Informationsfluss zwischen SAP-Transaktionen und IBM BPM aktivieren (veraltet)

Nachdem Sie den geführten SAP-Workflow für Ihre Geschäftsprozessdefinition generiert haben, können Sie diesen verwenden, um den Informationsfluss zwischen den SAP-Transaktionen und IBM® BPM zu aktivieren.

Informationen zu diesem Vorgang

Sie haben die Möglichkeit, den geführten Workflow so einzurichten, dass Transaktionsparameter für Eingabe und Ausgabe aus einer externen Quelle wie beispielsweise einer vordefinierten Parameterdefinitionsdatei automatisch akzeptiert werden (unidirektionaler Fluss), oder Sie können Eingabe- und Ausgabeparameter für jede Transaktion in Ihrem Geschäftsablauf manuell hinzufügen und konfigurieren (bidirektionaler Fluss).

Unidirektionalen Informationsfluss aktivieren

Informationen zu diesem Vorgang

Für Geschäftsprozessdefinitionen, die SAP-Informationen enthalten, stellt IBM BPM einen Assistenten für die Konfiguration eines unidirektionalen Informationsflusses bereit. Beim Einrichten eines unidirektionalen Flusses können Sie eine vordefinierte Datei aus Ihrem lokalen Dateirepository oder aus dem Repository des Toolkits für geführte SAP-Workflows als Datendefinitionsdatei auswählen. Im nachstehenden Beispiel hat diese Datei die Dateierweiterung .tpar.

Um einen unidirektionalen Informationsfluss für eine Aktivität mit SAP-Informationen in einer Geschäftsprozessdefinition für einen implementierten geführten Workflow zu aktivieren, führen Sie die folgenden Schritte aus:

Vorgehensweise

  1. Wählen Sie im Geschäftsprozessdefinitionsdiagramm den entsprechenden Schritt im Prozessablauf aus und klicken Sie unter Eigenschaften auf die Ansicht Benutzerdefiniert. In der Tabelle Transaktionen werden die Transaktionen für den ausgewählten Schritt aufgelistet. Legen Sie eine Standardtransaktion fest oder erstellen Sie eine solche und wählen Sie diese anschließend aus.
  2. Klicken Sie auf Geschäftsobjekt hinzufügen.
  3. IBM BPM sucht die Transaktionsdefinitionsinformationen in der Datei transactions.zip, die vom Toolkit für geführte SAP-Workflows bereitgestellt wird. Schlägt die Suche fehl, wählen Sie im Assistenten 'Parameter bearbeiten die Option Datei auf lokaler Platte aus und geben Sie den Namen und die Position der vordefinierten .tpar-Datei an, die die Parameter enthält, die für die ausgewählte Transaktion verwendet werden sollen. Eine Beispieldatei namens Transactions_DEMO.tpar wird im Toolkit für geführte SAP-Workflows bereitgestellt. Sie können diese Datei herunterladen und gemäß Ihren Transaktionsinformationen ändern. Nachdem Sie die Transaktionsdefinitionsinformationen aus der lokalen Datei abgerufen haben, können Sie die Anzeigenfeld-IDs bearbeitend, für die Sie Geschäftsobjektparameter erstellen wollen.
  4. Wählen Sie die Option Private Variable erstellen aus, um eine private Variable hinzuzufügen, und führen Sie die Anweisungen im Assistenten aus, um das Geschäftsobjekt mit den in der Datendefinitionsdatei angegebenen Parametern zu erstellen.
  5. Ordnen Sie in der Ansicht 'Datenzuordnung' die Eingabe-, Ausgabe- und privaten Variablen zu den entsprechenden Variablen des implementierten Heritage-Benutzerservice zu. Stellen Sie sicher, dass die private Variable dem Parameter transactionBO zugeordnet wird.
  6. Klicken Sie auf Speichern.

Ergebnisse

Um einen unidirektionalen Informationsfluss für eine Aktivität ohne SAP-Informationen in einer Geschäftsprozessdefinition für einen implementierten geführten Workflow zu aktivieren, führen Sie die folgenden Schritte aus:
  1. Legen Sie die Transaktion fest, die von der Aktivität ausgeführt werden soll.
  2. Erstellen Sie ein Geschäftsobjekt und fügen Sie diesem Objekt für jedes erforderliche SAP-Anzeigenfeld einen Parameter hinzu. Legen Sie die Anzeigenfeld-ID als Parameternamen fest, sofern zulässig. Handelt es sich bei der Anzeigenfeld-ID nicht um einen gültigen Parameternamen, ersetzen Sie alle ungültigen Zeichen durch Unterstreichungszeichen (_) und geben Sie in der Parameterdokumentation die ursprüngliche Anzeigenfeld-ID ein. Stellen Sie dieser ID die Zeichenfolge 'SAP Transaction Parameters: ' voran und fügen Sie oberhalb und unterhalb jeweils eine Zeile hinzu.
  3. Erstellen Sie eine private Variable für die Geschäftsprozessdefinition und setzen Sie deren Typ auf das zuvor erstellte Geschäftsobjekt.
  4. Ordnen Sie in der Ansicht 'Datenzuordnung' die Eingabe-, Ausgabe- und privaten Variablen den entsprechenden Variablen des implementierten Heritage-Benutzerservice zu. Stellen Sie sicher, dass die private Variable dem Parameter transactionBO zugeordnet wird und setzen Sie den Wert des Parameters defaultTransaction auf die Zieltransaktion.
  5. Klicken Sie auf Speichern.

