Db2 11.1

Operator TBSCAN

Dieser Operator stellt eine Tabellensuche dar.

Operatorname: TBSCAN

Aufgabe: Stellt eine Tabellensuche dar, die Zeilen abruft, indem alle erforderlichen Daten direkt aus den Datenseiten gelesen werden.

Dieser Typ von Suche wird vom Optimierungsprogramm in den folgenden Fällen einer Indexsuche vorgezogen:
  • Der durchsuchte Wertebereich tritt häufig auf (d. h. es muss auf den größten Teil der Tabelle zugegriffen werden).
  • Die Tabelle ist klein.
  • Die Clusterbildung des Index ist gering.
  • Es ist kein Index vorhanden.
Vorschläge zur Leistungsverbesserung:
  • Eine Indexsuche ist effizienter als eine Tabellensuche, wenn die Tabelle groß ist und auf die meisten Zeilen der Tabelle nicht zugegriffen wird. Wenn Sie die Wahrscheinlichkeit erhöhen wollen, dass das Optimierungsprogramm in diesem Fall eine Indexsuche verwendet, sollten Sie Indizes den Spalten hinzufügen, für die es selektive Vergleichselemente gibt.
  • Wenn ein Index bereits vorhanden ist, jedoch nicht verwendet wurde, sollten Sie überprüfen, ob selektive Vergleichselemente für alle führenden Spalten vorhanden sind. Wenn diese Vergleichselemente vorhanden sind, sollten Sie als Nächstes überprüfen, ob der Grad der Clusterbildung für den Index hoch ist.
  • Überprüfen Sie, ob die Größe des Tabellenbereichs für den Vorablesezugriff ausreichend ist, sodass der Vorablesezugriff nicht an die Eingabe/Ausgabe gebunden ist.
  • Wenn die Statistikdaten nicht auf dem aktuellen Stand sind, aktualisieren Sie sie mit dem Befehl RUNSTATS.

    Die Statistikdaten zu Quantilen und häufigen Werten stellen Informationen zur Selektivität von Vergleichselementen bereit. Diese Statistikdaten werden z. B. verwendet, um zu bestimmen, wann eine Indexsuche einer Tabellensuche vorgezogen wird. Wenn Sie diese Werte aktualisieren wollen, verwenden Sie den Befehl RUNSTATS für eine Tabelle mit der Klausel WITH DISTRIBUTION.