Installation von Engines im interaktiven Modus

Im interaktiven Modus können Sie Heat-Orchestrierungsengines für den Blueprint-Design-Server installieren, indem Sie Konfigurationsinformationen in ein Befehlszeilenprogramm eingeben.

Vorbereitende Schritte

Informationen zu diesem Vorgang

Wenn Sie bereits über eine Engine verfügen, können Sie diese für die Verwendung mit dem Blueprint Designer erweitern. Siehe Erweitern von Heat-Orchestrierungsengines.

Wenn Sie bereits einen Keystone-Server nutzen, können Sie ihn als Ihren Identitätsservice für den Blueprint Design Server verwenden. Wenn Sie keinen Keystone-Server nutzen, können Sie einen mit der Engine installieren.

Vorgehensweise

  • Gehen Sie wie folgt vor, um eine Engine im interaktiven Modus zu installieren:
    1. Laden Sie die Installationsdateien für die Engine herunter und extrahieren Sie sie. Diese Dateien stehen auf der IBM Passport Advantage-Website zum Download zur Verfügung. Weitere Informationen erhalten Sie im IBM UrbanCode DeployDownloaddokument.
    2. Wechseln Sie in das Verzeichnis ibm-ucd-patterns-install/engine-install/.
    3. Führen Sie in der Befehlszeile ./install.sh aus, um das Installationsprogramm zu starten.
    4. Die erste Frage des Installationsprogramms lautet: Haben Sie diese Abhängigkeiten erfüllt? Wenn Sie das System mit den Voraussetzungen für die Engine konfiguriert haben, drücken Sie "Y" und dann die Eingabetaste.
    5. Lesen Sie die Lizenzvereinbarung des Softwarepakets. Drücken Sie die Leertaste, um Seiten einzeln anzuzeigen, oder drücken Sie "F", um den gesamten Lizenztext anzuzeigen.
    6. Wenn Sie den Bedingungen der Lizenzvereinbarung zustimmen, drücken Sie "Y" und anschließend die Eingabetaste.
    7. Geben Sie folgende Informationen ein, wenn Sie vom Installationsprogramm dazu aufgefordert werden. Sie können die Standardwerte (in eckigen Klammern angezeigt) akzeptieren, indem Sie die Eingabetaste drücken. Wenn zwei Optionen angebotene werden, z. B. [Y/n], ist die Option in Großbuchstaben der Standardwert.
      Geben Sie den öffentlichen Hostnamen ein, den Clients für den Zugriff auf diese Heat-Orchestrierungsengine verwenden.
      Geben Sie die öffentliche IP-Adresse bzw. den öffentlichen Hostnamen an, mit der/dem andere Systeme wie der Blueprint-Design-Server auf dieses System zugreifen.
      Geben Sie die Bindungsadresse für die Heat-Orchestrierungsengine ein. Akzeptieren Sie den Standardwert, um auf allen Adressen, die dem System zur Verfügung stehen, empfangsbereit zu sein.
      Geben Sie die IP-Adresse an, unter der die Engine für Anforderungen empfangsbereit ist. Geben Sie 0.0.0.0 an, um auf allen Adressen, die dem System zur Verfügung stehen, empfangsbereit zu sein.
      Geben Sie die Endpunkt-URL für OpenStack Identity ein, die zur Autorisierung dieser Heat-Orchestrierungsengine verwendet werden soll. Übernehmen Sie den Standardwert und installieren Sie Keystone.
      Geben Sie die vollständige URL des Keystone-Servers an, den Sie für Ihren Identitätsservice verwenden, zum Beispiel http://cloud.example.com:5000/v3. Schließen Sie keinen abschließenden Schrägstrich ein. Wenn Sie keinen Keystone-Server haben, geben Sie die Standardposition an, um einen zu installieren und zu konfigurieren. In Version 6.2.2 und höher ist die Standardposition http://public_host_name:5000/v3.
      Möchten Sie die erforderlichen OpenStack-Services für diese Heat-Engine starten?
      Geben Sie "Y" an, damit die Engine-Services nach der Installation automatisch gestartet werden.
    8. Optional: Fügen Sie nach Abschluss des Installationsprogramms eine automatisierte Task hinzu, um abgelaufene Schlüssel aus der Datenbank zu entfernen. Zu viele abgelaufene Schlüssel in der Datenbank können die Systemleistung mindern. Mit dem folgenden Befehl wird beispielsweise eine automatisierte Task zum Entfernen alter Schlüssel im Linux-Programm cron erstellt. Dieser Befehl muss in eine Zeile geschrieben werden.
       (crontab -l -u keystone 2>&1 | grep -q token_flush) 
        || echo '@hourly /usr/bin/keystone-manage token_flush 
        >/var/log/keystone/keystone-tokenflush.log 2>&1' 
        >> /var/spool/cron/keystone

    Ergebnisse

    Die Engine wird vom Installationsprogramm installiert.

    Nächste Schritte

    Wenn Sie die Engine-Services während der Installation nicht gestartet haben, starten Sie sie nun. Siehe Starten des Blueprint Designers, des Clouderkennungsservice und der Engine.

    Der Standardbenutzername für den Nutzer mit Verwaltungsaufgaben des Keystone-Servers lautet admin und das Standardkennwort lautet openstack1. Der Berechtigungstoken wird in der Datei /etc/keystone/keystone.conf und /root/keystonerc aufgelistet.

    Der Installationsprozess hat automatisch die erforderlichen Back-End-Services für die Engine gestartet. Wenn Sie die Back-End-Services stoppen, während die OpenStack-Services für die Heat-Engine ausgeführt werden, schlagen die OpenStack-Services für die Heat-Engine fehl. Wenn Sie die Engine nicht gestartet haben, können Sie diese Services stoppen. Beispiel: Mit den folgenden Befehlen werden die Back-End-Services in RHEL 7 gestoppt:
    systemctl stop rabbitmq-server.service
    systemctl stop mariadb.service
    systemctl stop openstack-keystone.service
    Zum Interagieren mit der Heat-Engine verwenden Sie die zugehörigen bereitgestellten Berechtigungsnachweise in Ihrem Benutzerverzeichnis. Die clientrc-Datei, die die Berechtigungsnachweise für die Heat-Engine enthält, enthält auch die Berechtigungsnachweise für den Keystone-Identitätsservice. Führen Sie die folgenden Befehle aus:
    source ~/clientrc
    openstack endpoint list
    heat stack-list
    Sie können auch ausschließlich mit dem Keystone-Identitätsservice interagieren, indem Sie die zugehörigen vorbereiteten Dateien mit Berechtigungsnachweisen in Ihrem Benutzerverzeichnis verwenden. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die Datei mit den Berechtigungsnachweisen zu laden:
    source ~/keystonerc
    Führen Sie für Version 6.2.2 und höher den folgenden Befehl aus:
    openstack endpoint list
    Da die Keystone-Befehlszeilenschnittstelle veraltet ist, führen Sie stattdessen Befehle für den OpenStack-Client aus. Informationen hierzu finden Sie in der OpenStack-Dokumentation.

    Nachdem Sie die OpenStack-Services für die Heat-Engine gestartet haben, können Sie unter der folgenden URL auf die REST-API zugreifen: http://host_name:8004.


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