Befehl "sedmgr"
Zweck
Zeigt das SED-Flag (Stack Execution Disable) des Systems oder von ausführbaren Dateien an und legt es fest.
Syntax
sedmgr [-m {off | all | select | setidfiles}] [-o {on | off}] [-c {system | request | exempt} {Dateiname | Dateigruppe}] [-d {Dateiname | Verzeichnisname}] [-h]
Beschreibung
Der Befehl sedmgr ist der Manager der SED-Funktion (Stack Execution Disable). Sie können mit dem Befehl auch die Stackausführung im System aktivieren und den Ausführungsgrad steuern. Außerdem können Sie diesen Befehl verwenden, um die verschiedenen Flags in einer ausführbaren Datei zu setzen, die SED steuern. Änderungen an der systemweiten Moduseinstellung werden erst nach einem Warmstart des Systems wirksam.
Die systemweite Einstellung kann nur vom Rootbenutzer geändert werden. Andere Festlegungs- und Zurücksetzungsoptionen für einzelne ausführbare Dateien sind nur dann erfolgreich, wenn der Benutzer Schreibberechtigungen für die Datei besitzt. Die SED-Funktion ist nur in den AIX® 64-Bit-Kernel-Betriebssystemen verfügbar.
Wenn der Befehl sedmgr ohne Parameter aufgerufen wird, zeigt er die aktuelle Einstellung in Bezug auf die Umgebung zum Inaktivieren der Stackausführung an.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Stack Execution Disable Protection unter Login control in der Security.
Flags
| Element | Beschreibung |
|---|---|
| -c | Legt die SED-Flags "request" und "exempt" im Header einer ausführbaren Datei fest oder setzt sie zurück. Setzt außerdem das SED-Prüfflag für "request" und "exempt"
in den Headern aller ausführbaren Dateien in einer Dateigruppe. Diese Option setzt Schreibberechtigung für die Datei voraus bzw. Rootberechtigung, falls eine Dateigruppe angegeben ist. Die möglichen Werte sind im Folgenden beschrieben:
|
| -d | Zeigt das Prüfflag für SED-Anforderung und SED-Ausnahme für ausführbare Dateien an. Die Flags für SED-Anforderung und SED-Ausnahme sind im Dateiheader einer ausführbaren Datei enthalten. Wenn ein Verzeichnis angegeben wird, werden alle ausführbaren Dateien in diesem Verzeichnis und seinen Unterverzeichnissen mit ihren SED-relevanten Flags angezeigt. Dieses Flag setzt Leseberechtigung für Dateiname oder Verzeichnisname voraus. Das Flag -d kann nicht zusammen mit den Flags -m, -o und -c verwendet werden. |
| -h | Zeigt die Syntax des Befehls sedmgr an. |
| -m | Legt den systemweiten SED-Modus fest, wenn der Prozessor SED unterstützt. Änderungen an der systemweiten Einstellung erfordern einen Systemneustart, um wirksam zu werden. Diese Option akzeptiert einen der folgenden Werte:
|
| -o | Diese Option ermöglicht SED, die Prozesse zu überwachen, anstatt sie zu beenden, wenn Ausnahmen auftreten. Wenn Sie diese Option verwenden, können Sie feststellen, ob eine ausführbare Datei eine zulässige Stackausführung durchführt. Diese Einstellung funktioniert mit dem systemweiten Modus, der mit der Option -c festgelegt wurde. Das Steuerflag für die SED-Überwachung gehört zu den systemweiten SED-Einstellungen, die in ODM gespeichert werden. Zum Ändern dieser Einstellung ist Rootberechtigung erforderlich. Die gültigen Werte für dieses Flag sind im Folgenden beschrieben:
|
| None | Wenn kein Flag angegeben ist, zeigt der Befehl sedmgr die aktuelle Einstellung in Bezug auf die Umgebung zum Inaktivieren der Stackausführung an. Sie zeigt die aktuelle SED-Einstellung in der Kernelstruktur var und die systemweiten SED-Einstellungen in ODMan. |
Parameter
| Element | Beschreibung |
|---|---|
| Dateiname | Der Name der ausführbaren Datei, deren SED-Einstellungen geändert werden. Setzt Schreibberechtigung voraus. |
| Dateigruppe | Eine Gruppe ausführbarer Dateien, deren SED-Einstellungen geändert werden, wenn kein Dateiname angegeben wird. Setzt Rootberechtigung voraus. |
| Verzeichnisname | Verzeichnis der ausführbaren Dateien und alle Unterverzeichnisse von ausführbaren Dateien, deren SED-Prüfflags mit dem Flag -d angezeigt werden. |
Exitstatus
| Element | Beschreibung |
|---|---|
| 0 | Der Befehl wurde erfolgreich ausgeführt. |
| 255 | Es ist ein Fehler aufgetreten. |
Sicherheit
Zugriffssteuerung: Dieser Befehl muss ein Standardbenutzerbefehl sein und das TCB-Attribut (Trusted Computing Base) haben.
Beispiele
- Geben Sie Folgendes ein, um das systemweite SED-Modusflag in setidfiles und das SED-Steuerflag in "on" zu ändern:
sedmgr -m setidfiles -o on - Geben Sie Folgendes ein, um das SED-Prüfflag für die Datei plans in
exemptzu ändern:sedmgr -c exempt plans - Geben Sie Folgendes ein, um das SED-Prüfflag für alle ausführbaren Dateien, die als TCB-Datei markiert sind, in select zu ändern:
sedmgr -c request TCB_files - Geben Sie Folgendes ein, um das SED-Prüfflag der Datei plans anzuzeigen:
sedmgr -d plans
Einschränkungen
| Ereignis | Informationen |
|---|---|
| SEDMGR_Odm | Systemweite SED-Einstellung. |
| SEDMGR_File | SED-Einstellung in einem Header einer ausführbaren Datei. |
Weitere Informationen zur richtigen Auswahl und Gruppierung von Audit-Ereignissen und zur Konfiguration der Sammlung von Audit-Ereignissen finden Sie unter Einrichten von Auditing im Abschnitt Auditing-Übersicht unter Sicherheit.
Position
/usr/sbin/sedmgr
Dateien
| Element | Beschreibung |
|---|---|
| /usr/bin/tcbck | Zugriff im ausführbaren Modus. |
| /usr/bin/ldedit | Zugriff im ausführbaren Modus. |