[Solaris]

Solaris-Systeme für die Installation vorbereiten

Bevor Sie IBM® WebSphere® Application Server -Produkte unter Solaris-Betriebssystemen installieren können, müssen Sie das Betriebssystem vorbereiten.

Wichtig: Am 30. September 2022 hat die Produktfamilie WebSphere Application Server die Unterstützung für das Betriebssystem Solaris eingestellt. Sie können erweiterte Unterstützung für dieses Betriebssystem erwerben. Details zum Ende der Unterstützung, zur erweiterten Unterstützung und zu empfohlenen Migrationsoptionen finden Sie in der Ankündigung Software support discontinuance .

Vorbereitungen

Die Installation verwendet Installation Manager. Sie können die grafische Oberfläche, die Befehlszeile oder eine Antwortdatei verwenden.

Einschränkung: Es gibt bekannte Probleme bei der Verwendung von Cygwin/X zur Ausführung von Eclipse-basierten Anwendungen auf fernen Solaris-Maschinen. Dies wirkt sich auf die Verwendung von Profile Management Tool aus. Wenn Sie Cygwin/X auf fernen Solaris-Maschinen verwenden, erscheint beispielsweise die Eingangsanzeige von Profile Management Tool, aber es werden keine Eingaben über Tastatur und Maus akzeptiert. Wenn ein anderer X-Server (z. B. Hummingbird Exceed) verwendet wird, treten diese Probleme nicht auf.
Tipp: Installation Manager basiert auf der Eclipse Rich Client Platform-Architektur. Diese Architektur setzt für eine ordnungsgemäße Funktionsweise spezielle Grafikbibliotheken und Versionen voraus. Informationen zu bestimmten Systemvoraussetzungen finden Sie im Artikel Installation Manager graphical environment issues on Solaris, Linux, AIX .
Wichtig: Auf der Solaris-Plattform wird die ferne Verarbeitung der grafischen Benutzerschnittstelle (GUI) von IBM Installation Manager nur mit VNC unterstützt, da Probleme mit X-Servern auftreten.

Informationen zu dieser Task

Zur Vorbereitung des Betriebssystems gehören Änderungen wie die Reservierung von Plattenspeicherplatz und die Installation von Patch-Codes für das Betriebssystem. IBM testet WebSphere Application Server -Produkte auf jeder Betriebssystemplattform. Solche Tests überprüfen, ob eine Betriebssystemänderung erforderlich ist, damit Produkte von WebSphere Application Server ordnungsgemäß ausgeführt werden können. Ohne die erforderlichen Änderungen werden Produkte von WebSphere Application Server nicht ordnungsgemäß ausgeführt.

Vorgehensweise

  1. Melden Sie sich am Betriebssystem an.

    Sie können sich für die Installation als Root oder als anderer Benutzer anmelden.

    Wählen Sie einen umask-Wert aus, der dem Eigner Lese-/Schreibzugriff und anderen Benutzern den Zugriff auf die Dateien gewährt, der in der geltenden Systemrichtlinie definiert ist. Für Root wird ein umask-Wert von 022 empfohlen. Für Benutzer ohne Rootrechte sollte der umask-Wert 002 oder 022 verwendet werden, je nachdem, ob die Benutzer in derselben Gruppe sind oder nicht. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die Einstellung für umask zu prüfen:
    umask
    Führen Sie den folgenden Befehl aus, um umask auf 022 zu setzen:
    umask 022
  2. Stellen Sie sicher, dass Sie bei der Konfiguration Ihres Systems in der Anzeige Select Solaris Software Group die Option Entire Group auswählen.
  3. Optional: Laden Sie den Web-Browser Mozilla Firefox herunter und installieren Sie ihn.
  4. Optional: Exportieren Sie die Position des unterstützten Browsers .

    Exportieren Sie den Verzeichnispfad des unterstützten Browsers mit einem Befehl, der den tatsächlichen Verzeichnispfad des Browsers angibt.

    Wenn sich das Mozilla-Firefox-Paket beispielsweise im Verzeichnis /opt/bin/firefox befindet, verwenden Sie den folgenden Befehl:
    export BROWSER=/opt/bin/firefox
  5. Stoppen Sie alle Java™ -Prozesse, die sich auf WebSphere Application Server beziehen, auf der Maschine, auf der Sie das Produkt installieren.
  6. Stoppen Sie alle Web-Server-Prozesse wie IBM HTTP Server.
  7. Sorgen Sie dafür, dass ausreichend Plattenspeicherplatz zur Verfügung steht.

