Spiegelschreibkonsistenz
Der LVM stellt immer die Datenkonsistenz zwischen gespiegelten Kopien eines logischen Datenträgers während der normalen E/A-Verarbeitung sicher.
Für jedes Schreiben auf einen logischen Datenträger generiert der LVM eine Schreibanforderung für jede Spiegelkopie. Ein Problem tritt auf, wenn das System während der Verarbeitung eines gespiegelten Schreibvorgangs abstürzt (bevor alle Kopien geschrieben werden). Wenn die Spiegelkonsistenzwiederherstellung für einen logischen Datenträger angefordert wird, speichert der LVM zusätzliche Informationen, um die Wiederherstellung dieser inkonsistenten Spiegel zu ermöglichen. Die Wiederherstellung der Spiegelkonsistenz sollte für die meisten gespiegelten logischen Datenträger ausgeführt werden. Logische Datenträger, wie z. B. der Paging-Bereich, der die vorhandenen Daten nicht verwendet, wenn die Datenträgergruppe erneut angehängt wird, benötigen diesen Schutz nicht.
Ab AIX® 5 ist eine Spiegelkonsistenzoption mit dem Namen "Passive Mirror Write Consistency" verfügbar. Der Standardmechanismus zur Sicherstellung der Spiegelkonsistenz ist Active MWC. Active MWC ermöglicht eine schnelle Recovery beim Neustart nach einem Absturz. Dieser Vorteil geht jedoch auf Kosten von Leistungseinbußen bei Schreibvorgängen, insbesondere bei zufälligen Schreibvorgängen. Durch die Inaktivierung des aktiven MWC wird diese Leistungseinbuße beim Schreiben vermieden. Nach einem Systemabsturz müssen Sie jedoch den Befehl syncvg -f verwenden, um die gesamte Datenträgergruppe manuell zu synchronisieren, bevor Benutzer auf die Datenträgergruppe zugreifen können. Hierfür muss das automatische Anhängen von Datenträgergruppen inaktiviert werden.
Durch die Aktivierung der passiven MWC wird nicht nur die Leistungseinbuße beim Schreiben in Verbindung mit der aktiven MWC beseitigt, sondern logische Datenträger werden automatisch resynchronisiert, wenn auf die Partitionen zugegriffen wird. Dies bedeutet, dass der Administrator logische Datenträger nicht manuell synchronisieren oder das automatische Anhängen inaktivieren muss. Der Nachteil des passiven MWC ist, dass langsamere Leseoperationen auftreten können, bis alle Partitionen resynchronisiert wurden.
Sie können die Option für Spiegelkonsistenz in SMIT auswählen, wenn Sie einen logischen Datenträger erstellen oder ändern. Die Auswahloption wird nur wirksam, wenn der logische Datenträger gespiegelt wird (Kopien > 1).