SQL Server-Datenbanken erstellen

Sie können die erforderlichen Datenbanken für IBM® Business Process Manager Express entweder vor oder nach der Ausführung des Befehls BPMConfig mit den Parametern -create -de zum Erstellen eines eigenständigen Profils erstellen.

Vorbereitende Schritte

  • Sie können Datenbanken nicht implementierungsumgebungsübergreifend gemeinsam nutzen.
  • Process Server- und Performance Data Warehouse-Komponenten benötigen ihre eigenen separaten Datenbanken und können nicht mit derselben Datenbank wie die anderen IBM Business Process Manager-Komponenten konfiguriert werden.
  • Für Process Server- und Performance Data Warehouse-Komponenten ist es nicht erforderlich, dass bei den Datenbanken für SQL Server die Groß-/Kleinschreibung beachtet wird.
  • Bei CommonDB-Komponenten (und traditionellen WebSphere Process Server-Komponenten) muss bei den Datenbanken für SQL Server die Groß-/Kleinschreibung beachtet werden.
  • Der Benutzer, der die Datenbanken erstellt, darf nicht identisch mit dem Benutzer sein, den Sie als Anmeldebenutzer zum Zugreifen auf die Datenbanken zuweisen wollen. Wenn Sie von dieser Anforderung abweichen, wird das Standardschema dbo verwendet.
  • Der für die einzelnen Komponenten verwendete Schemaname muss mit dem Benutzer übereinstimmen.

Informationen zu diesem Vorgang

Für den Befehl BPMConfig ist eine Eingabe aus einer Eigenschaftendatei erforderlich, die die Konfigurationseinstellungen für das Profil und die Datenbanken enthält, die erstellt werden sollen. In dieser Datei wird von der Eigenschaft bpm.de.deferSchemaCreation festgelegt, wann die Datenbanken erstellt werden können:
  • Wenn für die Eigenschaft der Wert false eingestellt ist, werden die Datenbanktabellen automatisch erstellt, wenn Sie den Befehl BPMConfig zum Erstellen des eigenständigen Profils ausführen. Somit müssen die leeren Datenbanken vorhanden sein, bevor Sie den Befehl BPMConfig ausführen.
  • Wenn für die Eigenschaft der Wert true eingestellt ist, wird die Datenbanktabellenerstellung verzögert, wenn Sie den Befehl BPMConfig zum Erstellen des eigenständigen Profils ausführen. Somit können Sie die Datenbanken vor oder nach der Ausführung des Befehls erstellen. Es kann sinnvoll sein, die Datenbanken nach der Ausführung des Befehls BPMConfig zu erstellen, da Sie in diesem Fall die gefüllten Scripts verwenden können, die bei Ausführung des Befehls generiert werden, um die Datenbanken und Datenbanktabellen zu dem für Sie passenden Zeitpunkt zu erstellen.

Die Standarddatenbanknamen lauten BPMDB für die Prozessdatenbank, PDWDB für die Performance Data Warehouse-Datenbank und CMNDB für die Common-Datenbank. Normalerweise benötigen Sie die Prozessdatenbank, die Performance Data Warehouse-Datenbank und die Common-Datenbank.

Datenbanken vor Erstellung des eigenständigen Profils und der Datenbanktabellen erstellen

Zum Generieren der Datenbankscripts, die vom Befehl BPMConfig zum Erstellen und Konfigurieren der Datenbanken verwendet werden können, können Sie den Befehl BPMConfig mit den Parametern -create -sqlfiles ausführen und zusätzlich den Parameter -outputDir einschließen, um eine Position für die generierten Scripts anzugeben. Wenn Sie den Befehl BPMConfig mit diesen Parametern ausführen, werden zwar die Datenbankscripts generiert, aber die Umgebung wird nicht konfiguriert.

