Zeitsynchronisation mit NTP

Der NTP-Client (Network Time Protocol) muss in der Db2 Mirror-Umgebung verwendet werden, damit die Systemzeiten synchron bleiben. Außerdem müssen die beiden Db2 Mirror-Knoten dieselbe lokale Zeit und Zeitzone verwenden.

Es gibt drei Optionen für die Konfiguration der Zeitsynchronisation für Db2 Mirror:
Externer Zeitserver
Beide Knoten verweisen auf denselben externen Zeitserver.
Verketteter Zeitserver
Der Setup-Quellenknoten verweist auf einen externen Zeitserver.
Der Setup-Kopieknoten verweist auf den Setup-Quellenknoten.
Peerzeitserver
Der Setup-Kopieknoten verweist auf den Setup-Quellenknoten.

Weitere Informationen zu NTP finden Sie in Prozedur ADD_TIME_SERVER und NTP-Client.

Anmerkung: Wenn Sie mehrere externe NTP-Zeitserver angeben wollen, sollten Sie sich nicht auf zwei oder drei bevorzugte NTP-Zeitserver beschränken; das empfohlene Minimum sind vier NTP-Server. Dies liegt daran, dass der NTP-Client nicht feststellen kann, welche Zeitquelle richtig ist, wenn NTP Informationen von zwei oder drei Zeitquellen erhält und die angegebenen Zeiten in einem zu großen Zeitraum liegen.
Anmerkung: Um sicherzustellen, dass die Systemuhren selbst bei einem ausgeschalteten System synchron bleiben, wird empfohlen, auf Ihren POWER-Servern eine Zeitreferenzpartition zu konfigurieren. Weitere Informationen zu Zeitreferenzpartitionen finden Sie in Time and Date Management with PowerVM.

Externer Zeitserver

Bei der Option zum Konfigurieren eines externen Zeitservers verweisen beide Db2 Mirror-Knoten wie unten dargestellt auf denselben Zeitserver.

Abbildung 1. Externer Zeitserver
Externer Zeitserver

Jeder Knoten überprüft unabhängig vom anderen Knoten die vom externen Zeitserver angegebene Zeit und passt sich bei Bedarf an diese Zeit an, sodass die beiden Knoten synchron bleiben. Bei dem Zeitserver kann es sich um einen Server in Ihrem lokalen Netz oder um einen öffentlichen Zeitserver handeln. Der Zugriff auf den Zeitserver sollte über eine zuverlässige Netzverbindung mit kurzer Latenzzeit erfolgen, um Abweichungen zu minimieren. Ein Zeitserver im lokalen Netz wird dringend empfohlen.

Verketteter Zeitserver

Bei der Option zum Konfigurieren eines verketteten Zeitservers verweist der Setup-Quellenknoten auf einen externen Zeitserver und der Setup-Kopieknoten verweist auf den Setup-Quellenknoten als bevorzugtem Zeitserver.

Der Setup-Quellenknoten wird als SNTP-Server konfiguriert.

Bei dem externen Zeitserver kann es sich um einen Server in Ihrem lokalen Netz oder um einen öffentlichen Zeitserver handeln. Wie bereits erwähnt, sollte der Zugriff auf den externen Zeitserver idealerweise über eine zuverlässige Netzverbindung mit kurzer Latenzzeit erfolgen, um Abweichungen zu minimieren. Daher wird ein Zeitserver vor Ort dringend empfohlen.

Wie in der Konfiguration unten dargestellt, wird der NTP-Client auf dem Setup-Kopieknoten so konfiguriert, dass er auf den externen Zeitserver als einem nicht bevorzugten Server verweist. Wenn der Setup-Quellenknoten als bevorzugter Zeitserver nicht verfügbar ist, erfolgt automatisch ein Failover und der NTP-Client wird direkt mit dem externen Zeitserver synchronisiert.

Abbildung 2. Verketteter Zeitserver
Verketteter Zeitserver

Peerzeitserver

Bei der Option zum Konfigurieren eines Peerzeitservers verweist der Setup-Kopieknoten auf den Setup-Quellenknoten als bevorzugtem Zeitserver.

Der Setup-Quellenknoten wird als SNTP-Server konfiguriert.

Wie in der Konfiguration unten dargestellt, verwendet diese Option keine externen Zeitserver.

Abbildung 3. Peerzeitserver
Peerzeitserver