Bestimmen, ob Containerkopienspeicherpools für den Schutz vor Katastrophen verwendet werden können

Bestimmen, ob Containerkopienspeicherpools Ihre Anforderungen für den Schutz vor Katastrophen erfüllen

Informationen zu dieser Task

Tipp: Alternativ können Sie Kopierspeicherregeln verwenden, um automatisch eine tägliche, hydratisierte Kopie Ihres Verzeichniscontainerspeicherpools auf Band für die Wiederherstellung nach einem Katastrophenfall zu erstellen. Weitere Informationen finden Sie unter „Vergleich der Optionen zum Kopieren von Daten aus Verzeichnis-Container-Speicherpools auf Band “.
Sie können eine ausgelagerte Kopie Ihres Containerkopienspeicherpools für den Schutz für die Wiederherstellung nach einem Katastrophenfall oder zur Erfüllung gesetzlicher Bestimmungen und Geschäftsanforderungen für ausgelagerte Bandkopien erstellen. Bevor Sie sich für die Verwendung ausgelagerter Bandkopien zum Schutz vor Katastrophen entscheiden, müssen Sie sorgfältig abwägen, ob die Lösung Ihre Zielsetzung für Wiederherstellungszeit erfüllt.
Die Verwendung von Containerkopienspeicherpools für die Wiederherstellung nach einem Katastrophenfall ist geeignet, wenn das Datenvolumen in Ihrer Umgebung kleiner-gleich den folgenden Werten ist:
  • 200 TB verwaltete Daten insgesamt
  • 50 TB Back-End-Daten
  • 37 TB Front-End-Daten
Gesamtvolumen der verwalteten Daten
Alle Daten, die in dem Verzeichniscontainerspeicherpool auf dem Server gespeichert sind. Dies umfasst aktive und inaktive Versionen der Daten. Die Anzahl Versionen wird durch Aufbewahrungsmaßnahmen bestimmt.
Back-End-Daten
Alle Daten, die in dem Containerkopienspeicherpool gespeichert sind.
Front-End-Daten
Die derzeit aktiven Daten, die in dem Containerkopienspeicherpool gespeichert sind. Dies sind die aktiven Daten, die zum Zurückschreiben von Daten auf Clientknoten verwendet werden. Bei einer Katastrophe sind alle Front-End-Daten oder ein Teil der Front-End-Daten zur Wiederaufnahme der Produktion erforderlich. Die Front-End-Daten sind ein Prozentsatz des Gesamtvolumens der verwalteten Daten; ihr Volumen ist abhängig von den aktiven Maßnahmeneinstellungen kleiner-gleich dem Gesamtvolumen der verwalteten Daten.
Um eine Wiederherstellung nach einem Katastrophenfall innerhalb von 48 Stunden durchzuführen, muss die Systemumgebung am Wiederherstellungsstandort die Hardwaremindestvoraussetzungen für die Aktionen in der folgenden Tabelle erfüllen.
Aktion Erforderlicher Zeitbedarf Mindestvoraussetzungen
Konfigurieren Sie einen neuen IBM Storage Protect -Server an einem Disaster-Recovery-Standort. Um den neuen Server zu konfigurieren, müssen Sie die folgenden Schritte ausführen:
  1. Stellen Sie Platten für den Server bereit.
  2. Schreiben Sie den Server aus der Sicherung zurück.
  3. Starten Sie den Server.
  4. Aktualisieren Sie die Speicher- und Einheitenkonfigurationen.
Zeitbedarf zum Wiederherstellen des Servers: 6 Stunden Verwenden Sie ein Solid-State-Laufwerk (SSD) für die Serverdatenbank, das die folgenden Voraussetzungen erfüllt:
  • Kombinierter Schreib-/Lesedurchsatz von mindestens 100 MB pro Sekunde im Durchschnitt
  • Mindestens 12.862 Ein-/Ausgabeoperationen pro Sekunde (IOPS) im Durchschnitt
Prüfen Sie den Verzeichniscontainerspeicherpool und reparieren Sie die Daten mithilfe von Bändern.
Tipp: Wenn das System die Hardwaremindestvoraussetzungen erfüllt, können Sie bis zu 50 TB Back-End-Daten innerhalb von 48 Stunden reparieren.
Zeitbedarf zum Prüfen des Speicherpools: 2 Stunden

Zeitbedarf zum Reparieren des Speicherpools mithilfe einer Bandkopie: 28 Stunden

Anmerkung: Die Zeitschätzung gilt, wenn maximal 200 TB verwaltete Daten insgesamt im Speicherpool vorhanden sind.
Verwenden Sie Nearline-SAS-Laufwerke (NL-SAS-Laufwerke) wie in einer mittelgroßen Blueprint-Serverkonfiguration mit einer Mindestschreibleistung von 700 MB pro Sekunde auf Speicherpoolplatte.

