Befehl "mount"

Zweck

Stellt ein Dateisystem zur Verwendung bereit.

Syntax

mount [ -f ] [ -n Knoten ] [ -o Optionen ] [ -p ] [ -r ] [ -v VFS-Name ] [ -F alternative_DS-Datei ] [ -t Typ | [ Einheit | Knoten:Verzeichnis ] Verzeichnis | all | -a ] [-V [generische_Optionen] spezieller_Mountpunkt ]

Beschreibung

Der Befehl mount weist das Betriebssystem an, ein Dateisystem zur Verwendung an einer bestimmten Position (dem Mountpunkt) bereitzustellen. Darüber hinaus können Sie mit dem Befehl mount weitere Dateibäume erstellen, die sich aus Verzeichnis- und Dateimounts zusammensetzen. Der Befehl mount mountet ein als Einheit mit dem Parameter Einheit oder Knoten:Verzeichnis angegebenes Dateisystem in dem mit dem Parameter Verzeichnis angegebenen Verzeichnis. Nach Abschluss des Befehls mount wird das angegebene Verzeichnis zum Stammverzeichnis des neu gemounteten Dateisystems.

Nur Benutzer mit Rootberechtigung und Mitglieder der Gruppe "system", die Schreibzugriff auf den Mountpunkt haben, können Datei- oder Verzeichnismounts durchführen. Die Datei bzw. das Verzeichnis kann ein symbolischer Link sein. Der Befehl mount verwendet die reale Benutzer-ID, nicht die effektive Benutzer-ID, um festzustellen, ob der Benutzer über entsprechenden Zugriff verfügt. Mitglieder der Gruppe "system" können Einheitenmounts durchführen, sofern sie Schreibzugriff auf den Mountpunkt haben und diese Mounts in der Datei /etc/file systems angegeben sind. Benutzer mit Rootberechtigung können jeden mount-Befehl ausführen.

Benutzer können eine Einheit mounten, sofern sie zur Gruppe "system" gehören und über entsprechende Zugriffsrechte verfügen. Beim Mounten einer Einheit verwendet der Befehl mount den Parameter Einheit als Namen der Blockeinheit und den Parameter Verzeichnis als das Verzeichnis, in dem das Dateisystem gemountet werden soll.

Wenn Sie den Befehl mount ohne Flags eingeben, zeigt der Befehl die folgenden Informationen für die gemounteten Dateisysteme an:

  • Knoten (wenn es sich um einen fernen Mount handelt)
  • Gemountetes Objekt
  • Mountpunkt
  • Typ des virtuellen Dateisystems
  • Mountzeit
  • Mountoptionen

Wenn Sie nur den Parameter Verzeichnis oder den Parameter Knoten:Verzeichnis angeben, verwendet der Befehl mount diesen als Namen des Verzeichnisses oder der Datei, in dem bzw. der ein Dateisystem, ein Verzeichnis oder eine Datei gewöhnlich gemountet wird (gemäß Definition in der Datei /etc/file systems). Der Befehl mount sucht die zugehörige Einheit, das Verzeichnis oder die Datei und mountet sie bzw. es. Dies ist die einfachste Methode für die Verwendung des Befehls mount, weil Sie sich nicht merken müssen, was normalerweise in einem Verzeichnis oder einer Datei gemountet wird. Sie können auch nur die Einheit angeben. In diesem Fall ruft der Befehl den Mountpunkt aus der Datei /etc/file systems ab.

Die Datei /etc/file systems muss für jedes mountfähige Dateisystem, jedes mountfähige Verzeichnis und jede mountfähige Datei eine Zeilengruppe enthalten. Diese Zeilengruppe muss mindestens den Namen des Dateisystems und entweder die Einheit, in der sich das Dateisystem befindet, oder den Verzeichnisnamen enthalten. Wenn die Zeilengruppe ein mount-Attribut enthält, verwendet der Befehl mount die zugeordneten Werte. Er erkennt fünf Werte für mount-Attribute: automatic, true, false, removable und readonly.

Der Befehl mount all bewirkt, dass alle Dateisysteme mit dem Attribut mount=true an ihren normalen Positionen gemountet werden. Dieser Befehl wird normalerweise während der Systeminitialisierung verwendet und die entsprechenden Mountoperationen werden als automatische Mountoperationen bezeichnet.

Standardmäßig führt der Befehl mount den Befehl wlmcntrl aus, um die aktuellen Zuweisungsregeln im Kernel nach dem Mounten des Dateisystems zu aktualisieren. In einigen Situationen (z. B. wenn viele Dateisysteme gleichzeitig gemountet werden oder wenn in der Workload-Manager-Konfiguration eine Regel für einen nicht zugänglichen fernen Mount vorhanden ist), kann ein automatischer Aufruf von wlmcntrl nach dem Aufruf von "mount" möglicherweise unerwünscht sein.

Wenn Sie dieses Verhalten überschreiben möchten, setzen Sie die Umgebungsvariable MOUNT_WLMCNTRL_SELFMANAGE auf den gewünschten Wert. Dadurch wird verhindert, dass der Befehl wlmcntrl während der Mountoperation aufgerufen wird. Sie müssen wlmcntrl -u -d "" manuell ausführen, um die aktuellen Zuweisungsregeln im Kernel zu aktualisieren. Weitere Informationen finden Sie in der Beschreibung des Befehls wlmcntrl.

