Das
IBM® Netezza-Hostinstallationsverzeichnis
enthält die folgenden Softwareverzeichnisse und Dateien.
- /nz
- Der Stamm der Netezza-Softwareinstallationsbaumstruktur.
Auf einem Produktionshost ist /nz das standardmäßig verwendete
Softwareinstallationsverzeichnis. Wenn Sie ein
Linux-Benutzer sind, der mit dem
Netezza-Host
verbunden ist, müssen Sie /nz/kit/bin und
/nz/kit/bin/adm in Ihren Pfad (PATH) einschließen.
- /nz/data->
- Ein Link zum aktuellen Datenverzeichnis.
- /nz/kit->
- Ein Link zum aktuellen Kit mit den ausführbaren Dateien. Der Link zum Kit verweist auf
die aktuell verwendete Softwareversion.
- /nz/data.<Version>/
- Systemkatalog und andere hostseitige Datenbankdateien.
- /nz/kit.<Überarbeitung>/
- Das Set der optimierten ausführbaren Dateien und Unterstützungsdateien, die für
die Ausführung des Produkts erforderlich sind.
<Überarbeitung> gibt die Softwareversion an.
- /nz/mantravm
- Die Konfigurationsdateien und ausführbaren Dateien für den MantraVM-Service.
- /nz/tmp/
- Temporäre Netezza-Dateien.
- /nzscratch
- Eine Speicherposition für interne Netezza-Dateien.
Diese Speicherposition wird nicht gespiegelt. Das Verzeichnis /nzscratch/tmp
ist das Standardverzeichnis für temporäre Dateien und wird über die Variable
NZ_TMP_DIR angegeben.
Es nimmt Dateien auf, die vom Transaktionsmanager und anderen Prozessen erstellt und
verwendet werden.
Der Inhalt von NZ_TMP_DIR wird gelöscht, wenn die
Netezza-Software
startet und wenn das Netezza-System erneut gestartet wird.
Speichern Sie große Dateien nicht in /nzscratch oder seinen
Unterverzeichnissen; wenn der Speicherplatz in /nzscratch knapp
wird, können
Netezza-Prozesse fehlschlagen.
Verzeichnis /nz
Das
Verzeichnis /nz bildet das Basisverzeichnis, das die
Netezza-Softwareinstallationskits,
Daten und wichtige Informationen für das System und die Datenbank enthält.
Es ist ein bewährtes Verfahren, beim Anzeigen der Dateien in diesem Verzeichnis und seinen
Unterordnern mit großer Sorgfalt vorzugehen, da sich unbeabsichtigte Änderungen auf den
Betrieb des
Netezza-Systems
auswirken oder Datenverlust verursachen können. Löschen oder modifizieren Sie niemals
Dateien oder Ordner im Verzeichnis /nz, es sei denn, Sie werden vom
Netezza Support
oder einem IBM Ansprechpartner dazu aufgefordert. Speichern Sie große Dateien, nicht relevante Dateien oder Backups nicht im
Verzeichnis /nz.
Der Systemmanager überwacht die Größe des
Verzeichnisses /nz.
Wenn das Verzeichnis /nz einen konfigurierten Belegungsprozentsatz erreicht, stoppt der Systemmanager
die Netezza-Software und protokolliert eine Nachricht in der Datei
sysmgr.log. Der Standardschwellenwert, der durch den Wert der Registry-Einstellung
sysmgr.hostFileSystemUsageThresholdToStopSystem angegeben wird, beträgt 95 Prozent.
Ändern Sie den Wert der Registry-Einstellung nicht, es sei denn, Sie werden vom
Netezza Support
dazu aufgefordert.
Nachfolgend ist eine Beispielnachricht aus der Datei
sysmgr.log für einen Fall angegeben, bei dem das
Verzeichnis /nz den konfigurierten Kapazitätsschwellenwert von 95 Prozent erreicht hat.
Error: File system /nz usage exceeded 95 threshold on rack1.host1 System will
be stopped
Wenn die
Netezza-Software
gestoppt wird und diese Nachricht in der Datei sysmgr.log aufgeführt
ist, bitten Sie den
Netezza Support
bei der sorgfältigen Prüfung des Inhalts des Verzeichnisses /nz und
beim Löschen der entsprechenden Dateien um Unterstützung.
