Kreuztabellen: Zellenanzeige
Um Sie beim Erkennen von Mustern in den Daten zu unterstützen, die zu einem signifikanten Chi-Quadrat-Test beitragen, zeigt die Prozedur "Kreuztabellen" die erwarteten Häufigkeiten und drei Typen von Residuen (Abweichungen) an, welche die Differenz zwischen beobachteten und erwarteten Häufigkeiten messen. Jede Zelle der Tabelle kann jede Kombination von ausgewählten Häufigkeiten, Prozentzahlen und Residuen enthalten.
Anzahl. Die Anzahl der Fälle, die tatsächlich beobachtet, und die Anzahl der Fälle, die erwartet werden, wenn die Zeilen- und Spaltenvariablen voneinander unabhängig sind. Sie können festlegen, dass Häufigkeiten ausgeblendet werden, wenn sie einen bestimmten ganzzahligen Wert unterschreiten. Verdeckte Werte werden als < N angezeigt, wobei N die angegebene ganze Zahl ist. Die angegebene Ganzzahl muss größer-gleich 2 sein. Allerdings ist der Wert 0 zulässig und gibt an, dass keine Häufigkeiten (Anzahlwerte) ausgeblendet werden.
Spaltenanteile vergleichen. Mit dieser Option werden paarweise Vergleiche von Spaltenanteilen berechnet und es wird angezeigt, welche Spaltenpaare (für eine bestimmte Zeile) sich signifikant unterscheiden. Signifikante Unterschiede werden in der Kreuztabelle mit Formatierung im APA-Stil mit tiefgestellten Buchstaben gekennzeichnet und auf dem 0,05-Signifikanzniveau berechnet. Hinweis: Wenn diese Option festgelegt wird, ohne die beobachtete Anzahl oder die Spaltenprozente auszuwählen, werden die Werte für die beobachtete Anzahl mit in die Kreuztabelle aufgenommen, wobei die tiefgestellten Buchstaben im APA-Stil das Ergebnis der Tests für die Spaltenanteile angeben.
- p-Werte anpassen (Bonferroni-Methode). Bei paarweisen Vergleichen von Spaltenanteilen wird die Bonferroni-Korrektur genutzt, die das beobachtete Signifikanzniveau für Mehrfachvergleiche anpasst.
Residuen. Einfache nicht standardisierte Residuen geben die Differenz zwischen den beobachteten und erwarteten Werten wieder. Standardisierte und korrigierte standardisierte Residuen sind ebenfalls verfügbar.
- Nicht standardisiert. Die Differenz zwischen einem beobachteten Wert und dem erwarteten Wert. Der erwartete Wert ist die Anzahl von Fällen, die man in einer Zelle erwarten würde, wenn kein Zusammenhang zwischen den beiden Variablen bestünde. Ein positives Residuum zeigt an, dass in der Zelle mehr Fälle vorliegen, als dies der Fall wäre, wenn die Zeilen- und Spaltenvariable unabhängig wären.
- Standardisiert. Der Quotient aus dem Residuum und einer Schätzung seiner Standardabweichung. Standardisierte Residuen, auch bekannt als Pearson-Residuen, haben einen Mittelwert von 0 und eine Standardabweichung von 1.
- Korrigiert standardisiert. Der Quotient aus dem Residuum einer Zelle (beobachteter Wert minus erwarteter Wert) und dessen geschätztem Standardfehler. Das resultierende standardisierte Residuum wird in Einheiten der Standardabweichung über oder unter dem Mittelwert angegeben.
Nicht ganzzahlige Gewichtungen. Bei den Zellenhäufigkeiten handelt es sich normalerweise um ganzzahlige Werte, da sie für die Anzahl der Fälle in den einzelnen Zellen stehen. Wenn jedoch die Datendatei derzeit mit einer Gewichtungsvariablen mit Bruchzahlenwerten (z. B. 1,25) gewichtet ist, können die Zellenhäufigkeiten ebenfalls Bruchwerte sein. Sie können die Werte vor oder nach der Berechnung der Zellenhäufigkeiten abschneiden oder runden oder sowohl für die Tabellenanzeige als auch für statistische Berechnungen gebrochene Zellenhäufigkeiten verwenden.
- Zellenhäufigkeiten runden. Fallgewichtungen werden verwendet wie gegeben, aber die addierten Gewichtungen für die Zellen werden gerundet, bevor Statistiken berechnet werden.
- Zellenhäufigkeiten abschneiden. Fallgewichtungen werden unverändert verwendet, aber die addierten Gewichtungen für die Zellen werden gekürzt, bevor Statistiken berechnet werden.
- Fallgewichtungen runden. Fallgewichtungen werden gerundet, bevor sie verwendet werden.
- Fallgewichtungen abschneiden Fallgewichtungen werden gekürzt, bevor sie verwendet werden.
- Keine Korrekturen. Fallgewichtungen werden wie vorgegeben verwendet und auch nicht ganzzahlige Zellenanzahlen werden verwendet. Wenn jedoch exakte Statistiken (verfügbar mit dem Modul für Stichprobenziehung und Tests - Sampling & Testing) angefordert werden, dann werden die akkumulierten Gewichtungen in den Zellen entweder auf den ganzzahligen Anteil gekürzt oder gerundet, bevor die Statistiken für exakte Tests berechnet werden.
Festlegen der Anzeige von Zellen für Kreuztabellen
Für diese Funktion ist die Option "Statistics Base" erforderlich.
- Wählen Sie in den Menüs Folgendes aus:
- Klicken Sie im Dialogfeld "Kreuztabellen" auf Zellen.
- Wählen Sie zum Fortfahren mindestens einen Eintrag aus.