Anmerkung:
  1. Wenn der automount-Dämon cdromd für CDs und DVDs aktiviert ist, werden diese Einheiten automatisch gemäß der Angabe in der Datei /etc/cdromd.conf gemountet. Verwenden Sie den Befehl cdumount oder den Befehl cdeject, um eine automatisch gemountete CD oder DVD abzuhängen. Verwenden Sie den Befehl stopsrc -s cdromd, um den automount-Dämon für CDs/DVDs zu inaktivieren.
  2. Für CacheFS muss das ferne Dateisystem, das lokal zwischengespeichert werden soll, so exportiert werden, dass die Root-ID des lokalen Systems auf dem fernen Host nicht der ID nobody (oder der ID, die der ferne Host für anonyme Benutzer verwendet) neu zugeordnet wird. Wenn beispielsweise Host A das Dateisystem /F exportieren soll, das mit CacheFS auf Host B gemountet wird, muss die Datei /etc/exports auf Host A einen Eintrag ähnlich dem folgenden enthalten:
    /F -rw,root=B
    oder
    /F -ro,root=B
    Der Eintrag ist von den Mountoptionen abhängig, die für den lokalen CacheFS-Mount verwendet werden.
  3. Das Mounten eines JFS-Dateisystems auf einem schreibgeschützten logischen Datenträger wird nicht unterstützt.
  4. Beim Mounten eines JFS2-Dateisystems mit EAv1 auf einem Trusted AIX-System wird das Dateisystem in EAv2 konvertiert.

mount für ein JFS2-Dateisystem verwenden

Der Befehl mount kann auch verwendet werden, um auf eine Momentaufnahme eines JFS2-Dateisystems als Verzeichnisstruktur zuzugreifen. Die Momentaufnahme auf der angegebenen Einheit wird schreibgeschützt im angegebenen Verzeichnis gemountet. Eine Momentaufnahme kann nur ein einziges Mal gemountet werden. Wenn Sie ein JFS2-Dateisystem mit Momentaufnahmen mounten, werden die Momentaufnahmen aktiviert.

Sie können zum Ausführen dieses Befehls auch den SMIT-Direktaufruf (System Management Interface Tool) smit mount verwenden.

Anmerkung: Wenn der Befehl mount ein Journaled File System (JFS) oder Enhanced Journaled File System (JFS2) findet, das vor dem Warmstart nicht abgehängt wurde, wird versucht, alle JFS- bzw. JFS2-Protokolldatensätze zu wiederholen. Zum Verschieben eines kompatiblen JFS-Dateisystems auf ein System, auf dem eine frühere Version des Betriebssystems ausgeführt wird, muss das Dateisystem vor dem Verschieben ordnungsgemäß abgehängt werden. Wenn Sie das Dateisystem nicht abhängen, kann dies zu einer inkompatiblen JFS-Protokolleinheit führen. Wenn das Verschieben zu einer unbekannten Protokolleinheit führt, muss das Dateisystem an das System zurückgegeben werden, auf dem die vorherige Release des Betriebssystems ausgeführt wird. Danach muss der Befehl fsck für das Dateisystem ausgeführt werden.

Flags

Element Beschreibung
-a Mountet alle Dateisysteme in der Datei /etc/file systems, deren Zeilengruppen das mount-Attribut true enthalten.
all Entspricht dem Flag -a.
-f Fordert während der Systeminitialisierung einen erzwungenen Mount an, um das Mounten über das Stammdateisystem zu ermöglichen.
-F alternative_DS-Datei Mountet eine alternative Dateisystemdatei, d. h. nicht die Datei /etc/file systems.
-n Knoten Gibt den fernen Knoten an, der das zu mountende Verzeichnis enthält. Der Knoten kann als IPv6-Adresse im Doppelpunktformat angegeben werden. Wenn Sie das Format Knoten:Verzeichnis verwenden, muss die IPv6-Adresse im Doppelpunktformat in eckigen Klammern eingeschlossen werden.
-p Mountet ein Dateisystem als ein entfernbares Dateisystem. Wenn ein entfernbares gemountetes Dateisystem offene Dateien enthält, verhält es sich ein wie ein normal gemountetes Dateisystem. Wenn jedoch keine Dateien offen sind (und kein Prozess ein aktuelles Verzeichnis im Dateisystem hat), werden alle Plattenpuffer des Dateisystems auf das Medium geschrieben und das Betriebssystem vergisst die Struktur des Dateisystems.
-r Mountet ein Dateisystem als ein schreibgeschütztes Dateisystem, unabhängig von seiner vorherigen Spezifikation in der Datei /etc/file systems oder von früheren Befehlszeilenoptionen.
-t Typ Mountet alle Zeilengruppen in der Datei /etc/file systems, die das Attribut type=Typ enthalten und nicht gemountet sind. Der Parameter Typ gibt den Namen der Gruppe an.
-v VFS-Name Gibt an, dass das mit dem Parameter VFS-Name angegebene Dateisystem in der Datei /etc/vfs definiert ist.

Dateisystemspezifische Optionen

Element Beschreibung
-o Optionen Gibt Optionen an. In der Befehlszeile eingegebene Optionen müssen durch Kommas getrennt werden. Die folgenden dateisystemspezifischen Optionen gelten nicht für alle virtuellen Dateisystemtypen:
atime
Aktiviert Aktualisierungen von Zugriffszeiten. Wenn weder atime noch noatime angegeben ist, ist atime der Standardwert.
bsy
Verhindert die Mountoperation, wenn es sich bei dem Mountverzeichnis um das aktuelle Arbeitsverzeichnis eines Prozesses handelt.
 
cio
Gibt das Dateisystem an, das für gleichzeitige Lese- und Schreiboperationen gemountet werden soll. Die Ein-/Ausgabe für Dateien in diesem Dateisystem verhält sich so, als wären die Dateien mit O_CIO im Systemaufruf open() geöffnet worden. Die Verwendung dieser Option verhindert alle Zugriffe mit anderen Methoden als CIO. Es ist nicht möglich, zwischengespeicherte E/A in einem Dateisystem zu verwenden, das mit der Option "cio" gemountet wurde. Dies bedeutet, dass Zuordnungsbefehle wie mmap() und shmat() mit EINVAL fehlschlagen, wenn sie für Dateien in einem Dateisystem verwendet werden, das mit der Option cio gemountet wurde. Ein Nebeneffekt ist, dass keine Binärdateien aus einem mit cio gemounteten Dateisystem ausgeführt werden können, weil das Ladeprogramm mmap() verwenden könnte.
Anmerkung: Wenn Sie das Dateisystem mit der Option cio mounten, müssen alle Anwendungen die Serialisierung von Dateien verwalten. Kontingente werden von der Option cio nicht unterstützt, weil Kontingente ihren eigenen Serialisierungcode haben.
 
