Server verkabeln und auf Operations Console zugreifen
Sie können unabhängig davon, ob logische Partitionen vorhanden sind, einen Server mit dem Betriebssystem IBM® i mit der Operations Console verwalten.
Vorbereitende Schritte
Sie können über eine LAN-Verbindung mit IBM i und durch Verwendung eines der folgenden Clients auf die Operations Console zugreifen:
- IBM i Access for Windows Version 7.1 mit dem neuesten Service Pack. Verwenden Sie die Operations Console für den Zugriff auf dieses Programm. Dieses Programm stellt nur eine Verbindung mit IBM i-Systemen her, auf denen Version 7.2 oder eine ältere Version ausgeführt wird.
- (für alle Systeme erforderlich, auf denen IBM i ab Version 7.3 ausgeführt wird).
Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den Server zu verkabeln und auf die Operations Console zuzugreifen:
- Stellen Sie sicher, dass der Server ausgeschaltet ist.
- Fordern Sie eine statische IP-Adresse an, die dem LAN-Konsolenadapter des Servers zugewiesen ist, damit die Konsole diese verwenden kann. Notieren Sie sich die IP-Adresse, die Teilnetzmaske und das Standardgateway.
Wählen Sie optional einen eindeutigen Hostnamen aus. Registrieren Sie den Hostnamen und die IP-Adresse anschließend im Domain Name System (DNS) Ihres Standorts.Anmerkung: Die IP-Adresse wird vom Operations Console-Stack an der IBM i-Schnittstelle verwendet und unterscheidet sich von der IP-Adresse, die zum Herstellen einer Verbindung in einer herkömmlichen Telnet-Sitzung genutzt wird. Die IP-Adresse darf nicht bereits von einem anderen Server verwendet werden. Überprüfen Sie die IP-Adresse an einem PC, der mit einem Netz verbunden ist, mit Ping, um sich zu vergewissern, dass diese von keiner anderen Einheit genutzt wird. Sie sollten keine Antworten empfangen.
Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Operations Console einzurichten:
- Installieren Sie
auf einem Personal Computer, der an das Netz angeschlossen ist. Anmerkung: Sie müssen die Java JRE installieren, um Access Client Solutions auf einer Workstation auszuführen. ACS ist ein Java-basiertes Programm und die JRE ist für die Ausführung von ACS erforderlich. Weitere Informationen zu der Java JRE-Version, die Sie auf einem PC installieren können, finden Sie im Handbuch "Einführung" auf der Website .Anmerkung: Es wird empfohlen, sich als lokaler Administrator beim PC anzumelden. Dadurch wird sichergestellt, dass Sie über sämtliche Berechtigungen verfügen, die Sie für die Änderung des PCs und von ACS zum Starten einer Konsolensitzung benötigen. Stellen Sie zudem sicher, dass Sie die neueste Version von ACS ausführen.
- Verkabeln Sie den PC mit einem Server. Verbinden Sie den PC über ein Cat5e-Ethernet-Kabel oder ein Cat6-Ethernet-Kabel (empfohlen)
mit einem gültigen Ethernet-Adapteranschluss. Den zu verwendenden Serveradapteranschluss können Sie der folgenden Tabelle entnehmen:Anmerkung: Die T1-Ressource ist für die Konsolenkonnektivität auf einem beliebigen Adapter erforderlich. Bei der T1-Ressource handelt es sich entweder um den oberen Anschluss oder den Anschluss ganz rechts. Dies hängt davon ab, von welcher Position aus Sie das System betrachten.
Tabelle 1. LAN-Anschlüsse für die Operations Console am Server Server Operations Console - LAN-Anschluss 9009-41A und 9009-41G C5, C6, C7, C8, C9, C10, C11, C12 9009-42A, 9009-42G, 9223-42H und 9223-42S C2, C3, C4, C5, C6, C7, C8, C9, C10, C11, C12 Anmerkung: Verbinden Sie beim Herstellen der einleitenden Verbindung den PC direkt mit dem Server. Der PC und der Server können nach Herstellung der einleitenden Verbindung wieder mit dem Netz verkabelt werden. Zudem wurde dem Anschluss der Operations Console eine statische IP-Adresse zugewiesen. Ein gekreuztes Kabel wird nicht benötigt. Weitere Informationen finden Sie unter Adaptervoraussetzungen . - Konfigurieren Sie das PC-Netz. Führen Sie hierzu die folgenden Schritte aus:
- Öffnen Sie die Windows-Systemsteuerung und greifen Sie auf die Adaptereinstellungen zu. Wählen Sie bei Verwendung von Windows 10 Systemsteuerung > Netz und Internet > Netz- und Freigabecenter > Adaptereinstellungen ändern aus.
