Befehl "vmo"
Zweck
Verwaltet die optimierbaren Parameter des Virtual Memory Manager (VMM).
Syntax
vmo [ -p| -r] [ -y ] { -o optimierbarer_Parameter [= neuer_Wert] }
vmo [ -p |-r ] [ -y ] { -d optimierbarer_Parameter }
vmo -h [ optimierbarer_Parameter ]
vmo [ -F ] -L [ optimierbarer_Parameter ]
vmo [ -F ] -x [ optimierbarer_Parameter ]
Beschreibung
Verwenden Sie den Befehl vmo, um die Optimierungsparameter von Virtual Memory Manager zu konfigurieren. Dieser Befehl legt die aktuellen oder Warmstartwerte für alle VMM-Optimierungsparameter fest oder zeigt sie an. Dieser Befehl kann auch permanente Änderungen vornehmen oder Änderungen bis zum nächsten Warmstart zurückstellen. Ob der Befehl einen Parameter setzt oder anzeigt, wird durch das zugehörige Flag bestimmt. Mit dem Flag -o können beide Aktionen angegeben werden. Es kann entweder den Wert eines Parameters anzeigen oder einen neuen Wert für einen Parameter festlegen.
Der Virtual Memory Manager (VMM) verwaltet eine Liste freier Seitenrahmen im realen Speicher. Diese Seitenrahmen können virtuelle Speicherseiten aufnehmen, die für die Behebung von Fehlseitenbedingungen erforderlich sind. Wenn die Anzahl der Seiten in der Liste freiber Seitenrahmen unter die mit dem Parameter minfree angegebenen Werte fällt, beginnt VMM, Seiten zu stehlen, um sie der Liste freier Seitenrahmen hinzuzufügen. VMM fährt mit dem Stehlen von Seitenrahmen fort, bis in der Liste freier Seitenrahmen mindestens so viele Seiten enthalten sind, wie mit dem Parameter maxfree angegeben ist.
Wenn die Anzahl an Dateiseiten (permanente Seiten) im Hauptspeicher unter dem mit dem Parameter minperm% angegebenen Wert liegt, stiehlt VMM unabhängig von den Neueinlagerungsraten Rahmen aus den Rechen- oder Dateiseiten. Wenn die Anzahl der Dateiseiten den mit dem Parameter maxperm% angegebenen Wert überschreitet, stiehlt VMM Rahmen nur aus Dateiseiten. Dazwischen stiehlt VMM normalerweise nur Dateiseiten. Wenn die Neueinlagerungsrate für Dateiseiten jedoch höher ist als Neueinlagerungsrate für Rechenseiten, werden auch Rechenseiten gestohlen.
Sie können auch die Schwellenwerte ändern, anhand derer entschieden wird, ob der Paging-Bereich des Systems erschöpft ist. Der Parameter npswarn gibt die Anzahl verfügbarer Seiten im Paging-Bereich an, bei der das System Warnungen ausgibt, um darauf hinzuweisen, dass der Paging-Bereich knapp ist. Der Parameter npskill gibt die Anzahl verfügbarer Seiten im Paging-Bereich an, bei der das System die Prozesse zur Freigabe von Paging-Bereich stoppt.
Auswirkungen der Änderungen optimierbarer Parameter
Eine unsachgemäße Verwendung dieses Befehls kann zu Leistungseinbußen und Betriebssystemausfällen führen. Bevor Sie mit dem Befehl vmo experimentieren, sollten Sie die Dokumente Performance overview of the Virtual Memory Manager und Enhanced JFS file system cache limit with the maxclient parameter lesen.
Machen Sie sich vor der Änderung eines optimierbaren Parameters mit allen seinen Merkmalen vertraut. Lesen Sie dazu die Informationen im Abschnitt Optimierbare Parameter und auch alle aufgeführten Referenzabschnitte, um den Zweck des jeweiligen Parameters vollständig zu verstehen.
Stellen Sie anschließend sicher, dass die Abschnitte "Dignose" und "Optimierung" für diesen Parameter auch wirklich auf Ihre Situation zutreffen und dass eine Änderung des Parameterwerts zu einer Verbesserung der Leistung Ihres Systems beiträgt.
Wenn die Abschnitte "Diagnose" und "Optimierung" beide "N/Z" enthalten, sollten Sie den Parameter nur ändern, wenn Sie dazu vom AIX-Entwicklungsteam angewiesen werden.