Vorbereitende Schritte

Sie müssen die folgenden Informationen parat haben:
  • Informationen zu der Datenbankkonfiguration, die entworfen werden soll. Dabei kann es sich etwa um ein vom Datenbankadministrator oder vom Lösungsarchitekten bereitgestelltes Dokument handeln, das Angaben zum allgemeinen Zweck der Datenbankkonfiguration enthält. Alternativ könnte dies eine Beschreibung der erforderlichen Parameter und Eigenschaften sein. Die Informationen müssen Folgendes umfassen:
    • Die Speicherposition der Datenbanken
    • Benutzer-ID und Kennwort für die Authentifizierung bei der Datenbank
  • Informationen dazu, wie IBM Business Process Manager und die zugehörigen Komponenten installiert sind, welche Software verwendet wird und welche Eigenschaften für den verwendeten Typ von Datenbank erforderlich sind
  • Eine Konzeption der Profile, die Sie erstellen wollen, insbesondere der funktionalen Beziehung zwischen den Profiltypen und den Datenbanken
  • Informationen zu dem zu implementierenden Topologiemuster sowie eine Erläuterung dazu, wie der Datenbankentwurf in das Muster hineinpasst, das verwendet werden soll

Vorgehensweise

  1. Navigieren Sie auf dem Computer, auf dem Sie IBM Business Process Manager installiert haben, zu dem folgenden Verzeichnis, in dem die Eigenschaftendateien für die Beispielkonfiguration gespeichert sind:

    installationsstammverzeichnis\BPM\samples\config\express

  2. Suchen Sie die Beispieleigenschaftendatei, die einer Darstellung Ihrer Zielumgebung am nächsten kommt, und erstellen Sie eine Kopie dieser Datei. . Die Beispieleigenschaftendateien sind nach dem folgendem Format benannt: typ_der_implementierungsumgebung[-umgebungstyp]-topologie-SQLServer[-suffix]; hierbei gilt Folgendes:
    • Für typ_der_implementierungsumgebung ist Express festgelegt.
    • umgebungstyp kann auf PS für Process Server oder PC für Process Center gesetzt werden. festgelegt wird.
    • Für topologie ist der Wert Standalone festgelegt.
    • suffix muss zur Verwendung der Windows-Authentifizierung auf -WinAuth gesetzt werden.
    Beispiel: Der Name der Eigenschaftendatei der Beispielkonfiguration für eine eigenständige Process Center-Umgebung mit einer SQL Server-Datenbank lautet Express-PC-Standalone-SQLServer.properties.
  3. Bearbeiten Sie die kopierte Eigenschaftendatei und aktualisieren Sie die Werte so, dass sie das Profil und die Datenbankkonfiguration abbilden. Wenn Sie die Beispieleigenschaftendatei ändern, gehen Sie entsprechend der in der Datei enthaltenen Anleitung zum Angeben von Werten vor.
    Tipp: Sie können dieselben Eigenschaftendateien später verwenden, wenn Sie mit dem Befehl BPMConfig ein eigenständiges Profil erstellen.
    Zusätzliche Hinweise:
    • Ihre geänderte Eigenschaftendatei muss die UTF-8-Codierung verwenden.
    • Wenn Sie die Datenbanktabellen später automatisch beim Ausführen des Befehls BPMConfig zum Erstellen des eigenständigen Profils erstellen möchten, legen Sie für die Eigenschaft bpm.de.deferSchemaCreation den Wert false fest.
    • Fügen Sie dieser Datei keine angepassten Eigenschaften hinzu, wenn Sie Ihre Änderungen vornehmen. Sonst schlägt der Befehl BPMConfig fehl.
    • Wenn Sie ein Backslash-Zeichen (\) in Ihrer Eigenschaftendatei verwenden müssen, z. B. wenn Sie Pfadnamen oder Kennwörter angeben, müssen Sie direkt davor einen Escape-Backslash einfügen. Beispiel: bpm.de.node.1.installPath=c:\\IBM\\BPM85.

    Weitere Informationen zu den verfügbaren Eigenschaften finden Sie im Abschnitt Befehlszeilendienstprogramm 'BPMConfig' und den Beschreibungen im Abschnitt Konfigurationseigenschaften für den Befehl 'BPMConfig'.

  4. Führen Sie den Befehl BPMConfig auf dem Computer aus, auf dem IBM Business Process Manager installiert ist; dadurch wird der Name der von Ihnen erstellten Eigenschaftendatei übergeben. Beispiel:
    installationsstammverzeichnis\bin\BPMConfig -create -sqlfiles verzeichnispfad\meine_umgebung.properties -outputDir verzeichnis_der_eigenen_bpm-scripts

    In dieser Syntax stehen verzeichnispfad\meine_umgebung.properties für die Position und den Namen der angepassten Eigenschaftendatei und verzeichnis_der_eigenen_bpm-scripts für das Verzeichnis, in dem Sie die Datenbankscripts generieren möchten.