dev
Gibt an, dass Sie Einheiten über diesen Mount öffnen können. Wenn weder dev noch nodev angegeben ist, ist dev der Standardwert.
dio
Gibt an, dass sich die E/A in diesem Dateisystem so verhält, als wären alle Dateien mit O_DIRECT im Systemaufruf open() geöffnet worden.
Anmerkung: Mit dem Flag -odio oder -ocio kann die Leistung bei bestimmten Workloads verbessert werden. Allerdings sollten Sie beachten, dass die Verwendung dieser Flags die Zwischenspeicherung von Dateien für diese Dateisysteme verhindert. Da Vorauslesen (readahead) für diese Dateisysteme inaktiviert ist, kann dies die Leistung bei umfangreichen sequenziellen Leseoperationen beeinträchtigen.
 
fmode=Oktalzahl
Gibt den Modus für eine Datei und ein Verzeichnis an. Die Standardeinstellung ist 755.
 
gid=gid
Gibt die GID an, die Dateien im Mount zugewiesen wird. Der Standardwert ist bin.
 
log=LV-Name
Gibt den vollständigen Pfadnamen des logischen Protokolldatenträgers des Dateisystems an, auf dem die folgenden Dateisystemoperationen protokolliert werden.
 
log=NULL
Inaktiviert die Protokollierung für JFS2-Dateisysteme. JFS2 ist in Bezug auf die Konsistenz der Metadaten vom Protokoll abhängig. Wenn das System also während der Ausführung von JFS2-Metadatenoperationen abnormal gestoppt wird, kann das Dateisystem beim Neustart nicht in einem konsistenten Zustand wiederhergestellt werden. In diesen Fällen muss das Dateisystem neu erstellt werden.
Achtung: Verwenden Sie dieses Flag wegen des Datenverlustrisikos mit Vorsicht.
 
maxpout=Wert
Gibt die Pageout-Warteschlangenlänge an, ab der wartende Threads in den Ruhemodus versetzt werden sollen. Wenn maxpout angegeben ist, muss auch minpout angegeben werden. Der Wert muss ein nicht negativer Wert und größer als minpout sein. Der Standardwert ist die maxpout-Stufe des Kernels.
 
minpout=Wert
Gibt die Pageout-Warteschlangenlänge an, ab deren Unterschreitung die wartenden Threads wieder aktiviert werden sollen. Wenn minpout angegeben ist, muss auch maxpout angegeben werden. Der Wert darf nicht negativ sein. Der Standardwert ist die minpout-Stufe des Kernels.
 
noatime
Inaktiviert Aktualisierungen von Zugriffszeiten. Die Verwendung dieser Option kann die Leistung von Dateisystemen verbessern, in denen sehr viele Dateien häufig gelesen und selten aktualisiert werden. Wenn Sie die Option verwenden, kann die letzte Zugriffszeit für eine Datei nicht bestimmt werden. Wenn weder atime noch noatime angegeben ist, ist atime der Standardwert.
 
nocase
Inaktiviert den Abgleich der Groß-/Kleinschreibung. Dies ist für CD-ROMs hilfreich, die den Standard ISO 9660:1998/HSG verwenden.
 
nodev
Gibt an, dass Sie keine Einheiten über diesen Mount öffnen können. Diese Option gibt den Wert ENXIO zurück, wenn ein Fehler auftritt. Wenn weder dev noch nodev angegeben ist, ist dev der Standardwert.
 
noguard
Mountet das Dateisystem, unabhängig von der aktuellen mountguard-Einstellung, die das Dateisystem andernfalls vor nicht unterstützten gleichzeitigen Mounts in einer PowerHA- oder einer anderen Clusterumgebung schützen würde. Wenn mountguard durch den Befehl chfs oder crfs aktiviert wird, kann das Dateisystem nicht gemountet werden, wenn es auf einem anderen Knoten oder System gemountet zu sein scheint. Durch die Angabe der Option "noguard" wird die mountguard-Einstellung vorübergehend überschrieben.
 
norbr
Mountet das Dateisystem ohne die Funktion "release-behind-when-reading". Wenn keine der release-behind-Optionen angegeben ist, ist norbrw der Standardwert.
 
norbrw
Mountet das Dateisystem ohne die Funktionen "release-behind-when-reading" und "release-behind-when-writing". Wenn keine der release-behind-Optionen angegeben ist, ist norbrw der Standardwert.
 
norbw
Mountet das Dateisystem ohne die Funktion "release-behind-when-writing". Wenn keine der release-behind-Optionen angegeben ist, ist norbrw der Standardwert.
 
nosuid
Gibt an, dass die Ausführung von setuid- und setgid-Programmen über diesen Mount nicht zulässig ist. Diese Option gibt den Wert EPERM zurück, wenn ein Fehler auftritt. Wenn weder suid noch nosuid angegeben ist, ist suid der Standardwert.
 
rbr
Mountet das Dateisystem mit der Funktion "release-behind-when-reading". Wenn ein sequenzielles Lesen einer Datei in diesem Dateisystem erkannt wird, werden die von der Datei verwendeten realen Speicherseiten freigegeben, sobald die Seiten in interne Puffer kopiert wurden. Wenn keine der release-behind-Optionen angegeben ist, ist norbrw der Standardwert.
Anmerkung: Wenn rbr angegeben ist, wird das Flag D_RB_READ im Feld _devflags in der pdtentry-Struktur festgelegt.
 
rbw
Mountet das Dateisystem mit der Funktion "release-behind-when-writing". Wenn ein sequenzielles Schreiben einer Datei in diesem Dateisystem erkannt wird, werden die von der Datei verwendeten realen Speicherseiten freigegeben, sobald die Seiten auf die Platte geschrieben wurden. Wenn keine der release-behind-Optionen angegeben ist, ist norbrw der Standardwert.
Anmerkung: Wenn rbw angegeben ist, wird das Flag D_RB_WRITE gesetzt.
 
rbrw
Mountet das Dateisystem mit den Funktionen "release-behind-when-reading" und "release-behind-when-writing". Wenn keine der release-behind-Optionen angegeben ist, ist norbrw der Standardwert.
Anmerkung: Wenn rbrw angegeben ist, werden die Flags D_RB_READ und D_RB_WRITE gesetzt.
 
remount
Ändert die Mountoptionen eines gemounteten Dateisystems. Für JFS2-Dateisysteme können Sie die folgenden Mountoptionen mit der Option "remount" angeben, um die Einstellungen eines gemounteten Dateisystems zu ändern. Für alle nicht angegebenen Mountoptionen werden keine Änderungen an den entsprechenden aktuellen Einstellungen des Dateisystems vorgenommen.

atime, noatime; dev, nodev; maxpout, minpout; rbr, norbr; rbw, norbw; rbrw, norbrw, rw, ro, rox; suid, nosuid.

