von PVU-Berechnungen benötigt wird.
    1. Installieren Sie die Komponenten des Clients für Sichern/Archivieren.
      rpm -i TIVsm-BA.s390x.rpm
    2. Optional: Installieren Sie das Common Inventory Technology-Paket, mit dem der Client PVU-Metriken an den Server sendet. Dieses Paket ist vom Clientpaket abhängig und muss daher nach der Installation des Clientpakets installiert werden.
      rpm -i TIVsm-BAcit.s390x.rpm
  6. Optional: Wenn Sie journalbasierte Sicherungen verwenden wollen, müssen Sie die Dateipfadkomponente, die dem Linux -Kernel entspricht, auf Ihrem Client-Computer kompilieren und installieren. Extrahieren Sie TIVsm-filepath-source.tar.gz und lesen Sie die Kompilier- und Installationsanweisungen in der README-Datei. Das Dateipfadkernelmodul Linux wird gemäß den Bedingungen der GNU General Public License ("GPL") lizenziert.

    Gelegentlich können Buildprobleme aufgrund der dynamischen Natur des Linux -Kernels auftreten. Wenn die Quelle auf Ihrer Linux -Distribution nicht ordnungsgemäß erstellt wird, wenden Sie sich an den IBM Software Support, um die neueste Quellendatei anzufordern. Schließen Sie die Version der Linux -Distribution und die Ausgabe des Befehls uname -a zusammen mit der Version des IBM Storage Protect -Clients ein, den Sie installieren.

  7. Stellt die Dateien bereit, die für die Ausführung ferner Clientoperationen über die Webbenutzerschnittstelle erforderlich sind
    rpm -ivh TIVsm-WEBGUI.s390x.rpm