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Installationsplanung IBM MQ for z/OS
Für die Installation des IBM® MQ -Produkts müssen Ihre Hardware-und Softwareumgebung die Mindestvoraussetzungen erfüllen. Außerdem müssen bei der Installation die jeweiligen Sprachenfunktionen, Kommunikationsprotokolle und Namenskonventionen berücksichtigt werden.
Unterstützung landessprachlicher Versionen
- C
- Vereinfachtes Chinesisch
- E
- U.S. Englisch (Groß-/Kleinschreibung)
- F
- Französisch
- K
- Japanisch
- U
- U.S. Englisch (Großschreibung)
Kommunikationsprotokoll und verteilte Steuerung von Warteschlangen
Die verteilte Warteschlangenfunktion, die mit dem Basisprodukt " IBM MQ bereitgestellt wird, kann entweder APPC (LU 6.2), TCP/IP von " IBM oder ein beliebiges TCP-Produkt verwenden, das die Unix Sockets API von " z/OS® unterstützt. Die Funktion für die verteilte Steuerung von Warteschlangen wird auch als Kanalinitiator oder Verlagerungsfunktion bezeichnet.
Führen Sie folgende Tasks aus, um die verteilte Steuerung von Warteschlangen zu aktivieren:
- Wählen Sie die Kommunikationsschnittstelle aus, die verwendet werden soll. Dabei kann es sich um eine oder beide der folgenden Schnittstellen handeln:
- APPC (LU 6.2)
- TCP/IP
- Passen Sie die Funktion für verteilte Steuerung von Warteschlangen an und definieren Sie die erforderlichen IBM MQ -Objekte.
- Definieren Sie den Zugriffsschutz.
- Konfigurieren Sie die Kommunikation. Dazu gehört die Konfiguration der Datei 'TCPIP.DATA', falls Sie TCP/IP verwenden, bzw. der LU-Namen und Nebeninformationen, falls Sie APPC verwenden. Dies wird unter Kommunikation für z/OS einrichten beschrieben.
Namenskonventionen
Es wird empfohlen, bei der Planung Ihrer IBM MQ -Systeme eine Reihe von Namenskonventionen festzulegen. Die von Ihnen ausgewählten Namen werden wahrscheinlich auf verschiedenen Plattformen verwendet, daher sollten Sie die Konvention für IBM MQbefolgen, nicht für die jeweilige Plattform.
IBM MQ lässt sowohl Groß-als auch Kleinbuchstaben in Namen zu und bei den Namen muss die Groß-/Kleinschreibung beachtet werden. Einige z/OS -Konsolen setzen Namen jedoch in Großbuchstaben um. Verwenden Sie daher keine Kleinbuchstaben für Namen, es sei denn, Sie sind sicher, dass dies nicht geschieht.
Sie können außerdem Ziffern sowie den Punkt (.), Schrägstrich (/), Unterstrich (_) und das Prozentzeichen (%) verwenden. Das Prozentzeichen ist ein Sonderzeichen für Security Server (früher RACF® ). Verwenden Sie es daher nicht in Namen, wenn Sie Security Server als externen Sicherheitsmanager verwenden. Wenn Sie die Betriebs- und Steuerkonsolen verwenden möchten, dürfen keine führenden oder abschließenden Unterstriche verwendet werden.
Weitere Informationen finden Sie unter Regeln für die Benennung von IBM MQ-Objekten.
- Warteschlangenmanager und Gruppen mit gemeinsamer Warteschlange benennen
Jeder Warteschlangenmanager und jede Gruppe mit gemeinsamer Warteschlange muss innerhalb eines Netzes einen eindeutigen Namen haben. Vergeben Sie für einen Warteschlangenmanager und eine Gruppe mit gemeinsamer Warteschlange nicht denselben Namen. Unter z/OS können die Namen von Warteschlangenmanagern und Gruppen mit gemeinsamer Warteschlange bis zu vier Zeichen lang sein. Jedes Db2® -System und jede Gruppe mit gemeinsamer Datennutzung im Netz muss ebenfalls einen eindeutigen Namen haben.