Anmerkung:
  1. Gemountete Dateisysteme mit externen Momentaufnahmen können nicht erneut als Dateisysteme im Lese-/Schreibzugriff gemountet werden.
  2. Die remount-Optionen rw und ro können für Dateisysteme, die von DMAPI (Data Management Application Programming Interface) verwaltet werden, nicht verwendet werden.
Für NFS gibt es drei Typen von Mountanforderungen.
duplicate mount
Wenn der Knoten, das Objekt, der Mountpunkt und die Optionen, die im Befehl mount angegeben sind, mit denen eines vorhandenen Mounts identisch sind, gibt der Befehl mount Informationen zu einem erfolgreichen Mount zurück, aber es wird kein neuer Mount erstellt.
new mount
Wenn die Option "remount" nicht angegeben ist, erstellt der Befehl mount einen neuen Mount. Wenn sich der Knoten, das Objekt, der Mountpunkt oder die konstanten Optionen, die im Befehl mount angegeben sind, von denen der vorhandenen Mounts abweichen, schlägt der Befehl mount fehl, wenn die Option "remount" angegeben ist.
remount
Wenn der Knoten, das Objekt und der Mountpunkt mit denen eines Mounts der obersten Ebene identisch sind, aber die remount-Optionen unterschiedlich sind, ändert die remount-Operation die Mountoptionen eines vorhandenen Mounts. In diesem Fall führt NFS die remount-Operation aus.

Ein Mount der obersten Ebene hat keinen übergeordneten Mount. Für remount-Anforderungen können die folgenden Optionen geändert werden: acdirmax, acdirmin, acregmax, acregmin, actimeo, fastattr, grpid, hard, intr, noac, nocto, nodev, nointr, nosuid, posix, retrans, ro, rsize, rw, secure, sec, soft, timeo, wsize, biods, extraattr, nodircache, prefer, otwattr, maxgroups und proto. Andere Optionen werden als konstante Optionen klassifiziert.

 
ro
Gibt an, dass die gemountete Datei schreibgeschützt ist, unabhängig von ihrer vorherigen Optionsspezifikation in der Datei /etc/file systems oder von früheren Befehlszeilenoptionen. Der Standardwert ist rw.
 
rw
Gibt an, dass die gemountete Datei im Lese-/Schreibzugriff zugänglich ist, unabhängig von ihrer vorherigen Optionsspezifikation in der Datei /etc/file systems oder von früheren Befehlszeilenoptionen. Der Standardwert ist rw.
 
snapshot
Gibt an, dass die zu mountende Einheit eine Momentaufnahme ist. Das Dateisystem, für das die Momentaufnahme erstellt wurde, muss bereits gemountet sein. Andernfalls wird eine Fehlernachricht angezeigt.
 
snapto=Momentaufnahme
Gibt mit dem Parameter Momentaufnahme die Position an, an der beim Mounten des angegebenen JFS2-Dateisystems mit der Momentaufnahme begonnen werden soll. Der Parameter Momentaufnahme gibt den Namen einer internen Momentaufnahme an, wenn er keinen Schrägstrich (/) enthält, d. h. keine Pfadinformationen.
 
suid
Gibt an, dass die Ausführung von setuid- und setgid-Programmen über diesen Mount zulässig ist. Wenn weder suid noch nosuid angegeben ist, ist suid der Standardwert.
 
upcase
Ändert Kleinbuchstaben (Standard) in Großbuchstaben. Dies ist für CD-ROMs hilfreich, die den Standard ISO 9660:1998/HSG verwenden.
 
uid=UID
Gibt die UID an, die den Dateien im Mount zugewiesen wird. Der Standardwert ist "bin".
 
wrkgrp=Arbeitsgruppe
Gibt die Arbeitsgruppe an, zu der der SMB-Server gehört.

NFS-spezifische Optionen

Element Beschreibung
-o Optionen Gibt Optionen an. Optionen, die Sie in der Befehlszeile eingeben, müssen durch Kommas und nicht durch Kommas und Leerzeichen getrennt werden. Die folgenden NFS-spezifischen Optionen gelten nicht für alle virtuellen Dateisystemtypen:
acdirmax=n
Bewirkt, dass Attribute maximal n Sekunden nach einer Verzeichnisaktualisierung im Cache aufbewahrt werden. Der Standardwert sind 60 Sekunden.
 
acdirmin=n
Bewirkt, dass Attribute mindestens n Sekunden nach einer Verzeichnisaktualisierung im Cache aufbewahrt werden. Der Standardwert sind 30 Sekunden.
 
acl
Fordert die Verwendung eines ACL-RPC-Programms für diesen NFS-Mount an. Wenn die Option acl verwendet wird, wird das ACL-RPC-Programm nur verwendet, wenn es vom NFS-Server bereitgestellt wird. Der Standardwert ist noacl.
 
acregmax=n
Bewirkt, dass Attribute maximal n Sekunden nach einer Dateiänderung im Cache aufbewahrt werden. Der Standardwert sind 60 Sekunden.
 
acregmin=n
Bewirkt, dass Attribute mindestens n Sekunden nach einer Dateiänderung im Cache aufbewahrt werden. Der Standardwert sind 30 Sekunden.
 
actimeo=n
Setzt die minimalen und maximalen Zeiten für reguläre Dateien und Verzeichnisse auf n Sekunden. Wenn diese Option festgelegt ist, überschreibt sie alle Einstellungen für die Optionen acregmin, acregmax, acdirmin und acdirmax.
 