Flags
| Element | Beschreibung |
|---|---|
| -a | Zeigt die aktuellen, Warmstart- (bei Verwendung der Option -r) oder
die permanenten Werte (bei der Verwendung der Option -p) für alle optimierbaren Parameter zeilenweise in Form von
optimierbarer_Parameter=Wert-Paaren an.
Für die permanente Option wird nur dann ein Wert für einen Parameter angezeigt, wenn der Warmstartwert und der aktuelle Wert identisch sind.
Andernfalls wird NONE als Wert angezeigt.
|
| -d optimierbarer_Parameter | Setzt den Parameter optimierbarer_Parameter auf seinen Standardwert zurück.
Wenn ein Parameter optimierbarer_Parameter, der geändert werden muss, weil er nicht auf seinen Standardwert gesetzt ist, einen
oder mehrere der folgenden Kriteriensätze erfüllt, wird eine Warnung angezeigt und es werden keine Änderungen am Parameter vorgenommen:
|
| -D | Setzt alle optimierbaren Parameter auf ihre Standardwerte zurück.
Wenn optimierbare Parameter, die geändert werden müssen, weil sie nicht auf ihre Standardwerte gesetzt sind oder weil sie einen oder mehrere der folgenden Kriteriensätze erfüllen,
wird eine Warnung angezeigt, und es werden keine Änderungen vorgenommen:
|
| -F | Erzwingt die Anzeige der eingeschränkten optimierbaren Parameter, wenn die Option -a, -L oder -x eigenständig in der Befehlszeile angegeben werden, um alle optimierbaren Parameter aufzulisten. Wenn das Flag -F nicht angegeben ist, werden eingeschränkte optimierbare Parameter nicht angezeigt, sofern diese nicht explizit mit einer Anzeigeoption angegeben werden. |
| -h [optimierbarer_Parameter] | Zeigt Hilfe zum angegebenen optimierbaren Parameter. Andernfalls wird der Verwendungshinweis für den Befehl vmo angezeigt. |
| -L [ optimierbarer_Parameter ] | Listet die Merkmale eines oder aller optimierbaren Parameter zeilenweise im folgenden Format auf:
|
| -o optimierbarer_Parameter[=neuer_Wert] | Zeigt den Wert des optimierbaren Parameters an oder setzt ihn auf neuer_Wert.
Wenn ein optimierbarer Parameter geändert werden muss (der angegebene Wert weicht vom aktuellen Wert ab), den Typ Bosboot oder Reboot hat
oder den Typ Incremental hat und sein aktueller Wert höher ist als der angegebene Wert und -r nicht verwendet wird,
wird der optimierbare Parameter nicht geändert, sondern eine Warnung angezeigt.
Wenn das Flag -r ebenfalls verwendet wird und kein neuer Wert angegeben ist, wird der Warmstartwert für den optimierbaren Parameter angezeigt.
Wenn das Flag -p ebenfalls verwendet wird und kein neuer Wert angegeben ist, wird nur dann ein Wert angezeigt, wenn der aktuelle Bootwert und der Warmstartwert für den
optimierbaren Parameter identisch sind.
Andernfalls wird |
| -p | Wenn dieses Flag in Kombination mit -o, -d oder -D verwendet wird,
gelten die Änderungen für die aktuellen und die Warmstartwerte, d. h., die Datei /etc/tunables/nextboot wird zusätzlich zum aktuellen Wert geändert.
Diese Kombinationen können für Parameter der Typen Reboot und Bosboot nicht verwendet werden, weil deren aktueller Wert nicht geändert werden kann.
Wenn dieses Flag zusammen mit dem Flag -a oder -o ohne Angabe eines neuen Werts verwendet wird,
werden nur dann Werte angezeigt, wenn der aktuelle Wert und der Warmstartwert für einen Parameter identisch sind.
Andernfalls wird |
| -r | Wenn das Flag -r zusammen mit der Option -a oder -o ohne Angabe eines neuen Werts verwendet wird,
werden nur dann Werte angezeigt, wenn der aktuelle Wert und der Warmstartwert für einen Parameter identisch sind.
Andernfalls wird NONE als Wert angezeigt.
Das Flag -r ändert die Warmstartwerte, wenn es zusammen mit dem Flag -o, -d oder -D verwendet wird.
Sie können beispielsweise die Datei /etc/tunables/nextboot aktualisieren, wenn Sie das Flag -r verwenden.
Wenn ein Parameter des Typs Bosboot geändert wird, wird der Benutzer aufgefordert, den Befehl bosboot auszuführen.
