CREATE HISTORY CONFIGURATION
Verwenden Sie den Befehl CREATE HISTORY CONFIGURATION, um eine Konfiguration für die Verlaufsprotokollierung in einem System zu erstellen.
Zur Aktivierung der Verlaufsdatenerfassung müssen Sie mindestens eine Konfiguration für die aktuelle Schemaversion erstellen. Wenn diese Operation erstmalig für die aktuelle Verlaufsschemaversion ausgeführt wird oder wenn die aktuelle Verlaufskonfiguration den Typ NONE hat, wird diese CREATE HISTORY CONFIGURATION-Operation nicht in der Verlaufsdatenbank protokolliert.
Syntax
CREATE HISTORY CONFIGURATION <config_name> <clause> [ <clause>… ]<clause> für einen von :HISTTYPE {QUERY | AUDIT | NONE} |
NPS [ LOCALHOST | <hostname> ] |
DATABASE <dbname> |
USER <username> |
SCHEMA <schemaname> |
PASSWORD <password> |
COLLECT <item>[,<item>…] |
LOADINTERVAL <number> |
LOADMINTHRESHOLD <number> |
LOADMAXTHRESHOLD <number> |
DISKFULLTHRESHOLD <number> |
STORAGELIMIT <number> |
LOADRETRY <number> |
ENABLEHIST <boolean> |
ENABLESYSTEM <boolean> |
VERSION <version>
[ KEY key_store . key_alias ]
[ INCLUDING [ ALL | SUCCESS | FAILURE ] ]<item> für einen der folgenden Werte:QUERY
PLAN
TABLE
COLUMN
SERVICE
STATEEingaben
Für den CREATE HISTORY CONFIGURATION-Befehl sind die folgenden Eingaben zulässig:
| Eingabe | Beschreibung |
|---|---|
| <Konfigurationsname> | Der Name der zu erstellenden Konfiguration. Sie können mehrere Konfigurationen erstellen, deren Namen jedoch eindeutig sein müssen. Diese Eingabeoption ist eine ID mit Begrenzer. Ist kein Begrenzer vorhanden, konvertiert das System den Namen in die Standardschreibweise. |
| HISTTYPE | Angabe, ob Verlaufsdaten erfasst werden sollen, und wenn ja, dann der Typ der Verlaufsdatenbank:
Wichtig: Wenn QUERY oder AUDIT angegeben wird, muss dieser Wert mit dem Datenbanktyp übereinstimmen, der im ' nzhistcreatedb -Befehl zur Erstellung der Datenbank angegeben wurde; andernfalls schlägt der Ladevorgang fehl.
|
| NPS [LOCALHOST | <Hostname> ] | Speichern Sie die Verlaufsdaten auf dem lokalen Netezza Performance Server. Dieser Wert ist der Standardwert und der einzig zulässig Wert. |
| DATABASE | Der Name der Verlaufsdatenbank, in die die erfassten Daten geschrieben werden sollen. Die Datenbank muss existieren und mit dem Befehl " nzhistcreatedb auf dem Netezza Performance Server erstellt worden sein. Es gibt keinen Standardwert. Diese Eingabeoption ist eine ID mit Begrenzer. Ist kein Begrenzer vorhanden, konvertiert das System den Namen in die auf dem Host verwendete Schreibweise. |
| SCHEMA | Das Schema in der Verlaufsdatenbank, in das Sie die Verlaufsdaten laden wollen. Wenn Sie diesen Wert auslassen, werden die Verlaufsdaten in das Standardschema der Verlaufsdatenbank geladen. Sie sollten einen Schemawert angeben, der dem Eigner der Datenbank entspricht. Dies ist für Systeme sehr wichtig, bei denen die enable_user_schema-Einstellung TRUE ist. |
| USER und | Der Name des Ladebenutzers, d. h. das Benutzerkonto, das zum Laden von Verlaufsdaten in die Datenbank verwendet wird. Wichtig: Dieser Wert muss mit dem Ladebenutzer übereinstimmen, der im ' nzhistcreatedb -Befehl zum Erstellen der Datenbank angegeben wurde; andernfalls schlägt der Ladevorgang fehl.
