Technische Datensätze

Technische Datensätze enthalten Informationen wie Anweisungen zur Lufttüchtigkeit oder Anmerkungen zum Kundendienst von Lieferanten, Herstellern und Zulassungsbehörden. Technische Datensätze können Wartungs-Events auslösen und Prognosen für die Arbeitsplanung beeinflussen.

In der Anwendung "Technische Datensätze (CM)" werden technische Datensätze von Herstellern, Lieferanten, Zulassungsbehörden und anderen Quellen gespeichert. Technische Datensätze können über komplexe Kriterien verfügen, mit denen definiert wird, welche Anlagen davon betroffen sind. In der Anwendung "Technische Datensätze" werden die folgenden Informationen überwacht:

  • Details zur Identifizierung
  • Betroffene Anlage
  • Instandhaltungspläne, zu denen W/I-Datensätze und Arbeitspläne für die Implementierung von Arbeitsanforderungen gehören
  • Status oder Method of Compliance (MOC) jeder betroffenen Anlage
  • Zugehörige technische Datensätze

Wenn Sie einen technischen Datensatz erstellen, können Sie angeben, ob ein Upgrade auf mehrere Anlagen angewendet wird. Gewöhnlich werden Softwareartikel auf diese Weise aktualisiert. Sie können ein Upgrade aller Softwareartikel in der Anlage der höchsten Ebene gleichzeitig durchführen. Dabei werden auch die untergeordneten Anlagen berücksichtigt, die sich in Buildpositionen befinden, die im technischen Datensatz definiert sind.

Für einen technischen Datensatz können mehrere Wartungspläne mit zugeordnetem Jobplan erstellt werden. Jeder Wartungsplan wird verwendet, um einen W/I-Datensatz für jede betroffene Anlage zu erstellen. Die W/I-Datensätze werden verwendet, um Aufträge zu erstellen, mit denen die Anforderungen des technischen Datensatzes implementiert werden sollen. Wenn Sie einen Wartungsplan für einen technischen Datensatz angeben, können Sie bei Bedarf auswählen, dass alle zugehörigen Wartungspläne automatisch abgeschlossen werden. Wenn Sie diese Option verwenden, werden bei Ausführung eines einzelnen Auftrags alle W/I-Datensätze, die aus dem technischen Datensatz für eine bestimmte Anlage generiert werden, automatisch ausgeführt. Wenn Sie festlegen, dass nicht alle zugeordneten Wartungspläne automatisch ausgeführt werden sollen, vermeiden Sie, dass zugeordnete Wartungspläne inaktiviert werden, und jeder W/I-Datensatz muss einzeln ausgeführt werden. Sie können auch festlegen, dass alle Wartungspläne ausgeführt werden sollen, bevor die Method of Compliance (MOC) für jede zugeordnete Anlage dokumentiert wird.

Wenn Sie einen Wartungsplan für einen technischen Datensatz angeben, können Sie einen Bereich von Zyklusiterationen für die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen definieren. Eine Zyklusiteration definiert, wie oft Inspektionen durchgeführt werden, damit die Anforderungen des technischen Datensatzes eingehalten werden.

Auf der Registerkarte Wartungsplan können Sie Zyklusiterationen definieren und anzeigen. Klicken Sie dazu auf Zyklusiterationen. Wenn Sie eine Zyklusiteration erstellen, können Sie angeben, ob der W/I-Datensatz nach Abschluss der letzten Zyklusiteration inaktiviert wird. Die Einstellung für die Inaktivierung des W/I-Datensatzes kann nur während der letzten Zyklusiteration geändert werden. Wenn Sie während der letzten Iteration Iterationen hinzufügen, wird das Kontrollkästchen für die Deaktivierung der PM-Datensätze nach der letzten Frequenziteration auf schreibgeschützt gesetzt.