Bei der Verwendung zusammen mit der Option -a oder -o ohne Angabe eines neuen Werts werden die Warmstartwerte für optimierbare Parameter anstelle der aktuellen Werte angezeigt. |
| -x [optimierbarer_Parameter] | Listet die Merkmale eines oder aller optimierbarer Parameter zeilenweise im folgenden (Tabellen-)Format auf:
|
| -y | Unterdrückt die Bestätigungsaufforderung vor der Ausführung des Befehls bosboot. |
Wenn ein eingeschränkter optimierbarer Parameter geändert wird, wird eine Warnung angezeigt, die darauf hinweist, dass ein optimierbarer Parameter mit eingeschränkter Verwendung geändert wurde. Wenn die Option -r oder -p angegeben ist, werden Sie aufgefordert, die Änderung zu bestätigen. Außerdem führen eingeschränkte optimierbare Parameter, die in der Datei /etc/tunables/nexboot enthalten sind und in Werte geändert werden, die von den Standardwerten abweichen (mit einer Befehlszeile, die die Option -r oder -p enthält), beim Warmstart des Systems zu einem Eintrag im Fehlerprotokoll, der die Liste dieser geänderten optimierbaren Parameter enthält.
- K=210
- M=220
- G=230
- T=240
- P=250
- E=260
Bei jeder Änderung (mit -o, -d oder -D), die an einem Parameter des Typs "Mount" vorgenommen wird, wird eine Nachricht angezeigt, die den Benutzer warnt, dass die Änderung nur für künftige Mounts gilt.
Bei jeder Änderung (mit -o, -d oder -D), die an einem Parameter des Typs "Connect" vorgenommen wird, wird inetd neu gestartet und eine Nachricht angezeigt, die den Benutzer warnt, dass die Änderung nur für künftige Socketverbindungen gilt.
Bei jeder Änderung (mit -o, -d oder -D) eines Parameters des Typs Bosboot oder Reboot ohne -r wird eine Fehlernachricht ausgegeben.
Bei jeder Änderung (mit -o, -d oder -D, aber ohne -r) des aktuellen Werts eines Parameters des Typs "Incremental" mit einem neuen Wert, der kleiner ist als der aktuelle Wert, wird eine Fehlernachricht ausgegeben.
Typen optimierbarer Parameter
| Element | Beschreibung |
|---|---|
| Dynamic | Der Parameter kann jederzeit geändert werden. |
| Static | Der Parameter kann nicht geändert werden. |
| Reboot | Der Parameter kann nur während des Warmstarts geändert werden. |
| Bosboot | Der Parameter kann nur geändert werden kann, indem bosboot ausgeführt und die Maschine neu gestartet wird. |
| Mount | Änderungen des Parameters werden erst bei künftigen Dateisystem- oder Verzeichnismounts wirksam. |
| Incremental | Der Parameter kann nur erhöht werden (Bootzeit ausgenommen). |
| Connect | Änderungen am Parameter werden erst bei künftigen Socketverbindungen wirksam. |
| Deprecated | Die Änderung dieses Parameters wird vom aktuellen Release von AIX nicht mehr unterstützt. |
Beachten Sie, dass der aktuelle Parametersatz, der vom Befehl vmo verwaltet wird, nur Parameter der Typen "Static", "Dynamic" und "Bosboot" enthält.
Kompatibilitätsmodus
Bei der Ausführung im Kompatibilitätsmodus (gesteuert mit dem pre520tune-Attribut sys0) sind die Warmstartwerte für Parameter mit Ausnahme von Parametern des Typs "Bosboot" nicht wirklich aussagefähig, weil sie in diesem Modus zur Bootzeit nicht angewendet werden. Weitere Informationen finden Sie in der Veröffentlichung Performance Management.
Im Kompatibilitätsmodus können Sie Warmstartwerte für Optimierungsparameter festlegen, indem Sie Aufrufe von Optimierungsbefehlen in Scripts einfügen, die während der Bootsequenz aufgerufen werden. Parameter des Typs Reboot können ohne Verwendung des Flags -r festgelegt werden, sodass vorhandene Scripts weiterhin funktionieren.
