Manuelle Datendefinition erstellen

Sie müssen manuelle Datendefinitionen für Echtzeitdatenquellen und für alle anderen Datenquellen als Cloud APM, Monitoring, ITM oder Cloud Event Management erstellen.

Vorbereitende Schritte

Informationen zu diesem Vorgang

Jeder Dashboard Designer-Benutzer kann manuelle Datendefinitionen erstellen.

Nach der Anmeldung bei Dashboard Designer können Sie eine der folgenden Optionen auf der Landing-Page (Zielseite) verwenden, um Datendefinitionen zu erstellen:

  • Klicken Sie auf KOMPONENTEN ERSTELLEN und klicken Sie auf der Seite Komponenten erstellen auf DATENDEFINITION.
  • Klicken Sie auf das Symbol Erweitern Erweitern, um den Navigationsbereich von Dashboard Designer zu öffnen, und klicken Sie auf Datendefinition > Angepasst > Neue Datendefinition erstellen.

Vorgehensweise

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um manuelle Datendefinitionen zu erstellen:

  1. Klicken Sie im Navigationsbereich von Dashboard Designer auf Datendefinition > Angepasst > Neue Datendefinition erstellen.

    Die Seite 'Neue Datendefinition' wird geöffnet.

  2. Klicken Sie auf das Symbol Bearbeiten Bearbeiten, das neben dem Feld Neue Datendefinition angezeigt wird, und geben Sie einen Namen für die manuelle Datendefinition ein.
  3. Wählen Sie in der Liste Connectortyp einen Connectortyp aus.
  4. Wählen Sie in der Liste Name der Connectorquelle einen Quellennamen aus und geben Sie die in den folgenden Feldern aufgelisteten Informationen gemäß dem ausgewählten Connectortyp ein:
    • Geben Sie für die Connectortypen EXCEL, JDBC, CassandraDB, MongoDB und HiveDB in das Feld Abfrage eine Abfrage ein, die Ihrem Datenquellenschema entspricht.
      Anmerkung: Um die Filteroption für mehrere Abschnitte für das JDBC-Widget oder -Dashboard zu aktivieren, darf die Datendefinitionsabfrage nur eindeutige Werte abrufen. Weitere Informationen zur Mehrfachauswahl finden Sie unter Direkten oder unabhängigen Filter erstellen.
    • Wählen Sie für die Connectortypen RESTAPI, ElasticSearch, Google Sheet, Google BigQuery, QRadar, Nagios XI, ServiceNow, CEM, SolarWinds, OMNIbus, Druid und Prometheus eine Methode in der Liste Methode aus und führen Sie je nach ausgewählter Methode einen der folgenden Schritte aus:
      • Geben Sie für die Methode GET im Feld URI den URI (Uniform Resource Identifier) für die Quelle ein.
        Anmerkung:
        • Für die Connectors ElasticSearch, Nagios XI, ServiceNow, Google Sheet, CEM, Prometheus und QRadar kann nur die Methode GET ausgewählt werden.
        • Der URI für Prometheus muss den Parameternamen sowie die Start- und Endzeit im UTC-Format (Coordinated Universal Time) oder im Epochenformat enthalten.

          Weitere Informationen zu URI-Formaten finden Sie unter https://prometheus.io/docs/prometheus/2.10/querying/api/.

        • Geben Sie den URI für CEM in einem codierten Format ein.

          Der folgende URI ist beispielsweise ein codierter URI: /api/incidentquery/v1?incident_filter=priority%20%3E%3D%201

          Informationen zum Generieren einer codierten URL finden Sie unter https://www.urlencoder.org/.

        • Geben Sie für Google Sheet den URI in einem codierten Format ein.

          Zum Beispiel muss die SELECT-Abfrage select A, sum(B) group by A wie folgt codiert werden: select%20A%2C%20sum(B)%20group%20by%20A

          Informationen zum Generieren einer codierten URL finden Sie unter https://developers.google.com/chart/interactive/docs/querylanguage.

