Schwellenwertmanager

Mit dem Schwellenwertmanager können Sie die vordefinierten Schwellenwerte für einen Überwachungsagenten prüfen und Schwellenwerte erstellen und bearbeiten. Schwellenwerte werden verwendet, um den Stichprobenwert eines Attributs mit dem in dem Schwellenwert festgelegten Wert zu vergleichen. Wenn der Stichprobenwert den Vergleich erfüllt, wird ein Ereignis geöffnet. Das Ereignis wird automatisch geschlossen, wenn der Schwellenwertvergleich nicht mehr als 'wahr' ausgewertet wird.
Wenn Sie auf Systemkonfiguration > Schwellenwertmanager klicken, wird die Seite mit der Tabelle der für den ausgewählten Datenquellentyp definierten Schwellenwerte angezeigt.

Die Datenquellentypen, die angezeigt werden, wenn Sie auf das Listenfenster Datenquellentypen klicken, gelten für die in Ihrer verwalteten Umgebung installierten Überwachungsagenten und Datenkollektoren. Wählen Sie den Datenquellentyp aus, für den Sie Schwellenwerte erstellen oder anzeigen wollen.

In der Tabelle werden alle für den ausgewählten Datentyp erstellten Schwellenwerte aufgelistet und die zum Verwalten der Schwellenwerte verwendeten Tools angegeben.
  • Wenn Sie auf Neu klicken, wird der Schwellenwerteditor geöffnet, in dem Sie einen Schwellenwert für den ausgewählten Datentyp definieren können.
  • Wählen Sie einen Schwellenwert aus und klicken Sie auf Bearbeiten, um den Schwellenwerteditor zum Bearbeiten der Definition zu öffnen.
  • Wenn Sie einen Schwellenwert nicht mehr benötigen, können Sie ihn auswählen und dann auf Löschen klicken. Wenn Sie das Löschen des Schwellenwerts bestätigen, wird er aus der Liste und aus allen Ressourcengruppen, denen er zugeordnet war, entfernt. Alle geöffneten Ereignisse für den Schwellenwert werden geschlossen.
  • Wenn die Liste zu lang ist, können Sie auf das Textfeld 'Filter' klicken und den Anfang des Werts eingeben, nach dem gefiltert werden soll. Während der Eingabe werden die Zeilen, die den Kriterien nicht entsprechen, herausgefiltert. Klicken Sie auf das Symbol Symbol 'x' im Filterfeld oder drücken Sie die Rückschritttaste, um den Filter zu löschen.

Weitere Informationen zu den in der Tabelle dargestellten vordefinierten und angepassten Schwellenwerten sowie zur Bedeutung der Ressourcengruppenzuordnung (bzw. der fehlenden Zuordnung) finden Sie in Hintergrundinformationen. Eine knappe praxisorientierte Lektion hierzu finden Sie im Lernprogramm: Schwellenwert definieren.

