Übersicht über die Streckenkarten

Für eine detailliertere Kontrolle über die Verkehrslenkungslogik können Sie eine benutzerdefinierte Routenkartendatei hochladen, die IP-Adressen von eingehenden Anfragenden bestimmten Zielen zuordnet, die den Antworten in einem DNS-Eintrag entsprechen.

Anschließend können Sie innerhalb eines DNS-Eintrags eine Filter Chain einschließlich des Pulsar Route Map-Filters erstellen, um die Route Map-Datei auf die Routing-Logik anzuwenden.

Mithilfe von Streckenkarten können Sie auf der Grundlage eines deklarativen Datenmodells festlegen, welche Orte für anfragende Kunden zugänglich sind. Das Modell ist eine Überlagerung, um den Verkehr auf der Grundlage spezifischer Kartierungen zu lenken, wobei das Standard-Routingverhalten außer Kraft gesetzt wird. Zum Beispiel könnte man Routenkarten verwenden, um einzelne IP-Präfixe gezielt anzusteuern und so gezielte Mikrokorrekturen für eine präzise BGP-Verkehrssteuerung vorzunehmen.

Hinweis: Routenpläne sind nur aktiv, wenn sie auf einen DNS-Eintrag angewendet werden, dessen Filter Chain -Konfiguration den Routenplanfilter enthält.




Funktionsweise

Wenn ein Client den Standort von foo.example.com anfragt, lenken die Nameserver von IBM® NS1 Connect® die Anfrage nach der folgenden Logik:

  • Zunächst wird die IP-Adresse des Clients basierend auf den EDNS-Client-Subnetzinformationen (standardmäßig) ermittelt. Falls nicht verfügbar, wird die Adresse des Recursors verwendet (gemäß RFC).
  • Als Nächstes findet der Server ein passendes Netzwerksegment (IP-Bereich) in der Routenkarte, die mit dem Datensatz verknüpft ist. Wenn es mehrere Segmentübereinstimmungen gibt, wird die mit dem längsten übereinstimmenden Präfix verwendet. Das Matching-Segment bestimmt ein oder mehrere Ziele, die in nachfolgenden Schritten verwendet werden. In diesem Beispiel nehmen wir an, dass das übereinstimmende Netzwerksegment d.e.f.0/24 mit den Zielen hkg und sin ist.
  • Schließlich wird auf jedes in der Kartendatei angegebene Ziel verwiesen und nach Antworten mit den entsprechenden Ziel-Metadaten gesucht ( hkg ). Wenn es keine passenden Antworten für das erste in der Routenkartendatei aufgeführte Ziel gibt, sucht der Server nach Antworten, die zum nächsten aufgeführten Ziel ("sin") passen. Im oben dargestellten Beispiel lauten die resultierenden DNS-Antworten 2.2.2.2 und 1.1.1.1.

Es ist möglich, mehrere Routenkarten an denselben Datensatz anzuhängen. In diesem Fall versucht der Filter, eine Übereinstimmung innerhalb der ersten aufgeführten Streckenkarte zu finden. Wenn es keine genaue Übereinstimmung gibt oder die Übereinstimmung kein Ziel enthält, wird auf die folgende Karte verwiesen (und so weiter), bis der übereinstimmende IP-Bereich mit den zugehörigen Zielen und Antworten gefunden wird.