        • Bei der GET-Methode der REST-API wird eine URI-Codierung für Sonderzeichen wie <, >, :, ., =, _ und - hinzugefügt. Der URI kann beliebige der genannten Sonderzeichen enthalten. Die URI-Codierung wird für +-Zeichen nicht unterstützt. Wenn der URI das +-Zeichen enthält, müssen Sie das +-Zeichen durch eine Leerstelle ersetzen und anschließend den URI wiederverwenden.
      • Geben Sie für die Methode POST im Feld URI den URI für die Quelle ein und im Feld Anforderungshauptteil die POST-Anforderung.
        Anmerkung: Für den Connector Druid kann nur die Methode POST ausgewählt werden.
      • Führen Sie unter Angepasste Header die folgenden Schritte aus:
        • Geben Sie in das Feld Name den Namen des Anforderungsheaders ein, der vom Provider des REST-API-Service bereitgestellt wird.
        • Geben Sie in das Feld Wert den Wert für den Anforderungsheader ein, der vom Provider des REST-API-Service bereitgestellt wird.
    • Geben Sie für den Connector Real Time Informationen in die folgenden Felder ein:
      • Geben Sie in das Feld IP-Adresse oder Hostname des Kafka-Servers die IP-Adresse oder den Hostnamen des Kafka-Servers ein, zu dem Sie eine Verbindung herstellen möchten.
        Anmerkung: Die Authentifizierung darf auf dem Kafka-Server nicht aktiviert sein.
      • Geben Sie in das Feld Portnummer für Kafka die Portnummer für den Kafka-Server ein.
      • Geben Sie in das Feld Abschnittsname den Namen des Abschnitts ein, den Sie abonnieren möchten.
    • Geben Sie für den Connectortyp HBaseDB Informationen in die folgenden Felder ein:
      • Geben Sie in das Feld Tabellenname den Namen einer Datenbanktabelle ein, aus der Daten abgerufen werden sollen.
        Anmerkung: Wenn Sie nur den Tabellennamen angeben, werden alle Daten aus dieser Tabelle abgerufen. Wenn Sie ausgewählte Daten abrufen möchten, müssen Sie Beginn des Zeilenschlüssels, Ende des Zeilenschlüssels und entweder Spalten oder Filterausdruck angeben.
      • Geben Sie in das Feld Beginn des Zeilenschlüssels den Zeilenschlüsselwert der Zeile an, ab der Daten abgerufen werden sollen.
      • Geben Sie in das Feld Ende des Zeilenschlüssels den Zeilenschlüsselwert der Zeile an, bis zu der Daten abgerufen werden sollen.
        Anmerkung: Es werden Daten für alle Zeilen mit den Zeilenschlüsselwerten abgerufen, die zwischen dem ersten und dem letzten angegebenen Wert liegen (einschließlich der Zeile mit dem ersten Zeilenschlüsselwert). Aus der Zeile mit dem letzten Zeilenschlüsselwert werden keine Daten abgerufen.
      • Geben Sie in das Feld Spalten den gewünschten Spaltenbereich (column family, colFamily) in einem der folgenden Formate ein:
        • "<colFamily1>,<colFamily2>": Zum Abrufen von Daten für alle Spalten innerhalb der angegebenen Spaltenfamilien.

          Dabei steht <colFamily1> für eine Spaltenfamilie in der HBase-Datenbanktabelle.

        • "<colFamily1>:<colQualifier_A>","<colFamily2>:<colQualifier_B>": Zum Abrufen von Daten für bestimmte Spalten innerhalb der Spaltenfamilien.

          Dabei steht <colFamily1> für eine Spaltenfamilie und <colQualifier_A> für eine Spalte innerhalb der Spaltenfamilie.

        Wenn beispielsweise eine HBase-Datenbanktabelle fünf Spaltenfamilien (<colFamily1>, <colFamily2> usw. bis hin zu <colFamily5>) enthält und jede Spaltenfamilie drei Spalten wie etwa <colname_A>, <colname_B> und <colname_C> umfasst, können Sie einen der folgenden Werte eingeben:
        • Um Daten für alle Spalten in den Spaltenfamilien 1 und 4 abzurufen, geben Sie "<colFamily1>,<colFamily4>" ein.
        • Um Daten für die Spalten A und C in den Spaltenfamilien 1 und 4 abzurufen, geben Sie "<colFamily1>:<colQualifier_A>","<colFamily1>:<colQualifier_C>","<colFamily4>:<colQualifier_A>","<colFamily4>:<colQualifier_C>" ein.
        Anmerkung: Geben Sie entweder die Spalten oder den Filterausdruck ein.
      • Geben Sie in das Feld Filterausdrücke die gewünschten Filterausdrücke ein.

        Weitere Informationen finden Sie unter https://www.cloudera.com/documentation/enterprise/5-5-x/topics/admin_hbase_filtering.html.

    Anmerkung: Wenn Sie Master-Listener- oder Drilldownbeziehungen zwischen Widgets oder Dashboards festlegen möchten, die eine manuelle Datendefinition enthalten, stellen Sie sicher, dass der Parametername und der gemeinsame Metrikwert, die Sie für das Master-Widget angeben möchten, bereits in der gespeicherten angepassten Datendefinition des Listener- oder Drilldown-Widgets angegeben sind.