Schwellenwerteditor

Wenn Sie auf Neu klicken oder einen Schwellenwert auswählen und auf Bearbeiten klicken, wird der Schwellenwerteditor angezeigt. Der Editor enthält die folgenden Felder:
Name
Geben Sie einen eindeutigen Namen für den Schwellenwert ein. Der Name muss mit einem Buchstaben beginnen, darf bis zu 31 Zeichen lang sein und muss aus Buchstaben, Ziffern und Unterstreichungszeichen bestehen. Beispiel: Average_Processor_Speed_Warning. Der Schwellenwertname wird in Application Performance Dashboard auf der Registerkarte Ereignisse sowie in bestimmten Dashboardtabellen angezeigt.
Beschreibung
Optional. Eine Beschreibung ist hilfreich, um den Zweck des Schwellenwerts zu dokumentieren, und wird den Benutzern im Schwellenwertmanager angezeigt.
Schweregrad
Wählen Sie den zutreffenden Ereignisschweregrad in der Liste aus: Schwerwiegend, Kritisch, Unbedeutend, Warnung, oder Unbekannt.
Die Schweregrade werden für die Anzeige in Application Performance Dashboard konsolidiert: Schwerwiegende und kritische Ereignisse werden als Kritisch angezeigt; unbedeutende Ereignisse und Warnungen werden als Warnung angezeigt; unbekannte Ereignisse werden als Normal angezeigt (siehe Ereignisstatus).
EIF-Ereignis weiterleiten?
Wenn Sie auf der Seite Systemkonfiguration > Erweiterte Konfiguration (Ereignismanager) die Ereignisweiterleitung konfiguriert haben, werden offene Ereignisse standardmäßig an die konfigurierten Ereignisziele weitergeleitet, wie beispielsweise EIF-Ereignisziele, Cloud Event Management oder Alert Notification. Ändern Sie den Wert für diese Einstellung in Nein, wenn Ereignisse für diesen Schwellenwert nicht an die Ereignisziele weitergeleitet werden sollen.
Wenn Sie auf der Seite Systemkonfiguration > Erweiterte Konfiguration (Ereignismanager) die Ereignisweiterleitung konfiguriert haben, werden offene Ereignisse standardmäßig an einen EIF-Empfänger weitergeleitet. Ändern Sie den Wert für diese Einstellung in Nein, wenn Ereignisse für diesen Schwellenwert nicht an einen EIF-Empfänger weitergeleitet werden sollen.
Um die Zuordnung von Schwellenwerten zu weitergeleiteten Ereignissen anzupassen und somit die Standardzuordnung zwischen den Schwellenwerten und den an den Ereignisserver weitergeleiteten Ereignissen außer Kraft zu setzen, klicken Sie auf Anpassung der EIF-Segmente. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Ereignis für die Weiterleitung an einen EIF-Empfänger anpassen.
Intervall
Geben Sie ein (oder wählen Sie aus), wie lange zwischen der Entnahme von Datenstichproben gewartet werden soll. Das Format für diese Angabe ist HHMMSS, z. B. 001500 für 15 Minuten. Bei Schwellenwerten für Stichprobenereignisse ist das kürzeste mögliche Intervall 000030 (30 Sekunden) und das längste mögliche Intervall 235959 (23 Stunden, 59 Minuten und 59 Sekunden).

Der Wert 000000 (sechs Nullen) gibt an, dass es sich um einen Schwellenwert für ein reines Ereignis handelt. Reine Ereignisse sind Benachrichtigungen, die nicht angefordert werden. Schwellenwerte für reine Ereignisse haben kein Stichprobenintervall, daher verfügen sie nicht über eine konstante Messgröße, die auf die aktuellen Werte überwacht werden kann. Reine Ereignisse werden nach 24 Stunden oder nach dem im Feld Zeit zum Schließen von reinen Ereignissen in der Kategorie Ereignismanager auf der Seite Erweiterte Konfiguration festgelegten Zeitraum geschlossen.

Erforderliche aufeinanderfolgende Stichproben
Geben Sie an, wie viele aufeinanderfolgende Stichproben des Schwellenwerts als 'wahr' ausgewertet werden müssen, bevor ein Ereignis generiert wird: Für einen Schwellenwert mit der Einstellung 1 und einer als 'wahr' ausgewerteten Stichprobe wird sofort ein Ereignis generiert. Die Einstellung 2 bedeutet dagegen, dass zwei aufeinanderfolgende Stichproben des Schwellenwerts als 'wahr' ausgewertet werden müssen, bevor ein Ereignis geöffnet wird.
Dataset
Wählen Sie das Dataset (die Attributgruppe) für den Typ der Daten aus, für die Stichproben erfasst werden sollen. Die Attribute, die für die Aufnahme in die Bedingung zur Verfügung stehen, stammen aus dem ausgewählten Dataset. Wenn der Schwellenwert über mehrere Bedingungen verfügt, müssen diese Bedingungen alle aus demselben Dataset stammen.