Optimierbare Parameter
vmo -h <Name_des_optimierbaren_Parameters>| Optimierbarer Parameter | Beschreibung |
|---|---|
| ame_cpus_per_pool | Zweck Bestimmt das Verhältnis der CPUs pro komprimiertem Speicherpool. Für jede mit ame_cpus_per_pool angegebene Anzahl von CPUs wird mindestens ein komprimierter Speicherpool erstellt. Optimierung Kleinere Verhältnisse werden verwendet, um Konflikte in komprimierten Speicherpools zu verringern. Dieses Verhältnis ist nicht der einzige Faktor, der verwendet wird, um die Anzahl der komprimierten Speicherpools zu bestimmen (Speichermenge und Layout werden ebenfalls berücksichtigt), sodass bestimmte Änderungen an diesem Verhältnis nicht zu einer Änderung der Anzahl komprimierter Speicherpools führen. |
| ame_maxfree_mem | Zweck Gibt den durchschnittlichen freien Speicher in einer Liste komprimierter Speicherpools an, bei dem VMM den komprimierten Pool verkleinert. Optimierung Es können zu viele Verkleinerungs- und Vergrößerungsoperationen ausgeführt werden, wenn sich die Größe des komprimierten Speicherpools laufend signifikant ändert. Dies kann passieren, wenn sich die Arbeitsspeichergröße für die Workload häufig ändert. Erhöhen Sie diesen optimierbaren Parameter, um den Schwellenwert zu erhöhen, bei dem der VMM einen komprimierten Speicherpool verkleinert, und somit die Gesamtanzahl der Verkleinerungs- und Vergrößerungsoperationen zu verringern. |
| ame_min_ucpool_size | Zweck Definiert die Mindestgröße des nicht komprimierten Pools. Optimierung Wenn der komprimierte Speicherpool zu groß wird, ist möglicherweise nicht genügend Speicherplatz im Speicher vorhanden, um den nicht komprimierten Speicher aufzunehmen, was die Anwendungsleistung aufgrund der übermäßigen Nutzung des komprimierten Speicherpools beeinträchtigen kann. Erhöhen Sie diesen Wert, um die Größe des komprimierten Speicherpools zu begrenzen und mehr nicht komprimierte Seiten verfügbar zu machen. |
| ame_minfree_mem | Zweck Gibt den freien Speicher in einer Liste komprimierter Speicherpools an, bei dem der VMM den komprimierten Pool vergrößert. Optimierung Wenn Prozesse verzögert werden, weil sie auf die Verfügbarkeit von komprimiertem Speicher warten, erhöhen Sie den Wert von ame_minfree_mem, um die Antwortzeiten zu verbessern. Beachten Sie, dass dieser mindestens 64 KB kleiner als ame_maxfree_mem sein muss. |
| ams_loan_policy | Zweck Dieser optimierbare Parameter aktiviert oder inaktiviert das Überlassungsverhalten, wenn der Modus für gemeinsam genutzten Speicher aktiviert ist. Optimierung Wenn dieser optimierbare Parameter den Wert 0 hat, ist die Überlassung inaktiviert. Wenn Sie ihn auf 1 setzen, wird die Überlassung des Dateicache aktiviert. Bei der Auswahl von 2 wird die Überlassung für jeden Datentyp aktiviert. Als Reaktion auf wenig Speicher im AMS-Pool gibt der VMM Speicher frei und überlässt ihn dem Hypervisor. |
| force_relalias_lite | Zweck Wenn dieser Parameter auf 0 gesetzt ist, wird ein heuristisches Verfahren verwendet, wenn eine mmap-Region aufgelöst wird, um festzustellen, wann das Sperren des mmpaped-Quellensegments vermieden werden muss. Optimierung Dies ist eine Skalierbarkeitsabwägung, die von relalias_percentage gesteuert wird und möglicherweise dazu führt, dass mehr Rechenzeit benötigt wird. Wenn dieser Parameter auf 1 gesetzt ist, wird die Sperre des Quellensegments nach Möglichkeit vermieden, unabhängig vom Wert von relalias_percentage. |
| kernel_heap_psize | Zweck Gibt die Standardseitengröße für den Kernelheapspeicher an. Optimierung Diese Einstellung wird empfohlen. Die Unterstützung für 64-KB-Seiten wird POWER5+- und neueren Maschinen bereitgestellt und verwendet, wenn vmm_mpsize_support aktiviert ist. Die von POWER4- und neueren Maschinen unterstützten 16-MB-Seiten sollten nur in Hochleistungsumgebungen für den Kernelheapspeicher verwendet werden. Der Wert 0 gibt an, dass der Kernel den bevorzugten Standardwert von 64 KB verwendet, wenn diese Seitengröße unterstützt wird. Andernfalls werden 4-KB-Seiten verwendet. |
