Übersicht über die Clientoptionsdatei

In einer Clientoptionsdatei können Sie Clientoptionen und Werte festlegen (angeben). Clientoptionen können auch auf dem Server in einer Clientoptionsgruppe definiert werden. In einer Clientoptionsgruppe auf dem Server festgelegte Clientoptionen setzen die in der Clientoptionsdatei definierten Clientoptionen außer Kraft.

Windows-BetriebssystemeAuf Windows-Systemen heißt die Standardclientoptionsdatei dsm.opt.

Linux-BetriebssystemeOracle Solaris-BetriebssystemeAIX-BetriebssystemeMac OS X-Betriebssystemedsm.optAuf AIX®, Linux®, Mac- und Solaris -Systemen heißt die Standarddatei für Client-Optionen. Bei diesen Betriebssystemen enthalten zwei Dateien Optionen für den Client für Sichern/Archivieren:
  • Die Clientbenutzeroptionsdatei. Der Standardname für diese Datei ist dsm.opt. Häufig wird diese Datei kurz auch als Clientoptionsdatei bezeichnet.
  • Die Clientsystemoptionsdatei. Der Standardname für diese Datei ist dsm.sys. Die Clientsystemoptionsdatei ist eine editierbare Datei, die den Server und die Übertragungsmethode festlegt und die Konfiguration für die Sicherung, Archivierung, hierarchische Speicherverwaltung und Zeitplanung bereitstellt. Häufig wird diese Datei kurz auch als Systemoptionsdatei bezeichnet.

Sie können mehrere Clientoptionsdateien erstellen. Falls Ihre Clientoptionsdatei nicht dsm.opt heißt oder die Datei dsm.opt nicht im Standardverzeichnis vorhanden ist, teilen Sie dem Client für Sichern/Archivieren mit der Clientoption OPTFILE mit, aus welcher Datei die Optionen und Parameter beim Starten des Clients für Sichern/Archivieren gelesen werden sollen.

Linux-BetriebssystemeOracle Solaris-BetriebssystemeAIX-BetriebssystemeMac OS X-BetriebssystemeSie können den Namen der Clientsystemoptionsdatei nicht ändern. Er muss dsm.sys lauten.

Mit einer Texteditoranwendung können Sie die Clientoptionsdatei direkt editieren. Zum Festlegen von Optionen können Sie auch die GUI des Clients für Sichern/Archivieren verwenden. Wählen Sie in der GUI Bearbeiten > Vorgaben aus und legen Sie mit dem Profileditor Clientoptionen fest. Optionen, die Sie im Profileditor festlegen, werden in der Clientoptionsdatei gespeichert. Im Profileditor können allerdings nicht alle Clientoptionen festgelegt werden.

Mac OS X-BetriebssystemeEinschränkung: Für Mac OS X müssen die Client-Benutzeroptionsdatei und die Client-Systemoptionsdatei einfache Textdateien sein, die in Unicode ( UTF-8 ) kodiert sind. Standardmäßig sichert TextEdit Dateien nicht als unverschlüsselte Textdatei. Wählen Sie Format > Unformatierten Text erstellen aus, um die Dateien als einfache Textdateien zu speichern. Wählen Sie den Eintrag Unicode (UTF-8) in der Dropdown-Liste Plain Text Encoding aus. Fügen Sie beim Speichern der Datei nicht die Erweiterung .txt hinzu.

Sie können den Befehl query options verwenden, um alle oder einen Teil der Optionen und ihre aktuellen Einstellungen anzuzeigen. In diesem Befehl können Sie ein Argument eingeben, das eine Untergruppe von Optionen angibt. Standardmäßig werden alle Optionen angezeigt.

