System vom Typ 9040-MR9 vorbereiten, um ein Plattenlaufwerk oder Solid-State-Laufwerk auszubauen und wiedereinzubauen

Führen Sie die Schritte in dieser Prozedur aus, um das System für den Ausbau und den Wiedereinbau eines Plattenlaufwerks oder Solid-State-Laufwerks vorzubereiten.

Vorgehensweise

  1. Sichern Sie die Daten auf dem Laufwerk, dessen Ausbau Sie planen, abhängig vom verwendeten Betriebssystem.
    • AIX: Stellen Sie sicher, dass alle Daten auf dem Laufwerk oder in dem Array, das das Laufwerk enthält, gesichert und vom Laufwerk gelöscht werden.
      • Wenn das Laufwerk, das wiedereingebaut wird, durch Raid-5, Raid-6 oder Raid-10 geschützt wird und das Array nach dem Ausbau des Laufwerks funktionsfähig bleibt, müssen keine Daten gesichert oder gelöscht werden.
      • Wenn es sich bei dem Laufwerk, das Sie ausbauen, um ein gespiegeltes Laufwerk handelt, müssen Sie den Spiegelschutz auf dem Laufwerk anhalten, bevor Sie das Laufwerk ausbauen. Wenden Sie sich an den zuständigen Systemadministrator, um Unterstützung anzufordern.
      • Wenn es sich bei den Laufwerken um JBODs (Just a Bunch of Disks) handelt oder um ein RAID-Array, das seine Funktionsfähigkeit verliert, wenn das Laufwerk ausgebaut wird (d. h. Raid-0), müssen Sie sicherstellen, dass sich die Platten im Status defined befinden. Führen Sie hierzu die folgenden Schritte aus:
        1. Entfernen Sie die Datenzugriffsmethoden von dem JBOD oder dem ausgefallenen Array (d. h. Dateisysteme, Datenbanken usw.).
        2. Löschen Sie das Array.
        3. Dekonfigurieren Sie das JBOD.
    • Linux®: Stellen Sie sicher, dass alle Daten auf dem Laufwerk oder in dem Array, das das Laufwerk enthält, gesichert und vom Laufwerk gelöscht werden.
      • Wenn das Laufwerk, das ausgetauscht wird, durch RAID geschützt wird, müssen keine Daten gesichert oder gelöscht werden.
      • Wenn das Laufwerk, das Sie ausbauen, gespiegelt wird, dann müssen Sie die Spiegelung unterbrechen, bevor Sie das Laufwerk ausbauen. Wenden Sie sich an den zuständigen Systemadministrator, um Unterstützung anzufordern.
      • Wenn es sich bei den Laufwerken um JBODs (Just a Bunch of Disks) handelt, dann müssen Sie sicherstellen, dass die Platten sich im Status Definiert befinden.
  2. Überprüfen Sie die Positionen der Laufwerkschächte und Serviceindikatoren. Die Steckplätze für Plattenlaufwerke und Solid-State-Laufwerke befinden sich an der Vorderseite des Systems.

    In Abbildung 1 und Abbildung 2 werden die Positionen der Plattenlaufwerke oder Solid-State-Laufwerke und Serviceindikatoren für ein System vom Typ 9040-MR9 dargestellt.

    Abbildung 1. Positionen der Plattenlaufwerke oder Solid-State-Laufwerke beim System vom Typ 9040-MR9
    Positionen der Plattenlaufwerke oder Solid-State-Laufwerke beim System vom Typ 9040-MR9
    Abbildung 2. Positionen der Plattenlaufwerke oder Solid-State-Laufwerke und der Serviceindikatoren bei einem System vom Typ 9040-MR9
    Positionen der Plattenlaufwerke oder Solid-State-Laufwerke und der Serviceindikatoren bei einem System vom Typ 9040-MR9.
  3. Wählen Sie eine der folgenden Optionen aus:

    Sie müssen die Option für ein ausgeschaltetes System verwenden, wenn sich das Laufwerk, das Sie ausbauen möchten, in der Datenträgergruppe (rootvg) unter AIX oder Linux befindet.

