IBM PureData System for Analytics, Version 7.1

Host-Software-Verzeichnis

Das IBM® Netezza-Hostinstallationsverzeichnis enthält die folgenden Softwareverzeichnisse und Dateien.
/nz
Der Stamm der Netezza-Softwareinstallationsbaumstruktur. Auf einem Produktionshost ist /nz das standardmäßig verwendete Softwareinstallationsverzeichnis. Wenn Sie ein Linux-Benutzer sind, der mit dem Netezza-Host verbunden ist, müssen Sie /nz/kit/bin und /nz/kit/bin/adm in Ihren Pfad (PATH) einschließen.
/nz/data->
Ein Link zum aktuellen Datenverzeichnis.
/nz/kit->
Ein Link zum aktuellen Kit mit den ausführbaren Dateien. Der Link zum Kit verweist auf die aktuell verwendete Softwareversion.
/nz/data.<Version>/
Systemkatalog und andere hostseitige Datenbankdateien.
/nz/kit.<Überarbeitung>/
Das Set der optimierten ausführbaren Dateien und Unterstützungsdateien, die für die Ausführung des Produkts erforderlich sind. <Überarbeitung> gibt die Softwareversion an.
/nz/mantravm
Die Konfigurationsdateien und ausführbaren Dateien für den MantraVM-Service.
/nz/tmp/
Temporäre Netezza-Dateien.
/nzscratch
Eine Speicherposition für interne Netezza-Dateien. Diese Speicherposition wird nicht gespiegelt. Das Verzeichnis /nzscratch/tmp ist das Standardverzeichnis für temporäre Dateien und wird über die Variable NZ_TMP_DIR angegeben. Es nimmt Dateien auf, die vom Transaktionsmanager und anderen Prozessen erstellt und verwendet werden. Der Inhalt von NZ_TMP_DIR wird gelöscht, wenn die Netezza-Software startet und wenn das Netezza-System erneut gestartet wird. Speichern Sie große Dateien nicht in /nzscratch oder seinen Unterverzeichnissen; wenn der Speicherplatz in /nzscratch knapp wird, können Netezza-Prozesse fehlschlagen.

Verzeichnis /nz

Das Verzeichnis /nz bildet das Basisverzeichnis, das die Netezza-Softwareinstallationskits, Daten und wichtige Informationen für das System und die Datenbank enthält. Es ist ein bewährtes Verfahren, beim Anzeigen der Dateien in diesem Verzeichnis und seinen Unterordnern mit großer Sorgfalt vorzugehen, da sich unbeabsichtigte Änderungen auf den Betrieb des Netezza-Systems auswirken oder Datenverlust verursachen können. Löschen oder modifizieren Sie niemals Dateien oder Ordner im Verzeichnis /nz, es sei denn, Sie werden vom Netezza Support oder einem IBM Ansprechpartner dazu aufgefordert. Speichern Sie große Dateien, nicht relevante Dateien oder Backups nicht im Verzeichnis /nz.

Der Systemmanager überwacht die Größe des Verzeichnisses /nz. Wenn das Verzeichnis /nz einen konfigurierten Belegungsprozentsatz erreicht, stoppt der Systemmanager die Netezza-Software und protokolliert eine Nachricht in der Datei sysmgr.log. Der Standardschwellenwert, der durch den Wert der Registry-Einstellung sysmgr.hostFileSystemUsageThresholdToStopSystem angegeben wird, beträgt 95 Prozent. Ändern Sie den Wert der Registry-Einstellung nicht, es sei denn, Sie werden vom Netezza Support dazu aufgefordert.

Nachfolgend ist eine Beispielnachricht aus der Datei sysmgr.log für einen Fall angegeben, bei dem das Verzeichnis /nz den konfigurierten Kapazitätsschwellenwert von 95 Prozent erreicht hat.

Error: File system /nz usage exceeded 95 threshold on rack1.host1 System will 
be stopped

Wenn die Netezza-Software gestoppt wird und diese Nachricht in der Datei sysmgr.log aufgeführt ist, bitten Sie den Netezza Support bei der sorgfältigen Prüfung des Inhalts des Verzeichnisses /nz und beim Löschen der entsprechenden Dateien um Unterstützung. Wenn die Belegung des Verzeichnisses /nz unter den konfigurierten Schwellenwert fällt, können Sie die Netezza-Software starten.