| lgpg_regions | Zweck Gibt die Anzahl großer Seiten an, die für die Implementierung mit dem Systemaufruf shmget() mit dem Flag SHM_LGPAGE reserviert werden sollen Optimierung Zusätzlich zu dieser Option muss der Parameter lgpg_size verwendet werden. Die Anwendung muss geändert werden, um das Flag SHM_LGPAGE beim Aufruf von shmget() anzugeben. Dies verbessert die Leistung in Situationen, in denen sehr viele TLB-Fehler auftreten und auf sehr viel Speicher zugegriffen wird. Obwohl dieser Parameter auf DLPAR-fähigen Systemen dynamisch ist, wird der nextboot-Wert in das Boot-Image geschrieben, wenn der Befehl bosboot ausgeführt wird, damit die Einstellung beim Warmstart optimal wiederhergestellt wird. |
| lgpg_size | Zweck Gibt die Größe der von der Hardware unterstützten großen Seiten in Byte an, die für die Implementierung des Systemaufrufs shmget() mit dem Flag SHM_LGPAGE verwendet werden. Optimierung Wird auf Systemen ab POWER4 unterstützt. Obwohl dieser Parameter auf DLPAR-fähigen Systemen dynamisch ist, wird der nextboot-Wert in das Boot-Image geschrieben, wenn der Befehl bosboot ausgeführt wird, damit die Einstellung beim Warmstart optimal wiederhergestellt wird. Zusätzlich zu diesem Parameter muss der Parameter lgpg_regions auf einen Wert ungleich null gesetzt werden. Die Anwendung muss geändert werden, um das Flag SHM_LGPAGE beim Aufruf der Subroutine shmget() anzugeben. Dies verbessert die Leistung in Situationen, in denen sehr viele TLB-Fehler auftreten und auf sehr viel Speicher zugegriffen wird. |
| low_ps_handling | Zweck Gibt die Aktion zum Ändern des Systemverhaltens in Bezug auf die Prozessbeendigung in Situationen mit wenig Paging-Bereich an. Optimierung Der Wert 1 gibt das aktuelle Verhalten für die Prozessbeendigung bei wenig Paging-Bereich an. Der Wert 2 gibt ein neues Verhalten an, bei dem Prozesse mit dem SIGDANGER-Handler beendet werden, wenn zuvor keine anderen Prozesse gefunden wurden, für die eine Recovery nach einer Situation mit wenig Paging-Bereich durchgeführt werden kann. |
| maxfree | Zweck Gibt die Anzahl der Rahmen in der Liste freier Seiten an, bei der das Stehlen von Seiten gestoppt wird. Optimierung Sie können Änderungen in Bezug auf die Größe der Liste freier Seiten mit dem Befehl vmstat -n überwachen. Wenn der Befehl vmstat -n anzeigt, dass die Größe der Liste freier Seiten aufgrund des Anwendungsbedarfs häufig unter minfree fällt, erhöhen Sie den maxfree-Wert, um zum Auffüllen der Liste freier Seiten die Aufrufe zu reduzieren. Wenn Sie einen zu hohen Wert festlegen, wird die Seitenersetzung über einen längeren Zeitraum hinweg durchgeführt. Der Unterschied zwischen maxfree und minfree sollte in der Größenordnung von maxpgahead liegen und nicht kleiner als 8 sein. |
| maxpin% | Zweck Gibt den maximalen Prozentsatz des realen Speichers an, der fixiert werden kann. Optimierung Ändern Sie diesen Wert, wenn kein Speicher fixiert werden kann, obwohl freier Speicher verfügbar ist. Wenn dieser Wert geändert wird, muss der neue Wert sicherstellen, dass mindestens 4 MB realer Speicher für den Kernel unfixiert bleibt. Der Befehl vmo konvertiert maxpin% in den entsprechenden absoluten maxpin-Wert, der der vom Kernel verwendete Wert ist. Ändern Sie diesen Parameter nur in Extremsituationen, z. B. beim Benchmarking maximaler Last. Der nextboot-Wert dieses dynamischen Parameters wird in das Boot-Image geschrieben, wenn ein Befehl bosboot ausgeführt wird. |
| memory_frames | Zweck Gibt die Anzahl der gültigen Speicherrahmen an. Optimierung N/Z |