    Die generierten Scripts enthalten eine Datei createDatabase.sql, die zum Erstellen der Datenbanken verwendet werden kann. Diese Datei wird an den folgenden Standardpositionen erstellt:
    • verzeichnis_der_eigenen_bpm-scripts\dbscripts\zellenname.name_der_implementierungsumgebung\SQLServer\CMNDB\schemaname
    • verzeichnis_der_eigenen_bpm-scripts\dbscripts\zellenname.name_der_implementierungsumgebung\SQLServer\BPMDB\schemaname
    • verzeichnis_der_eigenen_bpm-scripts\dbscripts\zellenname.name_der_implementierungsumgebung\SQLServer\PDWDB\schemaname
    Die Anzahl der generierten Unterverzeichnisse hängt von der Anzahl der Datenbanken ab, die in der Eigenschaftendatei definiert wurden.
    Anmerkung: Diese Scripts werden überschrieben, wenn Sie wieder den Befehl BPMConfig ausführen.
  5. Führen Sie für jede Datei des Typs createDatabase.sql, die generiert wurde, den folgenden Befehl auf dem lokalen bzw. fernen Datenbankserver aus, um die Common-Datenbank (CMNDB), die Prozessdatenbank (BPMDB) sowie die Performance Data Warehouse-Datenbank (PDWDB) zu erstellen:
    sqlcmd -i createDatabase.sql

Datenbanken nach Erstellung des eigenständigen Profils erstellen

Wenn Sie den Befehl BPMConfig zum Erstellen eines eigenständigen Profils separat von den Datenbanktabellen verwenden möchten, können Sie zuerst den Befehl mit den Parametern -create -de ausführen, um das Profil zu erstellen. Danach können Sie den Befehl mit den Parametern -create -sqlfiles ausführen, um die Datenbankscripts zu generieren, die zum Erstellen der Datenbanken und Datenbanktabellen verwendet werden können. Die generierten Datenbankscripts werden mit den Werten aus der Eigenschaftendatei gefüllt, die Sie angegeben haben.

Vorbereitende Schritte

Sie müssen den Befehl BPMConfig zum Erstellen des eigenständigen Profils bereits ausgeführt haben.

Vorgehensweise

  1. Notieren Sie die Position der Eigenschaftendateien, die Sie angegeben haben, als Sie den Befehl BPMConfig zum Erstellen des eigenständigen Profils ausgeführt haben.
  2. Führen Sie auf dem Computer, auf dem Sie das eigenständige Profil erstellt haben, den Befehl BPMConfig zum Generieren der Datenbankscripts aus; dadurch wird der Name der Eigenschaftendatei übergeben. Beispiel:
    installationsstammverzeichnis\bin\BPMConfig -create -sqlfiles verzeichnispfad\meine_umgebung.properties [-outputDir verzeichnis_der_eigenen_bpm-scripts]

    In dieser Syntax stehen verzeichnispfad\meine_umgebung.properties für die Position und den Namen der angepassten Eigenschaftendatei. (Der Parameter -outputDir und der zugeordnete Wert für verzeichnis_der_eigenen_bpm-scripts sind optional und können zum Angeben eines alternativen Verzeichnisses verwendet werden, in dem Sie die Datenbankscripts generieren möchten.)

    Die generierten Scripts enthalten eine Datei createDatabase.sql, die zum Erstellen der Datenbanken verwendet werden kann. Diese Datei wird an den folgenden Standardpositionen erstellt:
    • stammverzeichnis_für_eigenständiges_profil\dbscripts\zellenname.name_der_implementierungsumgebung\SQLServer\CMNDB\schemaname
    • stammverzeichnis_für_eigenständiges_profil\dbscripts\zellenname.name_der_implementierungsumgebung\SQLServer\BPMDB\schemaname
    • stammverzeichnis_für_eigenständiges_profil\dbscripts\zellenname.name_der_implementierungsumgebung\SQLServer\PDWDB\schemaname
    Die Anzahl der generierten Unterverzeichnisse hängt von der Anzahl der in der Eigenschaftendatei definierten Datenbanken ab.
    Anmerkung: Diese Scripts werden überschrieben, wenn Sie wieder den Befehl BPMConfig ausführen.
  3. Führen Sie für jede Datei des Typs createDatabase.sql, die generiert wurde, den folgenden Befehl auf dem lokalen bzw. fernen Datenbankserver aus, um die Common-Datenbank (CMNDB), die Prozessdatenbank (BPMDB) sowie die Performance Data Warehouse-Datenbank (PDWDB) zu erstellen:
    sqlcmd -i createDatabase.sql