    • Wenn Sie ein Laufwerk ausbauen möchten, während die Stromversorgung des Systems ausgeschaltet ist, fahren Sie mit Schritt 4 fort.
    • Wenn Sie ein Laufwerk mithilfe des Betriebssystems AIX ausbauen möchten, während die Stromversorgung des Systems eingeschaltet ist, fahren Sie mit Schritt 6 fort.
    • Wenn Sie ein Laufwerk mithilfe des Betriebssystems Linux ausbauen möchten, während die Stromversorgung des Systems eingeschaltet ist, fahren Sie mit Schritt 8 fort.
  4. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um das System für den Ausbau eines Laufwerks vorzubereiten, während das System ausgeschaltet ist:
    1. Aktivieren Sie die Kennzeichnungs-LED für das auszubauende Laufwerk und das System.
      Entsprechende Anweisungen finden Sie unter Teil identifizieren.
      Verwenden Sie die blaue Kennzeichnungs-LED an dem Gehäuse, um das System zu lokalisieren. Stellen Sie sicher, dass die Seriennummer des Systems mit der Seriennummer für die Wartung übereinstimmt.
    2. Schreiben Sie die Position auf, aus der das Plattenlaufwerk oder Solid-State-Laufwerk ausgebaut wird. Der Steckplatz des Laufwerks kann beispielsweise P1-D3 oder P2-D3 sein.
    3. Stoppen Sie das System. Entsprechende Anweisungen finden Sie unter System stoppen.
    4. Öffnen Sie gegebenenfalls die Rackklappe an der Rückseite des Systems.
    5. Kennzeichnen Sie die Netzkabel und ziehen Sie sie von der Systemeinheit ab (siehe folgende Abbildung).
      Hinweise:
      • Dieses System verfügt möglicherweise über zwei oder mehrere Netzteile. Wenn das System für den Ausbau und Austausch ausgeschaltet sein muss, stellen Sie sicher, dass alle Versorgungsstromkreise zum System vollständig unterbrochen sind.
      • Das Netzkabel (B) ist mit einem Klettverschluss (A) am System befestigt. Wenn Sie das System nach dem Trennen der Netzkabel in die Serviceposition bringen, müssen Sie sicherstellen, dass der Klettverschluss geöffnet ist.
      Abbildung 3. Netzkabel abziehen
      Entfernen der Netzkabel
      (L003)
      Abbildung: Aufkleber L003
      oder
      Abbildung: Aufkleber L003
      oder
      Abbildung: Aufkleber L003
      oder
      Abbildung: Aufkleber L003
      oder
      Abbildung: Aufkleber L003
      Abbildung: Aufkleber L003
      Abbildung: Aufkleber L003
      Gefahr
      Mehrere Netzkabel. Dieses Produkt kann mit mehreren Wechselstromkabeln oder mehreren Gleichstromkabeln ausgestattet sein. Alle Netzkabel abziehen, um gefährliche Spannungen zu verhindern. (L003)
  5. Fahren Sie mit Schritt 9 fort.
  6. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um das System auf den Ausbau eines Laufwerks mithilfe des Betriebssystems AIX vorzubereiten:
    1. Melden Sie sich als Root an.
    2. Geben Sie in der Befehlszeile diag ein und drücken Sie anschließend die Eingabetaste.
    3. Drücken Sie in der Anzeige "Diagnoseanweisungen" die Eingabetaste.
    4. Wählen Sie in der Anzeige "Funktionsauswahl" die Optionen Taskauswahl > RAID-Array-Manager > IBM SAS Disk Array Manager > Diagnose- und Wiederherstellungsoptionen > SCSI- und SCSI-RAID-Hot-Plug-Manager aus.
    5. Identifizieren Sie die Position des Laufwerks, das ausgebaut werden soll, indem Sie Einheit in Hot-Swap-SCSI-Gehäuse identifizieren auswählen.
    6. Wählen Sie den entsprechenden Steckplatz zu diesem Laufwerk aus und drücken Sie die Eingabetaste.
      Notes: Führen Sie die folgenden Schritte aus, wenn die Einheit in Verwendung ist und nicht ausgebaut werden kann:
      • Stellen Sie sicher, dass die Einheit nicht im Gebrauch ist und dekonfiguriert werden kann.
      • Wenn sich die Einheit in einem RAID-Array befindet, das in den Status "Fehlgeschlagen" versetzt wird, wenn Sie das Laufwerk ausbauen, muss das Array zunächst gelöscht werden. Siehe Platteneinheit löschen.
      • Wenn das Laufwerk, das Sie ausbauen, gespiegelt wird, dann müssen Sie die Spiegelung unterbrechen, bevor Sie das Laufwerk ausbauen. Wenden Sie sich an den zuständigen Systemadministrator, um Unterstützung anzufordern.
    7. Überprüfen Sie, ob die Kennzeichnungs-LED für den Steckplatz schnell blinkt, und notieren Sie die Position des Laufwerks.
