DIMM installieren

Mithilfe der Informationen in diesem Abschnitt können Sie ein DIMM installieren.

Vorbereitende Schritte

Gehen Sie wie folgt vor, bevor Sie ein DIMM installieren:
  1. Lesen Sie die Abschnitte Sicherheit und Installationsrichtlinien.
  2. Lesen Sie die Dokumentation, die mit den DIMMs geliefert wird.
  3. Wenn der Knoten in einem Gehäuse installiert ist, entnehmen Sie ihn (Anweisungen hierzu finden Sie unter IBM Flex System Manager Typ 7955, 8731 und 8734 aus einem Gehäuse entfernen).
  4. Legen Sie den Knoten vorsichtig auf einer ebenen, nicht leitenden Oberfläche mit der Frontblende zu Ihnen gerichtet ab.

Informationen zu diesem Vorgang

Nach dem Installieren oder Entfernen eines DIMM müssen Sie die neuen Konfigurationsdaten mithilfe des Konfigurationsdienstprogramms ändern und speichern. Wenn Sie den Knoten einschalten, wird eine Nachricht angezeigt, dass die Hauptspeicherkonfiguration geändert wurde. Starten Sie das Konfigurationsdienstprogramm und wählen Sie die Option Save Settings aus, um die Änderungen zu speichern.

Wenn Sie ein DIMM aufgrund eines DIMM-Fehlers installieren, dann müssen Sie das DIMM möglicherweise erneut aktivieren. Gehen Sie wie folgt vor, um das DIMM erneut zu aktivieren:
  1. Überprüfen Sie, ob die Menge des installierten Speichers der Menge entspricht, die vom Betriebssystem erwartet wird, indem Sie beim Starten des Rechenknotens auf die Anzeige auf dem Monitor achten. Alternativ können Sie hierfür auch den CMM-Befehl sol verwenden. Weitere Informationen zum CMM-Befehl sol finden Sie im Abschnitt zum Befehl "sol".

    Sie können ebenfalls über die IBM Flex System Manager-Verwaltungssoftware-Webschnittstelle überprüfen, ob die Menge des installierten Speichers der erwarteten Speichermenge entspricht.

  2. Führen Sie das Konfigurationsdienstprogramm aus, um die DIMMs erneut zu aktivieren.

Der Verwaltungsknoten verfügt über insgesamt 24 DIMM-Steckplätze (Direct Inline Memory Module). Der Verwaltungsknoten unterstützt LP (Low Profile) DDR3 DIMMs mit Fehlerkorrekturcode (Error Code Correction, ECC) und einer Kapazität von 2 GB, 4 GB, 8 GB und 16 GB.

In der folgenden Abbildung sind die Komponenten der Systemplatine einschließlich der DIMM-Steckplätze dargestellt.

Abbildung mit den Anschlüssen der Systemplatine

Der interne Speicherzugriff erfolgt über acht Kanäle (vier Kanäle für jeden Mikroprozessor). Jeder Kanal enthält drei DIMM-Steckplätze. Jeder Kanal kann maximal acht Speicherbänke aufweisen. In der folgenden Tabelle sind die einzelnen Kanäle und die zugehörigen DIMM-Steckplätze aufgelistet.

Tabelle 1. Speicherkanalkonfiguration
Mikroprozessor Speicherkanal DIMM-Steckplätze
Mikroprozessor 1 Kanal B 4, 5 und 6
Kanal A 1, 2 und 3
Kanal C 7, 8 und 9
Kanal D 10, 11 und 12
Mikroprozessor 2 Kanal H 22, 23 und 24
Kanal G 19, 20 und 21
Kanal E 13, 14 und 15
Kanal F 16, 17 und 18

Abhängig vom Speichermodus, der im Konfigurationsdienstprogramm festgelegt wurde, können in einem Rechenknoten mit einem Prozessor mindestens 2 GB und höchstens 192 GB Systemspeicher in einem Rechenknoten mit einem Mikroprozessor unterstützt werden. Wenn zwei Mikroprozessoren installiert sind, kann der Rechenknoten mindestens 2 GB und höchstens 384 GB Systemspeicher unterstützen.

