Befehl "lpd"
Zweck
Stellt den fernen Druckserver in einem Netz bereit.
Syntax
Beschreibung
Der Dämon lpd ist der ferne Druckserver. Er überwacht Port 515 auf Druckanforderungen. Jede Anforderung wird in einem Verzeichnis mit dem Namen /var/spool/lpd gespeichert.
Ein Computer in einem Netz (Host), der einen TCP/IP-Datenstrom (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) erstellen und das lpd-Protokoll verwenden kann, kann über Fernzugriff drucken und als Druckserver auftreten. Als Sicherheitsfeature akzeptiert der Dämon lpd nur Druckanforderungen von fernen Hosts, die in der Datei /etc/hosts.equiv oder /etc/hosts.lpd aufgelistet sind.
Der Dämon lpd kann auf einem beliebigen Host im Netz ausgeführt werden. Seine Funktion besteht darin, Druckanforderungen von fremden Hosts (an Port 515) zu akzeptieren. Der Dämon lpd verarbeitet jede Anforderung, indem er einen untergeordneten Prozess erzeugt (fork). Fernanforderungen werden zuerst anhand der Dateien /etc/hosts.equiv und /etc/hosts.lpd auf die erforderlichen Berechtigungen zum Drucken auf dem lokalen Host hin überprüft.
Es können Änderungen an den Dateien /etc/hosts.equiv und /etc/hosts.lpd vorgenommen werden, ohne dass das System neu gestartet werden muss. Wenn Sie möchten, dass Änderungen an diesen Dateien ohne Neustart des Systems wirksam werden, verwenden Sie den SRC-Befehl (System Resource Controller) refresh. Dieser Befehl bewirkt, dass die Datenbankdateien /etc/hosts.equiv und /etc/hosts.lpd neu geladen und die Änderungen implementiert werden.
Anmerkung: Das Warteschlangensystem unterstützt keine Mehrbyte-Hostnamen.
Die Datei /etc/locks/lpd enthält die Prozess-ID der momentan ausgeführten Instanz des Dämons lpd. Wenn die aktuelle Maschine nicht mehr funktioniert, müssen Sie möglicherweise die ID für den Dämon lpd entfernen, wenn das System neu gestartet wird. Die angezeigte Fehlernachricht lautet:lpd: lock file or duplicate daemon.
Dämon "lpd" mit System Resource Controller bearbeiten
Der Dämon lpd ist ein Subsystem, das von System Resource Controller (SRC) gesteuert wird. Der Dämon lpd ist ein Mitglied der TCP/IP-Systemgruppe.
Verwenden Sie die folgenden SRC-Befehle, um den Dämon lpd zu bearbeiten:
| Element | Beschreibung |
|---|---|
| startsrc | Startet ein Subsystem, eine Gruppe von Subsystemen oder einen Subserver. |
| stopsrc | Stoppt ein Subsystem, eine Gruppe von Subsystemen oder einen Subserver. |
| refresh | Bewirkt, dass das Subsystem oder die Gruppe von Subsystemen die entsprechende Konfigurationsdatei erneut liest. |
| traceson | Ermöglicht das Tracing eines Subsystems, einer Gruppe von Subsystemen oder eines Subservers. |
| tracesoff | Inaktiviert das Tracing eines Subsystems, einer Gruppe von Subsystemen oder eines Subservers. |
| lssrc | Ruft den Status eines Subsystems, einer Gruppe von Subsystemen oder eines Subservers ab. |
Flags
| Element | Beschreibung |
|---|---|
| -d | Sendet den Status "Inaktiv" zur Protokollierung mit dem SRC-Controller und sendet Fehlernachrichten zu Setup-Fehlern der Socketkommunikation an die Benutzeranzeige. |
| -l | Sendet den Status "Aktiv" zur Protokollierung an den SRC-Controller und sendet Nachrichten zu gültigen oder ungültigen Jobanforderungen an die Benutzeranzeige. |
| -D DebugOutputFile | Sendet eine ausführliche Debugausgabe für die Problembestimmung an die als Debugausgabedatei angegebene Datei. Diese sollte nur während der Problembestimmung verwendet werden, da die Debugausgabedatei schnell groß werden kann. Wenn die angegebene Ausgabedatei bereits existiert, wird die neue Debugausgabe am Ende angefügt. Wenn Probleme beim Erstellen oder Beschreiben der Ausgabedatei auftreten, wird die Debugoption ignoriert. |
Beispiele
- Geben Sie Folgendes ein, um den Serverdämon lpd zu starten:
startsrc -s lpd - Geben Sie Folgendes ein, um den Serverdämon lpd zu starten, während die Anzeige bestimmter Fehlernachrichten aktiviert wird:startsrc -s lpd -a " -d"
- Geben Sie Folgendes ein, um Protokollierungsinformationen an den Dämon stderr zu senden:startsrc -s lpd -a " -l"
- Geben Sie Folgendes ein, um den Serverdämon lpd im Debugmodus mit einer Ausgabe in /tmp/dbglpd.outzu starten:startsrc -s lpd -a " -D /tmp/dbglpd.out"
Dateien
| Element | Beschreibung |
|---|---|
| /usr/sbin/lpd | Gibt den Pfad zum Dämon lpd an. |
| /dev/lp* | Enthält die Namen von Druckeinheiten. |
| /etc/hosts.equiv | Enthält die Namen von Hosts, die Befehle ausführen und drucken dürfen. |
| /etc/hosts.lpd | Enthält die Namen von Hosts, die nur drucken dürfen. |
| /var/spool/lpd | Enthält das Spoolverzeichnis für Steuer-, Status- und Datendateien. |
| /etc/locks/lpd | Enthält die PID des momentan ausgeführten Dämons lpd. Nach einem Systemabsturz muss diese PID möglicherweise gelöscht werden. Die folgende Fehlernachricht zeigt das Problem an: |