bg
Versucht, einen Mount im Hintergrund durchzuführen, wenn der erste Versuch nicht erfolgreich ist. Der Standardwert ist fg.
 
biods=n
Legt die maximale Anzahl von biod-Threads fest, die asynchrone E/A-RPC-Anforderungen für einen NFS-Mount ausführen. Der Maximalwert, der festgelegt werden kann, ist 128. Werte größer als 128 werden im NFS-Client auf 128 begrenzt. Der NFS-Client verwaltet die Anzahl aktiver biod-Threads basierend auf der Aktivität dynamisch bis zum Maximalwert. Die Standardmaximalwerte für die verschiedenen NFS-Protokolle sind 7 für NFS Version 2 und 32 für NFS Version 3 und NFS Version 4. Diese Standardeinstellungen können in künftigen Releases geändert werden.
 
cio
Gibt das Dateisystem an, das für gleichzeitige Lese- und Schreiboperationen gemountet werden soll. Die Ein-/Ausgabe für Dateien in diesem Dateisystem verhält sich so, als wären die Dateien mit O_CIO im Systemaufruf open() geöffnet worden. Die Verwendung dieser Option verhindert alle Zugriffe mit anderen Methoden als CIO. Es ist nicht möglich, zwischengespeicherte E/A in einem Dateisystem zu verwenden, das mit der Option "cio" gemountet wurde. Dies bedeutet, dass Zuordnungsbefehle wie mmap() und shmat() mit EINVAL fehlschlagen, wenn sie für Dateien in einem Dateisystem verwendet werden, das mit der Option cio gemountet wurde. Ein Nebeneffekt ist, dass keine Binärdateien aus einem mit cio gemounteten Dateisystem ausgeführt werden können, da das Ladeprogramm mmap() verwenden könnte.
Anmerkung: Wenn Sie das Dateisystem mit der Option cio mounten, müssen alle Anwendungen die Serialisierung von Dateien verwalten. Kontingente werden von der Option cio nicht unterstützt, weil Kontingente ihren eigenen Serialisierungcode haben.
 
cior
Gibt an, dass schreibgeschützte Dateien im Dateisystem geöffnet werden dürfen. Die Ein-/Ausgabe für Dateien in diesem Dateisystem verhält sich so, als wären die Dateien mit O_CIO | O_CIOR im Systemaufruf open() geöffnet worden. Die Verwendung dieser Option verhindert alle anderen Zugriffe als die mit O_CIO | O_CIOR im Schreibschutzmodus. Versuche, Dateien nur mit O_CIO zu öffnen, schlagen ebenfalls fehl. Diese Option kann nur in Verbindung mit cio verwendet werden.
 
dio
Gibt an, dass sich die E/A in diesem Dateisystem so verhält, als wären alle Dateien mit O_DIRECT im Systemaufruf open() geöffnet worden.
Anmerkung: Mit dem Flag -odio oder -ocio kann die Leistung bei bestimmten Workloads verbessert werden. Allerdings sollten Sie beachten, dass die Verwendung dieser Flags die Zwischenspeicherung von Dateien für diese Dateisysteme verhindert. Da Vorauslesen (readahead) für diese Dateisysteme inaktiviert ist, kann dies die Leistung bei umfangreichen sequenziellen Leseoperationen beeinträchtigen.
 
fastattr
Umgeht die Anforderung, dass Dateien, die gerade geschrieben werden, an den Server gesendet werden, bevor die Attribute der Datei gelesen werden. Diese Option ist mit Vorsicht zu verwenden, da der Client davon ausgehen könnte, dass die Dateidaten, die den Server noch nicht erreicht haben, fehlerfrei geschrieben werden. Sollten jedoch Schreibfehler auftreten, gehen der Client und der Server von unterschiedlichen Dateigrößen aus. Außerdem sind Änderungen an den Dateiattributen, die von einem anderen Client vorgenommen werden, für den Client nicht sichtbar. Daher darf diese Option nicht in Umgebungen verwendet werden, in denen zwei Clients in dieselben Dateien schreiben.
 
fg
Versucht, den Mount im Vordergrund durchzuführen, wenn der erste Versuch nicht erfolgreich ist. fg ist der Standardwert.
 
grpid
Weist eine Datei oder ein Verzeichnis, die bzw. das im Dateisystem erstellt wurde, an, die Gruppen-ID des übergeordneten Verzeichnisses zu übernehmen.
 
hard
Wiederholt eine Anforderung so lange, bis der Server antwortet. Die Option ist der Standardwert.
 
intr
Lässt Tastaturinterrupts bei absoluten Mounts zu.
 
llock
Fordert an, dass Dateien lokal im NFS-Client gesperrt werden. Sperrenanforderungen für NFS-Netzdateien werden nicht an den NFS-Server gesendet, wenn die Option llock verwendet wird.
 
maxgroups=n
Gibt an, dass NFS-RPC-Aufrufe mit AUTH_UNIX bis zu n Elementgruppen von Informationen enthalten können. Wenn Sie diese Option verwenden, um die Anzahl der Elementgruppen über den RPC-Protokollstandard von 16 hinaus zu erhöhen, funktioniert dies nur bei Servern, die mehr als 16 Elementgruppen unterstützen. Andernfalls treten Fehler im Client auf.