Einige Optionen bestehen nur aus dem Optionsnamen, z. B. verbose und quiet. Sie können den vollständigen Optionsnamen oder seine Abkürzung eingeben. Sie können beispielsweise die Option verbose wie folgt angeben:
verbose
ve
Richten Sie sich beim Hinzufügen von Optionen zu Optionsdateien nach den folgenden Regeln:
  • Sie können Optionseinstellungen mit Anmerkungen versehen, indem Sie Kommentare zur Optionsdatei hinzufügen. Beginnen Sie jeden Kommentar mit einem Stern (*) als erstem Zeichen in der Zeile.
  • Geben Sie Optionen nicht in einer Zeile an, die einen Kommentar enthält.
  • Optional können Sie Optionen mit Leerzeichen oder Tabstopps einrücken, damit die in der Datei angegebenen Optionen und Werte besser zu erkennen sind.
  • Geben Sie jede Option in einer separaten Zeile ein und geben Sie alle Parameter für eine Option in derselben Zeile ein. Dies ist in den folgenden Beispielen dargestellt:
    Linux-BetriebssystemeOracle Solaris-BetriebssystemeAIX-BetriebssystemeMac OS X-Betriebssysteme
    domain /home /mfg /planning /mrkting /mgmt
    domain / /Volumes/fs2 /Volumes/fs2 /Volumes/fs3 /Volumes/fs4
    Windows-Betriebssysteme
    domain="c: d:"
    domain="ALL-LOCAL -c: -systemstate"
  • Um eine Option in dieser Datei zu definieren, geben Sie den Optionsnamen und eines oder mehrere Leerzeichen gefolgt vom Optionswert ein.
  • Geben Sie ein oder mehrere Leerzeichen zwischen Parametern ein.
  • Die Länge der Datei- und Pfadnamen in der Clientoptionsdatei darf die folgenden Grenzwerte nicht überschreiten:
    • Linux-BetriebssystemeOracle Solaris-BetriebssystemeAIX-BetriebssystemeMac OS X-BetriebssystemeUnter AIX, Mac OS und Solaris beträgt die maximale Länge eines Dateinamens 255 Byte. Die maximale Länge der Kombination aus Dateiname und Pfadname ist 1024 Zeichen. Die Unicode-Darstellung eines Zeichens kann mehrere Byte in Anspruch nehmen, sodass die maximale Anzahl Zeichen, die ein Dateiname enthalten könnte, variieren kann.
    • Linux-BetriebssystemeUnter Linuxbeträgt die maximale Länge für einen Dateinamen 255 Byte. Die maximale Länge der Kombination aus Dateiname und Pfadname beträgt 4096 Byte. Dies entspricht dem vom Betriebssystem unterstützten Wert für PATH_MAX. Die Unicode-Darstellung eines Zeichens kann mehrere Byte in Anspruch nehmen, sodass die maximale Anzahl Zeichen, aus denen ein Pfad- und Dateiname besteht, variieren kann. Die Begrenzung ist die Anzahl Byte in den Pfad- und Dateikomponenten, die einer gleichen Anzahl Zeichen entsprechen kann, aber nicht muss.
    • Windows-BetriebssystemeUnter Windows darf ein Dateiname 255 Byte nicht überschreiten. Verzeichnisnamen sind, einschließlich des Verzeichnisbegrenzers, ebenfalls auf 255 Byte begrenzt. Die maximale Länge der Kombination aus Dateiname und Pfadname beträgt 5192 Byte. Die Unicode-Darstellung eines Zeichens kann mehrere Byte in Anspruch nehmen, sodass die maximale Anzahl Zeichen, die ein Dateiname enthalten könnte, variieren kann.
      Die Grenzwerte für Dateipfade und Dateinamen sind in Tabelle 1aufgeführt.
    • Für Archivierungs- oder Abrufoperationen beträgt die maximale Länge, die Sie für eine Kombination aus Pfad- und Dateiname angeben können, 1024 Byte.
Windows-Betriebssysteme
Tabelle 1. Grenzwerte für Dateipfad und Namen

MBCS-Codierung

Längenbegrenzungen für Pfadnamen

Längenbegrenzungen für Dateinamen

1

5192 Byte

255 Byte

2

4092 Byte

127 Byte

3

2728 Byte

85 Byte

Windows-BetriebssystemeIn der Tabelle hat MBCS-Codierung die folgende Bedeutung:
Lateinischer Basiszeichensatz
Standardzeichen in amerikanischem Englisch, Zahlen, Symbole und Steuerzeichen, die traditionell in 7-Bit-ASCII dargestellt werden, haben ein 1:1-Verhältnis von Byte zu Zeichen.
Erweiterter lateinischer Zeichensatz
Lateinische Zeichen mit Tilden, Gravis- oder Akutakzenten usw. sowie griechische, koptische, kyrillische, armenische, hebräische und arabische Zeichen haben normalerweise ein 2:1-Verhältnis von Byte zu Zeichen.
Chinesisch, Japanisch, Koreanisch, Vietnamesisch
Diese Zeichen und andere ostasiatische Sprachzeichen haben normalerweise ein 3:1-Verhältnis von Byte zu Zeichen.

Windows-BetriebssystemeWenn Sie die Clientoptionsdatei aktualisieren, während eine Sitzung aktiv ist, müssen Sie die Sitzung erneut starten, damit die Änderungen in Kraft treten. Wenn Sie den Setup-Assistenten der Client-GUI verwenden, um Änderungen vorzunehmen, werden die Änderungen sofort wirksam. Wenn Sie nicht den Clientakzeptor zur Verwaltung des Schedulers verwenden, müssen Sie auch den Scheduler erneut starten.

Linux-BetriebssystemeOracle Solaris-BetriebssystemeAIX-BetriebssystemeMac OS X-BetriebssystemeWenn Sie die Clientbenutzeroptionsdatei aktualisieren, während eine Sitzung aktiv ist, müssen Sie die Sitzung erneut starten, um die Änderungen zu übernehmen.