Verzeichnis data

Das Verzeichnis /nz/data enthält die folgenden Unterverzeichnisse:
data.<Version>/base
Enthält Systemtabellen, Kataloginformationen und Unterverzeichnisse für die Datenbanken. Jede von Ihnen erstellte Datenbank hat ihr eigenes Unterverzeichnis, dessen Name mit dem Wert der Datenbankobjekt-ID übereinstimmt. Beispielsweise ist base/1/ die Systemdatenbank, base/2/ ist die master_db-Datenbank und base/nnn ist eine Benutzerdatenbank; dabei ist nnn die Objekt-ID der Datenbank.
data.<Version>/cache
Enthält Kopien des kompilierten Codes, die dynamisch auf dem Host generiert, mit dem Cross-Compiler für die Ausführung auf den SPUs kompiliert und dann zur Ausführung auf die SPUs heruntergeladen wurden. Diese Kopien werden gespeichert, um zusätzliche Schritte und doppelte Arbeit für ähnliche Abfragen zu eliminieren.
data.<Version>/config
Enthält Konfigurationsdateien wie die folgenden:
callHome.txt
Die angehängte Call-Home-Datei.
sendMail.cfg
Eine Datei, die die Konfigurationsparameter für das Sendmail-Programm enthält.
system.cfg
Die Systemkonfigurationsdatei, die Einstellungen für die Systemsteuerung enthält.
Wenn das Netezza-System Optionen wie zum Beispiel die LDAP-Authentifizierung oder andere Anwendungen verwendet, kann dieses Verzeichnis auch zusätzliche Dateien enthalten.
data.<Version>/plans
Enthält Kopien der neuesten Ausführungspläne zu Referenzzwecken. Das System speichert den Ausführungsplan (für jede Abfrage) in einer separaten Datei mit der Erweiterung .pln und schließt die folgenden Informationen ein:
  • Das Original-SQL, das übergeben wurde.
  • Der Plan selbst, in dem beschrieben ist, wie auf die verschiedenen Tabellen und Spalten zugegriffen werden soll und wann Joins, Sortierungen und Aggregationen durchgeführt werden sollen. Außerdem werden in dem Plan andere Prozesse beschrieben.
  • Ob das System eine im Cache gespeicherte (bereits kompilierte) Version des Codes wiederverwenden konnte.

    Das System generiert außerdem ein separates C-Programm (.cpp-Datei), um jedes Snippet jedes Plans zu verarbeiten. Das System vergleicht diesen Code mit Dateien in /nz/data/cache, um festzustellen, ob der Kompilierungsschritt übersprungen werden kann.

Verzeichnis kit

Das Verzeichnis kit enthält die folgenden Unterverzeichnisse:
kit.<Überarbeitung>/
Basisverzeichnis für das Release <Überarbeitung> (z. B. kit.6.0).
kit.<Überarbeitung>/bin/
Alle CLI-Programme auf Benutzerebene.
kit.<Überarbeitung>/bin/adm
Interne CLI-Programme.
kit.<Überarbeitung>/log/<Programmname>/
Komponentenprotokolldateien und ein einzelnes Unterverzeichnis pro Komponente, das pro Tag eine Datei mit Protokollinformationen enthält (bis zu sieben Tage). Die Informationen in den Protokollen geben an, wann der Prozess gestartet, verlassen oder abgeschlossen wurde. Außerdem geben sie alle Fehlerbedingungen an.
kit.<Überarbeitung>/ sbin
Interne Hostprogramme und Dienstprogramme, die nicht zur direkten Ausführung durch Benutzer vorgesehen sind. Diese Programme haben kein Präfix (z. B. clientmgr).
kit.<Überarbeitung>/share/
Postgres-spezifische Dateien.
kit.<Überarbeitung>/sys/
Systemkonfigurationsdateien, startup.cfg und einige Unterverzeichnisse (init, include, strings).
kit.<Überarbeitung>/sys/init/
Für die Systeminitialisierung verwendete Dateien.


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