Kleinere Werte als 16 und größere Werte als 64 werden ignoriert. Standardmäßig wird der Standardmaximalwert 16 für die Protokolle eingehalten. Ab AIX 5L Version 5.2 mit RMP (Recommended Maintenance Package) 5200-01 akzeptieren und verarbeiten AIX-NFS-Server AUTH_UNIX-Berechtigungsnachweise mit bis zu 64 Gruppen. Die tatsächliche Anzahl der vom NFS-Client gesendeten Elementgruppen richtet sich nach der Anzahl der Gruppen, zu denen der beteiligte Benutzer gehört, und kann durch die Länge des Hostnamens des NFS-Clients (der in den AUTH_UNIX-Informationen enthalten ist) begrenzt werden.

 
noac
Gibt an, dass der Befehl mount kein Attribut- und Verzeichniscaching durchführt. Wenn Sie diese Option nicht angeben, werden die Attribute (einschließlich Berechtigungen, Größe und Zeitmarken) für Dateien und Verzeichnisse zwischengespeichert, um weniger NFSPROC_GETATTR-RPCs (Remote Procedure Call) über die Verbindung durchführen zu müssen. Mit dem NFSPROC_GETATTR-RPC kann der Client Datei- und Verzeichnisattribute vom Server abfragen. Die Optionen acregmin, acregmax, acdirmin und acdirmax steuern, wie lange die zwischengespeicherten Werte aufbewahrt werden.
 
noacl
Gibt an, dass das ACL-RPC-Programm nicht für diese NFS-Mountanforderung verwendet werden soll. Der Standardwert ist noacl.
 
nointr
Gibt an, dass Tastaturinterrupts bei absoluten Mounts nicht zulässig sind.
 
port=n
Setzt die Server-IP-Portnummer (Internet Protocol) auf "n". Der Standardwert ist 2049.
 
posix
Fordert an, dass pathconf-Informationen ausgetauscht und bei einem Mount der NFS Version 2 bereitgestellt werden sollen. Dies setzt den Service rpc.mountd der Version 2 auf dem NFS-Server voraus.
 
proto=[udp|tcp]
Gibt das Transportprotokoll an. Der Standardwert ist tcp. Verwenden Sie die Option proto=[udp|tcp], um die Standardeinstellung zu überschreiben.

proto=udp kann nicht angegeben werden, wenn vers=4 festgelegt ist.

 
retrans=n
Setzt die Anzahl der NFS-Übertragungen auf n. Der Standardwert ist 5. Die Einstellung retrans bestimmt, wie oft der NFS-Client eine bestimmte UDP-RPC-Anforderung für Dateisystemoperationen erneut an einen NFS-Server überträgt. Während der Kommunikation mit dem Service rpc.mountd des NFS-Servers wird die Einstellung retrans nicht verwendet, wenn Mounts der NFS Version 2 oder 3 verarbeitet werden. Wiederholte Übertragungen an den Service rpc.mountd werden mit der Option retry mount gesteuert.
 
retry=n
Setzt die Anzahl der Mountwiederholungen auf n. Der Standardwert ist 1000. Wenn der Wiederholungswert 0 ist, führt das System 10.000 Versuche durch.
 
rsize=n
Setzt die Lesepuffergröße auf n Bytes. Ab AIX Version 6.1 ist der Standardwert 64 KB und der maximale Wert 512 KB, wenn Version 3 oder Version 4 des NFS-Protokolls verwendet wird.
 
secure
Gibt an, dass der Befehl mount Data Encryption Standard (DES) für NFS-Transaktionen verwendet. Data Encryption Standard (DES) wird in NFS Version 4 nicht unterstützt. Verwenden Sie stattdessen krb5.
  
sec=Typ[:Typ...]
Gibt eine Liste von Sicherheitsmethoden an, die für den Zugriff auf Dateien unter dem Mountpunkt verwendet werden können. Die zulässigen Typwerte sind im Folgenden beschrieben:
sys
UNIX-Authentifizierung. Dies ist die Standardmethode.
dh
DES-Authentifizierung. Data Encryption Standard (DES) wird in NFS Version 4 nicht unterstützt. Verwenden Sie stattdessen krb5.
krb5
Kerberos. Nur Authentifizierung.
krb5i
Kerberos. Authentifizierung und Integrität.
krb5p
Kerberos. Authentifizierung, Integrität und Datenschutz.

Die Option secure kann angegeben werden, aber nicht in Verbindung mit der Option sec. Die Option secure ist veraltet und kann in einem künftigen Release entfernt werden. Verwenden Sie stattdessen sec=dh.

 
sec=[Typ1:...:Typn]
Die Option sec gibt die Liste der Sicherheitstypen für den NFS-Mount an. Die verfügbaren Typen sind des, unix, sys, krb5, krb5i und krb5p. Diese Option gilt nur für AIX 5.3 und höher.
 
shortdev
Gibt an, dass ein Dateisystem von einem Host gemountet wird, das keine 32-Bit-Gerätedateien unterstützt.
 
soft
Gibt einen Fehler zurück, wenn der Server nicht antwortet. Der Standardwert ist hard.
 
timeo=n
Setzt das NFS-Zeitlimit auf n Zehntelsekunden. Für TCP-Mounts ist das Standardzeitlimit 100, was 10 Sekunden entspricht. Für UDP-Mounts ist das Standardzeitlimit 11, was 1,1 Sekunden entspricht, aber dies variiert je nach durchgeführter NFS-Operation. Bei UDP-Mounts erhöht sich das Zeitlimit bei jeder fehlgeschlagenen Übertragung um maximal 20 Sekunden. Jede Übertragung wird zweimal versucht, danach wird der Zeitlimitwert aktualisiert. Die Option timeo gilt nicht für die Kommunikation zwischen dem NFS-Client und dem Service rpc.mountd auf NFS-Servern. Es wird ein Zeitlimit von 30 Sekunden verwendet, wenn Aufrufe an den Service rpc.mountd abgesetzt werden.
 
vers=[2|3|4]
Gibt die NFS-Version an. Der Standardwert ist die Version des NFS-Protokolls, die zwischen dem Client und dem Server verwendet wird, und die höchste verfügbare Version auf beiden Systemen. Wenn der NFS-Server NFS Version 3 nicht unterstützt, verwendet der NFS-Mount NFS Version 2. Verwenden Sie die Option vers=[2|3|4] zur Auswahl der NFS-Version. Standardmäßig verwendet die NFS-Mount NFS Version 4 nur, wenn diese Version explizit angegeben wird. Die Option vers=4 gilt nur für AIX 5.3 und höher.
 
wsize=n
Setzt die Schreibpuffergröße auf n Bytes. Ab AIX Version 6.1 ist der Standardwert 64 KB und der maximale Wert 512 KB, wenn Version 3 oder Version 4 des NFS-Protokolls verwendet wird.