    Weitere Informationen finden Sie unter Beziehungen festlegen.

  5. Optional: Wenn Sie Daten mithilfe von Filtern filtern wollen, müssen Sie für die Abfrage oder die REST-API-Methoden Fälle festlegen und hinzufügen.

    Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den Standardfall festzulegen und Fälle hinzuzufügen:

    1. Geben Sie im Bereich Standardfall im Feld Attribut einen Filternamen oder einen Attributnamen ein und geben Sie im Feld Wert einen Anzeigenamen ein.

      Sie können auf Attribut hinzufügen klicken und diesen Schritt wiederholen, um mehrere Attribute und Anzeigewerte hinzuzufügen.

    2. Wenn Sie einen bedingten Filter hinzufügen wollen, klicken Sie auf Fall hinzufügen und legen Sie die erforderlichen Filterbedingungen fest, indem Sie in den Feldern Attribut und Wert entsprechende Werte eingeben.
      Für jeden Fall können mehrere Attribute und Werte hinzugefügt und festgelegt werden.
      Anmerkung: Beim Connector OMNIbus darf das Feld Wert keine Anführungszeichen (") oder Hochkommas (') enthalten. Andernfalls funktioniert der Filter nicht wie erwartet.
  6. Klicken Sie zum Speichern der Datendefinition auf Speichern.
  7. Führen Sie im Fenster Datendefinition speichern einen der folgenden Schritte aus:
    1. Geben Sie in das Feld Name einen neuen Namen für die Datendefinition ein. Im Feld 'Name' können alphanumerische Zeichen und Unterstreichungszeichen verwendet werden.
    2. Wenn Sie die Datendefinition in einer vorhandenen Kategorie speichern wollen, klicken Sie auf Vorhandene Kategorie, wählen Sie in der Liste eine Kategorie aus und klicken Sie dann auf Speichern.
    3. Wenn die Datendefinition in einer neuen Kategorie gespeichert werden soll, klicken Sie auf Neue Kategorie, geben Sie einen Namen für die neue Kategorie ein und klicken Sie auf Speichern.

    Um die manuelle Datendefinition mit einem anderen Namen zu speichern, klicken Sie auf die Option Speichern als.

  8. Um die Antwort anzuzeigen und zu validieren, die von der von Ihnen erstellten manuellen Datendefinition empfangen wurde, klicken Sie auf das Symbol Vorschau.

    Die Antwort der manuellen Datendefinitionen muss im Tabellenformat angezeigt werden. Wenn die Antwort ein falsches Format hat, wird sie nicht im Tabellenformat angezeigt.

    Anmerkung:
    • Wenn Sie für den Connector HBase falsche Werte in den Feldern Startzeilenschlüssel oder Endzeilenschlüssel eingeben, werden die Daten nicht abgerufen. Stattdessen wird eine Nachricht angezeigt, die Sie darüber informiert, dass die Daten nicht gefunden werden können.
    • Bei dem Connector Real Time ist das Symbol Vorschau inaktiviert und Sie können die von einer angepassten Echtzeitdatenquelle erhaltene Antwort nicht überprüfen.

Ergebnisse

Die neu erstellte manuelle angepasste Datendefinition wird im Navigationsbereich unter Zuletzt erstellte Datendefinitionen aufgeführt. Auf der Seite Alle Datendefinitionen werden die folgenden Prüfprotokolldetails für jede angepasste Datendefinition angezeigt:
  • Name der angepassten Datendefinition
  • Kategorie der angepassten Datendefinition
  • Datum und Uhrzeit der erstmaligen Erstellung der Datendefinition sowie der Benutzername des Benutzers, der die angepasste Datendefinition anfänglich erstellt hat.
  • Datum und Uhrzeit der letzten Änderung der Datendefinition sowie der Benutzername des Benutzers, der die Datendefinition zuletzt geändert hat. Es wird nur der neueste Datensatz angezeigt.

Beispiel

Sie können die folgenden Werte verwenden, um eine angepasste Tivoli Netcool/OMNIbus-Datendefinition zu konfigurieren:
  • Endpunkt-URL: http://<web_service_name>/<port>
  • URI: /objectserver/restapi/alerts/status?collist={Col1},{Col2},ServerName,Serial
  • Im Teilfenster Standardfall können Sie in den Feldern Attribut und Wert die folgenden Werte eingeben:
    Tabelle 1. Attribut und Wert
    Attribut Wert
    Col1 Node
    Col2 Identifier

Nächste Schritte

Sie können die gespeicherten angepassten Datendefinitionen in Widgets oder Dashboards verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Angepasste Widgets erstellen oder Dashboard erstellen.