Bewährte Verfahren für die Funktion Live-Update

Lesen Sie diese bewährten Verfahren, bevor Sie die AIX® Live Update -Operation starten.

  • Wenn Sie die Operation Live-Update ausführen, wird die aktuelle Konfiguration der Virtual I/O Server -Partitionen (VIOS-Partitionen) geändert, während die Adapter auf die Ersatzpartition verschoben werden. Daher wird empfohlen, die Option Aktuelle Konfiguration synchronisieren zu aktivieren, damit auch das aktuelle Profil aktualisiert wird. Wird das aktuelle Profil nicht synchronisiert, müssen Sie beim Neustart von VIOS-Partitionen vorsichtig sein. Wenn die Konfiguration geändert wird und Sie eine VIOS-Partition über ein Profil starten, das nicht mit der aktuellen Konfiguration übereinstimmt, verlieren die AIX -Partitionen möglicherweise den Zugriff auf ihre Adapter.
  • Bevor Sie die Operation Live-Update ausführen, speichern Sie eine Kopie der aktuellen Partitionsprofile auf der Hardware Management Console (HMC), damit alle Informationen gesichert werden, falls sie in Zukunft benötigt werden.
  • Wenn Sie Aktualisierungen mithilfe der Live-Update -Funktion installieren möchten, werden die Aktualisierungen immer festgeschrieben. Es wird nicht automatisch eine Kopie des Systems ohne die Aktualisierungen erstellt. Sie müssen immer eine funktionsfähige Systemdatensicherung mit Befehlen wie alt_disk_copy oder mksysb erstellen, bevor Sie Aktualisierungen anwenden, damit Sie ggf. zur vorherigen Version zurückkehren können.
  • Wenn Sie vSCSI -Platten verwenden und eine Sicherungskopie (alt_rootvg) der Stammdatenträgergruppe (rootvg) erstellen, kann die AIX Live Update die LUA (Logical Unit Addresses) der Platten ändern. Wenn Sie in diesem Szenario über die Sicherungskopie (alt_rootvg) booten, kann der Befehl lspath die fehlenden Plattenpfade anzeigen. Die fehlenden Plattenpfade sind den alten LUA-Werten zugeordnet. Die fehlenden Plattenpfade verursachen keine funktionalen Probleme. Sie können den Befehl rmpath ausführen, um die Plattenpfade zu entfernen und dieselbe Anzahl von Plattenpfaden wie vor der Ausführung der Operation Live Update zu verwenden. Im folgenden Beispiel werden die fehlenden Plattenpfade und die Ausführung des Befehls rmpath zum Entfernen der Plattenpfade gezeigt:
    root@AIXmig / # lspath
    Enabled hdisk5 vscsi1
    Enabled hdisk3 vscsi1
    Enabled hdisk4 vscsi1
    Enabled hdisk0 vscsi1
    Enabled hdisk1 vscsi1
    Enabled hdisk2 vscsi1
    Missing hdisk5 vscsi2
    Enabled hdisk3 vscsi2
    Missing hdisk4 vscsi2
    Missing hdisk0 vscsi2
    Enabled hdisk1 vscsi2
    Missing hdisk2 vscsi2
    Enabled hdisk6 vscsi1
    Missing hdisk6 vscsi2
    Enabled hdisk6 vscsi2
    Enabled hdisk0 vscsi2
    Enabled hdisk2 vscsi2
    Enabled hdisk4 vscsi2
    