- Inaktivieren Sie alle zusätzlichen Adapter bis auf die Verbindung im lokalen Netz.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Adapter und wählen Sie Eigenschaften aus.
- Klicken Sie auf Internetprotokoll, Version 4 (TCP/IPv4) und wählen Sie Eigenschaften aus. Anmerkung: Wenn Sie die Einheit nach der Einrichtung der Operations Console an das Netz zurückgeben, sollten Sie sich die angezeigten IP-Informationen notieren.
- Wählen Sie IP-Adresse automatisch abrufen aus. Dadurch wird sichergestellt, dass der PC eine IP-Adresse im Bereich von 169.254.x.x erhält.
- Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die PC-Firewall zu inaktivieren.Anmerkung: Für die einleitende Verbindung müssen alle Firewalls des PCs inaktiviert werden.
- Klicken Sie in der Systemsteuerung von Windows auf Firewalleinstellungen und inaktivieren Sie die Firewall.
- Klicken Sie in der Systemsteuerung von Windows auf Sicherheitscenter. Überprüfen Sie, ob eine Firewall vorhanden ist, und inaktivieren Sie diese.
- Durchsuchen Sie alle auf dem PC ausgeführten Tasks auf weitere Software-Firewalls und inaktivieren Sie diese.
- Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den Server einzuschalten:
- Legen Sie das manuelle IPL (Initial Program Load, einleitendes Programmladen) fest, indem Sie die folgenden Schritte ausführen:
- Lokalisieren Sie die Steuerkonsole des Servers. Suchen Sie hierzu die blaue Lasche an der Vorderseite des Servers. Schieben Sie diese zur Seite und ziehen Sie die Steuerkonsole langsam heraus.
- Drücken Sie die Aufwärtspfeiltaste, bis 02 angezeigt wird, und drücken Sie die Eingabetaste.
- Drücken Sie erneut die Eingabetaste. Ein < (Kleiner-als-Zeichen) erscheint neben dem N.
- Drücken Sie die Aufwärtspfeiltaste. Das N ändert sich in ein M.
- Drücken Sie die Eingabetaste.
- Drücken Sie zweimal die Eingabetaste. Auf der Steuerkonsole wird 02 angezeigt.
- Drücken Sie nach dem Festlegen von manuellem IPL am Server den weißen Netzschalter, um den Server einzuschalten.
Anmerkung: Während des IPL zeigt das System C6004031 auf der Steuerkonsole an. Dies deutet darauf hin, dass das System nach einer Operations Console sucht. Es dauert möglicherweise 20-30 Minuten, bis das System diese Aktion ausgeführt hat. Wenn A6005008 auf der Steuerkonsole angezeigt wird, bedeutet dies, dass keine Operations Console verfügbar ist. Dies kann bedeuten, dass das System nicht mit IBM i vorinstalliert wurde und Sie den Konsolentyp auf LAN festlegen müssen. - Legen Sie das manuelle IPL (Initial Program Load, einleitendes Programmladen) fest, indem Sie die folgenden Schritte ausführen:
- Führen Sie diesen Schritt aus, wenn das System nicht mit
IBM i vorinstalliert wurde. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den Konsolentyp LAN festzulegen:
- Aktivieren Sie die Funktionen der Steuerkonsole, indem Sie die folgenden Schritte ausführen:
- Wählen Sie Funktion 25 auf der Steuerkonsole aus und drücken Sie die Eingabetaste. Der Rückgabecode muss "00" lauten.
- Wählen Sie Funktion 26 auf der Steuerkonsole aus und drücken Sie die Eingabetaste.Anmerkung: Wenn Ihnen der Rückgabecode "FF" angezeigt wird, rufen Sie Funktion 25 erneut auf und drücken Sie die Eingabetaste. Kehren Sie anschließend zu Funktion 26 zurück und drücken Sie die Eingabetaste.
- Überprüfen Sie Ihre aktuelle(n) Einstellung(en). Verwenden Sie die Servicefunktionen der Konsole (65 + 21 + 11), um die aktuelle Einstellung zu überprüfen.
- A600 500A = Keine Konsole definiert
- A601 500A = Twinax-Konsole
- A602 500A = Konsole mit direkter Verkabelung
- A603 500A = LAN-Konsole
- A604 500A = HMC-Konsole
- Legen Sie den Konsolentyp auf LAN fest, indem Sie die folgenden Schritte ausführen.
- Verwenden Sie die Sequenzen 65 + 21 + 11, bis "A603500B" zurückgegeben wird. Dies bedeutet, dass der Konsolentyp in LAN geändert wird.
