Geschlechtsbestimmung

Bei der Verarbeitung eingehender Namensdaten kann das Geschlecht eines persönlichen Namens manchmal ein Bestimmungsfaktor für die Übereinstimmung zweier Entitäten sein. Das Geschlecht fügt der Entitätsauflösungsbewertung Bestätigungs- oder Zurückweisungsgewichtung hinzu, wenn zwei Identitäten dieselbe Entität darstellen.

Die DQM-Funktion 258 gibt das Geschlecht des Segments <NAME> in einem eingehenden UMF-Datensatz dynamisch an, erstellt ein Geschlechtsmerkmal und fügt es dem eingehenden UMF-Datensatz hinzu. Das Geschlechtsmerkmal wird mithilfe des Segments <ATTRIBUTE> hinzugefügt.
  • Wenn der eingehende UMF-Datensatz bereits ein Geschlechtsmerkmal in seinen Daten enthält, generiert die DQM-Funktion 258 kein weiteres Geschlechtsmerkmal.
  • Wenn der UMF-Datensatz mehr als ein Segment <NAME> enthält, erstellt die DQM-Funktion 258 nur ein Geschlechtsmerkmal für den gesamten Eingabedatensatz. In diesem Fall kann die Generierung mehrerer Geschlechtsattribute redundant sein oder Konflikte verursachen.
Wenn Sie das Geschlecht eines Namens dynamisch ermitteln wollen, stellen Sie sicher, dass mindestens ein UMF-Tag im Segment <NAME> für die Verwendung der DQM-Funktion 258 konfiguriert ist.
  • Bei neuen Produktinstallationen mit Version 8.0 Fixpack 2 oder später ist diese DQM-Funktion bereits konfiguriert und aktiv.
  • Bei Produktversionen, für die ein Upgrade auf Version 8.0 Fixpack 2 oder später durchgeführt wurde, ist diese DQM-Funktion konfiguriert, aber inaktiv. Wenn Sie diese verbesserte Geschlechtsfunktionalität verwenden wollen, müssen Sie den Status in Aktiv ändern. Wenn Sie das Geschlecht bisher über den Parameter Geschlechtsmerkmaltyp der DQM-Funktion 255 zugeordnet haben, setzen Sie den Wert dieses Parameters auf KEINE zurück. Sie können DQM 255 weiterhin für alle UMF-Tags <NAME> verwenden, um Namen zu standardisieren.
Möglicherweise wollen Sie auch die folgenden Konfigurationen in der Konfigurationskonsole überprüfen:
  • Stellen Sie sicher, dass das Geschlechtsmerkmal als Bestätigung oder Zurückweisung in der Entitätsauflösung nach Datenquelle konfiguriert ist. Sie zeigen diese Einstellung im Feld Auflösungsverwendung an oder konfigurieren sie, indem Sie Konfiguration > Quellen > Merkmale auswählen.
  • Stellen Sie sicher, dass das Geschlechtsmerkmal mit den korrekten Anpassungswerten für die Entitätsauflösung konfiguriert ist. Sie zeigen diese Einstellung an oder konfigurieren Sie, indem Sie Konfiguration > Auflösung > Merkmale auswählen. Überprüfen Sie die dem Geschlechtsmerkmal zugeordneten Werte der Bestätigungs- und Zurückweisungsgewichtungen, um sicherzustellen, dass sie Ihren Anforderungen entsprechen.
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Betrachten Sie das Beispielsegment <NAME> im folgenden eingehenden UMF-Datensatz:
<UMF_ENTITY>
	<NAME>
				<NAME_TYPE>M</NAME_TYPE>
				<LAST_NAME>RASUL</LAST_NAME>
				<FIRST_NAME>KARIM</FIRST_NAME>
		</NAME>
.....
</UMF_ENTITY>
Wenn DQM 258 für den UMF-Tag <FIRST_NAME> des Segments <NAME> aktiviert ist, ähnelt der eingehende UMF-Datensatz nach der Analyse und Erstellung des Geschlechts dem folgenden Datensatz:
<UMF_ENTITY>
	<NAME>
				<NAME_TYPE>M</NAME_TYPE>
				<LAST_NAME>RASUL</LAST_NAME>
				<FIRST_NAME>KARIM</FIRST_NAME>
		</NAME>
	<ATTRIBUTE>
				<ATTR_TYPE>GENDER</ATTR_TYPE>
				<ATTR_VALUE>M</ATTR_TYPE>
		</ATTRIBUTE>
.....
</UMF_ENTITY>