Daten in Performance Data Warehouse-Datenbank archivieren und wiederherstellen

Mit dem Befehl archive können Sie Datensätze im Performance Data Warehouse mit einer Zeitmarke vom Typ ARCHIVED markieren. Mit dem Befehl restore können Sie die Zeitmarke ARCHIVED ausschließen. Bei beiden Befehlen verbleibt die Datenbank im Wartestatus, und mithilfe des Befehls pending kann die Archivierungsoperation (archive) oder die Wiederherstellungsoperationen (restore) ausgeführt werden.

Bei Verwendung einer der beiden Befehle wird ein SQL-Script generiert, mit dessen Hilfe die entsprechenden Datenbankänderungen vorgenommen werden können. Sie können die resultierenden SQL-Scripts ausführen, indem Sie die für Ihre Umgebung geeignete Datenbankanwendung verwenden oder indem Sie das Argument execute im Befehlszeilentool verwenden.

Die Befehle werden in der folgenden Tabelle beschrieben:

Tabelle 1. Befehle 'archive', 'restore' und 'pending'
Befehl Aktion
archive Mit diesem Befehl werden die angegebenen Snapshots archiviert und alle Metadaten in diesen Snapshots mit einer Zeitmarke vom Typ ARCHIVED markiert. IBM® Business Process Manager verwendet keine archivierten Metadaten beim Generieren des Schemas und der Ansichten von Performance Data Warehouse.

Verwenden Sie zum Angeben von Snapshots die IDs der entsprechenden Snapshots aus der Ansicht SNAPSHOTS in der Performance-Datenbank.

restore Mit diesem Befehl werden die angegebenen Snapshots wiederhergestellt, indem die Zeitmarke ARCHIVED ausgeschlossen wird, sodass die Metadaten der Snapshots in das physische Schema und die Ansichten von Performance Data Warehouse aufgenommen werden können.

Verwenden Sie zum Angeben von Snapshots die IDs der entsprechenden Snapshots aus der Ansicht SNAPSHOTS in der Performance-Datenbank.

pending Mit diesem Befehl werden fehlgeschlagene Definitionsdatensätze identifiziert, und der entsprechende Wartestatus wird aufgelöst. Sie können im Wartestatus befindliche Schemaänderungen, die sich aus den Befehlen archive und restore ergeben, anzeigen und anschließend festschreiben.

Vorbereitende Schritte

Führen Sie vor dem Ausführen eines Befehls die folgenden Tasks aus:

  • Vergewissern Sie sich, dass Sie Ihre Performance Data Warehouses für die aktuelle Version von IBM BPM installiert bzw. aktualisiert haben.
  • Starten Sie das Performance Data Warehouse. Wenn Sie eine Clusterumgebung verwenden, stellen Sie sicher, dass alle Server im Cluster aktiv sind.
  • Erstellen Sie eine Sicherungskopie der Performance-Datenbank.
  • Wechseln Sie in folgendes Verzeichnis: installationsstammverzeichnis\profiles\profilname\bin.
    Hinweis: Das Tool 'perfDWTool' muss über einen aktiven Knoten im Unterstützungscluster ausgeführt werden.

Argumente für Befehl 'pending'

Die folgenden Argumente können mit dem Befehl pending verwenden werden:

Anmerkung: Bei Verwendung der Befehle archive und restore verbleiben im System anstehende Aktionen. Daher müssen Sie den Befehl pending verwenden, um die Schemaänderungen entweder in einer Vorschau anzuzeigen oder auszuführen.
Tabelle 2. Verfügbare Argumente für den Befehl 'pending'
Argument Aktion
-preview Mit diesem Argument wird eine Vorschau des SQL-Scripts generiert, das infolge des aufgerufenen Befehls generiert wurde. Hierbei werden keine Änderungen an der Datenbank vorgenommen.
-prepare Mit diesem Argument wird eine Vorschau des SQL-Scripts generiert, und es wird die Datenbank für die anstehenden Aktionen vorbereitet.
-execute Mit diesem Argument wird der Befehl ohne Bereitstellung einer Vorschau des SQL-Scripts aufgerufen.
Anmerkung: Verwenden Sie das Argument -execute mit äußerster Vorsicht. Das Argument wird ausgeführt, wenn das Performance Data Warehouse aktiv (online) ist, und Sie haben keine Möglichkeit, das SQL-Script vor dem Start zu überprüfen.