- Verwenden Sie die Sequenzen 21 + 11, bis A603500C zurückgegeben wird. Dies bedeutet, dass die Einstellungen erfolgreich gespeichert worden sind. Vor dem Umschalten zu A603500C können Sie den Systemzyklus möglicherweise durch einige andere SRCs sehen. Diese SRCs geben an, dass die Platten- und Laufwerksprüfungen zur Änderung des Konsolentyps durchgeführt werden.
Anmerkung: Sofern Sie keine anderen Anweisungen vom IBM Support erhalten, werden die Funktionen 65 + 21 + 11 nicht mehr benötigt. Die Funktionen zum Festlegen einer Adapterposition werden nun automatisch vom Licensed Internal Code durchgeführt. - Aktivieren Sie die Funktionen der Steuerkonsole, indem Sie die folgenden Schritte ausführen:
- Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Operations Console zu verbinden:
- Öffnen Sie Access Client Solutions.
- Klicken Sie unter "Verwaltung" auf Systemkonfigurationen.
- Wählen Sie Konsole suchen aus.
- Stellen Sie sicher, dass die Kontrollkästchen Konsole in der Nähe finden und Filtern inaktiviert sind.
- Klicken Sie auf Suchen. Es wird eine Verbindung angezeigt. Klicken Sie auf die Verbindung und anschließend auf Konsole.
- Geben Sie in das Fenster "Autorisierung ausstehend" für die Benutzer-ID und das Kennwort 11111111 ein.
- Akzeptieren Sie das Sicherheitszertifikat. Stellen Sie sicher, dass Sie es akzeptiert haben. Andernfalls wird Ihre Verbindung nicht fortgesetzt. Es wird ein Konsolenfenster geöffnet. Wenn das Fenster zunächst leer ist, der Cursor sich jedoch in der linken oberen Ecke befindet, bedeutet dies, dass darauf gewartet wird, dass das Laufwerk bzw. die DVD die anzuzeigenden Informationen bereitstellt.
- Führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine statische IP-Adresse für die Operations Console festzulegen:
- Wählen Sie im DST-Hauptmenü b Option 3 - Dedizierte Servicetools verwenden aus.
- Melden Sie sich mit QSECOFR an. Das Standardkennwort lautet QSECOFR. Bei diesem Kennwort ist die Groß-/Kleinschreibung zu beachten.
- Wählen Sie Option 5 - Mit DST-Umgebung arbeiten aus.
- Wählen Sie Option 2 - Systemeinheiten aus.
- Wählen Sie Option 7 - LAN-Adapter für Service-Tools konfigurieren aus.
- Geben Sie die IP-Einstellungen ein, die Sie verwenden möchten. Optional: Sie können für den Hostnamen für Service-Tools einen Hostnamen eingeben, wenn dieser auch im DNS Ihres Netzes registriert ist. Es wird empfohlen, das Wort Default und die gewünschte IP-Adresse einzugeben.
- Drücken Sie die Taste F7, um die Informationen zu speichern.
- Drücken Sie die Taste F17, um die Sitzung zu inaktivieren, und drücken Sie sie erneut, um die Sitzung zu aktivieren. Dadurch bleibt Ihre Sitzung leer. Schließen Sie die Sitzung.
- Führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine Verbindung mit der statischen IP-Adresse herzustellen:
- Verschieben Sie den PC- und den Operations Console-Anschluss in das Netz oder konfigurieren Sie die IP-Einstellungen des PCs so neu, dass sie sich in demselben Teilnetz befinden, das Sie gerade für den LAN-Adapter für Service-Tools konfiguriert haben.
- Kehren Sie zur ACS-Schnittstelle zurück und öffnen Sie das Fenster "Systemkonfigurationen".
- Klicken Sie auf Neu.
- Geben Sie auf der Registerkarte "Allgemein" den Systemnamen ein, den Sie verwenden möchten, wenn Sie über diese Verbindung eine Verbindung mit anderen Funktionen herstellen.
- Klicken Sie auf die Registerkarte Konsole.
- Geben Sie in der Anzeige "LAN-Konsole/Virtuelle Konsole" die IP-Adresse des LAN-Adapters für Service-Tools in das Feld "Hostname des Service" ein.
- Klicken Sie auf OK.
- Klicken Sie im ACS-Hauptmenü auf System und wählen Sie das von Ihnen erstellte System aus.
- Klicken Sie unter "Konsole" auf 5250-Konsole. Fahren Sie mit dem IPL fort.
Anmerkung: Die IP-Konfiguration des PCs muss zurückgesetzt werden, bevor der PC wieder mit dem Netz verkabelt wird, da der PC mit der IP-Adresse des Gateways konfiguriert wurde. Der PC- und Serverkonsolenanschluss (T1) kann nun wieder mit dem Netz verkabelt werden.
Fahren Sie mit Servereinrichtung abschließen fort.