Socketschnittstelle zu Netzfunktionen

In diesem Abschnitt werden die IPC-Funktionen (Socket Interprocess Communication) erläutert.

Die IPC-Funktionen (IPC = Socket Interprocess Communication), die in der Abbildung mit den Beispielen für die Betriebssystemebene dargestellt sind (Abbildung 1), werden auf Netzeinrichtungen aufgeschichtet. Daten fließen von einem Anwendungsprogramm über die Socketebene zur Netzunterstützung. Ein protokollbezogener Status wird in zusätzlichen Datenstrukturen verwaltet, die für die unterstützenden Protokolle spezifisch sind. Die Socketebene übergibt die Verantwortung für den Speicher, der den übertragenen Daten zugeordnet ist, an die Netzebene.

Abb. 1. Beispiele für Betriebssystemebenen
Dieses Diagramm zeigt drei Ebenen auf der linken Seite von oben: Socketebene, Netzprotokolle und Netzschnittstellen. Die drei Schichten auf der rechten Seite lauten wie folgt: Datenstromsocket, TCP/IP-Protokolle und 10M-bit -Ethernet. Daten fließen in beide Richtungen zwischen Schichten derselben Ebene (z. B. zwischen der Socketschicht und dem Datenstromsocket).

Einige der von der Socket-IPC-Funktion unterstützten Kommunikationsdomänen bieten Zugriff auf Netzprotokolle. Diese Protokolle werden als separate Softwareschicht logisch unterhalb der Socket-Software im Kernel implementiert. Der Kernel stellt Hilfsservices wie Pufferverwaltung, Nachrichtenrouting, standardisierte Schnittstellen zu den Protokollen und Schnittstellen zu den Netzschnittstellentreibern für die Verwendung der verschiedenen Netzprotokolle bereit.

Benutzeranforderungs-und Steuerausgabesubroutinen dienen als Schnittstelle von den Socket-Subroutinen zu den Kommunikationsprotokollen.

Anmerkung: Socketfehlercodes, die für Netzkommunikationsfehler ausgegeben werden, sind als Codes 57 bis 81 definiert und befinden sich in der Datei /usr/include/sys/errno.h .