TCP/IP network interfaces
Die TCP/IP-Netzschnittstellenebene formatiert IP-Datagramme auf der Netzebene in Pakete, die bestimmte Netztechnologien verstehen und übertragen können.
Eine Netzschnittstelle ist die netzspezifische Software, die mit dem netzspezifischen Gerätetreiber und der IP-Schicht kommuniziert, um die IP-Schicht mit einer konsistenten Schnittstelle zu allen eventuell vorhandenen Netzadaptern zu versehen.
Die IP-Schicht wählt die entsprechende Netzschnittstelle auf der Basis der Zieladresse des zu übertragenden Pakets aus. Jede Netzschnittstelle verfügt über eine Netzadresse. Die Netzschnittstellenschicht ist für das Hinzufügen oder Entfernen eines Protokoll-Headers auf Verbindungsebene verantwortlich, der erforderlich ist, um eine Nachricht an ihr Ziel zu senden. Der Gerätetreiber des Netzadapters steuert die Netzadapterkarte.
Obwohl dies nicht erforderlich ist, ist eine Netzschnittstelle in der Regel einem Netzadapter zugewiesen. Beispielsweise verfügt die Loopback-Schnittstelle über keinen Netzadapter, der dieser zugewiesen ist. Ein System muss für jedes Netz (nicht den Netztyp), mit dem es eine Verbindung herstellt, über eine Netzwerkadapterkarte (oder eine Verbindung) verfügen. Ein System benötigt jedoch nur eine Kopie der Netzschnittstellensoftware für jeden von ihm verwendeten Netzadapter. Wenn ein Host beispielsweise zwei Token-Ring-Netzen zugeordnet ist, muss er über zwei Netzadapterkarten verfügen. Es ist jedoch nur eine Kopie der Token-Ring-Netzschnittstellensoftware und eine Kopie des Token-Ring-Gerätetreibers erforderlich.
TCP/IP unterstützt die folgenden Typen von Netzschnittstellen:
- Standard-Ethernet-Version 2 (en)
- IEEE 802.3 (et)
- Token-Ring (tr)
- Serial Line Internet Protocol (SLIP)
- Loopback (lo)
- FDDI
- Serial Optical (so)
- Point-to-Point Protocol (PPP)
- Virtuelle IP-Adresse (vi)
Die Ethernet-, 802.3- und Token-Ring-Schnittstellen sind für die Verwendung mit lokalen Netzen (LANs) vorgesehen. Die SLIP-Schnittstelle wird für serielle Verbindungen verwendet. Die Loopback-Schnittstelle wird von einem Host verwendet, um Nachrichten an sich selbst zu senden. Die „Serial Optical“-Schnittstelle ist für optische Punkt-zu-Punkt-Netze mit dem Geräte-Handler „Serial Optical Link“ zu verwenden. Das Punkt-zu-Punkt-Protokoll wird am häufigsten verwendet, wenn eine Verbindung zu einem anderen Computer oder einem anderen Netz über ein Modem hergestellt wird. Die „Virtual IP Address“-Schnittstelle (auch als Virtuelle Schnittstelle bezeichnet) ist keinem bestimmten Netzadapter zugeordnet. Mehrere Instanzen einer virtuellen Schnittstelle können auf einem Host konfiguriert werden. Wenn virtuelle Schnittstellen konfiguriert sind, wird die Adresse der ersten virtuellen Schnittstelle zur Quellenadresse, sofern nicht eine Anwendung eine andere Schnittstelle ausgewählt hat. Prozesse, die eine virtuelle IP-Adresse als Quellenadresse verwenden, können Pakete über eine beliebige Netzschnittstelle senden, welche die beste Route für dieses Ziel bereitstellt. Eingehende Pakete, die für eine virtuelle IP-Adresse bestimmt sind, werden unabhängig von der Schnittstelle, über die sie ankommen, an den Prozess geliefert.