Von QRadar Vulnerability Manager vorgenommene Prüfungen

QRadar® Vulnerability Manager verwendet eine Kombination aus aktiven Prüfungen, bei denen Pakete und ferne Sonden gesendet werden, und passiven Korrelationsprüfungen. Die QRadar Vulnerability Manager -Datenbank deckt ungefähr 70.000 Schwachstellen auf Netz-, Betriebssystem-und Anwendungsebene ab.

Die vollständige Scanbibliothek kann im Fenster Research (Recherche) auf der Registerkarte Vulnerabilities (Schwachstellen) nach CVE, Datumsbereich, Herstellername, Produktname, Produktversion und Bezeichnung der Schwachstellen durchsucht werden.

QRadar Vulnerability Manager Tests

Die folgenden Beispiele sind einige der Kategorien, die QRadar Vulnerability Manager testet:
  • Datenbankprüfungen
  • Web-Server-Prüfungen
  • Prüfungen von Webanwendungsservern
  • Prüfungen allgemeiner Web-Scripts
  • Prüfungen benutzerdefinierter Webanwendungen
  • DNS-Server-Prüfungen
  • Prüfungen von Mail-Servern
  • Anwendungsserver-Prüfungen
  • Prüfungen drahtloser Netzzugänge
  • Prüfungen allgemeiner Services
  • Prüfungen veralteter Software und Systeme
In der folgenden Tabelle werden einige von QRadar Vulnerability Managervorgenommene Prüfungen beschrieben.
Tabelle 1. Typen von QRadar Vulnerability Manager Prüfungen
Typ der Prüfung Beschreibung
Portsuche Scannt nach aktiven Hosts sowie nach offenen Ports und verfügbaren Services auf diesen Hosts.

Gibt MAC zurück, wenn sich der Host im gleichen Teilnetz befindet wie der Scanner.

Gibt Betriebssysteminformationen zurück.

Webanwendungsscans Untersucht jede Webanwendung und jede Webseite auf einem Web-Server mittels folgender Prüfungen:

Dateiupload

HTTP-Verzeichnis-Browsing

CWE-22 - Falsche Beschränkung eines Pfadnamens auf ein eingeschränktes Verzeichnis (Path-Traversal-Angriff)

Interessante Datei/in Protokollen angezeigt

Automatische Kennworteingabe im Browser

Fehlkonfiguration in Standarddateien

Informationsoffenlegung

Unverschlüsseltes Anmeldeformular

Verzeichnis indizierbar: prüft, ob die Serververzeichnisse durchsucht werden können

HTTP PUT zulässig: prüft, ob für Serververzeichnisse die PUT-Option erlaubt ist

Vorhandensein veralteter Dateien

CGI-Scans: allgemeine Webseitenprüfungen

Injektion (XSS/Script/HTML)

Fernabruf von Dateien (serverweit)

Befehlsausführung von Remote-Shell

SQL-Injection, einschließlich Authentifizierungsumgehung, Softwareidentifizierung und ferne Quelle

Optionen für die Reverse-Optimierung, ausgenommen der angegebenen Optionen.

Anmerkung : Das Scannen authentifizierter Webanwendungen wird nicht unterstützt. Ist beispielsweise für den Zugriff auf eine Site eine Authentifizierung erforderlich, so können für diese Site keine Web-App-Tests durchgeführt werden.
Betriebssystem Offenlegung von Benutzernamen und Kennwörtern

Zugriff auf Dateisysteme

Standardbenutzernamen und Standardkennwörter

Berechtigungseskalation

Denial-of-Service-Attacken

Fernausführung von Befehlen

Cross-Site Scripting (Microsoft)

Datenbank Exploits und offener Zugriff auf Datenbanken

Standardkennwörter

Manipulierte Benutzernamen und Kennwörter

Denial-of-Service-Attacken

Administratorrechte

Web-Server Bekannte Schwachstellen, Exploits und Konfigurationsprobleme auf Web-Servern

Denial-of-Service-Attacken

Standardadministratorkennwörter

Dateisystemsichtbarkeit

Cross-Site-Scripting

Scan allgemeiner Web-Scripts Häufige Webscripts wie CGI

Scripts im Zusammenhang mit E-Commerce

ASPs

PHPs

DNS-Server Schwache Kennwortverschlüsselung

Denial-of-Service-Attacken

Ermittlung von Kontonamen

E-Mails senden

Lesen von E-Mails und sensitiver Kontoinformationen

Administratorzugriff erhalten

Drahtloser Netzzugang Standardkennwörter für Administratorkonten

Standard-SNMP-Community-Namen

Speichern von Klartextkennwörtern

Denial-of-Service-Attacken

Allgemeine Services Domain Name System (DNS)

File Transfer Protocol (FTP)

Simple Mail Transfer Protocol (SMTP)

Anwendungsserver Umgehung der Authentifizierung

Denial-of-Service-Attacken

Informationsoffenlegung

Standardbenutzernamen und Standardkennwörter

Schwache Dateiberechtigungen

Cross-Site-Scripting

OVAL-Scan Clientseitige Schwachstellen in IE, Chrome, Skype und anderen Browsern.
Kennworttests Standardkennworttests
Windows-Patch-Scans Erfasst Registrierungsschlüsseleinträge, Windows-Dienste, installierte Windows-Anwendungen und korrigierte Microsoft-Fehler.
UNIX-Patch-Scans Erfasst Details zu den installierten RPMs

Webanwendungsscans

QRadar Vulnerability Manager verwendet nicht authentifiziertes Scannen für das Scannen von Kernwebanwendungen. In der folgenden Liste werden QRadar Vulnerability Manager -Webschwachstellenprüfungen beschrieben:
  • SQL-Injection-Schwachstellen

    Zu diesen Schwachstellen kommt es, wenn schlecht geschriebene Programme in einer Datenbankabfrage vom Benutzer bereitgestellte Daten akzeptieren, ohne die Eingabe zu überprüfen. Dies ist häufig der Fall bei Webseiten mit dynamischen Inhalten. Durch das Testen auf SQL-Injection-Schwachstellen stellt QRadar Vulnerability Manager sicher, dass die erforderliche Berechtigung vorhanden ist, damit diese Exploits nicht auftreten.