Bei komplexen Änderungen besteht die Möglichkeit eines Datenverlusts, da die Synchronizität von Daten bei der Ausführung des Befehls unter Umständen verloren geht, was zu Fehlern führen kann, bei denen eine Wiederherstellung des Systems nicht möglich ist.

Befehl 'archive' ausführen

Sie können den Befehl archive wie im folgenden Beispiel gezeigt ausführen:

perfDWTool.bat -u benutzername -p kennwort -nodeName knotenname archive snapshot-id-1 snapshot-id-2 ...

Hierbei ist snapshot-id die SNAPSHOT_ID aus der Ansicht SNAPSHOTS in der Performance Data Warehouse-Datenbank.

Verwenden Sie den Befehl pending, um die Archivierung durchzuführen. Sie können den Befehl pending mit dem Argument -preview verwenden, um die Änderungen vor der Ausführung zu überprüfen. Sie können die Archivierung auch einfach starten, indem Sie den Befehl pending mit dem Argument -execute verwenden.

Befehl 'restore' ausführen

Sie können den Befehl restore wie im folgenden Beispiel gezeigt ausführen:

perfDWTool.bat -u benutzername -p kennwort -nodeName knotenname restore snapshot-id-1 snapshot-id-2 ...

Hierbei ist snapshot-id die SNAPSHOT_ID aus der Ansicht SNAPSHOTS in der Performance Data Warehouse-Datenbank.

Verwenden Sie den Befehl pending, um die Wiederherstellung durchzuführen. Sie können den Befehl pending mit dem Argument -preview verwenden, um die Änderungen vor der Ausführung zu überprüfen. Sie können die Wiederherstellung auch einfach starten, indem Sie den Befehl pending mit dem Argument -execute verwenden.

Befehl 'pending' ausführen

Um den Befehl pending mit dem Argument -preview aufzurufen, führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Führen Sie den Befehl pending -preview für die Performance-Datenbank wie im folgenden Beispiel gezeigt aus:

    perfDWTool.bat -u benutzername -p kennwort -nodeName knotenname pending -preview c:\temp\PS_pending_script.sql

  2. Überprüfen Sie das SQL-Script, das in der angegebenen Ausgabedatei (in diesem Beispiel c:\temp\PS_pending_script.sql) gespeichert wurde. Wenn keine anstehenden Aktionen für die Tabellen und Ansichten in der Performance-Datenbank vorhanden sind, ist diese Ausgabedatei leer.

Um den Befehl pending mit dem Argument -prepare aufzurufen, führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Führen Sie den Befehl pending -prepare für die Performance-Datenbank wie im folgenden Beispiel gezeigt aus:

    perfDWTool.bat -u benutzername -p kennwort -nodeName knotenname pending -prepare c:\temp\PS_pending_script.sql

    Das Befehlszeilentool erstellt das SQL-Script und bereitet die Versetzung der anstehenden Datensätze in die Datenbank vor. Während dieser Zeit ist das Laden von Daten inaktiviert, bis die anstehenden Aktionen abgeschlossen sind.

  2. Stoppen Sie alle Performance Data Warehouses.
  3. Überprüfen Sie das SQL-Script, das in der angegebenen Ausgabedatei (in diesem Beispiel c:\temp\PS_pending_script.sql) gespeichert wurde.
  4. Führen Sie das SQL-Script für die Performance-Datenbank aus, indem Sie ein Datenbankverwaltungstool Ihrer Wahl verwenden.

    Die anstehenden Datensätze werden der Datenbank hinzugefügt.

  5. Starten Sie alle Performance Data Warehouses erneut.
Wichtig: Verwenden Sie den Befehl pending -execute nur in einer Entwicklungsumgebung, in der ein potenzieller Datenverlust kein Problem darstellt.

Um den Befehl pending mit dem Argument -execute aufzurufen, führen Sie die folgenden Schritte aus:

  • Führen Sie den Befehl pending -execute für die Performance-Datenbank wie im folgenden Beispiel gezeigt aus:

    perfDWTool.bat -u benutzername -p kennwort -nodeName knotenname pending -execute

    Das Befehlszeilentool führt das SQL-Script für die Performance-Datenbank aus, sodass aufgezeichnete Datensätze, die sich im Wartestatus befanden, erfolgreich in die Datenbank übertragen werden.