In den Namen von Warteschlangenmanagern und Gruppen mit gemeinsamer Warteschlange dürfen nur Großbuchstaben, Ziffern, das Dollarzeichen ($), das Nummernzeichen (#) und das kommerzielle A (@) verwendet werden. Außerdem dürfen die Namen nicht mit einer Zahl beginnen. Da die Namen von Gruppen mit gemeinsamer Warteschlange, die weniger als vier Zeichen haben, intern mit @-Zeichen aufgefüllt werden, sollten Sie keine Namen vergeben, die mit diesem Zeichen enden.
Der Name des Warteschlangenmanagers entspricht dem Namen des z/OS -Subsystems. Sie können jedes Subsystem als Warteschlangenmanager identifizieren, indem Sie ihm den Namen
QM xxgeben (wobeixxeine eindeutige ID ist), oder Sie können eine Namenskonvention wieADDXauswählen, wobeiAden geografischen Bereich,DDden Unternehmensbereich undXeine eindeutige ID bezeichnet.Sie können mithilfe der Namenskonvention zwischen Warteschlangenmanagern und Gruppen mit gemeinsamer Warteschlange unterscheiden. Sie können beispielsweise jede Gruppe mit gemeinsamer Warteschlange angeben, indem Sie ihr den Namen
QG xxgeben (dabei istxxdie eindeutige ID).- Objekte benennen
Warteschlangen, Prozesse, Namenslisten, Cluster und Themen können bis zu 48 Zeichen lang sein. Die Namen von Kanälen können bis zu 20 und die von Speicherklassen bis zu 8 Zeichen haben.
Falls möglich, sollten Sie unter Berücksichtigung der jeweils geltenden Konventionen aussagekräftige Namen wählen. Jede Struktur oder Hierarchie in Namen wird von IBM MQignoriert, hierarchische Namen können jedoch für die Systemverwaltung nützlich sein. Beim Definieren eines Objekts können Sie auch eine Beschreibung mit ausführlichen Informationen zum Zweck des Objekts angeben.
Jedes Objekt muss innerhalb des Objekttyps einen eindeutigen Namen haben. Jeder Objekttyp hat jedoch einen eigenen Namensbereich, sodass Sie Objekte unterschiedlichen Typs mit demselben Namen definieren können. Wenn beispielsweise einer Warteschlange eine Prozessdefinition zugeordnet ist, kann es sinnvoll sein, der Warteschlange und der Prozessdefinition denselben Namen zu geben. Außerdem kann es sinnvoll sein, einer Übertragungswarteschlange denselben Namen wie ihrem Ziel-Warteschlangenmanager zu geben.
Mithilfe der Namenskonvention können Sie auch angeben, ob die Objektdefinition privat oder global ist. Beispielsweise können Sie einer Namensliste den Namen
project_group.globalgeben, um darauf hinzuweisen, dass sie im gemeinsam genutzten Repository gespeichert ist.- Anwendungswarteschlangen
Die Verwaltung der Warteschlangen wird erleichtert, wenn Sie ihnen Namen geben, die auf die Funktion der jeweiligen Warteschlange hindeuten. Beispielsweise können Sie einer Warteschlange für Rückfragen (inquiry) zur Lohnbuchhaltung (payroll) eines Unternehmens den Namen
payroll_inquirygeben. Der Warteschlange für zu beantwortende Nachrichten, die die Antworten (reply) auf diese Rückfragen enthält, können Sie dann entsprechend den Namenpayroll_inquiry_replygeben.Sie können Präfixe verwenden, um zusammen gehörende Warteschlangen entsprechend zu gruppieren. Auf diese Weise können Sie für Verwaltungstasks, wie z. B. die Verwaltung der Sicherheit und die Verwendung der Steuerroutine der Warteschlange für nicht zustellbare Nachrichten, ganze Gruppen von Warteschlangen angeben. So können beispielsweise alle Warteschlangen, die zur Lohnbuchhaltungsanwendung gehören, den Präfix
payroll_erhalten. Danach brauchen Sie nur ein einzelnes Sicherheitsprofil zu definieren, um alle Warteschlangen, deren Name mit diesem Präfix beginnt, zu schützen.Mithilfe der Namenskonventionen können Sie auch angeben, dass es sich um eine gemeinsam genutzte Warteschlange handelt. Wenn es sich bei der Warteschlange für Rückfragen zur Lohnbuchhaltung um eine gemeinsam genutzte (shared) Warteschlange handelt, können Sie ihr den Namen
payroll_inquiry.sharedgeben.- Speicherklassen und Coupling-Facility-Strukturen
Der Zeichensatz, den Sie bei der Benennung von Speicherklassen und Coupling-Facility-Strukturen verwenden können, ist auf Großbuchstaben und Ziffern beschränkt. Bei der Auswahl der Namen für diese Objekte sollten Sie systematisch vorgehen.
