Achsenskala
Sie können die Achsenskala ändern, um den Bereich für die Achse anzugeben und festzulegen, ob die Achse linear oder transformiert sein soll. Diese Optionen gelten nur für Skalenachsen.
So ändern Sie die Achsenskala:
Hinweis: Mit dem Neuskalierungstool können Sie rasch die Skala ändern. Allerdings wird mit diesem Tool die Skala aller Achsen im Diagramm geändert. Weitere Informationen finden Sie in Ändern der Achsenskalen.
- Wählen Sie eine Skalenachse aus. Es sind gesonderte Schritte erforderlich, um die Achsenskala bei einem Matrixstreudiagramm zu ändern. Weitere Informationen finden Sie in Achsenskala für Matrixstreudiagramme.
- Wenn das Fenster "Eigenschaften" nicht bereits angezeigt wird, wählen Sie die folgenden Menübefehle aus:
- Verwenden Sie die Registerkarte "Skala", um die Optionen für die Achsenskala anzugeben.
- Klicken Sie auf Zuweisen.
Die Registerkarte "Skala"
Wenn für die Werte Auto ausgewählt ist, legt der Diagrammeditor den Wert automatisch so fest, dass alle Daten enthalten sind und geeignete Teilstrichbeschriftungen erstellt werden (z. B. 10 anstatt 10,0123). Wenn die Einstellungen für den Skalenbereich nicht zu den erwarteten Ergebnissen führen, inaktivieren Sie für jede Einstellung Auto und geben Sie benutzerdefinierte Werte ein.
Minimum/Maximum. Dient zum Ändern des Bereichs für die Achse. Der Mindest- und Höchstwert in den Daten für die Grafik werden aufgeführt, sodass Sie einen Bereich festlegen können, der alle Daten enthält. Andere Grafikelemente (z. B. Anmerkungen) können ausgeblendet werden, wenn Sie den Bereich ändern. Wenn bestimmte Elemente, die eigentlich angezeigt werden müssten, nicht zu sehen sind, sollten Sie den Bereich wieder auf "automatisch" zurücksetzen. Wenn die Skala transformiert ist, werden die Bereichswerte in denselben Einheiten angegeben wie die Datenwerte.
Erstes Inkrement. Dient zur Angabe der Größe der Inkremente zwischen den Hauptteilstrichen/Beschriftungen. Angefangen vom Minimalwert werden Hauptteilstriche bei jedem Inkrement angezeigt, dessen Größe durch diese Zahl angegeben ist. Im Allgemeinen funktioniert eine Divisionsgröße, mit der der Bereich gleichmäßig unterteilt wird, am besten. Beispiel: Wenn das Achsenminimum 0 und das Maximum 400 beträgt, funktionieren Divisionsgrößen wie 100, 50 und 25 problemlos.
Ursprung. Dient zur Angabe des Ursprungs. Die Auswirkungen des Ursprungs hängen vom jeweiligen Grafiktyp ab.
- Bei Diagrammen mit Balken und Linien bestimmt der Ursprung die Linie, von der die Balken und Flächen ausgehen. Die Grafikelemente beginnen am Ursprung und reichen bis zu ihrem jeweiligen Wert. Beispiel: Wenn das Balkendiagramm die Werte 367 und 48 enthält und der Ursprung bei 100 liegt, erstreckt sich ein Balken von 100 aufwärts bis 367 (in Standardkoordinaten), wohingegen sich der andere abwärts bis 48 erstreckt. Der angegebene Wert für den Ursprung muss zwischen dem Maximum und dem Minimum liegen.
- Bei Streudiagrammen ist die Angabe einer Basislinie nur im Zusammenhang mit einer transformierten Achse von Nutzen. Die Auswirkungen einer Änderung des Ursprungs wird am deutlichsten, wenn die Daten weit vom Ursprung entfernt liegen, da bei der Transformation der Ursprung berücksichtigt wird. Angenommen, bei der Achse handelt es sich um eine logarithmische Skala. Die Gleichung für die Transformation lautet: y'=log(y-Ursprung). Bei 1001, 1002, 1010 als Datenpunkten und 0 als Ursprung sieht die Transformation ähnlich aus wie eine nicht transformierte Skala. Wenn Sie jedoch den Ursprung auf 1000 ändern, sieht die Transformation erwartungsgemäß wie eine logarithmische Skala aus.