Eine Zyklusiteration kann zeitbasiert oder zählerbasiert sein. Sie können eine Zyklusiteration definieren und Zyklusiterationen können in verschiedenen Intervallen stattfinden. Sie können beispielsweise eine Zyklusiteration mit drei zählerbasierten Iterationen definieren: Die erste Inspektion findet nach jeweils 10.000 Meilen für zwei Iterationen durchgeführt. Die zweite Inspektion wird nach 25.000 Meilen für drei Iterationen durchgeführt und die dritte Inspektion nach jeweils 50.000 Meilen. Außerdem können Sie für jede Zyklusiteration Alert- und Warnintervalle definieren.

  • Die erste und zweite Inspektion erfolgt jeweils nach 10.000 Meilen.
  • Die dritte Inspektion erfolgt nach 25.000 Meilen.

Technische Datensätze enthalten folgende Arten von Datensätzen von Herstellern, Lieferanten und Zulassungsbehörden:

  • Richtlinie für Lufttüchtigkeit
  • Dokumentation zu Konfigurationsregeländerungen
  • Kundendienstbemerkungen
  • Veröffentlichungen zu Entwicklung und Design
  • Projekte auf Flotten- und Komponentenebene

Technische Datensätze werden auf Artikelsatzebene verwaltet, da diese Datensätze Modellen und CM-Artikeln zugeordnet sind. Wenn Sie einen technischen Datensatz erstellen, können Sie eine Organisation und eine Niederlassung angeben, um die Anwendbarkeit des technischen Datensatzes weiter zu beschränken. Sie können beispielsweise entscheiden, die Niederlassung und Organisation nicht anzugeben, sodass der technische Datensatz für den gesamten Artikelsatz gilt. Gilt der technische Datensatz nur für die Anlagen an einer einzigen Niederlassung, können Sie festlegen, dass der technische Datensatz eine eingeschränkte Gültigkeit hat.

Sie können einem technischen Datensatz eine abschließende Maßnahme hinzufügen. Eine Abbruchmaßnahme definiert eine Bedingung, die für den Abbruch einer wiederkehrenden Prüfung erforderlich ist, z. B. wird ein bestimmter Grad an physischer Abnutzung festgestellt. Abschließende Maßnahmen sind hilfreich, weil nicht jede Anforderung in einem technischen Datensatz auf eine Reihe programmierbarer Anweisungen reduziert werden kann. Abschließende Maßnahmen gewährleisten die Einhaltung der Anforderungen des technischen Datensatzes.

Sie können Designänderungen und Anforderungen überwachen, indem Sie technische Datensätze miteinander verknüpfen. Ein zugehöriger technischer Datensatz kann Informationen bereitstellen, eine Beziehung definieren, die beim Eintreten von Wartungs-Events eine Maßnahme erfordert, oder eine Beziehung zu einem Änderungsdatensatz definieren. Bei der Verknüpfung eines technischen Datensatzes mit einem Änderungsdatensatz wird ein vollständiger Datensatz des Konstruktionsdesignstandards erstellt.

Sie können einige Attribute eines aktiven technischen Datensatzes bearbeiten, sodass die Anwendbarkeits- und Eingliederungsprozesse die Voraussetzungen des technischen Datensatzes genau definieren. Bewerten Sie vor der Bearbeitung eines aktiven technischen Datensatzes die Auswirkungen Ihrer geplanten Änderungen. Änderungen an einem aktiven technischen Datensatz können manuelle Aktualisierungen von W/I-Datensätzen oder Aufträgen erfordern, die dem technischen Datensatz zugeordnet sind. Angenommen, Sie aktualisieren die Artikelnummer oder den Seriennummernbereich eine gültigen Anlage, die bereits eingegliedert wurde. Wenn die Aktualisierung der Artikelnummer bedeutet, dass die Anlage nicht mehr gültig ist, müssen Sie den Eingliederungsstatus der Anlage manuell in "Nicht zutreffend" ändern. Wenn Sie ein Intervall oder einen Schwellenwert in einem Wartungsplan, der einem technischen Datensatz zugeordnet ist, aktualisieren, müssen Sie die zugeordneten W/I-Datensätze manuell aktualisieren.