Bewegen Sie die Maus über den Namen, um eine kurze Beschreibung des Datasets abzurufen. Die vollständige Beschreibung des Datasets und der Attribute wird angezeigt, wenn Sie auf den Link Weitere Informationen in der Kurzinfo klicken. Sie können auch in der Navigationsleiste auf Fragezeichensymbol in der Navigationsleiste Hilfe > Hilfeverzeichnis oder Fragezeichensymbol in der Navigationsleiste Hilfe > Dokumentation klicken, um die Hilfe zu öffnen oder die Referenzinformationen für den Überwachungsagenten herunterzuladen.

Einige Agenten sind als Agenten mit mehreren Knoten kategorisiert, die über Unterknoten zur Überwachung mehrerer Agentenressourcen verfügen. Ein Agent mit mehreren Knoten kann über Datasets verfügen, die in einem Schwellenwert verwendet werden können, für den Schwellenwert geöffnete Ereignisse werden jedoch nicht in den Application Performance Dashboard angezeigt. Sie erhalten eine Nachricht, in der auf die Einschränkung hingewiesen wird. Solche Ereignisse können an den IBM® Netcool/OMNIbus-Ereignismanager weitergeleitet werden.

Anzeigeelement
Optional. Gilt nur für Datasets mit mehreren Zeilen. Nachdem die Auswertung einer Zeile dazu geführt hat, dass ein Ereignis geöffnet wird, können auf dem überwachten System für diesen Schwellenwert keine weiteren Ereignisse geöffnet werden, bis das Ereignis geschlossen wurde. Durch die Auswahl eines Anzeigeelements ermöglichen Sie, dass der Schwellenwert mit der Auswertung der übrigen Zeilen in der Datenstichprobe fortfahren und weitere Ereignisse öffnen kann, wenn auch weitere Zeilen die Bedingung erfüllen. Darüber hinaus wird das Anzeigeelement auf der Registerkarte Ereignisse in Application Performance Dashboard angezeigt, damit Sie die Zeilen, für die Ereignisse geöffnet wurden, leicht unterscheiden können. Die Liste enthält nur die Attribute, die Sie als Anzeigeelemente definieren können.
Logischer Operator
Ignorieren Sie dieses Feld, wenn der Schwellenwert nur über eine einzelne Bedingung verfügt. Wenn Sie mehrere Bedingungen messen, wählen Sie einen der folgenden Operatoren aus, bevor Sie auf Neu klicken, um die zweite, dritte oder jede weitere Bedingung hinzuzufügen:
  • And (&), wenn sowohl die vorherige als auch die nachfolgende Bedingung erfüllt sein muss, damit der Schwellenwert überschritten wird
  • Or (|) , wenn eine der beiden Bedingungen erfüllt sein muss, damit der Schwellenwert überschritten wird

Kombinationen der logischen Operatoren werden nicht unterstützt. Verwenden Sie entweder nur AND-Operatoren oder nur OR-Operatoren. Der Schwellenwert kann bis zu 9 Bedingungen enthalten, wenn der Operator OR verwendet wird. Er kann bis zu 10 Bedingungen enthalten, wenn der Operator AND verwendet wird.

Wenn Sie die Funktion Fehlend verwenden (die weiter unten im Abschnitt Operator beschrieben wird), können Sie in der Formel nur den Operator 'And' verwenden.

Bedingungen
Die Schwellenwertdefinition kann mehrere gleichzeitige Schwellenwerte oder Bedingungen logisch einschließen.
Klicken Sie auf Neu, um eine Bedingung hinzuzufügen. Wählen Sie eine Bedingung aus und klicken Sie auf Bearbeiten, um den Ausdruck zu ändern, oder klicken Sie auf Löschen, um den Ausdruck zu entfernen.
Wenn Sie auf Neu oder Bearbeiten klicken, müssen Sie die folgenden Felder in dem daraufhin geöffneten Dialogfenster Bedingung hinzufügen oder Bedingung bearbeiten ausfüllen:
Kontrollkästchen 'Anzahl'
Für Datasets, die mehrere Zeilen für jede Datenstichprobe zurückgeben, können Sie jede Zeile, die mit den Kriterien der Bedingung übereinstimmt, zählen lassen. Wenn der Wert für die Zählung erreicht wird und alle anderen Bedingungen in der Formel erfüllt sind, wird ein Ereignis geöffnet. So kann beispielsweise ein Alert ausgegeben werden, wenn die Anzahl der Geisterprozesse den Wert 10 übersteigt.