Die folgenden Anmerkungen enthalten Informationen, die Sie berücksichtigen müssen, wenn Sie Speicher installieren:
  • RDIMMs und LRDIMMs dürfen in demselben Rechenknoten nicht kombiniert verwendet werden.
  • Es werden insgesamt acht Speicherbänke für jeden Kanal unterstützt.
  • Wenn ein DIMM mit vier Speicherbänken installiert wird, installieren Sie es in den Steckplatz am Ende des Speicherkanals.
  • Wenn ein Kanal mindestens ein DIMM mit vier Speicherbänken aufweist, werden nur zwei DIMMs pro Kanal unterstützt.
Es gibt drei Speichermodi:
  • Modus mit unabhängigen Kanälen: Der Modus mit unabhängigen Kanälen ermöglicht maximal 192 GB verfügbaren Speicher bei einem installierten Mikroprozessor und 384 GB verfügbaren Speicher bei zwei installierten Mikroprozessoren (bei Verwendung von 16 GB-DIMMs).
  • Speicherbank-Zusatzspeichermodus: Im Speicherbank-Zusatzspeichermodus dient eine DIMM-Speicherbank als Zusatzspeicher für die anderen Speicherbänke desselben Kanals. Die Zusatzspeicherbank wird als Reserve und nicht als aktiver Speicher verwendet. Die Zusatzspeicherbank muss im Vergleich zu allen anderen DIMM-Speicherbänken desselben Kanals eine identische oder eine größere Speicherkapazität aufweisen. Nach dem Überschreiten eines Fehlerschwellenwerts werden die Inhalte dieser Speicherbank in die Zusatzspeicherbank kopiert. Die fehlerhafte DIMM-Speicherbank wird offline und die Zusatzspeicherbank online gestellt. Die Zusatzspeicherbank wird anstelle der fehlerhaften Speicherbank als aktiver Speicher verwendet.
    Die folgenden Anmerkungen beschreiben zusätzliche Informationen, die beim Auswählen des Speicherbank-Zusatzspeichermodus berücksichtigt werden müssen:
    • Der Speicherbankzusatzspeicher für einen Kanal ist vom Zusatzspeicher aller anderen Kanäle unabhängig.
    • Sie können den Status der DIMM-Speicherbänke mithilfe des Konfigurationsdienstprogramms ermitteln.
  • Gespiegelter Kanalmodus: Im gespiegelten Kanalmodus wird der Speicher in Paaren installiert. Jedes DIMM eines Paares muss hinsichtlich Kapazität, Typ und Speicherbankanzahl identisch sein. Die Kanäle werden in Paaren gruppiert, wobei jeder Kanal dieselben Daten empfängt. Ein Kanal wird als Backup des anderen Kanals verwendet und somit wird eine Redundanz bereitgestellt. Die Speicherinhalte in Kanal B werden in Kanal C kopiert und die Speicherinhalte in Kanal A werden in Kanal D kopiert. Der effektive Speicher, der dem System zur Verfügung steht, entspricht nur der Hälfte des tatsächlich installierten Speichers.
Die Mindestvoraussetzung ist ein DIMM für jeden Mikroprozessor. Installieren Sie die DIMMs in Vierergruppen, damit Sie den Speicher auf alle Kanäle gleichmäßig aufteilen können, um eine optimale Leistung zu erreichen. Wenn zwei Mikroprozessoren installiert sind, verteilen Sie den Speicher gleichmäßig auf alle Kanäle und zwischen den Mikroprozessoren. Installieren Sie die DIMMs für den Modus mit unabhängigen Kanälen und den Speicherbank-Zusatzspeichermodus in der Reihenfolge, die in der folgenden Tabelle angegeben ist.
Tabelle 2. DIMM-Bestückungsreihenfolge für den Modus mit unabhängigen Kanälen und den Speicherbank-Zusatzspeichermodus
Ein installierter Mikroprozessor Zwei installierte Mikroprozessoren
DIMM-Steckplätze 4, 1, 9, 12, 2, 5, 8, 11, 3, 6, 7 und 10 DIMM-Steckplätze 4, 1, 13, 16, 9, 12, 21, 24, 2, 5, 14, 17, 8, 11, 20, 23, 3, 6, 15, 18, 7, 10, 19 und 22

Installieren Sie die DIMMs für den gespiegelten Kanalmodus in der Reihenfolge, die in der folgenden Tabelle angegeben ist.