CacheFS-spezifische Optionen

Die CacheFS-spezifische Version des Befehls mount mountet ein zwischengespeichertes Dateisystem. Bei Bedarf wird das zugrundeliegende Dateisystem per NFS gemountet. Außerdem werden mehrere CacheFS-spezifische Optionen zur Steuerung des Caching-Prozesses bereitgestellt.

Verwenden Sie zum Mounten eines CacheFS-Dateisystems den Befehl mount mit dem Flag -V gefolgt vom Argument. Die folgenden Flags sind für den Befehl mount verfügbar.

Die folgenden Argumente für das Flag -o gelten speziell für CacheFS-Mounts. Optionen, die Sie in der Befehlszeile eingeben, müssen durch Kommas und nicht durch Kommas und Leerzeichen getrennt werden.
Anmerkung: Das Argument backfstype muss angegeben werden.
Element Beschreibung
-o Gibt Optionen an.
acdirmax=n
Gibt an, dass zwischengespeicherte Attribute nach der Verzeichnisaktualisierung nicht länger als n Sekunden aufbewahrt werden. Vor dem Ablauf der n Sekunden prüft CacheFS, ob sich die Änderungszeit des Verzeichnisses im zugrundeliegenden Dateisystem geändert hat. Wenn dies der Fall ist, werden alle Informationen über das Verzeichnis aus dem Cache gelöscht und neue Daten aus dem zugrundeliegenden Dateisystem abgerufen. Der Standardwert sind 60 Sekunden.
 
acdirmin=n
Gibt an, dass zwischengespeicherte Attribute nach der Verzeichnisaktualisierung mindestens n Sekunden aufbewahrt werden. Nach dem Ablauf der n Sekunden prüft CacheFS, ob sich die Änderungszeit des Verzeichnisses im zugrundeliegenden Dateisystem geändert hat. Wenn dies der Fall ist, werden alle Informationen über das Verzeichnis aus dem Cache gelöscht und neue Daten aus dem zugrundeliegenden Dateisystem abgerufen. Der Standardwert sind 30 Sekunden.
 
acregmax=n
Gibt an, dass zwischengespeicherte Attribute nach einer Dateiänderung nicht länger als n Sekunden aufbewahrt werden. Nach Ablauf der n Sekunden werden alle Dateiinformationen aus dem Cache gelöscht. Der Standardwert sind 30 Sekunden.
 
acregmin=n
Gibt an, dass zwischengespeicherte Attribute nach einer Dateiänderung mindestens n Sekunden aufbewahrt werden. Nach Ablauf der n Sekunden prüft CacheFS, ob sich die Änderungszeit der Datei im zugrundeliegenden Dateisystem geändert hat. Wenn dies der Fall ist, werden alle Informationen über die Datei aus dem Cache gelöscht und neue Daten werden aus dem zugrundeliegenden Dateisystem abgerufen. Der Standardwert sind 30 Sekunden.
 
actimeo=n
Setzt acregmin, acregmax, acdirmin und acdirmax auf n.
 
backfstype=Dateisystemtyp
Der Dateisystemtyp des zugrundeliegenden Dateisystems (z. B. NFS).
 
backpath=Pfad
Gibt an, wo das zugrundeliegende Dateisystem bereits gemountet ist. Wenn dieses Argument nicht angegeben ist, bestimmt CacheFS einen Mountpunkt für das zugrundeliegende Dateisystem.
 
cachedir=Verzeichnis
Der Name des Cacheverzeichnisses.
 
cacheid=ID
Die ID ist eine Zeichenfolge, die eine bestimmte Instanz eines Cache angibt. Wenn Sie keine Cache-ID angeben, erstellt CacheFS eine ID.
 
demandconst
Aktiviert die maximale Cachekonsistenzprüfung. Standardmäßig ist die regelmäßige Konsistenzprüfung aktiviert. Wenn Sie demandconst aktivieren, findet bei jeder Lese- und Schreiboperation eine Prüfung statt.
Anmerkung: Wenn diese Option verwendet wird, wenn ein bestimmtes CacheFS zum ersten Mal gemountet wird, muss die Option auch bei nachfolgenden Mounts angegeben werden. In den Cachesteuerdateien sind Statusinformationen gespeichert, die eine konsistente Verwendung dieser Option erzwingen.
 
local_access
Bewirkt, dass das zwischengespeicherte Dateisystem stattdessen die Modusbits interpretiert, die für die Zugriffsüberprüfung verwendet werden, oder dass das zugrundeliegende Dateisystem die Zugriffsberechtigungen überprüft. Verwenden Sie dieses Argument nicht für sicheres NFS.
 
noconst
Inaktiviert die Cachekonsistenzprüfung. Standardmäßig ist die regelmäßige Konsistenzprüfung aktiviert. Geben Sie noconst nur an, wenn Sie wissen, dass das zugrundeliegende Dateisystem nicht geändert wird. Der Versuch, eine Cachekonsistenzprüfung mit cfsadmin-s durchzuführen, führt zu einem Fehler. demandconst und noconst schließen sich gegenseitig aus.
Anmerkung: Wenn diese Option verwendet wird, wenn ein bestimmtes CacheFS zum ersten Mal gemountet wird, muss die Option auch bei nachfolgenden Mounts angegeben werden. In den Cachesteuerdateien sind Statusinformationen gespeichert, die eine konsistente Verwendung dieser Option erzwingen.
 
purge
Löscht alle zwischengespeicherten Informationen für das angegebene Dateisystem.
Anmerkung: Wenn diese Option verwendet wird, wenn ein bestimmtes CacheFS zum ersten Mal gemountet wird, muss die Option auch bei nachfolgenden Mounts angegeben werden. In den Cachesteuerdateien sind Statusinformationen gespeichert, die eine konsistente Verwendung dieser Option erzwingen.
 
rw | ro
Die (Standardoption) "rw" steht für "read-write" (Lesen/Schreiben) und die Option "ro" steht für "read-only" (Nur Lesen).
 
suid | nosuid
Lässt die setuid-Ausführung zu (Standard) oder verweigert sie.
 