Im folgenden Beispiel ist die Bedingung wahr, wenn mehr als 10 Zeilen gezählt wurden: Attribut: Zeitmarke, Operator: Größer als, Wert: 10.

Wählen Sie das Kontrollkästchen Anzahl, das zu zählende Attribut, den relationalen Operator und den Wert für die Zählung aus.

Wenn die Formel mehrere Bedingungen enthält, müssen alle Bedingungen den booleschen Operator AND verwenden. Die Optionen Anzahl und Zeitdifferenz schließen sich gegenseitig aus. Wenn Sie das Kontrollkästchen für eine Funktion auswählen, wird die andere Funktion inaktiviert. Das Attribut darf keine Systemkennung, wie beispielsweise 'Servername' oder 'ORIGINNODE' sein, darf nicht als Anzeigeelement angegeben werden und darf nicht aus einem Dataset stammen, für das der Schwellenwert reine Ereignisse öffnet.
Kontrollkästchen 'Zeitdifferenz'
Verwenden Sie die Funktion Zeitdifferenz in einer Bedingung, um die Zeitmarke der Stichprobenentnahme (beispielsweise die Zeitmarke der Aufzeichnung) mit der angegebenen Zeitdifferenz zu vergleichen.
Wenn Sie das Kontrollkästchen Zeitdifferenz auswählen, wird das Feld 'Zeitdifferenz' angezeigt, in dem Sie die Angabe + (Plus) oder - (Minus) mit der Anzahl der Tage, Stunden, Minuten und Sekunden kombinieren können. Wählen Sie Zeit der Stichprobe oder Bestimmte Zeit als den im Vergleich zu verwendenden Wert aus.
Im folgenden Beispiel des Ereignisprotokolls vergleicht die Formel die Zeit, zu der das Ereignis protokolliert wurde, mit der Zeitmarke aus der Datenstichprobe. Wenn das Ereignis sieben Tage zuvor aufgetreten ist, ist der Vergleich wahr. Wird der relationale Operator in 'Kleiner gleich' geändert, ist der Vergleich auch nach 8 und mehr Tagen wahr:
  • Attribut: Zeitmarke
  • Zeitdifferenz: -7 Tage
  • Operator: Gleich
  • Wert: Zeit des Eintrags
Attribut
Wählen Sie das Attribut aus, das in dieser Bedingung verglichen werden soll. Bewegen Sie den Mauszeiger auf einen Namen in der Liste, um eine kurze Beschreibung des Attributs anzuzeigen.
Operator
Wählen Sie den Vergleichsoperator für den Typ des Vergleichs aus:
  • Gleich
  • Ungleich
  • Größer als
  • Größer-gleich
  • Kleiner als
  • Kleiner-gleich
  • Regulärer Ausdruck enthält
  • Regulärer Ausdruck enthält nicht