Verwenden Sie Bandtechnologie einer neuen Generation, wie beispielsweise LTO-7 oder besser, mit mindestens sechs Laufwerken, um gleichzeitig ablaufende Leseoperationen von Banddatenträgern zu ermöglichen.

Schreiben Sie Daten auf Clientknoten zurück.
Tipp: Wenn das System die Hardwaremindestvoraussetzungen erfüllt, können Sie bis zu 37 TB Front-End-Daten innerhalb von 48 Stunden wiederherstellen.
Zeitbedarf für Clientzurückschreibungsoperationen: 12 Stunden Verwenden Sie Nearline-SAS-Laufwerke (NL-SAS-Laufwerke) wie in einer mittelgroßen Blueprint-Serverkonfiguration mit mindestens 10 Zurückschreibungssitzungen und einer Mindestschreibleistung von 3102 GB pro Stunde.

Prozedur

  1. Schätzen Sie die Wiederherstellungszeit nach einem Katastrophenfall für Ihre Umgebung mithilfe der folgenden Tabelle. Bestimmen Sie, ob die Wiederherstellungszeit Ihre Anforderungen erfüllt.
    Tabelle 1. Geschätzte Wiederherstellungszeit für unterschiedliche Gesamtvolumina verwalteter Daten
    Zielsetzung für Wiederherstellungszeit Gesamtvolumen der verwalteten Daten (TB) Anzahl Stunden zur Reparatur eines Verzeichniscontainerspeicherpools (erstes Byte zurückgeschrieben) Stunden bis zur Zurückschreibung der Clientknoten (Wiederherstellung nach einem Katastrophenfall abgeschlossen)
    Bis zu 1 Tag 25

    50

    75

    37,8

    13

    17

    12

    16

    22

    Bis zu 2 Tage 100

    200

    20

    34

    26

    46

    Bis zu 4 Tage 300

    400

    48

    62

    66

    86

    Mehr als 4 Tage 500 76 106
    Anmerkungen:
    • Welche Geschwindigkeiten erzielt werden können, ist in hohem Maß von der Arbeitslast und der konfigurierten Umgebung abhängig.
    • Der Prozentsatz an Front-End-Daten ist relativ zum Gesamtvolumen der verwalteten Daten. Eine Zunahme des Front-End-Datenvolumens hat eine Verlängerung der Wiederherstellungsgesamtzeit zur Folge. Eine Abnahme des Front-End-Datenvolumens hat eine Verkürzung der Wiederherstellungsgesamtzeit zur Folge.
  2. Schätzen Sie die Wiederherstellungszeit für Ihre Umgebung mithilfe der folgenden Formel:
    • Schätzen Sie den Wert für Stunden bis zur Reparatur eines Verzeichniscontainerspeicherpools (erstes Byte zurückgeschrieben):
      Time to Client First Byte Restore = 
      6 hours + 14 hours for every 100 TB of Total Managed Data
    • Schätzen Sie den Wert für Stunden bis zur Zurückschreibung der Clientknoten (Wiederherstellung nach einem Katastrophenfall abgeschlossen):
      Time to Client Restore Complete = 
      Time to Client First Byte Restore + ((Total Managed Data * Front-End Data) / Restore Rate)

    Zurückschreibungsgeschwindigkeit: Die Geschwindigkeit, mit der Clients Daten vom Server wieder auf ihren lokalen Computer oder ihre lokale Speichereinheit zurückschreiben können.

  3. Führen Sie Testprozeduren für die Wiederherstellung nach einem Katastrophenfall aus, um sicherzustellen, dass Containerkopienspeicherpools zum Zurückschreiben Ihrer Umgebung innerhalb eines Zeitrahmens, der Ihre Anforderungen erfüllt, verwendet werden können.