Mit dem SET-Befehl können Sie Laufzeitparameter festlegen oder ändern.
Setzen Sie diesen Befehl ab, um Parameter bei aktiver Datenbankverbindung zu ändern.
Syntax
Syntax für den SET-Befehl:
SET <Parameter> { TO | = } { <Wert> | '<Wert>' | DEFAULT }
Eingaben
Der SET-Befehl akzeptiert folgende Eingaben:
Tabelle 1. Eingaben für SET| Eingabe |
Beschreibung |
| <Parameter> |
Der Parameter, für den ein Wert festgelegt werden soll.
Die Parameter sind in Parameter beschrieben: |
| <Wert> |
Der Wert, der für den Parameter festgelegt werden soll. - Geben Sie "DEFAULT" an, um einen Parameter auf seinen Standardwert zurückzusetzen.
- Verwenden Sie einzelne Anführungszeichen
- für Werte, die länger als 128 Zeichen sind
- für Werte, die Leerzeichen oder Sonderzeichen wie Plus-
und Minuszeichen enthalten
- um zu verhindern, dass Zeichenfolgen in die Standardschreibweise (Groß- oder Kleinschreibung) konvertiert werden
Mögliche Werte für die einzelnen Parameter sind in Parameter beschrieben: |
Parameter
Sie können mit dem SET-Befehl folgende Parameter festlegen:
- TIME ZONE
- Die Zeitzone für das System:
- '<Zeitzone>'
- Eine Zeitzone in Form von mit Vorzeichen versehenen Stundenangaben und optionalen Minuten (z. B. '-08' oder '+10:30'), die die Differenz zu GMT angibt. Ein Minuszeichen gibt an, dass die Zone westlich von Greenwich liegt. Der Bereich von Zeitzonen ist '-12:59' bis '+13:00'.
- LOCAL
- Die lokale Zeitzone.
Syntax:
SET TIME ZONE { TO | = } { '<Zeitzone>' | DEFAULT }
- DATESTYLE
- Die Option DATESTYLE ist nur für Portierungsanwendungen gedacht.
Zum Formatieren Ihrer Werte für Datum und Uhrzeit können Sie die Familie der to_char-Funktionen verwenden.
Geben Sie den Ausgabestil und/oder den Unterstil für Datum und Uhrzeit an:
- Ausgabestil für Datum und Uhrzeit
- Es werden folgende Ausgabestile für Datum und Uhrzeit angeboten:
- ISO
- Datums- und Uhrzeitangaben in der Formatierung von ISO 8601 (YYYY-MM-DD für Datumsangaben verwenden; hh:mm:ss
für Zeitangaben). Dies ist der Standardwert.
- SQL
- DD/MM/YYYY oder MM/DD/YYYY für Datumsangaben verwenden; hh:mm:ss für Zeitangaben verwenden. Welcher Datumsstil verwendet wird, hängt vom Unterstil ab.
- German
- DD.MM.YYYY für Datumsangaben und hh:mm:ss für Zeitangaben verwenden.
- Unterstil
- Der Unterstil bestimmt das verwendete Datumsformat für das SQL-Ausgabeformat und die bevorzugte Interpretation mehrdeutiger Datumseingaben:
- European
- DD/MM/YYYY für numerische Datumsdarstellungen verwenden.
- US
- MM/DD/YYYY für numerische Datumsdarstellungen verwenden.
Syntax:
SET DATESTYLE { TO | = }
{ <Ausgabestil> | <Unterstil> | <Ausgabestil>,<Unterstil> | DEFAULT }
Sie können das Datumsformat initialisieren, indem Sie die Umgebungsvariable pgdatestyle festlegen. Wenn pgdatestyle in der Front-End-Umgebung eines Clients festgelegt wird, der auf libpq basiert, setzt libpq den Datumsstil während des Verbindungsstarts automatisch auf den Wert pgdatestyle.
- RANDOM_SEED
- Der Startwert für den Zufallszahlengenerator. Die Zufallszahlenfunktion verwendet diesen Wert. Sie können eine beliebige Gleitkommazahl im Bereich von 0 bis 1 angeben. (Wenn eine Zahl außerhalb dieses Bereichs verwendet wird, tritt bei dem Produkt ein Überlauf auf, der allerdings nicht gemeldet wird.) Diese Zahl wird dann mit 2(31)-1 multipliziert.