Die Operatoren Regulärer Ausdruck enthält und Regulärer Ausdruck enthält nicht suchen ein Muster, das mit dem Ausdruck übereinstimmt. Je leichter es ist, eine Zeichenfolge einem Ausdruck zuzuordnen, umso effizienter wird der Agent ausgelastet. Der Ausdruck muss nicht mit der ganzen Zeile übereinstimmen, sondern nur mit der Teilzeichenfolge im Ausdruck. Wenn Sie beispielsweise herausfinden wollen, ob die Zeichenfolge See him run das Wort him enthält, können Sie einen regulären Ausdruck mit der Zeichenfolge him erstellen; Sie können aber auch .*him.* verwenden. Wenn Sie nach See suchen, können Sie See eingeben oder ˆSee verwenden, um sicherzustellen, dass die Zeichenfolge am Anfang der Zeile auftritt. Bei Verwendung von Platzhalterzeichen (.*) ist die Suche weniger effizient und erhöht die Arbeitslast. Weitere Informationen zu regulären Ausdrücken finden Sie im Abschnitt zur developerWorks® Technical Library oder indem Sie in Ihrem Browser nach regex suchen.

Sie können auch die Funktion Missing verwenden, die den Wert des angegebenen Messwerts mit einer von Ihnen angegebenen Werteliste vergleicht. Die Bedingung ist wahr, wenn der Wert mit keinem Wert in der Liste übereinstimmt. Diese Funktion ist hilfreich, wenn Sie eine Benachrichtigung erhalten wollen, wenn ein Element in Ihrem System nicht vorhanden ist. Voraussetzungen und Einschränkungen:
  1. Der ausgewählte Messwert muss ein Textattribut sein; Zeitattribute und numerische Attribute können nicht verwendet werden.
  2. Trennen Sie die einzelnen Werte durch Kommas (,) voneinander. Beispiel: fred,mary,jean.
  3. Ein Schwellenwert darf nur jeweils eine Bedingung Fehlend enthalten.
  4. Fehlend muss die letzte Bedingung in der Formel sein. Sollen andere Bedingungen angegeben werden, müssen Sie diese eingeben, bevor Sie die Funktion 'Fehlend' hinzufügen. Außerdem können Sie in diesem Fall nur den Operator 'And' verwenden. Andernfalls werden alle nachfolgenden Zeilen inaktiviert.
Wert
Geben Sie den Wert für den Vergleich ein. Verwenden Sie das für die Messgröße zulässige Format, beispielsweise 20 für 20 % oder 120 für 2 Minuten.
Gruppenzuordnung
Ordnen Sie eine Ressourcengruppe zu, um den Schwellenwert an die verwalteten Systeme desselben Typs in der Ressourcengruppe zu verteilen. Bei den verfügbaren Ressourcengruppen handelt es sich um die benutzerdefinierten Ressourcengruppen, für die Sie eine Änderungsberechtigung besitzen, und die Systemgruppen (für den Agententyp), für die Sie eine Anzeigeberechtigung besitzen. Die verfügbaren Systemgruppen sind darüber hinaus auf solche Gruppen beschränkt, die für das ausgewählte Dataset geeignet sind.

Ein Schwellenwert, dem keine Gruppe zugeordnet ist, wird nicht an überwachte Systeme verteilt und bleibt gestoppt, bis er an eine Ressourcengruppe verteilt wird.

Eine Systemgruppe, wie beispielsweise Linux OS oder HTTP Server, verteilt den Schwellenwert an alle verwalteten Systeme, auf denen dieser Agent installiert ist. Standardmäßig wird jeder vordefinierte Schwellenwert der Systemgruppe für den jeweiligen Agenten zugeordnet. (Sie können alle vordefinierten Schwellenwerte auf der Seite Erweiterte Konfiguration inaktivieren. Dies wird im Abschnitt Aktivierung von Schwellenwerten beschrieben.)

Eine Ausnahme bilden verwaltete Systeme der IBM Tivoli Monitoring-Domäne: Für verwaltete Systeme der Tivoli Monitoring-Domäne muss eine Überwachung anhand von Situationen erfolgen, die in Ihrer Tivoli Monitoring-Umgebung verteilt wurden.

Um den Schwellenwerten Gruppen zuzuordnen, müssen Sie das Markierungsfeld für eine oder mehrere Ressourcengruppen auswählen. Ist die Liste der zugeordneten Gruppen sehr lang, können Sie das Kontrollkästchen Kontrollkästchen Nur ausgewählte Gruppen anzeigen auswählen.

