VSAM-Dateimerkmale

Sie können die folgenden VSAM-Dateikenndaten angeben, wenn Sie eine VSAM-Datei zuordnen.

Einige Informationen in den folgenden Felddefinitionen stammen aus der Veröffentlichung VSAM Demystified (IBM Form SG24-6105-01). Weitere Informationen zu dieser Veröffentlichung finden Sie über die zugehörigen Links.

VSAM-Typ: Wählen Sie den VSAM-Dateityp für die Zuordnung aus:

KSDS: Datei in Schlüsselfolge. Eine VSAM-Datei, deren Datensätze in aufsteigender Schlüsselfolge geladen und durch einen Index gesteuert werden. Die Datensätze werden durch schlüsselbasierten oder adressierten Zugriff abgerufen und gespeichert; neue Datensätze werden in Abhängigkeit des innerhalb der Datei zugeordneten freien Speicherplatzes in Schlüsselfolge eingefügt. Relative Byteadressen von Datensätzen können sich aufgrund von Steuerintervallen oder Steuerbereichsteilungen ändern.

ESDS: Datei in Zugangsfolge. Eine Datei, deren Datensätze unabhängig vom Inhalt geladen werden und deren relative Byteadressen nicht geändert werden können. Neue Datensätze werden am Ende der Datei eingefügt.

RRDS: Datei für relative Sätze. Ein VSAM-Dateityp, der Datensätze mit fester Länge enthält, auf die durch eine relative Satznummer zugegriffen wird.

Katalog-ID: Gibt den ICF-Katalog (Integrated Catalog Facility, integrierte Katalogfunktion) an, der den Eintrag für diese Datei enthält. Die Standardeinstellung ist die Suchreihenfolge des Systemkatalogs.

VSAM-Zuordnungen: Durch Angabe eines Namens für die Daten- und die Indexkomponente einer VSAM-Datei kann der Datenteil separat vom Indexteil verarbeitet werden.

Daten: Gibt die Datenkomponente der Datei an. Die Datenkomponente ist der Teil einer VSAM-Datei, eines Alternativindex oder eines Katalogs, der die Datensätze enthält. Wenn der Datenname nicht angegeben wird, wird er generiert.

Index: Gibt die Indexkomponente der Datei an. Mithilfe des Index kann VSAM im Falle der Anforderung eines Datensatzes mit einem bestimmten Schlüssel willkürlich einen Datensatz aus der Datenkomponente abrufen. Wenn der Indexname nicht angegeben wird, wird er generiert.

Schlüssellänge: Die Länge des Schlüsselfelds innerhalb der einzelnen Datensätze. Geben Sie einen Wert zwischen 1 und 255 an. Dieses Feld wird von VSAM zur Indexerstellung verwendet. Die Summe aus Schlüssellänge und Schlüsseloffset darf die Länge des kürzesten Datensatzes nicht überschreiten.

Schlüsseloffset: Die Position des Schlüssels innerhalb des Datensatzes. Geben Sie einen Wert zwischen 0 und der Länge des kürzesten Datensatzes an. Die Summe aus Schlüssellänge und Schlüsseloffset darf die Länge des kürzesten Datensatzes nicht überschreiten.

Steuerintervallgröße: Die Größe des Steuerintervalls für die Datenkomponente der Datei. Ein Steuerintervall ist ein Bereich mit fester Länge, in dem VSAM Datensätze speichert. Es ist die Übertragungseinheit zwischen VSAM und dem Plattenspeicher.

Pufferspeicher: Der Pufferspeicher, der beim Öffnen mindestens zugeordnet wird.

Regionsübergreifend gemeinsam nutzen: Geben Sie an, wie der Cluster von den Benutzern auf einem System gemeinsam genutzt werden kann:

1: Der Cluster kann zur Verarbeitung von Leseoperationen von einer beliebigen Anzahl Benutzern gemeinsam genutzt werden; zur Verarbeitung von Lese- und Schreiboperationen ist der Zugriff auf den Cluster nur durch einen Benutzer möglich.

2: Der Cluster kann zur Verarbeitung von Leseoperationen von einer beliebigen Anzahl Benutzern gemeinsam genutzt werden; zur Verarbeitung von Schreiboperationen ist der Zugriff auf den Cluster nur durch einen Benutzer möglich.