    root@AIXmig / # rmpath -dl hdisk0 -p vscsi2
    paths Deleted
    root@AIXmig / # rmpath -dl hdisk2 -p vscsi2
    paths Deleted
    root@AIXmig / # rmpath -dl hdisk4 -p vscsi2
    paths Deleted
    root@AIXmig / # rmpath -dl hdisk5 -p vscsi2
    paths Deleted
    root@AIXmig / # rmpath -dl hdisk6 -p vscsi2
    paths Deleted
  • Wenn Sie SSP-Speicher (Shared Storage Pool, gemeinsam genutzter Speicherpool mit Thin Provisioning) verwenden, müssen Sie sicherstellen, dass ausreichend Realspeicher verfügbar ist, bevor Sie eine Live-Update -Operation starten. Die Operation Live-Update klont die momentan verwendete Stammdatenträgergruppe und erstellt anschließend eine Spiegelkopie der momentan verwendeten Stammdatenträgergruppe. Wenn kein geeigneter Realspeicher verfügbar ist, schlägt die Live-Update -Operation fehl.
  • Wenn Sie die Operation Live Update mit einem Ziel ausführen, das in der Datei lvupdate.data angegeben ist, wird die Partition möglicherweise vorübergehend auf ein anderes verwaltetes System verschoben. Um die Netzkonnektivität während dieses Zeitrahmens zu erhalten, müssen alle VLANs, die auf der Partition verwendet werden, vom physischen Netz unterstützt werden.
  • Wenn eine Live-Update -Operation fehlschlägt, versucht sie automatisch, das System zu bereinigen. Sollte die Standardbereinigung fehlschlagen, wird der Benutzer mit der folgenden Nachricht aufgefordert, den Befehl clvupdate auszuführen:
    1430-115 Warning: Cleanup from the Live Update failure might not have been successful. Run clvupdate to finish the cleanup.

    Wenn eine Warnung angezeigt wird, führen Sie den Befehl clvupdate aus, um das System zu bereinigen, bevor Sie erneut versuchen, die Operation Live Update auszuführen. Je nach Situation fordert der Befehl clvupdate den Benutzer auf, eine Reihe von Aktionen für die Bereinigung auszuführen.

Best Practices für Live Update im PowerVC

Lesen Sie diese Best Practices, bevor Sie die AIX Live Update auf einer Partition starten, die von IBM® Power ® Virtualization Center (PowerVC) verwaltet wird.

  • Wenn Sie die Live-Update-Funktion auf einer Partition verwenden möchten, die von PowerVC, verwaltet wird, wird nicht automatisch eine Sicherungskopie des Systemabbilds ohne die Zwischenkorrekturen oder Updates gespeichert. Sie müssen immer eine funktionsfähige Sicherung des Systemimage mit Befehlen wie alt_disk_copy oder mksysb erstellen, bevor Sie Aktualisierungen anwenden, damit Sie ggf. zur vorherigen Version des Systems zurückkehren können.
  • Wenn eine vorhandene logische Partition von PowerVC, verwaltet werden muss, stellen Sie sicher, dass die Boot-Volumes richtig eingestellt sind, bevor Sie einen Live-Update-Vorgang auf der logischen Partition versuchen. Wenn PowerVC die logische Partition importiert, markiert PowerVC unter Umständen nicht die richtigen Datenträger als Bootdatenträger. Falsche Bootdatenträger können zu unerwarteten Ergebnissen führen, wenn logische Partitionen neu gestartet werden, und können auch dazu führen, dass die Live-Update -Operation fehlschlägt.
  • Wenn Sie die Funktion "Live Update" auf einer Partition verwenden möchten, die von PowerVC, verwaltet wird, müssen Sie die Eigenschaft network_allocate_retries auf einen Mindestwert von 10 auf PowerVC setzen. Diese Eigenschaft muss in der Datei /etc/nova/nova.conf in PowerVC angegeben werden. Wenn die Eigenschaft nicht in der Datei vorhanden ist, müssen Sie diese Eigenschaft, wie im folgenden Beispiel gezeigt, in einer neuen Zeile hinzufügen:
    network_allocate_retries = 60
  • Wenn eine PowerVC-based Live Update-Funktion eine VM klont, schlägt der Klonvorgang fehl, wenn die geklonte VM versucht, denselben Namen wie die ursprüngliche VM zu haben. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um dieses Problem zu beheben:
    1. Bearbeiten Sie die Datei /etc/nova/nova-XXX.conf .
    2. Aktualisieren Sie die Eigenschaft instance_name_template wie in der folgenden Beispieldatei dargestellt:
      instance_name_template = %(display_name).13s-%(uuid).8s -%(id)08x
    3. Starten Sie den Nova-Service unter PowerVC erneut, indem Sie den folgenden Befehl ausführen:
      /opt/ibm/powervc/bin/powervc-services nova restart
    4. Führen Sie die Operation Live-Update aus.

Weitere Informationen zu skalierbaren Umgebungen finden Sie unter PowerVC Skalierbarkeitskonfiguration .