Zugriff auf CICS über TCP/IP

TCP/IP ermöglicht eine Kommunikation von Prozess zu Prozess, was bedeutet, dass Anrufe ein Adressierungsschema benötigen, das sowohl die physische Host-Verbindung als auch den Software-Prozess oder die Anwendung spezifiziert. Bei TCP/IP wird der Host durch eine Internetadresse und der Prozess durch eine Portnummer angegeben. Internetadressen werden an anderer Stelle auch als Internetprotokoll (IP)-Adressen oder Host-IDs bezeichnet.

Abbildung 1 zeigt zwei physische Hosts Host A und Host B und mehrere Softwareprozesse oder Anwendungen C, D, E, F, G und H. Die Host-Adresse von Host A ist 129.126.178.99, die Port-Nummern 21, 23 und 400 sind den Prozessen C, D bzw. E zugewiesen. Die Host-Adresse von Host B ist 123.156.189.2 mit den Port-Nummern 3300, 3301 und 3302, die jeweils den Prozessen F, G und H zugewiesen sind.
Abb. 1. Wie die Anträge behandelt werden
Dieses Diagramm zeigt zwei physische Hosts Host A und Host B und mehrere Softwareprozesse oder Anwendungen C, D, E, F, G und H. Die Host-Adresse von Host A ist 129.126.178.99, die Port-Nummern 21, 23 und 400 sind den Prozessen C, D bzw. E zugewiesen. Die Host-Adresse von Host B ist 123.156.189.2 mit den Port-Nummern 3300, 3301 und 3302, die den Prozessen F, G bzw. H zugewiesen sind.

Eine eingehende Verbindungsanfrage spezifiziert den gewünschten Server durch Angabe der Portnummer des Servers.

In Abbildung 1 zum Beispiel wird ein Anruf, der die Anschlussnummer 21 auf Host A anfordert, an den Prozess C weitergeleitet.

Bekannte Ports kennzeichnen Server, die Standarddienste wie das File Transfer Protocol (FTP) oder Telnet anbieten. Ein und demselben Dienst wird immer dieselbe Portnummer zugewiesen, so dass z. B. FTP immer 21 und Telnet immer 23 ist. Netze reservieren im Allgemeinen die Portnummern 1 bis 255 für bekannte Ports.

Client-Anwendungen müssen sich auch mit Portnummern identifizieren, damit die Server-Anwendungen verschiedene Verbindungsanfragen unterscheiden können.

Die Methode der Zuweisung von Client-Portnummern muss sicherstellen, dass die Nummern eindeutig sind; solche Portnummern werden als ephemere Portnummern bezeichnet. In Abbildung 1 ist beispielsweise der Prozess F mit der Portnummer 3300 auf Host B zugewiesen.