    Der erforderliche Plattenspeicherplatz variiert mit der Anzahl installierter Features bzw. Produkte. Wenn Sie das Produkt mit Installation Manager installieren, wird in der Anzeige mit der Installationszusammenfassung auf der Basis der von Ihnen ausgewählten Features und Produkte der ungefähre erforderliche Plattenspeicherplatz angezeigt.

    Für die Installation aller Features und Produkte benötigen Sie ungefähr 2 GB Plattenspeicherplatz. In dieser Schätzung sind die folgenden Produkte, Komponenten und Features berücksichtigt:
    • Hauptinstallation des Anwendungsserverprodukts
    • Profile
    • Beispielanwendungen
    • IBM HTTP Server
    • Web Server Plug-ins
    • Application Client for WebSphere Application Server

    Falls Sie die Anwendungen und die Konfiguration einer früheren Version migrieren möchten, vergewissern Sie sich, dass ein ausreichender Speicherbereich für die Anwendungsobjekte zur Verfügung steht. Grob geschätzt sollten Sie einen Speicherplatz einplanen, der 110 Prozent der Größe der Anwendungen entspricht.

  8. Definieren Sie die Kernel-Parameter für die Unterstützung von Application Server.
    Mehrere Solaris-Kernel-Werte sind normalerweise zu niedrig.
    Überprüfen Sie vor der Installation die Konfiguration der Maschine:
    sysdef -i

    Die Kernelwerte sind in der Datei /etc/project definiert.

    Die Ressourcensteuerelemente werden in der Projektdatei /etc/system festgelegt. Ressourcensteuerelemente wurden für Solaris 11 neu eingeführt und ersetzen die Verwendung einiger Kernelwerte.

    Nachfolgend sind Beispieleinstellungen für Kernelwerte sowie Angaben zu ihrer Änderung aufgeführt.
    set semsys:seminfo_semmni = 1024       (a resource control in Solaris 11)
    set semsys:seminfo_semmns = 16384      (removed in Solaris 11)
    set semsys:seminfo_semmsl = 100        (a resource control in Solaris 11)
    set semsys:seminfo_semopm = 100        (a resource control in Solaris 11)
    set semsys:seminfo_semmnu = 2048       (removed in Solaris 11)
    set rlim_fd_cur=1024
    Das Betriebssystem Solaris 11 verwendet die folgenden Ressourcensteuerungen, um die /etc/system-Kernelwerte zu ersetzen:
                                  Old             Old       New        New  
        Resource control          tunable         default   Max        default
                                                            Value           
        ----------------------    -------------   -------   ---------  -----
                                                                            
        process.max-msg-qbytes    msginfo_msgmnb  4096      ULONG_MAX  65536
        process.max-msg-messages  msginfo_msgtql  40        UINT_MAX    8192
        process.max-sem-ops       seminfo_semopm  10        INT_MAX     512 
        process.max-sem-nsems     seminfo_semmsl  25        SHRT_MAX    512 
        project.max-shm-memory    shminfo_shmmax  0x800000  UINT64_MAX  1/4*
        
        * (New default is 1/4 of physical memory)                         
                                                                            
        project.max-shm-ids       shminfo_shmmni  100       2**24       128 
        project.max-msg-ids       msginfo_msgmni  50        2**24       128 
        project.max-sem-ids       seminfo_semmni  10        2**24       128 
    Die folgenden optimierbaren Einstellungen sind jetzt unter dem Betriebssystem Solaris 11 veraltet:
        Shared Memory        Semaphores             Message-Queue           
        --------------       --------------         ---------------         
        shminfo_shmseg       seminfo_semmns         msginfo_msgmax          
        shminfo_shmmin       seminfo_semvmx         msginfo_msgssz          
        shminfo_shmmax*      seminfo_semmnu         msginfo_msgmni*         
        shminfo_shmmni*      seminfo_semaem         msginfo_msgtql*         
                             seminfo_semume         msginfo_msgmnb*         
                             seminfo_semusz         msginfo_msgmap          
                             seminfo_semmap         msginfo_msgseg          
                             seminfo_semmsl*                                
                             seminfo_semopm*                                
                             seminfo_semmni* 
    
    values ending in * are technically obsolete, but if they are present    
    in the /etc/system file then at system boot, the kernel will translate the   
    values into global resource controls.
    Dies sind wichtige Ressourcensteuerungen:
    *project.max-shm-ids:      Maximum shared memory IDs for a project.
    Replaces shmmni                                                                  
                                                                            
    *project.max-sem-ids:      Maximum semaphore IDs for a project.
    Replaces semmni                                                                  
                                                                            
    *project.max-msg-ids:      Maximum message queue IDs for a project.
    Replaces msgmni                                                                  
                                                                            
