Befehlszeileneditierung in der Korn- bzw. POSIX-Shell
Normalerweise geben Sie eine Befehlszeile an einem Terminal ein und beenden sie mit einem Zeilenvorschubzeichen (Eingabetaste oder Zeilenvorschub). Wenn Sie die Befehlszeileneditierungsoption emacs, gmacs oder vi aktivieren, können Sie die Befehlszeile editieren.
Mit den folgenden Befehlen werden im Editiermodus aufgerufen:
| Eintrag | Beschreibung |
|---|---|
| set -o emacs | Wechselt in den emacs-Editiermodus und startet eine Variante des Zeileneditors emacs. |
| set -o gmacs | Wechselt in den gmacs-Editiermodus und startet eine Variante des Zeileneditors gmacs. |
| set -o vi | Wechselt in den vi-Editiermodus und startet eine Variante des Zeileneditors vi. |
Eine Editieroption wird jedes Mal automatisch ausgewählt, wenn der Variablen VISUAL oder EDITOR ein Wert zugeordnet wird, der mit einem dieser Optionsnamen endet.
In jedem Editiermodus wird ein Fenster an der aktuellen Zeile geöffnet. Die Fensterbreite entspricht dem Wert der Variablen COLUMNS, falls diese definiert ist. Andernfalls beträgt die Fensterbreite 80 Zeichen. Ist die Zeile länger als die Fensterbreite minus zwei, macht das System den Benutzer durch eine Markierung am Ende des Fensters darauf aufmerksam. Während der Cursor bewegt wird und den Fensterrand erreicht, wird das Fenster um den Cursor zentriert. Folgende Markierungen werden angezeigt:
| Eintrag | Beschreibung |
|---|---|
> |
Gibt an, dass die Zeile über den rechten Rand des Fensters hinausgeht. |
< |
Gibt an, dass die Zeile über den linken Rand des Fensters hinausgeht. |
* |
Gibt an, dass die Zeile über beide Fensterränder hinausgeht. |
Mit den im jeweiligen Editiermodus verfügbaren Suchbefehlen können Sie auf die
Protokolldatei der Korn-Shell zugreifen. Es werden nur Zeichenfolgen verglichen. Wenn das führende Zeichen in der Zeichenfolge ein Winkelzeichen (^) ist, muss die Übereinstimmung
mit dem ersten Zeichen in der Zeile beginnen.