  • Cross-Site-Scripting-Schwachstellen (XSS)

    Über diese Schwachstellen kann ein böswilliger Benutzer Code in Webseiten injizieren, die von anderen Benutzern angezeigt werden. Beispiele für Code, der in Webseiten injiziert werden kann, sind HTML-Scripts und clientseitige Scripts. Über einen Exploit einer Cross-Site-Scripting-Schwachstelle kann ein Angreifer Zugriffskontrollen wie die Same-Origin-Policy umgehen. QRadar Vulnerability Manager testet auf verschiedene persistente und nicht persistente Cross-Site-Scripting-Schwachstellen, um sicherzustellen, dass die Webanwendung nicht anfällig für diese Bedrohung ist.

  • Webanwendungsinfrastruktur

    QRadar Vulnerability Manager enthält Tausende von Prüfungen, die Standardkonfigurationen, CGI-Scripts, installierte und unterstützende Anwendungen, zugrunde liegende Betriebssysteme und Einheiten überprüfen.

  • Webseitenfehler

Für eine gründliche Überprüfung von Webanwendungen lässt sich QRadar Vulnerability Manager mit IBM® Security AppScan integrieren, um eine bessere Sichtbarkeit Ihrer Schwachstellen in Webanwendungen zu gewährleisten.

Netzeinheitenscans

QRadar Vulnerability Manager enthält das Plug-in „ SNMP “, das das Scannen von Netzwerkgeräten unterstützt. QRadar Vulnerability Manager Unterstützt SNMP V1 und SNMP V2. SNMP V3 wird nicht unterstützt. QRadar Vulnerability Manager verwendet ein Verzeichnis bekannter Community-Standardeinstellungen für verschiedene Geräte, die „ SNMP “ unterstützen. Dieses Wörterverzeichnis können Sie anpassen.

Externe Scannerprüfungen

Der externe Scanner sucht nach folgenden CWEs (Common Weakness Enumerations) des OWASP (Open Web Application Security Project):
  • Verzeichnisliste
  • Path-Traversal-Attacken, Änderungen von Windows-Dateiparametern, Änderungen von UNIX-Dateiparametern, "Poison Null Byte"-Attacken zum Abruf von Windows-Dateien, "Poison Null Byte"-Attacken zum Abruf von UNIX-Dateien
  • Cross-Site Scripting, DOM-basiertes Cross-Site Scripting
  • SQL-Injection, Blind SQL-Injection, Blind SQL-Injection (zeitbasiert)
  • Keine Inaktivierung des HTML-Attributs zur automatischen Vervollständigung für das Kennwortfeld
  • Unverschlüsselte Anmeldeanforderung, unverschlüsselter Kennwortparameter
  • Remote-Code-Ausführung, Codeinjektion für Parametersystemaufruf, Shell-Befehlsinjektion für Dateiparameter, Remote-Befehlsausführung für Formatierzeichenfolgen

Datenbankscans

QRadar Vulnerability Manager erkennt Sicherheitslücken in wichtigen Datenbanken durch nicht authentifiziertes Scannen von Zielhosts. Darüber hinaus zielt QRadar Vulnerability Manager mithilfe von Plug-ins auf mehrere Datenbanken ab.

Betriebssystemprüfungen

Tabelle 2. Betriebssystemprüfungen
Betriebssystem Ermitteln von Sicherheitslücken Patch-Scans Konfiguration
Fenster Ja Ja Ja
AIX® UNIX Ja Ja Nein
CentOS Linux® Ja Ja Nein
Debian Linux Ja Ja Nein
Fedora- Linux Ja Ja Nein
Red Hat Linux Ja Ja Nein
Sun Solaris Ja Ja Nein
HP-UX Ja Ja Nein
Suse Linux Ja Ja Nein
Ubuntu Linux Ja Ja Nein
CISCO Nein Nein Nein
AS/400 / iSeries Nein Nein Nein

OVALs und Betriebssysteme

OVAL-Definitionen werden von folgenden Betriebssystemen unterstützt:

  • Microsoft Windows 10
  • Microsoft Windows 8.1
  • Microsoft Windows 8
  • Microsoft Windows 7
  • Microsoft Windows Vista
  • Microsoft Windows Server 2016
  • Microsoft Windows Server 2012 R2
  • Microsoft Windows Server 2012
  • Microsoft Windows Server 2008 R2
  • Microsoft Windows Server 2008
  • Microsoft Windows Server 2003
  • CentOS Version 3 bis 7
  • IBM AIX Versionen 4-7
  • RHEL Version 3 bis 7
  • SUSE Version 10 bis 11
  • Ubuntu-Versionen 6 bis 14
  • Red Hat 9
  • Solaris Version 2.6 und 7 bis 10