3: Der Cluster kann von allen Benutzern ohne Einschränkung gemeinsam genutzt werden.

4: Der Cluster kann von allen Benutzern ohne Einschränkung gemeinsam genutzt werden; die für die Direktverarbeitung verwendeten Puffer werden für jede Anforderung aktualisiert.

Wiederverwenden: Mit JA oder NEIN können Sie angeben, ob die Datei beim Öffnen auf einen leeren Status zurückgesetzt werden kann.

Wiederherstellung: Mit JA oder NEIN können Sie angeben, ob der für die Datenkomponente zugeordnete Speicher vor dem Einfügen von Datensätzen formatiert werden soll.

Umfasst: Mit JA oder NEIN können Sie angeben, ob ein Datensatz Steuerintervalle umfassen soll.

Löschen: Mit JA oder NEIN können Sie angeben, ob der von der Datei belegte Speicherplatz beim Löschen der Datei mit binären Nullen überschrieben werden soll. Lassen Sie dieses Feld leer, um die Löschoption zu verwenden, die beim Definieren oder bei der letzten Änderung des Eintrags definiert wurde.

Schreibprüfung: Mit JA oder NEIN können Sie angeben, ob der Katalog beim Schreiben eines Datensatzes durch die Operation einer Einheit mit Direktzugriff (eine sogenannte Schreibprüfung) überprüft werden soll.

Speicherbereichseinheiten: Definiert die Einheit des primären und sekundären Bereichs, die zugeordnet werden soll. Der Standardwert ist TRK. Wählen Sie einen der folgenden Werte aus:

REC: Ein Datensatz mit durchschnittlicher Größe.

KB: Ein Kilobyte (1024 Byte).

MB: Ein Megabyte (1048576 Byte).

TRK: Ein Protokoll einer DASD-Einheit.

CYL: Ein Zylinder einer DASD-Einheit.

Primäre Einheiten: Die Menge des DASD-Speicherbereichs für die Zuordnung des primären Bereichs. Der Bereich hängt von der angegebenen Speicherbereichseinheit und dem Typ der DASD-Einheit ab. Der Standardwert ist 10.

Sekundäre Einheiten: Die Menge des DASD-Speicherbereichs für die Zuordnung des sekundären Bereichs. Der Bereich hängt von der angegebenen Speicherbereichseinheit und dem Typ der DASD-Einheit ab. Der Standardwert ist 10.

Durchschnittliche RECSIZE: Für RRDS die Länge aller Datensätze in der Datei; für andere Dateitypen die durchschnittliche Länge der Datensätze in der Datei.

Maximale RECSIZE: Die maximale Länge der Datensätze.

Freier Speicherbereich des Steuerintervalls in Prozent: Für jedes Steuerintervall der Prozentsatz, der beim erstmaligen Laden der VSAM-Datei, während einer Masseneinfügeoperation und nach der Teilung eines Steuerintervalls als freier Speicherbereich reserviert werden muss.

Freier Speicherbereich des Steuerbereichs in Prozent: Für jeden Steuerbereich der Prozentsatz, der beim erstmaligen Laden der VSAM-Datei, während einer Masseneinfügeoperation und nach der Teilung eines Steuerintervalls als freier Speicherbereich reserviert werden muss.

Seriennummer(n) des Datenträgers: Geben Sie einen Datenträger an, auf dem den Komponenten eines Clusters Speicher zugeordnet werden soll.

Steuerintervallgröße: Die Größe des Steuerintervalls für die Indexkomponente des Clusters.

SMS-Definitionen: SMS (Storage Management Subsystem) ist eine Betriebsumgebung zur Automatisierung und Zentralisierung der Speicherverwaltung. Mit SMS kann der Speicheradministrator die Definitionen für Datenklassen, Speicherklassen, Verwaltungsklassen, Speichergruppen und ACS-Routinen steuern.

Datenklasse: Der Name einer in der SMS-Installation (System Managed Storage, systemverwalteter Speicher) definierten Datenklasse. Geben Sie ohne SMS keine Werte auf einem System ein.

Speicherklasse: Der Name einer in der SMS-Installation definierten Speicherklasse. Geben Sie ohne SMS keine Werte auf einem System ein.

Verwaltungsklasse: Der Name einer in der SMS-Installation definierten Verwaltungsklasse. Geben Sie ohne SMS keine Werte auf einem System ein.