|
| PASSWORD | Das Kennwort für das Datenbankbenutzerkonto. Es gibt keinen Standardwert. Dies ist eine Zeichenfolge in Anführungszeichen und das Kennwort wird als verschlüsselte Zeichenfolge gespeichert. Wenn das Benutzerkennwort geändert wird, müssen Sie die Verlaufskonfiguration ebenfalls mit dem neuen Kennwort aktualisieren. Andernfalls schlägt der Ladeprozess fehl. |
| COLLECT | Wenn die Erfassung von Verlaufsdaten aktiviert ist, protokolliert das System grundsätzlich Informationen zu Anmeldefehlern, Sitzungserstellungen, Sitzungsbeendigungen und dem Start des Protokollerfassungsprozesses
(alcapp). Verwenden Sie diesen Parameter, um anzugeben, dass weitere Informationen erfasst werden sollen:
Sie können mehrere, durch Kommas getrennte Werte angeben. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt über die Erfassung von Verlaufsdaten im IBM® Netezza® System Administrator's Guide. |
| LOADINTERVAL | Anzahl Minuten, die gewartet werden soll, bevor das System den Staging-Bereich
auf Verlaufsdaten prüft, die in den Ladebereich übertragen werden sollen. Gültige Werte sind 0 (zum Inaktivieren des Zeitgebers) oder 1 bis 60 Minuten. Es gibt keinen Standardwert. Dieser Wert wird mit LOADMINTHRESHOLD und LOADMAXTHRESHOLD verwendet, um den Ladeprozess zu konfigurieren. Weitere Informationen zu den Einstellungen finden Sie im Abschnitt über die Sammlung von Verlaufsdaten im IBM Netezza System Administrator's Guide. |
| LOADMINTHRESHOLD | Die Mindestmenge der Verlaufsdaten (in Megabyte), die erfasst werden sollen, bevor die
zwischengespeicherten Batchdateien in den Ladebereich übertragen werden. Der Wert 0 inaktiviert die Überprüfung des Mindestschwellenwerts. Der Maximalwert ist 102.400 MB (100 GB). Dieser Wert wird mit den Eingaben für LOADINTERVAL und LOADMAXTHRESHOLD verwendet, um die Zeitgeber für den Ladeprozess zu konfigurieren. Weitere Informationen zu den Einstellungen finden Sie im Abschnitt über die Sammlung von Verlaufsdaten im IBM Netezza System Administrator's Guide. |
| LOADMAXTHRESHOLD | Die Menge der Verlaufsdaten (in Megabyte), die erfasst werden sollen, bevor die
zwischengespeicherten Batchdateien automatisch in den Ladebereich übertragen werden. Der Wert 0 inaktiviert die Überprüfung des Maximalschwellenwerts. Der Maximalwert ist 102.400 MB (100 GB). Dieser Wert wird mit den Eingaben für LOADMINTHRESHOLD und LOADINTERVAL verwendet, um die Zeitgeber für den Ladeprozess zu konfigurieren. Weitere Informationen zu den Einstellungen finden Sie im Abschnitt über die Sammlung von Verlaufsdaten im IBM Netezza System Administrator's Guide. |
| DISKFULLTHRESHOLD | Diese Option ist für die zukünftige Verwendung reserviert. Angegebene Werte werden ignoriert. Der Standardwert ist 0. |
| STORAGELIMIT | Die maximale Größe des Staging-Bereichs für Verlaufsdaten in MB. Wenn die Größe des Staging-Bereichs diesen Schwellenwert erreicht oder überschreitet,
wird die Erfassung von Verlaufsdaten gestoppt, bis Plattenspeicherplatz freigegeben
werden kann. Der STORAGELIMIT-Wert muss größer als LOADMAXTHRESHOLD sein. Es gibt keinen Standardwert. Gültige Werte sind 0 oder eine beliebige positive Ganzzahl. Bei Angabe von 0 wird die Speicherlimitüberprüfung inaktiviert. Der Maximalwert ist 102.400 MB (100 GB). |
| LOADRETRY | Gibt an, wie oft die Ladeoperation wiederholt wird. Die gültigen Werte sind 0 (kein erneuter Versuch), 1 oder 2. Es gibt keinen Standardwert. |