    8. Drücken Sie die Eingabetaste, um fortzufahren. Die LED hört auf zu blinken.
    9. Bereiten Sie den Ausbau des Laufwerks vor, indem Sie die Taste F3 drücken, um zur Anzeige "SCSI- und SCSI-RAID-Hot-Plug-Manager" zurückzukehren.
    10. Wählen Sie Einheit in Hot-Swap-SCSI-Gehäuse austauschen/ausbauen aus.
    11. Wählen Sie das Laufwerk aus, das ausgebaut werden soll, und drücken Sie die Eingabetaste.
      Befolgen Sie die Eingabeaufforderungen in der Anzeige.
  7. Fahren Sie mit Schritt 9 fort.
  8. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um das System auf den Ausbau eines Laufwerks mithilfe des Betriebssystems Linux vorzubereiten:
    1. Melden Sie sich als Root an.
    2. Geben Sie in der Befehlszeile der Linux-Sitzung den Befehl iprconfig ein und drücken Sie die Eingabetaste.
      Die Anzeige IBM Power RAID Configuration Utility erscheint.
    3. Wählen Sie Protokoll analysieren > Häufigste IPR-Fehlernachrichten anzeigen aus.
    4. Suchen Sie den Eintrag in der Protokolldatei für das wiedereinzubauende Laufwerk.
    5. Schreiben Sie die Positionsinformationen für das Laufwerk auf.
      Anmerkung: Die Positionsinformationen liegen in einem der folgenden Formate vor:
      0:0:5:0
      In diesem Beispiel ist 0 die SCSI-Hostnummer, 0 der SCSI-Bus, 5 die SCSI-Ziel-ID und 0 die Nummer der logischen Einheit (Logical Unit Number, LUN).
      0/00-0E-02
      In diesem Beispiel ist 0 die SCSI-Hostnummer, 00 der SAS-Anschluss des E/A-Adapters, 0E der Expanderanschluss und 02 der Einheitenanschluss.
    6. Geben Sie zweimal q ein.
      Die Anzeige IBM Power RAID Configuration Utility erscheint.
    7. Wählen Sie Hardwarestatus anzeigen aus. Drücken Sie die Eingabetaste.
    8. Suchen Sie das Laufwerk an der aufgeschriebenen SCSI-Position.
    9. Geben Sie q ein, um zur Anzeige für IBM Power RAID Configuration Utility zurückzukehren.
    10. Wählen Sie 3. Mit Platteneinheitswiederherstellung arbeiten > 2. Gleichzeitiges Ausbauen von Einheiten aus. Drücken Sie die Eingabetaste.
    11. Geben Sie eine 1 (Auswählen) neben die Position für dieses Laufwerk (0:0:5:0 oder 0/00-0E-02) ein.
      Die Anzeige "Gleichzeitiges Ausbauen der Einheiten überprüfen" wird angezeigt. Der Serviceindikator für diesen Steckplatz des Laufwerks blinkt. Befolgen Sie die Eingabeaufforderungen in der Anzeige.
  9. Legen Sie das Paket mit dem neuen Laufwerk bereit.
    Achtung: Laufwerke sind empfindlich. Sie müssen vorsichtig behandelt werden.
  10. Legen Sie das Antistatikarmband zum Schutz vor elektrostatischer Entladung (Electrostatic Discharge, ESD) an.
    Das Antistatikarmband muss so lange an einer unlackierten Metalloberfläche angebracht werden, bis die Serviceprozedur abgeschlossen ist und, sofern zutreffend, die Serviceabdeckung ausgetauscht wurde.
    Achtung:
    • Ein Antistatikarmband zum Schutz vor elektrostatischer Entladung an der vorderen oder hinteren ESD-Buchse anschließen oder an einer unlackierten Metalloberfläche der Hardware anbringen, um zu verhindern, dass die Hardware durch elektrostatische Entladung beschädigt wird.
    • Wird ein Antistatikarmband benutzt, alle Sicherheitsprozeduren für den Umgang mit Elektrizität beachten. Das Antistatikarmband soll eine statische Entladung verhindern. Durch dieses Armband wird das Risiko eines Stromschlags bei der Arbeit mit elektrischen Geräten weder erhöht noch verringert.
    • Ist kein Antistatikarmband verfügbar, direkt vor dem Entnehmen des Produkts aus der antistatischen Verpackung und dem Installieren oder Austauschen der Hardware eine unlackierte Metalloberfläche mindestens 5 Sekunden lang berühren. Wenn Sie sich während dieses Serviceprozesses zu einem beliebigen Zeitpunkt vom System entfernt haben, ist es wichtig, dass Sie sich vor dem Fortsetzen des Serviceprozesses erneut elektrostatisch entladen, indem Sie mindestens 5 Sekunden lang eine unlackierte Metalloberfläche berühren.
  11. Nehmen Sie das Laufwerk aus der antistatischen Verpackung und legen Sie es auf die Matte zur elektrostatischen Entladung.