Tabelle 3. DIMM-Bestückungsreihenfolge für den gespiegelten Kanalmodus
DIMM-Paar Ein installierter Mikroprozessor Zwei installierte Mikroprozessoren DIMMs pro Kanal
1 4 und 11 4 und 11 1
2 9 und 121 13 und 161
3 2 und 51 9 und 121
4 8 und 11 21 und 241
5 3 und 61 2 und 51 2
6 7 und 101 14 und 171
7 Keine(r) 8 und 111
8 Keine(r) 20 und 231
9 Keine(r) 3 und 61 3
10 Keine(r) 15 und 181
11 Keine(r) 7 und 101
12 Keine(r) 19 und 221
  1. Beim gespiegelten Kanalmodus muss das DIMM-Paar hinsichtlich Größe, Typ und Speicherbankanzahl identisch sein.

Vorgehensweise

Gehen Sie wie folgt vor, um ein DIMM zu installieren:

  1. Entfernen Sie die Abdeckung (siehe Verwaltungsknotenabdeckung entfernen).
  2. Lesen Sie die mit dem DIMM gelieferte Dokumentation.
  3. Entfernen Sie die Luftführung.
    Abbildung zum Entfernen und Installieren von Luftführungen
  4. Suchen Sie die DIMM-Steckplätze (siehe Anschlüsse auf der Systemplatine). Bestimmen Sie, welches DIMM aus dem Verwaltungsknoten entfernt werden soll.
  5. Wenn bereits eine DIMM-Abdeckblende oder ein anderes Speichermodul im DIMM-Steckplatz installiert ist, entfernen Sie die Abdeckblende oder das Speichermodul (siehe DIMM entfernen).
    Anmerkung: Jeder DIMM-Steckplatz muss von einem DIMM oder von einer DIMM-Abdeckblende belegt sein, bevor der Verwaltungsknoten eingeschaltet wird.
  6. Berühren Sie mit der antistatischen Schutzhülle, die das DIMM enthält, mindestens zwei Sekunden lang eine unlackierte Metalloberfläche am IBM Flex System Enterprise Chassis oder eine unlackierte Metalloberfläche an anderen geerdeten Gehäusekomponenten in dem Gehäuse, in dem Sie das DIMM installieren. Entnehmen Sie dann das DIMM.
  7. Wiederholen Sie zum Installieren von DIMMs die folgenden Schritte für jedes zu installierende DIMM.
    Abbildung zum Installieren von DIMMs im Blade-Server
    1. Stellen Sie sicher, dass sich beide Halteklammern am DIMM-Steckplatz, in den Sie das DIMM installieren, in der offenen Position befinden.
    2. Drehen Sie das DIMM so, dass die Führungen am DIMM ordnungsgemäß am DIMM-Steckplatz auf der Systemplatine ausgerichtet sind.
      Achtung: Gehen Sie mit den Halteklammern vorsichtig um, damit die Klammern nicht brechen und der DIMM-Steckplatz nicht beschädigt wird.
    3. Drücken Sie das DIMM in den DIMM-Steckplatz. Durch die Halteklammern wird das DIMM im Steckplatz gesichert.
    4. Stellen Sie sicher, dass die kleinen Laschen an den Halteklammern in die Kerben am DIMM einrasten. Wenn zwischen DIMM und Halteklammern eine Lücke frei bleibt, wurde das DIMM nicht ordnungsgemäß installiert. Drücken Sie das DIMM fest in den Steckplatz und drücken Sie dann die Halteklammern in Richtung DIMM, bis die Laschen fest sitzen. Wenn das DIMM ordnungsgemäß installiert ist, sind die Halteklammern parallel zu den Seiten des DIMM.
      Abbildung zum Entfernen und Installieren von Luftführungen
  8. Installieren Sie die Luftführungen.
    Achtung: Betreiben Sie den Verwaltungsknoten nicht ohne installierte Luftführungen über den DIMM-Steckplätzen, um eine ordnungsgemäße Kühlung des Systems sicherzustellen.

Nächste Schritte

Gehen Sie wie folgt vor, nachdem Sie das DIMM installiert haben:
  1. Installieren Sie die Abdeckung des Verwaltungsknotens (Anweisungen hierzu finden Sie unter Verwaltungsknotenabdeckung installieren).
  2. Installieren Sie den Verwaltungsknoten in das Gehäuse (Anweisungen hierzu finden Sie unter Verwaltungsknoten in ein Gehäuse installieren).