Linie am Ursprung anzeigen. Zeigt die Achse an dem im Textfeld Ursprung angegebenen Wert an.
Typ. Zeigt die Daten auf einer linearen oder transformierten Skala an. Skalentransformationen sind hilfreich beim Verständnis der Daten und bei den für Statistiken erforderlichen Annahmen. Bei Streudiagrammen können Sie eine transformierte Skala verwenden, wenn die Beziehung zwischen den unabhängigen und den abhängigen Variablen nicht linear ist. Sie können diese Beziehungen häufig in eine Beziehung mit einer Geraden transformieren. Skalentransformationen können außerdem verwendet werden, um ein schiefes Histogramm symmetrischer zu machen, sodass es eher wie eine Normalverteilung aussieht. Beachten Sie, dass Sie lediglich die Skala transformieren, auf der die Daten angezeigt werden, nicht jedoch die eigentlichen Daten.
- Linear. Zeigt eine lineare, nicht transformierte Skala an.
- Log. Zeigt eine Log-transformierte Skala an. Die Formel für diese Transformation lautet log(x). Optional können Sie eine Basis für den Logarithmus eingeben (größer als 1). Wenn sicherausgewählt wurde, ist die Transformationsformel zur Berechnung des Logarithmus eines Achsenwerts x nicht gleich log(x).
Im Diagrammeditor wird eine andere Formel (sicherer Logarithmus) verwendet, sodass auch die Zahl 0 sowie negative Werte verarbeitet werden können.
Formel für die sichere Log-Transformation
Die Formel für die sichere Log-Transformation lautet:
sign(x) * log(1 + abs(x))Bei einem Achsenwert von -99 führt die Transformation beispielsweise zum folgenden Ergebnis:
sign(-99) * log(1 + abs(-99)) = -1 * log(1 + 99) = -1 * 2 = -2 - Exponentiell. Zeigt eine exponententransformierte Skala an. Die Formel für diese Transformation lautet power(x, exponent). Optional können Sie einen Exponentenwert eingeben. Der Standardexponent ist 0,5, d. h. es wird die Quadratwurzel der Daten gezogen.
- Logit. Zeigt eine Logit-transformierte Skala an. Die Formel für diese Transformation lautet log(1/(1-x)). Die Datenwerte für diese Skala müssen in das offene Intervall (0, 1) fallen. Für alle Datenwerte x gilt somit: 0 < x < 1.
- Probit. Zeigt eine Probit-transformierte Skala an. Die Formel der Transformation ist die umgekehrte kumulative Verteilungsfunktion (cumulative distribution function, CDF) der Normalverteilung. Die Datenwerte für diese Skala müssen in das geschlossene Intervall [0, 1] fallen. Für alle Datenwerte x gilt somit: 0 ≤ x ≤ 1.
- Arkussinus. Zeigt eine Arkussinusskala an. Die Formel für diese Transformation lautet arcsin(x). Die Datenwerte für diese Skala müssen in das geschlossene Intervall [0, 1] fallen. Für alle Datenwerte x gilt somit: 0 ≤ x ≤ 1.
- Hyperbolischer Arkustangens. Zeigt einen mit einem hyperbolischen Arkustangens transformierte Skala an (auch als inverse Hyperbeltangens-Skala oder Fisher-z-Skala bezeichnet. Die Formel für diese Transformation lautet arctanh(x). Die Datenwerte für diese Skala müssen in das offene Intervall (-1, 1) fallen. Für alle Datenwerte x gilt somit "-1 < x < 1".
- Log-Log komplementär. Zeigt eine komplementäre Log-Log-transformierte Skala (auch als Weibull-Skala bezeichnet) an. Die Formel für die Transformation lautet log(log(1/(1-x))). Die Datenwerte für diese Skala müssen in das offene Intervall (0, 1) fallen. Für alle Datenwerte x gilt somit: 0 < x < 1.
Ränder. Erstellt einen Rand um die Daten. Sie legen fest, welcher Prozentsatz (0 bis 50) des inneren Rahmens als Rand verwendet werden soll. Der Rand wird lotrecht zur ausgewählten Achse angezeigt. Wenn Sie beispielsweise den oberen Rand als 5 % der vertikalen Achse festlegen, verläuft ein Rand, dessen Dicke 5 % des Datenbereichs entspricht, an der Oberkante des Datenrahmens.