Nächste Schritte

  1. Wiederholen Sie eine der zuvor beschriebenen Prozeduren, um die Konfiguration des unidirektionalen Informationsflusses für die verbleibenden Aktivitäten durchzuführen, die SAP-Transaktionen in Ihrem Geschäftsprozessdefinitionsfluss ausführen.
  2. Melden Sie sich bei Heritage Process Portal an und klicken Sie auf den Namen der Geschäftsprozessdefinition, die den generierten Workflow enthält.
  3. Wählen Sie im Portlet 'Eigene Tasks' jede Task in Ihrem Geschäftsprozessdefinitionsfluss aus und überprüfen Sie auf der Seite 'Geführter Workflow', ob die benutzerdefinierten Felder mit den erforderlichen Informationen gefüllt sind.

Bidirektionalen Informationsfluss aktivieren

Informationen zu diesem Vorgang

Sie können einen bidirektionalen Informationsfluss konfigurieren, indem Sie ein Geschäftsobjekt verwenden, mit dem definiert wird, wie Werte aus der SAP-HTML-Transaktionsanzeige in IBM BPM abgerufen oder dort gesetzt werden. Jeder Parameter des Geschäftsobjekts wird an ein HTML-Element oder an eine Liste von HTML-Elementen in der SAP-Transaktionsanzeige gebunden. Die Bindungsinformationen werden als mindestens ein Deskriptor im Feld für die Dokumentation des betreffenden Parameters bereitgestellt.
Einschränkung: Der bidirektionale Informationsfluss wird nur unter Mozilla Firefox, Google Chrome und Microsoft Internet Explorer unterstützt. Hierfür ist eine Erweiterung erforderlich. Die Installationspakete für diese Erweiterung werden vom Toolkit für geführte SAP-Workflows bereitgestellt. Darüber hinaus sind für Microsoft Internet Explorer 9 (veraltet) und 10 (veraltet, außer für Windows Server 2012) zusätzliche Konfigurationsschritte erforderlich. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Internet Explorer für Unterstützung der Erweiterung für Browserunterstützungsobjekt konfigurieren.
Um einen bidirektionalen Informationsfluss für eine Aktivität in einer Geschäftsprozessdefinition für einen implementierten geführten Workflow zu konfigurieren, führen Sie die folgenden Schritte aus:

Vorgehensweise

  1. Verfügt die Aktivität über SAP-Informationen, legen Sie eine Standardtransaktion für diese Aktivität fest oder erstellen Sie eine Standardtransaktion. Bestimmen Sie andernfalls die Transaktion, die von dieser Aktivität ausgeführt werden soll, und legen Sie diese Transaktion als Wert des Parameters defaultTransaction im implementierten Heritage-Benutzerservice fest.
  2. Erstellen Sie ein Geschäftsobjekt und fügen Sie diesem Objekt für jede erforderliche SAP-Anzeigenkomponente einen Parameter hinzu. Verwenden Sie das Feld für Dokumentation, um den Parameter an die Zielanzeigenkomponente zu binden. Weitere Informationen hierzu finden Sie in Geschäftsobjekte zum Aktivieren des bidirektionalen Informationsflusses definieren.
  3. Erstellen Sie eine private Variable für die Geschäftsprozessdefinition und setzen Sie deren Typ auf das zuvor erstellte Geschäftsobjekt.
  4. Ordnen Sie in der Ansicht 'Datenzuordnung' die Eingabe-, Ausgabe- und privaten Variablen den entsprechenden Variablen des implementierten Heritage-Benutzerservice zu. Stellen Sie sicher, dass die private Variable dem Parameter transactionBO zugeordnet wird.
  5. Klicken Sie auf Speichern.
  6. Wiederholen Sie die vorstehenden Schritte, um die Konfiguration des bidirektionalen Informationsflusses für die verbleibenden Aktivitäten durchzuführen, die SAP-Transaktionen in Ihrem Geschäftsprozessdefinitionsfluss ausführen.
  7. Melden Sie sich bei Heritage Process Portal an und klicken Sie auf den Namen der Geschäftsprozessdefinition, die den generierten Workflow enthält.
  8. Wählen Sie im Portlet 'Eigene Tasks' jede Task in Ihrem Geschäftsprozessdefinitionsfluss aus und überprüfen Sie auf der Seite 'Geführter Workflow', ob die benutzerdefinierten Felder mit den erforderlichen Informationen gefüllt sind und ob die Ausgabedaten erfasst werden.