Sie können das Script configureProxyServer.py verwenden, um die Funktion eines Weiterleitungsservers für den Process Center-Cluster oder die Process Server-Cluster zu erstellen, wenn Sie über mehr als einen Knoten in Ihrer Topologie verfügen.
Verwenden Sie diese Informationen zur Konfiguration des WebSphere-Proxy-Servers. Alternativ können Sie einen beliebigen anderen Proxy-Server oder HTTP-Server verwenden. Informationen zum Konfigurieren eines anderen Proxy-Servers oder eines HTTP-Servers
können Sie der Dokumentation des verwendeten Produkts entnehmen.
Tipp: für IBM® BPM ab Version 8.5
müssen Sie keinen Router verwenden, um auf Heritage Process Portal in einer
Umgebung mit drei Clustern zuzugreifen.
Vorbereitende Schritte
Wenn Sie den WebSphere-Proxy-Server einsetzen möchten, müssen Sie entscheiden, ob
Sie die Konfiguration manuell über die Administrationskonsole oder über ein Script vornehmen möchten.
Tipp: Das Script verwendet Standardwerte, die für die Erstellung eines Proxy-Servers in einer einfachen Umgebung geeignet sind.
Wenn Sie komplexere Umgebungen nutzen (z. B. der Ausführung des Proxys in einer DMZ ohne normalen Zugriff auf den Rest der Zelle) oder
nicht die vom Script eingesetzten Standardwerte verwenden wollen, ist das Script nicht geeignet.
Informationen zu diesem Vorgang
Das Script 'configureProxyServer' bietet eine einfache Möglichkeit, die Funktion eines Weiterleitungsservers für Process Center-Server
oder Process Server zu erstellen, wenn Sie über mehr als einen Knoten in Ihrer Topologie verfügen.
Vorgehensweise
- Gehen Sie wie folgt vor, wenn Sie einen WebSphere-Proxy-Server über ein Script konfigurieren möchten.
- Wechseln Sie in das Verzeichnis mit den Proxy-Scripts.

cd installationsstammverzeichnis/BPM/Lombardi/tools/proxy
cd installationsstammverzeichnis\BPM\Lombardi\tools\proxy
Dieses
Verzeichnis enthält die folgenden Scripts:
- configureProxyServer.py

configureProxyServer.sh
configureProxyServer.bat
Mithilfe
der .sh- und .bat-Dateien können Sie das .py-Script bequem ausführen.
- Erstellen und konfigurieren Sie den WebSphere-Proxy-Server mit einem der folgenden
Befehle:
- wsadmin -f configureProxyServer.py optionen

configureProxyServer.sh optionen
configureProxyServer.bat optionen
Dabei
steht optionen für einen der folgenden Parameter:
- -d, --deployment-environment name_der_umgebung
- Dieser optionale Parameter gibt den Namen der Implementierungsumgebung an,
für die ein Proxy-Server konfiguriert werden soll. Wenn Sie keine
Implementierungsumgebung angeben, wird ein Proxy-Server für jede Implementierungsumgebung
erstellt.
- -n, --node knotenname
- Dieser optionale Parameter gibt den Namen des Knoten an, auf dem
die
Proxy-Server implementiert werden sollen. Wenn Sie keinen Knoten festlegen, wird ein
Knoten für Sie ausgewählt.
- --no-save
- Dieser optionale Parameter gibt an, dass Änderungen an der Konfiguration
nicht gespeichert werden sollen.
- --no-sync
- Dieser optionale Parameter gibt an, dass Änderungen nicht knotenübergreifend
synchronisiert werden sollen.
- Sie müssen alle Cluster in der Implementierungsumgebung neu starten, nachdem Sie das Script configureProxyServer ausgeführt haben.
- Gehen Sie wie folgt vor, wenn Sie einen WebSphere-Proxy-Server manuell über die Administrationskonsole konfigurieren möchten.
- Legen Sie den Knoten fest, der den Proxy-Server bereitstellen soll. Bei Bedarf erstellen und binden Sie einen neuen verwalteten Knoten ein. Vermerken Sie den Hostnamen des Knotens als proxy-hostname.
- Erstellen Sie den Proxy-Server über die Administrationskonsole, indem Sie auf
klicken.
- Ermitteln Sie die Portnummern des Proxy-Servers. Klicken Sie auf und notieren Sie die Portwerte für proxy-http-port und proxy-https-port, die den Portwerten
der Endpunkte namens PROXY_HTTP_ADDRESS und PROXY_HTTPS_ADDRESS entsprechen.
- Werden für proxy-http-port und
proxy-https-port
die Standardwerte 80 und 443 verwendet, können Sie mit
dem
Schritt
8
fortfahren.
- Fügen Sie die folgenden Hostaliasnamen zum virtuellen Host
default_host hinzu:
- Hostname: * Port: proxy-http-port
- Hostname: * Port: proxy-https-port
- Vermerken Sie für jedes einzelne Cluster-Member im Cluster für Anwendungsimplementierung in Ihrer Implementierungsumgebung den Portwert für den Endpunkt WC_defaulthost_secure als
https-port_des_cluster-members.
- Fügen Sie Regeln für das Umschreiben hinzu. Klicken Sie auf und
fügen Sie anschließend für jeden Wert für
https-port_des_cluster-members, den Sie im Schritt
6
vermerkt haben, die folgenden Regeln für das Umschreiben zu dem Proxy-Server hinzu,
den Sie im Schritt
2
erstellt haben:
- Quellen-URL-Muster:
https://proxy-hostname:https-port_des_cluster-members/*
- Ziel-URL-Muster: https://proxy-hostname:proxy-https-port/*
- Definieren Sie die angepasste Eigenschaft cache.query.string. Klicken Sie auf
und fügen Sie die folgende angepasste Eigenschaft
zu den Proxy-Server-Einstellungen hinzu:
- Name: cache.query.string
- Wert: true
- Starten Sie alle Cluster in der Implementierungsumgebung erneut.
- Starten Sie den Proxy-Server.
- Um einen anderen Typ von Weiterleitungsserver oder einen vorhandenen Weiterleitungsserver wie beispielsweise einen Web-Server, Proxy-Server oder Reverse-Proxy-Server zu konfigurieren, verwenden Sie die Dokumentation für das Produkt, das Sie für die Weiterleitungsanforderungen verwenden.
Ergebnisse
Sie verfügen über einen Weiterleitungsserver, der für die Unterstützung einer Topologie mit mehr als einem Knoten konfiguriert wurde.
Nächste Schritte
Nachdem Sie den Proxy-Server abhängig von Ihrer Netztopologie konfiguriert haben, können die Firewall und die Web-Clients nur über die Ports des Proxy-Servers zugreifen. Sie müssen IBM BPM anpassen, um mit einem Web-Server zu arbeiten, der die Endpunktkonfiguration abschließt.
Wenn Sie für die Authentifizierung ein Produkt eines Fremdanbieters verwenden, stellen Sie sicher, dass dieses ordnungsgemäß mit dem neuen Proxy funktioniert. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt
Authentifizierungsprodukte anderer Anbieter konfigurieren.