| ENABLEHIST | Gibt an, ob Informationen zu Abfragen in der Verlaufsdatenbank protokolliert werden. Der Wert TRUE aktiviert die Verlaufserfassung für diese Abfragen und bei Angabe von FALSE wird die Verlaufserfassung inaktiviert. Es gibt keinen Standardwert. Wenn Sie FALSE angeben, werden alle für die Verlaufsdatenbank ausgeführten Abfragen erfasst, die Syntaxfehler enthalten. |
| ENABLESYSTEM | Gibt an, ob Informationen zu Systemabfragen protokolliert werden. Eine Systemabfrage greift auf mindestens eine Systemtabelle, aber nicht auf Benutzertabellen zu. Der Wert TRUE aktiviert die Verlaufserfassung für diese Abfragen und bei Angabe von FALSE wird die Verlaufserfassung inaktiviert. Es gibt keinen Standardwert. Wenn Sie FALSE angeben, werden alle für die Systemtabellen ausgeführten Abfragen erfasst, die Syntaxfehler enthalten. |
| VERSION <Version> | Die Verlaufsschemaversion der Konfiguration. Standardmäßig ist dies die Verlaufsschemaversion des aktuellen Image. Bei Release
4.6 ist die Versionsnummer 1. Wichtig: Die angegebene Versionsnummer muss mit der Versionsnummer übereinstimmen, die im ' nzhistcreatedb -Befehl zur Erstellung der Datenbank angegeben wurde; andernfalls schlägt der Ladevorgang fehl.
|
| KEY NONE | Gilt nur für HISTTYPE AUDIT. Wird NONE angegeben, wird der Konfiguration kein Verschlüsselungsschlüssel zugeordnet und es findet keine digitale Unterzeichnung statt. Weitere Informationen zu Kryptoschlüsseln finden Sie im IBM Netezza Advanced Security Administrator's Guide. |
| KEY <Name des Verschlüsselungsschlüssels> | Der angegebene Verschlüsselungsschlüssel muss ein vorhandenes öffentliches/privates Schlüsselpaar sein. Mit diesem Verschlüsselungsschlüssel werden die Prüfprotokolldaten digital signiert. |
| INCLUDING [ALL | SUCCESS | FAILURE ] | Gibt an, dass die Verlaufsprotokollierung die folgenden Operationen für die Tabellen 'query_prolog', 'query_epilog', 'plan_prolog' und 'plan_epilog' erfassen soll:
|
Ausgaben
Der CREATE HISTORY CONFIGURATION-Befehl hat die folgenden Ausgaben:
| Ausgabe | Beschreibung |
|---|---|
| CREATE HISTORY CONFIGURATION | Der Befehl war erfolgreich. |
| ERROR: permission denied | Sie haben nicht die erforderliche Berechtigung, um diesen Befehl abzusetzen. |
| ERROR: database <dbname> not found. | Die Verlaufsdatenbank wurde auf dem System nicht gefunden. |
Zugriffsrechte
Zum Konfigurieren der Verlaufsdatenerfassung müssen Sie der Benutzer mit Administratorberechtigung sein oder Ihr Konto muss über die Berechtigung zur Sicherheitsverwaltung verfügen.
Verwendung
Es folgen Verwendungsbeispiele für den CREATE HISTORY CONFIGURATION-Befehl.
MYDB.SCH1(USER)=> CREATE HISTORY CONFIGURATION all_hist HISTTYPE QUERY
DATABASE histdb USER histusr PASSWORD histusrpw COLLECT PLAN,COLUMN
LOADINTERVAL 5 LOADMINTHRESHOLD 4 LOADMAXTHRESHOLD 20 VERSION 1;MYDB.SCH1(USER)=> CREATE HISTORY CONFIGURATION hist_mincollect HISTTYPE
QUERY DATABASE histdb USER histusr PASSWORD histusrpw COLLECT
LOADINTERVAL 5 LOADMINTHRESHOLD 4 LOADMAXTHRESHOLD 20 VERSION 1;MYDB.SCH1(USER)=> CREATE HISTORY CONFIGURATION hist_mincollect HISTTYPE
QUERY DATABASE "query db" USER histusr PASSWORD histusrpw COLLECT
QUERY,PLAN LOADINTERVAL 5 LOADMINTHRESHOLD 4 LOADMAXTHRESHOLD 20
VERSION 1;
MYDB.SCH1(USER)=> CREATE HISTORY CONFIGURATION hist_disabled HISTTYPE
NONE;