runmqsc
Führen Sie IBM® MQ -Befehle auf einem Warteschlangenmanager aus.
Zweck
Mit dem Befehl runmqsc werden MQSC-Befehle für einen Warteschlangenmanager abgesetzt. Mithilfe von MQSC-Befehlen können Sie Verwaltungstasks ausführen. Sie können beispielsweise ein lokales Warteschlangenobjekt definieren, ändern oder löschen. Die MQSC-Befehle und ihre Syntax sind in MQSC-Befehle beschrieben.
Sie müssen den Befehl runmqsc aus der Installation des Warteschlangenmanagers ausführen, mit dem Sie arbeiten. Sie
können mit dem Befehl dspmq -o installation herausfinden,
welcher Installation ein Warteschlangenmanager zugeordnet ist.
Sie können den Befehl runmqsc mit dem Befehl end stoppen. Sie können auch den Befehl exit oder quit verwenden.
Ab IBM MQ 8.0können Sie einfacher erkennen, dass Sie sich in einer MQSC-Umgebung befinden und einige Details der aktuellen Umgebung anzeigen, indem Sie mithilfe der Umgebungsvariablen MQPROMPT eine Eingabeaufforderung Ihrer Wahl festlegen. Weitere Informationen finden Sie unter Lokale Verwaltungstasks mit MQSC-Befehlen ausführen.
Syntax
You can use the -n parameter on its own, or you can use a number of other parameters in combination:Beschreibung
- Befehl überprüfen
- MQSC-Befehle überprüfen, aber nicht ausführen. Es wird ein Ausgabebericht erstellt, der den Erfolg bzw. das Fehlschlagen der einzelnen Befehle anzeigt. Dieser Modus ist nur auf einem lokalen Warteschlangenmanager verfügbar.
- Befehl direkt ausführen
- MQSC-Befehle direkt an einen lokalen Warteschlangenmanager senden.
- Befehl indirekt ausführen
- MQSC-Befehle auf einem fernen Warteschlangenmanager ausführen. Diese Befehle werden in die Befehlswarteschlange eines fernen Warteschlangenmanagers eingereiht und in der eingereihten Reihenfolge ausgeführt. Von diesen Befehlen werden Berichte an den lokalen Warteschlangenmanager zurückgegeben.
Der Befehl runmqsc übernimmt seine Eingabe aus stdin. Wenn die Befehle verarbeitet werden, werden die Ergebnisse und eine Zusammenfassung in einen Bericht gestellt, der an stdoutgesendet wird.
Wenn Sie stdin über die Tastatur verwenden, können Sie MQSC-Befehle interaktiv eingeben.
Wenn Sie die Eingabe aus einer Datei umleiten, können Sie eine Folge häufig verwendeter, in der Datei enthaltener Befehle ausführen. Sie können auch den Ausgabebericht in eine Datei umleiten.
Optionale Parameter
- -c
- Ändert den Befehl runmqsc, um über eine Clientverbindung
eine Verbindung mit einem Warteschlangenmanager herzustellen. Die Clientkanaldefinitionen, die für die Verbindung zum WS-Manager verwendet werden, werden mithilfe der folgenden Umgebungsvariablen in der folgenden Reihenfolge lokalisiert: MQSERVER , MQCHLLIB und MQCHLTAB .
Für diese Option muss der Client installiert sein. Ist er nicht installiert, wird eine Fehlernachricht ausgegeben, dass die Clientbibliotheken fehlen.
- -e
- Verhindert, dass Quellentext für die MQSC-Befehle in einen Bericht kopiert wird. Dieser Parameter ist nützlich, wenn Sie Befehle interaktiv eingeben.
- -m LocalQMgrName
- Der lokale Warteschlangenmanager, mit dem Sie Befehle an den fernen Warteschlangenmanager übergeben wollen. Wenn Sie diesen Parameter weglassen, werden die Befehle mit dem lokalen Standardwarteschlangenmanager an den fernen Warteschlangenmanager übergeben. Es muss auch der Parameter -w angegeben werden.
