Beispiel 1. Vollständige (eigenständige) Laufzeitumgebung

Die vollständige Laufzeitumgebung enthält alle Bibliotheken, die für ein bestimmtes IBM® -Produkt erforderlich sind, und ist die einfachste zu erstellende Laufzeitumgebung.

Dieser Laufzeitumgebungstyp kann in jeder beliebigen Situation definiert werden, eignet sich jedoch am besten, wenn mindestens eine der folgenden Aussagen zutrifft:
  • Ihre Installation umfasst nur ein einziges z/OS® -Image.
  • Sie möchten, dass jedes z/OS -Image unabhängig ist.
  • Sie erstellen eine Laufzeitumgebung für eine bestimmte Kombination von Produkten, die es in keiner anderen Laufzeitumgebung gibt.
Das folgende Beispiel zeigt eine vollständige Laufzeitumgebung mit dem Namen RTE1, die vollständig eigenständig ist. Alle Basisbibliotheken und LPAR-spezifischen Bibliotheken werden in RTE1 zugeordnet. Bei den Basisbibliotheken in einer vollständigen Laufzeitumgebung handelt es sich um Kopien der SMP/E-Installationsbibliotheken.
Name:        RTE1 
Type:        Full 
Hilev:       PROD.CAN 
Midlev:      RTE1 
Shares with: (none) 
DD-DSNAME-Auflösung für LPAR-spezifische Bibliothek mit verknüpften, schreibgeschützten Basisbibliotheken:
  //RKANPAR  DD DISP=SHR, 
  //         DSN=PROD.CAN.RTE1.RKANPARU 
  //         DD DISP=SHR, 
  //         DSN=PROD.CAN.RTE1.RKANPAR 

  //RKANCMD  DD DISP=SHR, 
  //         DSN=PROD.CAN.RTE1.RKANCMDU 
  //         DD DISP=SHR, 
  //         DSN=PROD.CAN.RTE1.RKANCMD 
  //STEPLIB  DD DISP=SHR, 
  //         DSN=PROD.CAN.RTE1.RKANMODU
  //         DD DISP=SHR, 
  //         DSN=PROD.CAN.RTE1.RKANMOD
  //         DD DISP=SHR, 
  //         DSN=PROD.CAN.RTE1.RKANMODL
  //         DD DISP=SHR, 
  //         DSN=PROD.CAN.RTE1.RKANMODP                                   
In typischen gestarteten Produkttasks werden die LPAR-spezifischen Bibliotheken vor den eigenständigen, schreibgeschützten Basisbibliotheken von RTE1 (Kopien der SMP/E-Zielbibliotheken) verknüpft, wie im Folgenden ersichtlich:
//&PROCNAME PROC  
//          SYS=RTE1, 
//          RHILEV=PROD.CAN, 
//          BASEHLEV=PROC.CAN.RTE1.R .  . 
//STEPLIB   DD DISP=SHR, 
//          DSN=&RHILEV..&SYS..RKANMODU 
//          DD DISP=SHR, 
//          DSN=&BASEHLEV.KANMODL 
//          DD DISP=SHR, 
//          DSN=&BASEHLEV.KANMOD 
//          DD DISP=SHR, 
//          DSN=&BASEHLEV.KANMODP 
//RKANMODL  DD DISP=SHR, 
//          DSN=&RHILEV..&SYS..RKANMODU 
//          DD DISP=SHR, 
//          DSN=&BASEHLEV.KANMODL
Abbildung 1 zeigt eine vollständige Laufzeitumgebung.
Abb. 1. Vollständige Laufzeitumgebung auf einem einzelnen System
Vollständige Laufzeitumgebung auf einem einzelnen System
Abbildung 2 zeigt, wie eine vollständige Laufzeitumgebung auf mehrere z/OS -Images erweitert werden kann. Jede dieser Laufzeitumgebungen ist eigenständig. Die drei Laufzeitumgebungen X, Y und Z unter den Systemen A, B und C nutzen keine Bibliotheken gemeinsam.
Abbildung 2. Vollständige Laufzeitumgebungen unter mehreren Systemen
Vollständige Laufzeitumgebungen unter mehreren Systemen