| memplace_data | Zweck Gibt die Standardspeicherpositionierungsrichtlinie an. Optimierung Dieser Parameter bezieht sich auf die Daten der ausführbaren Hauptdatei (initialisierte Daten, BSS), des Heapspeichers, der gemeinsam genutzten Bibliothek und der zur Laufzeit geladenen Objektmodule. Die Datenpositionierung kann auf "first-touch" (Wert 1), "Round-Robin" im gesamten System (Wert 2) oder "automatic" (Wert 0) eingestellt werden, wobei das System die beste Positionierung für den Speicher auswählt. |
| memplace_mapped_file | Zweck Gibt die Standardspeicherpositionierungsrichtlinie für Dateien an, die dem Adressraum eines Prozesses (z. B. mit shmat() und mmap()) zugeordnet werden. Optimierung Die Standardpositionierung von Dateien, die über den Speicher zugeordnet werden, kann auf "first-touch" (Wert 1), "round-robin" im gesamten System (Wert 2) oder "automatic" (Wert 0) eingestellt werden, wobei das System die beste Positionierung für den Speicher auswählt. |
| memplace_shm_anonymous | Zweck Gibt die Standardspeicherpositionierungsrichtlinie für anonymen, gemeinsam genutzten Speicher an. Optimierung Anonymer, gemeinsam genutzter Speicher bezeichnet Arbeitsspeicher, der von shmget() oder mmap() erstellt wird und auf den nur der erstellende Prozess oder dessen untergeordnete Prozesse zugreifen können. Diesem Speicher wird kein Name (oder Schlüssel) zugeordnet. Die Standardpositionierung von anonymem, gemeinsam genutzten Speicher kann auf "first-touch" (Wert 1), "Round-Robin für das gesamte System (Wert 2) oder "automatic" (Wert 0) eingestellt werden, wobei das System die beste Positionierung für den Speicher auswählt. |
| memplace_shm_named | Zweck Gibt die Standardspeicherpositionierungsrichtlinie für benannten, gemeinsam genutzten Speicher an. Optimierung Benannter, gemeinsam genutzter Speicher bezeichnet Arbeitsspeicher, der mit shmget() oder shm_open() erstellt wird und dem ein Name (oder Schlüssel) zugeordnet ist, der den gleichzeitigen Zugriff auf diesen Speicher durch mehrere Prozesse ermöglicht. Die Standardpositionierung von benanntem, gemeinsam genutzten Speicher kann auf "first-touch" (Wert 1), "Round-Robin für das gesamte System (Wert 2) oder "automatic" (Wert 0) eingestellt werden, wobei das System die beste Positionierung für den Speicher auswählt. |
| memplace_stack | Zweck Gibt die Standardspeicherpositionierungsrichtlinien für den Programmstack an. Optimierung Die Standardpositionierung kann auf "first-touch" (Wert 1), "Round-Robin für das gesamte System (Wert 2) oder "automatic" (Wert 0) eingestellt werden, wobei das System die beste Positionierung für den Speicher auswählt. |
| memplace_text | Zweck Gibt die Standardspeicherpositionierungsrichtlinie für den Anwendungstext an. Optimierung Dieser Parameter gilt nur für den Text der ausführbaren Hauptdatei und nicht für deren untergeordnete Dateien. Die Standardpositionierung von Text kann auf "first-touch" (Wert 1), "Round-Robin für das gesamte System (Wert 2) oder "automatic" (Wert 0) eingestellt werden, wobei das System die beste Positionierung für den Speicher auswählt. |
| memplace_unmapped_file | Zweck Gibt die Standardspeicherpositionierungsrichtlinie für dem Zugriff auf nicht zugeordnete Dateien, z. B. mit read()/write(), an. Optimierung Die Standardpositionierung von Zugriffen auf nicht zugeordnete Dateien kann auf "first-touch" (Wert 1), "Round-Robin für das gesamte System (Wert 2) oder "automatic" (Wert 0) eingestellt werden, wobei das System die beste Positionierung für den Speicher auswählt. |
| minfree | Zweck Gibt die Anzahl der Rahmen in der Liste freier Seiten an, bei der der VMM beginnt, Seiten zu stehlen, um die Liste aufzufüllen. Optimierung Es findet eine Seitenersetzung statt, wenn die Anzahl freier Rahmen den Wert von minfree erreicht. Wenn Prozesse durch das Stehlen von Seiten verzögert werden, erhöhen Sie den minfree-Wert, um die Antwortzeit zu verbessern. Der Unterschied zwischen maxfree und minfree sollte in der Größenordnung von maxpgahead liegen und nicht kleiner als 8 sein. |