Syntax:
SET RANDOM_SEED { TO | = } { <Wert> | DEFAULT }
Sie können den Startwert auch durch Starten der setseed-Funktion festlegen: select
setseed(Wert);
- LOAD_REPLAY_REGION
- Ermöglicht die Fortsetzung des Ladens. Der Standardwert ist 0 (nicht aktiviert).
Wenn Sie die Wiederholungsregion für das Laden festlegen, fährt das System automatisch mit einem Ladevorgang fort, nachdem es durch ein SPU-Zurücksetzen oder einen Failover angehalten wurde.
Die Wiederholungsregion dient zum Speichern unformatierter Eingabedaten, die geparst,
konvertiert, in Binärdatensätze gepackt und zu den entsprechenden SPUs, für die zuvor kein Commit durchgeführt worden sein muss, übertragen werden. Wenn das System aus dem Status Paused fortgesetzt wird, parst, konvertiert und packt es alle unformatierten Daten in dieser Region erneut und überträgt sie erneut an die SPUs.
Syntax:
SET LOAD_REPLAY_REGION { TO | = } { 0 | 1 | DEFAULT }
- CLIENT_USER_ID
- Die Benutzer-ID, unter der der Client aktiv ist. Der Wert kann aus bis zu 1024 Zeichen bestehen. Der Standardwert ist eine leere Zeichenfolge ('').
Syntax:
SET CLIENT_USER_ID { TO | = } { <Wert> | '<Wert>' | DEFAULT }
- CLIENT_WORKSTATION_NAME
- Der Hostname der Workstation, auf der der Client ausgeführt wird. Der Wert kann aus bis zu 1024 Zeichen bestehen. Der Standardwert ist eine leere Zeichenfolge ('')..
Syntax:
SET CLIENT_WORKSTATION_NAME { TO | = } { <Wert> | '<Wert>' | DEFAULT }
- CLIENT_APPLICATION_NAME
- Der Name des Clients. Der Wert kann aus bis zu 1024 Zeichen bestehen.
Der Standardwert ist eine leere Zeichenfolge ('').
Syntax:
SET CLIENT_APPLICATION_NAME { TO | = } { <Wert> | '<Wert>' | DEFAULT }
- CLIENT_ACCOUNTING_STRING
- Die Abrechnungszeichenfolge. Der Wert kann aus bis zu 1024 Zeichen bestehen.
Der Standardwert ist eine leere Zeichenfolge ('').
Syntax:
SET CLIENT_ACCOUNTING_STRING { TO | = } { <Wert> | '<Wert>' | DEFAULT }
Ausgaben
Der SET-Befehl hat die folgenden Ausgaben:
Tabelle 2. Ausgaben von SET| Ausgabe |
Beschreibung |
| SET VARIABLE |
Der Befehl war erfolgreich. |
| ERROR: not a valid option name: name |
Der Parameter, den Sie angegeben haben, ist nicht gültig. |
| ERROR: permission denied |
Sie verfügen nicht über den erforderlichen Zugriff. Sie müssen ein Administrator sein, um Zugriff auf bestimmte Einstellungen zu haben. |
| ERROR: name can only be set at start-up |
Bestimmte Parameter wurden festgelegt, nachdem der Server gestartet wurde. |
Berechtigungen
Sie müssen ein Administrator sein oder die entsprechenden Objektberechtigungen haben.
Verwendung
Es folgen Verwendungsbeispiele.
- Zeitzone auf Eastern Standard Time (EST) setzen:
MYDB.MYSCH(USER)=> SET TIME ZONE TO '-05';
- Unterstil auf "European" setzen:
MYDB.MYSCH(USER)=> SET DATESTYLE TO European;
- Ausgabestil auf "ISO" und Unterstil auf "US" setzen:
MYDB.MYSCH(USER)=> SET DATESTYLE TO ISO,US;
- Als Startwert des Zufallszahlengenerators die Zahl 0.45 festlegen:
MYDB.MYSCH(USER)=> SET RANDOM_SEED=0.45;
- Ladefortsetzung aktivieren:
MYDB.MYSCH(USER)=> SET LOAD_REPLAY_REGION=1;
- Den Namen der Client-Workstation auf homer.sampcorp.com setzen und
verhindern, dass der Wert in die Standardschreibweise konvertiert wird:
MYDB.MYSCH(USER)=> SET CLIENT_WORKSTATION_NAME TO 'homer.sampcorp.com'