Sie können die Aktion Technischen Datensatz bearbeiten verwenden, um einen aktiven technischen Datensatz zu bearbeiten. Wenn Sie die Aktion Technischen Datensatz bearbeiten auswählen, können Sie Buildartikel, Artikelnummern, Seriennummernbereiche und Modelle bearbeiten. Sie können auch Wartungspläne hinzufügen, die dem technischen Datensatz zugeordnet sind. Sie können Wartungspläne nur löschen, wenn sie keine PM-Sätze erzeugen. Wenn ein Wartungsplan PM-Datensätze erzeugt hat, können Sie auf der Registerkarte Wartungsplan das Kontrollkästchen PM deaktivieren aktivieren, um den Status aller zugehörigen PM-Datensätze auf inaktiv zu ändern. Deaktivieren Sie auf der Registerkarte Technischer Datensatz das Kontrollkästchen PMs erstellen, um zu verhindern, dass für Anlagen, die mit einem aktiven technischen Datensatz verbunden sind, automatisch PM-Datensätze erstellt werden.

Um technische Änderungen an anderen Attributen eines technischen Datensatzes vorzunehmen, überschreiben Sie einen Datensatz und geben den neuen technischen Datensatz und das Datum der Überschreibung im ursprünglichen technischen Datensatz an.

Normalerweise müssen Unternehmen den Status ihrer technischen Datensätze verwalten und externen Zulassungsbehörden melden.

Beispiele für die Verwendung technischer Datensätze

Die Dokumentationsabteilung Ihres Unternehmens erhält ein Bulletin, eine Anweisung, eine Notiz oder eine andere Art der Veröffentlichung. Diese Veröffentlichung kann von einem Hersteller, einem Lieferanten, einer Zulassungsbehörde oder von einer anderen autorisierten Abteilung im Unternehmen kommen. Sie erstellen einen technischen Datensatz, um die neuen Informationen zu dokumentieren, und hängen alle unterstützenden elektronisch verfügbaren Dokumente an. Sie definieren Kriterien, um die von dem technischen Datensatz betroffenen Anlagen zu ermitteln. Bei den Kriterien kann es sich um Position, Teilenummer, Seriennummernbereich, Modelle oder Modellkonfigurationen handeln. Sie können anfängliche W/I-Datensätze, Arbeitspläne und potenzielle Folge-W/I-Datensätze erstellen, in denen die Arbeitsanforderungen festgelegt sind. Außerdem können Sie Aufgaben für den W/I-Plan eingeben, um die Interaktionen zwischen W/I-Datensätzen zu definieren. Die W/I-Plandatensätze können von anderen technischen Datensätzen inaktiviert werden.

Ihr Unternehmen erhält ein neues Bulletin, eine neue Anweisung, eine neue Notiz oder eine andere Art Veröffentlichung erhält, die den vorhandenen technischen Datensatz ersetzt. Sie definieren den neuen technischen Datensatz. Anschließend öffnen Sie den überschriebenen (alten) technischen Datensatz,und ändern ihn so, dass er auf den neuen technischen Datensatz zeigt. Der Status des überschriebenen technischen Datensatzes wird von von "Aktiv" in "Überschrieben" geändert.

Ihr Unternehmen erhält eine neue Anlage und entscheidet, dass diese eine CM-Anlage ist. Sie erstellen einen Anlagendatensatz für diese Anlage und definieren diesen als CM-Datensatz. Der Baudaten-Interpreter identifiziert die technischen Aufzeichnungen, die die neue Anlage mit den PMs und den Arbeitsaufträgen erfüllen muss. Die Arbeitsaufträge sind notwendig, um den Konformitätsprozess einzuleiten, der für alle technischen Aufzeichnungen generiert wird, denen die neue Anlage entsprechen muss.

Eine Zulassungsbehörde oder eine interne Prüfungsabteilung benachrichtigt Ihr Unternehmen darüber, dass der Status der Übernahme eines oder mehrerer technischer Datensätze untersucht werden soll. Sie erstellen einen Bericht, um die Konformität der Anlagen zu ermitteln, denen die entsprechenden technischen Datensätze zugeordnet sind.