Hinweise zur MONITOR-Datenbank für Oracle
Dieser Abschnitt enthält spezielle Empfehlungen für Datenbanken unter Oracle.
Hinweise zur Globalisierung
Oracle muss mit dem Universalzeichensatz UTF-8 (AL32UTF8) und nicht mit dem Standard-Datenbankzeichensatz (WE8ISO8859P1 - ISO 8859-1 West European) installiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Metadaten und Instanzdaten des Monitormodells, die landessprachliche Zeichen enthalten, in der Datenbank gespeichert werden können. Darüber hinaus ist für IBM® Cognos BI eine UTF-8-Datenbank erforderlich.
- NLS_LANGUAGE
- NLS_TERRITORY
Die Tabelle DIM_TIME enthält eine Spalte für das Auffüllen von Dashboardberichten, die Zeitdimensionen enthalten, mit einem übersetzten Monatsnamen. Standardmäßig wird der Code für die Ländereinstellung für die Einstellung NLS_LANGUAGE zum Auffüllen der Einträge der Tabelle DIM_TIME verwendet. Wenn Sie die Standardsprache ändern möchten, müssen Sie die Angabe für NLS_LANGUAGE für die Oracle-Instanz oder für die aktuelle Sitzung ändern, bevor Sie das Script createTables.sql ausführen. Die Datei createTables.sql enthält auch eine SQL-Anweisung, mit der Sie die Einträge für Monatsnamen außer Kraft setzen und Ihre eigenen Monatsnamen definieren können.
Hinweise zur Monitor-Sicherheit
Wenn Sie das Profile Management Tool (in WebSphere Customization Toolbox) oder den Befehl 'manageprofiles' zum Erstellen der Oracle-Datenbankobjekte verwenden, erstellt der Datenbankbenutzer mit Verwaltungsaufgaben (Administrator), der bei der Profilerstellung angegeben wurde, auch die Datenbankobjekte und ein MONITOR-Schema. Unter Oracle stellt ein Schema sowohl eine Gruppe von Datenbankobjekten als auch eine Benutzer-ID dar, die sich bei der Datenbank anmelden kann.
Standardmäßig ist der Eigner des MONITOR-Schemas auch der Benutzer der Laufzeitdatenbank und erhält die Berechtigungen zum Erstellen anderer Schemas und Datenbankobjekte im Rahmen der Datenbankerstellung. Dadurch kann der IBM Business Monitor-Server das Datenbankschema des Monitormodells automatisch verwalten, wenn Modelle implementiert und entfernt werden. Um die Datenbank zu sichern, können Sie sie manuell erstellen. Der Eigner des MONITOR-Schemas oder ein anderer Benutzer kann als Benutzer der IBM Business Monitor-Laufzeitdatenbank verwendet werden. In einer gesicherten Umgebung können Sie dem Benutzer der MONITOR-Laufzeitdatenbank nur die Berechtigungen erteilen, die zur Ausführung der Laufzeitoperationen erforderlich sind. Weitere Informationen finden Sie in den Abschnitten "Datenbank manuell installieren" und "Monitor-Datenbankumgebung schützen" in den zugehörigen Links.
JDBC-Treiber
Die JDBC-Unterstützung wird von den Oracle JDBC-Treibern für JVM 1.6 zur Verfügung gestellt. Die JDBC-Treiberdatei ojdbc6.jar enthält den von Oracle unterstützten JDBC-Treiber zur Verwendung mit WebSphere Application Server. Die Datei ojdbc6.jar kann sowohl für Oracle 10g als auch für Oracle 11g verwendet werden. Weitere Informationen zu Mindesteinstellungen für Oracle erhalten Sie über den zugehörigen Link.
Standardmäßig verweist das Profile Management Tool auf die Datei ojdbc6.jar, die im Pfad application_server-stammverzeichnis\jdbcdrivers\Oracle bereitsteht. Alternativ hierzu können Sie eine weitere JDBC-Treiberdatei Oracle ojdbc6.jar herunterladen und beim Ausführen des Profile Management Tool oder beim Ausführen des Befehls manageprofiles auf diese verweisen.
XA-Wiederherstellung
grant select on pending_trans$ to <benutzer>;
grant select on dba_2pc_pending to <benutzer>;
grant select on dba_pending_transactions to <benutzer>;
grant execute on dbms_system to <benutzer>;
Dabei ist
<benutzer> der Benutzername für die Monitor-Datenbank, die während
der Profilerstellung konfiguriert wird. Generierte Sichten
Die Leistung für das Laden von Dashboardseiten kann sinken, wenn Sie große Volumen an Überwachungsdaten in Ihrer Datenbank akkumulieren. Wenn sich über 10 Millionen Monitoring-Kontextinstanzen angesammelt haben, kann es sinnvoll sein, die Option Ihres Datenbankanbieters zur Vorabberechnung der Daten zu aktivieren.
Sie können in Oracle generierte Sichten verwenden, um die Abfrageleistung zu verbessern. Eine generierte Sicht kann die Werte von KPIs (Key Performance Indicators) und IBM Cognos BI-Würfelkennzahlen in Oracle vorberechnen. Wenn das Dashboard einen Wert anfordert, wird kein Aggregationswert, zum Beispiel ein Durchschnittswert, der für alle Monitoring-Kontextinstanzen erst berechnet wird, sondern der vorab berechnete Wert nahezu unverzüglich zurückgegeben.
- ON COMMIT
- Aktualisiert (REFRESH) die generierte Sicht automatisch, wenn eine Transaktion, die Daten in der Tabelle ändern, festgeschrieben wird (d. h. wenn der Datenverschiebungsservice ausgeführt wird).
- FAST
- Führt eine inkrementelle Aktualisierung von Daten während der REFRESH-Operation aus.
Ein Beispielscript, das eine generierte Sicht mit FAST und ON COMMIT für das Präsentationsbeispiel (Better Lender) definiert, finden Sie im folgenden Verzeichnis: application_server-stammverzeichnis\installableApps.wbm\showcase\OracleMaterializedViews_Sample.