- -n
- Ändert den Befehl runmqsc dahingehend, dass keine
Verbindung mit einem Warteschlangenmanager hergestellt wird. Bei Angabe dieses
Parameters müssen alle anderen Parameter weggelassen werden, weil sonst eine
Fehlernachricht ausgegeben wird.
Für diese Option müssen die Clientbibliotheken installiert sein. Sind sie nicht installiert, wird eine Fehlernachricht ausgegeben.
Die in diesem Modus eingegebenen MQSC-Befehle sind auf die Verwaltung der lokalen Kanaldefinitionsdatei beschränkt, die sich über die Umgebungsvariablen MQCHLLIB und MQCHLTAB oder die Standardwerte, falls sie nicht definiert sind, verwalten.Hinweis: Wenn Sie der lokalen Kanaldefinitionsdatei neue Einträge hinzufügen oder vorhandene Einträge ändern, werden diese Änderungen im Warteschlangenmanager nicht berücksichtigt. Der Warteschlangenmanager liest die Inhalte der lokalen Kanaldefinitionsdatei nicht. Die CCDT-Datei ist aus der Perspektive des Warteschlangenmanagers eine rein für Schreibvorgänge vorgesehene Datei. Der Warteschlangenmanager liest die Inhalte der CCDT-Datei nicht.Es werden nur folgende MQSC-Befehle erkannt:
ALTER, DEFINE, DELETE, DISPLAY AUTHINFO (nur vom Typ CRLLDAP oder OCSP)
ALTER, DEFINE, DELETE, DISPLAY CHANNEL (nur vom Typ CLNTCONN)
Für die AUTHINFO-Managementbefehle werden die Namen vorhandener AUTHINFO-Definitionen zugeordnet und mit den NamenCRLLDAP noderOCSP n(je nach Typ) adressiert, wobeindie numerische Reihenfolge ist, in der sie in der Kanaldefinitionsdatei erscheinen. Neue AUTHINFO-Definitionen werden nacheinander an die Clientkanaltabelle angehängt. Es werden beispielsweise folgende Befehle ausgegeben:
Die Befehle bewirken, dass zuerst der LDAP-ServerDEFINE AUTHINFO(XYZ) AUTHTYPE(CRLLDAP) CONNAME('xyz') DEFINE AUTHINFO(ABC) AUTHTYPE(CRLLDAP) CONNAME('abc')'xyz'auf eine CRL überprüft wird; ist dieser CRL-Server nicht verfügbar, wird der Server'abc'überprüft.Durch Absetzen des BefehlsDISPLAY AUTHINFO(*) CONNAMEwird Folgendes angezeigt:AMQ8566: Display authentication information details. AUTHINFO(CRLLDAP1) AUTHTYPE(CRLLDAP) CONNAME(xyz) AMQ8566: Display authentication information details. AUTHINFO(CRLLDAP2) AUTHTYPE(CRLLDAP) CONNAME(abc)Hinweis: Der Clientmodus unterstützt nur das Einfügen neuer Einträge am Ende der Clientkanaltabelle. Wenn Sie die Vorrangregelung des CRL-LDAP-Servers ändern möchten, müssen Sie die vorhandenen Objekte aus der Liste entfernen und in der richtigen Reihenfolge am Ende erneut einfügen. - -u UserID
- Wenn Sie mit dem Parameter -u eine Benutzer-ID übergeben, werden Sie zur Eingabe eines passenden Kennworts aufgefordert.
Wenn Sie den Datensatz
CONNAUTH AUTHINFOmitCHCKLOCL(REQUIRED)oderCHCKLOCL(REQDADM)konfiguriert haben, müssen Sie den Parameter -u verwenden. Andernfalls können Sie Ihren Warteschlangenmanager nicht mit runmqscverwalten. - -v
- Prüft die angegebenen Befehle, ohne Aktionen auszuführen. Dieser Modus ist nur lokal verfügbar. Die Parameter -w und
-x werden ignoriert, wenn Sie zusammen mit dem Parameter
-v angegeben werden.Wichtig: Das Flag -v überprüft nur die Syntax des Befehls. Wenn Sie das Flag festlegen, wird nicht geprüft, ob die im Befehl genannten Objekte tatsächlich vorhanden sind.