Wenn die Belegung des Verzeichnisses /nz unter den konfigurierten Schwellenwert fällt, können Sie die
Netezza-Software starten.
Verzeichnis data
Das
Verzeichnis
/nz/data enthält die folgenden Unterverzeichnisse:
- data.<Version>/base
- Enthält Systemtabellen, Kataloginformationen und Unterverzeichnisse für die Datenbanken.
Jede von Ihnen erstellte Datenbank hat ihr eigenes Unterverzeichnis, dessen Name mit dem
Wert der Datenbankobjekt-ID übereinstimmt.
Beispielsweise ist base/1/ die Systemdatenbank,
base/2/ ist die master_db-Datenbank und
base/nnn ist eine Benutzerdatenbank; dabei ist
nnn die Objekt-ID der Datenbank.
- data.<Version>/cache
- Enthält Kopien des kompilierten Codes, die dynamisch auf dem Host generiert,
mit dem Cross-Compiler für die Ausführung auf den SPUs kompiliert und dann
zur Ausführung auf die SPUs heruntergeladen wurden.
Diese Kopien werden gespeichert, um zusätzliche Schritte und doppelte Arbeit für ähnliche
Abfragen zu eliminieren.
- data.<Version>/config
- Enthält Konfigurationsdateien wie die folgenden:
- callHome.txt
- Die angehängte Call-Home-Datei.
- sendMail.cfg
- Eine Datei, die die Konfigurationsparameter für das Sendmail-Programm enthält.
- system.cfg
- Die Systemkonfigurationsdatei, die Einstellungen für die Systemsteuerung enthält.
Wenn das
Netezza-System
Optionen wie zum Beispiel die LDAP-Authentifizierung oder andere Anwendungen verwendet,
kann dieses Verzeichnis auch zusätzliche Dateien enthalten.
- data.<Version>/plans
- Enthält Kopien der neuesten Ausführungspläne zu Referenzzwecken.
Das System speichert den Ausführungsplan (für jede Abfrage) in einer separaten Datei mit der Erweiterung
.pln und schließt die folgenden Informationen ein:
- Das Original-SQL, das übergeben wurde.
- Der Plan selbst, in dem beschrieben ist, wie auf die verschiedenen Tabellen und
Spalten zugegriffen werden soll und wann Joins, Sortierungen und Aggregationen durchgeführt
werden sollen. Außerdem werden in dem Plan andere Prozesse beschrieben.
- Ob das System eine im Cache gespeicherte (bereits kompilierte) Version des Codes wiederverwenden konnte.
Das System generiert außerdem ein separates C-Programm
(.cpp-Datei), um jedes Snippet jedes Plans zu verarbeiten.
Das System vergleicht diesen Code mit Dateien in /nz/data/cache, um
festzustellen, ob der Kompilierungsschritt übersprungen werden kann.
Verzeichnis kit
Das
Verzeichnis
kit enthält die folgenden Unterverzeichnisse:
- kit.<Überarbeitung>/
- Basisverzeichnis für das Release <Überarbeitung> (z. B.
kit.6.0).
- kit.<Überarbeitung>/bin/
- Alle CLI-Programme auf Benutzerebene.
- kit.<Überarbeitung>/bin/adm
- Interne CLI-Programme.
- kit.<Überarbeitung>/log/<Programmname>/
- Komponentenprotokolldateien und ein einzelnes Unterverzeichnis pro Komponente, das
pro Tag eine Datei mit Protokollinformationen enthält (bis zu sieben Tage).
Die Informationen in den Protokollen geben an, wann der Prozess gestartet, verlassen oder abgeschlossen wurde. Außerdem geben sie alle Fehlerbedingungen an.
- kit.<Überarbeitung>/ sbin
- Interne Hostprogramme und Dienstprogramme, die nicht zur direkten Ausführung durch
Benutzer vorgesehen sind.
Diese Programme haben kein Präfix (z. B. clientmgr).
- kit.<Überarbeitung>/share/
- Postgres-spezifische Dateien.
- kit.<Überarbeitung>/sys/
- Systemkonfigurationsdateien, startup.cfg und einige Unterverzeichnisse
(init, include, strings).
- kit.<Überarbeitung>/sys/init/
- Für die Systeminitialisierung verwendete Dateien.