write-around | non-shared
Legt den Schreibmodus für CacheFS fest. Im Modus "write-around" (Standardmodus) werden Schreiboperationen wie in NFS behandelt, d. h., die Schreiboperationen werden im zugrundeliegenden Dateisystem vorgenommen und die betroffenen Dateien werden aus dem Cache gelöscht. Sie können den Modus "non-shared" verwenden, wenn Sie sicher sind, dass keine anderen Benutzer in das zwischengespeicherte Dateisystem schreiben.
Anmerkung: Wenn diese Option verwendet wird, wenn ein bestimmtes CacheFS zum ersten Mal gemountet wird, muss die Option auch bei nachfolgenden Mounts angegeben werden. In den Cachesteuerdateien sind Statusinformationen gespeichert, die eine konsistente Verwendung dieser Option erzwingen.
 
mfsid
Aktiviert die globale Ansicht. In NFS Version 4 können Sie den exportierten Namespace auf der Serverseite traversieren. Sie müssen diese Option angeben, um in das Dateisystem zu wechseln.
Einschränkung: mfsid ist eine Option, wenn das Back-End-Dateisystem für CacheFS ein Dateisystem der NFS Version 4 ist.
-V Mountet ein CacheFS-Dateisystem.

Sicherheit

Hinweis für Benutzer von RBAC und Trusted AIX: Dieser Befehl kann privilegierte Operation ausführen. Privilegierte Operation dürfen nur von privilegierten Benutzern ausgeführt werden. Weitere Informationen zu Autorisierungen und Berechtigungen finden Sie in der Beschreibung der Privileged Command Database in der Veröffentlichung Security. Eine Liste der Berechtigungen und Autorisierungen, die diesem Befehl zugeordnet sind, finden in der Beschreibung des Befehls lssecattr bzw. der des Unterbefehls getcmdattr.

Beispiele

  1. Geben Sie den folgenden Befehl ein, um die gemounteten Dateisysteme aufzulisten:
    mount
    Dieser Befehl erzeugt eine Ausgabe ähnlich der folgenden:
    node   mounted          mounted over  vfs    date              options
    ----   -------          ------------ ---  ------------   -------------------
           /dev/hd0         /            jfs   Dec 17 08:04   rw, log  =/dev/hd8
           /dev/hd3         /tmp         jfs   Dec 17 08:04   rw, log  =/dev/hd8
           /dev/hd1         /home        jfs   Dec 17 08:06   rw, log  =/dev/hd8
           /dev/hd2         /usr         jfs   Dec 17 08:06   rw, log  =/dev/hd8
    sue    /home/local/src  /usr/code    nfs   Dec 17 08:06   ro, log  =/dev/hd8
    Der Befehl mount listet für jedes Dateisystem den Knotennamen, den Einheitennamen, den Namen, unter dem das Dateisystem gemountet ist, den Typ des virtuellen Dateisystems, das Datum und die Uhrzeit des Mounts und die zugehörigen Mountoptionen auf.
  2. Geben Sie den folgenden Befehl ein, um alle Standarddateisysteme zu mounten:
    mount all
    Diese Befehlsfolge mountet alle Standarddateisysteme in der Datei /etc/file, die mit dem Attribut mount=true markiert sind.
  3. Geben Sie den folgenden Befehl ein, um ein fernes Verzeichnis zu mounten:

    mount -n nodeA /home/tom.remote /home/tom.local
    Diese Befehlsfolge mountet das Verzeichnis /home/tom.remote, das sich auf dem Knoten nodeA befindet, im lokalen Verzeichnis /home/tom.local. Sie geht vom Standardparameter VFSName=remote aus, der in der Datei /etc/vfs definiert sein muss.
  4. Geben Sie den folgenden Befehl ein, um eine Datei oder ein Verzeichnis aus der Datei /etc/file systems mit einem bestimmten Typ zu mounten:
    mount -t remote
    Diese Befehlsfolge mountet alle Dateien und Verzeichnisse aus der Datei /etc/file systems, die eine Zeilengruppe haben, die das Attribut type=remote enthält.
  5. Geben Sie den folgenden Befehl ein, um das bereits über NFS in /usr/abc gemountete Dateisystem mit CacheFS zu mounten:
    mount -V cachefs -o backfstype=nfs,backpath=/usr/abc,
    cachedir=/cache1 server1:/user2 /xyz

    Nach der Ausführung des Befehls "mount" sind die folgenden Zeilen in der Datei /etc/mnttab enthalten:

    server1:/user2 /usr/abc nfs
    /usr/abc/cache1/xyz cachefs backfstype = nfs
    
  6. Geben Sie den folgenden Befehl ein, um eine Momentaufnahme zu mounten:
    mount -o snapshot /dev/snapsb /home/janet/snapsb
    Dieser Befehl mountet die auf der Einheit /dev/snapsb enthaltene Momentaufnahme im Verzeichnis /home/janet/snapsb.
  7. Geben Sie den folgenden Befehl ein, um ein Dateisystem zu mounten und eine Momentaufnahme zu erstellen:
    mount -o snapto=/dev/snapsb /dev/sb /home/janet/sb
    Dieser Befehl mountet das auf der Einheit /dev/sb enthaltene Dateisystem im Verzeichnis /home/janet/sb und erstellt eine Momentaufnahme für das Dateisystem auf der Einheit /dev/snapsb.
  8. Geben Sie den folgenden Befehl ein, um auf Dateien auf einem SMB-Server als lokales Dateisystem zuzugreifen:
    mount -v cifs -n pezman/user1/pass1 -o uid=201,fmode=750 /home /mnt
  9. Geben Sie den folgenden Befehl ein, um das gemountete schreibgeschützte JFS2-Dateisystem in einem Dateisystem mit Lese- und Schreibzugriff erneut zu mounten:
    mount –o remount,rw fsname
  10. Geben Sie den folgenden Befehl ein, um alles in der alternativen Dateisystemdatei /tmp/fs1 zu mounten:
    mount -F /tmp/fs1 all

Dateien

Element Beschreibung
/etc/file systems Listet die bekannten Dateisysteme auf und definiert deren Merkmale.
/etc/vfs Enthält Beschreibungen virtueller Dateisystemtypen.