| minperm% | Zweck Gibt den Punkt an, bei dessen Unterschreitung das Programm für das Stehlen von Seiten Datei- oder Rechenseiten unabhängig von den Seitenneueinlagerungsraten stiehlt. Optimierung Sie können den Wert dieses Parameters verringern, wenn sehr viele Dateiseiten im Hauptspeicher dazu führen, dass Seiten im Arbeitsspeicher ersetzt werden. Wenn jedoch bekannt ist, dass einige Seiten wiederholt gelesen werden, und die E/A-Raten seit dem Start nicht kleiner werden, kann der minperm-Wert zu niedrig sein. |
| nokilluid | Zweck Die Benutzer-IDs, die unter diesem Wert liegen, werden in Situationen mit wenig Paging-Bereich nicht beendet. Optimierung Der Wert 0 bedeutet "inaktiviert" und ist hilfreich, wenn das System keinen Paging-Bereich mehr hat und die Systemverwaltungsprozesse beendet werden. Setzen Sie diesen optimierbaren Parameter auf 1, um zu verhindern, dass die Prozesse bestimmter Benutzer-IDs wegen des geringen Paging-Bereichs beendet werden, oder stellen Sie sicher, dass genügend Paging-Speicherplatz verfügbar ist. |
| npskill | Zweck Gibt die Anzahl der freien Seiten im Paging-Bereich an, bei der das Betriebssystem beginnt, Prozesse zu beenden. Optimierung Der Standardwert ist der Maximumwert 64 und (Anzahl der Seiten im Paging-Bereich)/128. Der npskill-Wert muss größer als null und kleiner als die Gesamtzahl der Seiten des im Paging-Bereich auf dem System sein. |
| npswarn | Zweck Gibt die Anzahl der freien Seiten im Paging-Bereich an, bei der das Betriebssystem das SIGDANGER-Signal an Prozesse sendet. Optimierung Der Standardwert ist der Maximalwert 512 und (4*npskill). Der Wert von npswarn muss größer als null und kleiner als die Gesamtzahl der Seiten im Paging-bereich auf dem System sein. Erhöhen Sie den Wert, wenn Prozesse wegen zu wenig Paging-Bereich beendet werden. |
| numpsblks | Zweck Die Gesamtzahl der Blöcke im Paging-Bereich. Optimierung N/Z |
| pinnable_frames | Zweck Die Anzahl der zur Fixierung verfügbaren Seiten. Optimierung N/Z |
| relalias_percentage | Zweck Wenn force_relalias_lite auf 0 gesetzt ist, gibt dieser Parameter den Faktor an, der beim heuristischen Verfahren verwendet wird, um zu entscheiden, ob die Sperre des mmapped-Quellensegments vermieden werden muss. Optimierung Dieser Parameter wird verwendet, wenn eine mmapped-Region aufgelöst wird, und eine Skalierbarkeitsabwägung, mit der durch die Vermeidung der Sperre zwar ein besserer Systemdurchsatz erzielt werden kann, die aber möglicherweise dazu führt, dass mehr Rechenzeit benötigt wird. Wenn die Anzahl der nicht zugeordneten Seiten kleiner ist als dieser Wert geteilt durch 100 und multipliziert mit der Gesamtzahl der Seiten im Speicher im mmapped-Quellensegment, wird die Sperre der Quelle vermieden. Wenn relelias_percentage auf 0 gesetzt und force_relalias_lite ebenfalls auf 0 gesetzt ist, wird das Quellensegment immer gesperrt. Die effektiven Werte für relalias_percentage variieren je nach Workload, aber ein empfohlener Wert ist 200. |
| scrub | Zweck Aktiviert oder inaktiviert die Freigabe von Plattenblöcken des Paging-Bereichs aus Seiten im Hauptspeicher für Seiten mit einer Richtlinie für die verzögerte Zuordnung von Paging-Bereich. Optimierung Der Wert 0 inaktiviert die Bereinigung vollständig. Der Wert 1 lässt die Bereinigung speicherinterner Plattenblöcke des Paging-Bereichs zu, wenn die Anzahl der freien Blöcke des Paging-Bereichs des Systems unter dem npsscrubmin-Wert liegt, und setzt sie fort, bis die Anzahl wieder über dem npsscrubmax-Wert liegt. |