Wenn die Warteschlange
Q1beispielsweise nicht im Warteschlangenmanager vorhanden ist, ist der folgende Befehl dennoch syntaktisch korrekt und es werden keine Syntaxfehler generiert:runmqsc -v Qmgr display ql(Q1).Wird das Flag -v hingegen nicht angegeben, erhalten Sie die Fehlernachricht AMQ8147.
- -w WaitTime
- Führt die MQSC-Befehle auf einem anderen Warteschlangenmanager aus. Dafür
müssen der erforderliche Kanal und die erforderlichen
Übertragungswarteschlangen eingerichtet werden. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Kanäle und Übertragungswarteschlangen für Fernverwaltung vorbereiten .
Dieser Parameter wird ignoriert, wenn der Parameter -v angegeben ist.
- WaitTime
- Die Zeit in Sekunden, die runmqsc auf Antworten
wartet. Alle Antworten, die danach eintreffen, werden verworfen, die
MQSC-Befehle werden jedoch weiter ausgeführt. Geben Sie eine Zeit im Bereich
von 1 bis 999999 an.
Die einzelnen Befehle werden als PCF-Escape-Befehle an die Befehlswarteschlange (SYSTEM.ADMIN.COMMAND.QUEUE) des Ziel-WS-Managers gesendet.
Die Antworten werden in der Warteschlange SYSTEM.MQSC.REPLY.QUEUE empfangen und das Ergebnis wird zum Bericht hinzugefügt. Diese kann als lokale Warteschlange oder als Modellwarteschlange definiert werden.
- -x
- Der Zielwarteschlangenmanager wird unter z/OS®ausgeführt. Dieser Parameter gilt nur im indirekten Modus. Es muss auch der Parameter -w angegeben werden. Im indirekten Modus werden die MQSC-Befehle in einem Format geschrieben, das für die IBM MQ for z/OS -Befehlswarteschlange geeignet ist.
- QMgrName
- Der Name des Ziel-WS-Managers, auf dem die MQSC-Befehle ausgeführt werden sollen. Erfolgt keine Angabe, wird der Standardwarteschlangenmanager verwendet.
Rückkehrcodes
| Rückkehrcode | Beschreibung |
|---|---|
| 00 | MQSC-Befehlsdatei erfolgreich verarbeitet |
| 10 | MQSC-Befehlsdatei mit Fehlern verarbeitet; der Bericht enthält Ursachen für das Fehlschlagen der Befehle |
| 20 | Fehler; MQSC-Befehlsdatei nicht ausgeführt |
Beispiele
- Geben Sie folgenden Befehl in einer Befehlszeile ein:
Nun können Sie MQSC-Befehle direkt in der Befehlszeile eingeben. Da kein Warteschlangenmanagername angegeben ist, werden die MQSC-Befehle im Standardwarteschlangenmanager verarbeitet.runmqsc - Verwenden Sie entsprechend Ihrer Umgebung einen der folgenden Befehle, um anzugeben, dass die MQSC-Befehle nur überprüft werden sollen:
Der Name des Warteschlangenmanagers ist BANK. Der Befehl prüft die MQSC-Befehle in der Datei commfile.in und zeigt die Ausgabe im aktuellen Fenster an.runmqsc -v BANK < "/u/users/commfile.in" runmqsc -v BANK < "c:\users\commfile.in" - Mit diesen Befehlen wird die MQSC-Befehlsdatei mqscfile.in für den Standardwarteschlangenmanager ausgeführt.
In diesem Beispiel wird die Ausgabe in die Datei mqscfile.outübertragen.runmqsc < "/var/mqm/mqsc/mqscfile.in" > "/var/mqm/mqsc/mqscfile.out" runmqsc < "C:\Program Files\IBM\WebSphere MQ\mqsc\mqscfile.in" > "C:\Program Files\IBM\WebSphere MQ\mqsc\mqscfile.out" - Mit dem folgenden Befehl werden Befehle mithilfe von QMLOCAL an den QMREMOTE-Warteschlangenmanager übergeben.
runmqsc -w 30 -m QMLOCAL QMREMOTE