Die Namen von Speicherklassen können bis zu 8 Zeichen haben und müssen mit einem Buchstaben beginnen. Da Sie wahrscheinlich nicht sehr viele Speicherklassen definieren werden, ist ein einfacher Name ausreichend. Eine Speicherklasse für IMS -Brückenwarteschlangen könnte beispielsweise
IMSheißen.Die Namen von Coupling-Facility-Strukturen können bis zu 12 Zeichen lang sein und müssen mit einem Buchstaben beginnen. Sie können mithilfe des Namens auf ein Merkmal der gemeinsam genutzten Warteschlangen hinweisen, die der Coupling-Facility-Struktur zugeordnet sind (z. B. dass sie alle zu derselben Anwendungssuite gehören). Denken Sie daran, dass die Strukturnamen in der Coupling-Facility der IBM MQ -Name sind, dem der Name der Gruppe mit gemeinsamer Warteschlange vorangestellt ist (mit @-Symbolen auf vier Zeichen aufgefüllt).
- Kanäle benennen
Um die Verwaltung von Kanälen zu vereinfachen, ist es sinnvoll, wenn der Kanalname den Namen des Quell- und des Ziel-Warteschlangenmanagers enthält. Beispielsweise können Sie einem Kanal, der Nachrichten vom Warteschlangenmanager mit dem Namen 'QM27' zu einem Warteschlangenmanager mit dem Namen 'QM11' überträgt, den Namen
QM27/QM11geben.Wenn Ihr Netz sowohl TCP als auch SNA unterstützt, können Sie darüber hinaus auch den Transporttyp im Kanalnamen angeben, z. B.
QM27/QM11_TCP. Außerdem können Sie noch angeben, ob es sich um einen gemeinsam genutzten Kanal handelt, z. B.QM27/QM11_TCP.shared.Allerdings ist zu berücksichtigen, dass Kanalnamen nur bis zu 20 Zeichen haben dürfen. Wenn Sie mit einem Warteschlangenmanager auf einer anderen Plattform kommunizieren, auf der die Warteschlangenmanager-Namen mehr als vier Zeichen haben dürfen, können Sie möglicherweise nicht den gesamten Warteschlangenmanager-Namen in den Namen des Kanals einfügen.
Befehlspräfixzeichenfolgen verwenden
Jede Instanz von IBM MQ , die Sie installieren, muss über ein eigenes Befehlspräfix (CPF) verfügen. Sie verwenden das CPF, um das z/OS -Subsystem anzugeben, für das Befehle bestimmt sind. Außerdem wird das z/OS -Subsystem angegeben, von dem Nachrichten, die an die Konsole gesendet wurden.
Sie können alle WebSphere MQ-Scriptbefehle von einer entsprechend berechtigten Konsole ausgeben, indem Sie vor dem Befehl die Befehlspräfixzeichenfolge angeben. Wenn Sie Befehle über die Eingabewarteschlange für Systembefehle eingeben (z. B. mit CSQUTIL) oder die IBM MQ -Operationen und -Steuerkonsolen verwenden, verwenden Sie CPF nicht.
So starten Sie ein Subsystem mit dem Namen CSQ1 mit CPF: ' +CSQ1 ', setzen Sie den Befehl +CSQ1 START QMGR an der Bedienerkonsole ab (das Leerzeichen zwischen CPF und dem Befehl ist optional).
+CSQ1 als Befehlspräfixzeichenfolge zwischen der Nachrichtennummer und dem Nachrichtentext angegeben.CSQ9022I +CSQ1 CSQNCDSP ' DISPLAY CMDSERV' NORMAL COMPLETION
Informationen zum Definieren von Befehlspräfixzeichenfolgen finden Sie unter Befehlspräfixzeichenfolgen definieren (CPFs) .