| v_pinshm | Zweck Wenn dieser Parameter auf 1 gesetzt ist, wird das Fixieren von gemeinsam genutzten Speichersegmenten zugelassen. Optimierung Der Wert 0 bedeutet "inaktiviert". Ändern Sie diesen Wert, wenn der Systemaufwand für das Fixieren von AIO-Puffern aus gemeinsam genutzten Speichersegementen und das Aufheben der Fixierung hoch ist. Dies ist nur hilfreich, wenn die Anwendung auch das Flag SHM_PIN setzt, wenn ein shmget()-Aufruf durchgeführt wird, und wenn asynchrone E/A-Operationen über gemeinsam genutzte Speichersegmente durchgeführt werden. |
| vmm_default_pspa | Zweck Dieser optimierbare Parameter steuert die Standardaggressivität bei der Seitengrößenerweiterung. Der Wert ist eine abstrakte Aggressivitätsgewichtung, die vom Betriebssystem als Umkehrung des Seitenerweiterungsschwellenwert behandelt wird. Optimierung Der Wert 0 für die Einstellung vmm_default_pspa entspricht einem Seitenerweiterungsschwellenwert von 100 %, d. h., der reale Speicher eines Speicherbereichs muss zu 100 % belegt sein, damit eine Erweiterung durchgeführt wird. Der Wert 100 für die Einstellung vmm_default_pspa entspricht einem Seitenerweiterungsschwellenwert von 0 %, d. h., ein Speicherbereich wird beim ersten Verweis auf Speicher in dem Bereich sofort erweitert. Der Wert -1 für die Einstellung vmm_default_pspa entspricht einem Seitenerweiterungsschwellenwert von -1, d. h., es wird generell keine Seitenerweiterung für einen Speicherbereich durchgeführt. Die Seitenerweiterungsschwellenwerte werden nur bei der Segmenterstellung berücksichtigt. Deshhalb wirkt sich eine Änderung von vmm_default_pspa nur auf die Schwellenwerte für Segmente aus, die nach der Anpassung des optimierbaren Parameters erstellt werden. |
| wlm_memlimit_nonpg | Zweck Gibt an, ob Seitengrößen, die nicht für das Paging verwendet werden können, (16M, 16G) in den WLM-Zählern realmem und virtmem berücksichtigt werden. Wenn 1 ausgewählt ist, werden sie in den realmem- und virtmem-Zählern berücksichtigt. Wenn 0 ausgewählt ist, werden nur Paging-fähige Seitengrößen (4K, 64K) in den realmem- und virtmem-Zählern berücksichtigt. Dieser Wert kann nur geändert werden, wenn WLM Memory Accounting inaktiviert ist. Andernfalls schlägt die Änderung fehl. Optimierung Wenn dieser optimierbare Parameter auf 0 gesetzt ist, gelten die WLM-Grenzwerte für virtuellen und realen Speicher nur für Paging-fähige Seiten, die von der WLM-Klasse genutzt werden. Da eine starke Nutzung Paging-fähiger Seiten das Paging auf dem System auslöst, bietet der Wert 0 eine bessere Steuerung des Pagings von WLM_Klassen, wenn Seiten verwendet werden, die nicht Paging-fähig sind. Dieser optimierbare Wert sollte nur angepasst werden, wenn WLM-Grenzwerte für realen oder virtuellen Speicher auf einem System verwendet werden, das mit Seiten konfiguriert ist, die nicht Paging-fähig sind. |
Sicherheit
Beispiele
- Geben Sie Folgendes ein, um den aktuellen Wert, den Warmstartwert, den Bereich, die Einheit, den Typ und die Abhängigkeiten aller Parameter
aufzulisten, die vom Befehl vmo verwaltet werden:
vmo -L - Geben Sie Folgendes ein, um 16 MB große Seiten auf einem POWER4-System zu aktivieren
und zu reservieren:
vmo -o lgpg_regions=10 -o lgpg_size=16777216Dieser Befehl schlägt dem Benutzer eine bosboot-Operation vor und warnt ihn, dass ein Warmstart erforderlich ist, damit die Änderung wirksam wird.
- Geben Sie Folgendes ein, um die Hilfe für nokilluid anzuzeigen:
vmo -h nokilluid - Geben Sie Folgendes ein, um v_pinshm nach dem nächsten Warmstart zu aktivieren:
vmo -r -o v_pinshm=1 - Geben Sie Folgendes ein, um alle optimierbaren vmo-Parameter permanent auf die Standardwerte zurückzusetzen:
vmo -p -D - Geben Sie Folgendes ein, um den Warmstartwert für alle optimierbaren VMM-Parameter aufzulisten:
vmo -r -a - Geben Sie Folgendes ein, um den aktuellen Wert, den Bereich, die Einheit, den Typ und die Abhängigkeiten aller optimierbaren Parameter, die vom
Befehl vmo verwaltet werden, aufzulisten (Tabellenformat):
vmo -x