Wird keine Ressourcengruppe angezeigt, der Sie den Schwellenwert zuordnen möchten, können Sie die Schwellenwertdefinition speichern und auf OK klicken, wenn Sie dazu aufgefordert werden, zu bestätigen, dass Sie den Schwellenwert speichern möchten, ohne ihn einer Gruppe zuzuordnen. Dann können Sie im Ressourcengruppenmanager eine neue Gruppe erstellen und im Ressourcengruppeneditor der neuen Gruppe einen Schwellenwert zuordnen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Ressourcengruppenmanager.

Befehl ausführen
Nachdem ein Ereignis für einen als 'wahr' ausgewerteten Schwellenwert geöffnet wurde, können Sie auf dem überwachten System, für das das Ereignis geöffnet wurde, einen Befehl oder ein Script mit Befehlen automatisch ausführen. Es kann beispielsweise hilfreich sein, Informationen zu protokollieren, einen Signalton auszugeben oder einen Job, der zu viele Ressourcen belegt, zu stoppen.
Der Befehl verwendet die folgende Syntax:
&{dataset.attribut}
Dabei steht dataset für den Namen des Datasets und attribut für den Attributnamen, entsprechend ihrer Darstellung im Schwellenwerteditor. Wenn der Datasetname oder der Attributname Leerzeichen enthält, müssen diese Leerzeichen durch Unterstreichungszeichen ersetzt werden.
Im folgenden Beispiel wird dargestellt, wie Sie den Parameter für den Plattennamen (Disk_Name) an die verwaltete Ressource übergeben können:
/scripts/clean_logs.sh &{KLZ_Disk.Disk_Name}
Sie können eines oder mehrere Attribute aus dem Dataset übergeben. Werden mehrere Attribute angegeben, werden sie in der angegebenen Reihenfolge ($1, $2 usw.) an den Befehl übergeben.

Der Befehl wird über die Befehlszeile unter demselben Benutzerkonto ausgeführt, unter dem der Agent gestartet wurde. Beispiel: Wenn der Agent von einem Rootbenutzer ausgeführt wird, wird der Befehl auf dem verwalteten System ebenfalls vom Rootbenutzer ausgeführt.

Die folgenden Optionen steuern, wie der Befehl ausgeführt wird:
  • Wählen Sie Kontrollkästchen Nur für erstes Ereignis aus, wenn das Dataset mehrere Zeilen zurückgibt und Sie den Befehl nur für das erste Auftreten des Ereignisses in der Datenstichprobe ausführen wollen. Nehmen Sie die Auswahl des Kontrollkästchens zurück, wenn der Befehl für jede Zeile, die ein Ereignis verursacht, ausgeführt werden soll.
  • Wählen Sie Kontrollkästchen Für jedes aufeinanderfolgende wahre Intervall aus, wenn der Befehl jedes Mal ausgeführt werden soll, wenn der Schwellenwert als 'wahr' ausgewertet wird. Nehmen Sie die Auswahl des Kontrollkästchens zurück, wenn der Befehl ausgeführt werden soll, wenn der Schwellenwert 'wahr' ist, aber erst wieder ausgeführt werden soll, nachdem der Schwellenwert als 'falsch' und danach in einem nachfolgenden Intervall erneut als 'wahr' ausgewertet wird.
Wenn Sie auf Speichern klicken, wird der Schwellenwert in den zugeordneten Ressourcengruppen auf alle überwachten Systeme desselben Datentyps angewendet.
Tipp: Sie können das Ereignisverhalten und die Ereignisweiterleitung über die Optionen für den Ereignismanager auf der Seite Erweiterte Konfiguration steuern. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Erweiterte Konfiguration.
Anmerkung: Um eine Liste der Attribute anzuzeigen, die für die Aufnahme in die Schwellenwertdefinition geeignet sind, können Sie eine Tabelle mit dem zu verwendenden Dataset erstellen. .