    *project.max-shm-memory:   Total amount of shared memory allowed for a project.
    Replaces shmmax                                                
                                                                            
    *process.max-sem-nsems:    Maximum number of semaphores allowed persemaphore set.
    Replaces semmsl                                           
                                                                            
    *process.max-sem-ops:      Maximum number of semaphore operations allowed persemop.
    Replaces semopm                                                   
                                                                            
    *process.max-msg-qbytes:   Maximum number of bytes of messages on a message queue.
    Replaces msgmnb                                          
                                                                            
    *process.max-msg-messages: Maximum number of messages on a message queue.
    Replaces msgtql 

    Spezifische Empfehlungen zur Optimierung von Solaris für WebSphere Application Server finden Sie unter Solaris-Systeme optimieren.

    Sie können Kernelwerte ändern, indem Sie die Datei /etc/project in Solaris 11 bearbeiten und anschließend einen Warmstart des Betriebssystems durchführen. Weitere Informationen zur Konfiguration des Solaris-Systems finden Sie in der Dokumentation von Sun Microsystems. Beispiel: Solaris Tunable Parameters Reference Manual.

  9. Vergewissern Sie sich, dass die vorausgesetzten und erforderlichen Komponenten den richtigen Release-Level haben.

    Obwohl Installation Manager nach vorausgesetzten Programmkorrekturen für das Betriebssystem sucht, sollten Sie die Informationen auf der Website zur unterstützten Hardware und Software lesen, sofern noch nicht geschehen. Informationen dazu, wie die vorausgesetzten und zusätzlich erforderlichen Produkte anderer Hersteller auf die unterstützte Version migriert werden, entnehmen Sie der Dokumentation zu diesen Produkten.

    Hinweis: Wenn Ihr Solaris-System nicht über ausreichend verfügbaren Speicher verfügt, wie auf der Website für unterstützte Hardware und Software angegeben, wird während der Installation möglicherweise die folgende Fehlernachricht angezeigt:A supported operating system architecture was not detected. Wenn Sie bis zum Ende der Installation fortfahren, wird möglicherweise auch der folgende Fehler aufgrund unzureichenden Plattenspeicherplatzes angezeigt:
    java.io.IOException: Cannot run program "sh": error=12, Not enough space
            at java.lang.ProcessBuilder.start(ProcessBuilder.java:459)
            at java.lang.Runtime.exec(Runtime.java:593)
            at java.lang.Runtime.exec(Runtime.java:466)
    Geben Sie zusätzlichen Hauptspeicher auf der Maschine frei, und wiederholen Sie anschließend die Installation.
  10. Überprüfen Sie den Systembefehl cp , wenn Sie emacs oder eine andere Freeware verwenden.
    Wenn auf Ihrem System emacs oder andere Freeware installiert ist, müssen Sie prüfen, ob der Systembefehl cp verwendet wird.
    1. Geben Sie die folgende Eingabeaufforderung ein, bevor Sie das Installationsprogramm für WebSphere Application Server ausführen.
      which cp
    2. Entfernen Sie das Verzeichnis freeware aus der Variablen PATH, wenn die Verzeichnisausgabe den Eintrag freeware enthält. Es wird vorausgesetzt, dass die Ausgabe wie im folgenden Beispiel aussieht: .../freeware/bin/cp. In diesem Fall müssen Sie das Verzeichnis aus der Variablen PATH entfernen.
    3. Installieren Sie das Produkt WebSphere Application Server .
    4. Fügen Sie der Variablen PATH das Verzeichnis freeware erneut hinzu.

    Wenn Sie die Installation mit einem cp -Befehl durchführen, der Teil eines Freeware-Pakets ist, wird die Installation möglicherweise als erfolgreich abgeschlossen angezeigt, aber das Java 2 SDK, das das Produkt installiert, enthält möglicherweise fehlende Dateien im Verzeichnis Stammverzeichnis_des_Anwendungsservers/java .

    Fehlende Dateien können erforderliche symbolische Verbindungen zerstören. Wenn Sie den Freeware-Befehl cp aus der Variablen PATH entfernen, können Sie das Anwendungsserverprodukt ordnungsgemäß installieren.

  11. Überprüfen Sie, ob das Java SDK auf dem Datenträger des Installationsimage ordnungsgemäß funktioniert, wenn Sie einen eigenen Datenträger erstellt haben.

    Sie haben beispielsweise ein Installationsimage von Passport Advantage®heruntergeladen oder ein Installationsimage auf einen Sicherungsdatenträger kopiert. Führen Sie in beiden Fällen die folgenden Schritte durch, um sicherzustellen, dass die Platte ein gültiges Java Software Development Kit (SDK) enthält.

    1. Wechseln Sie in das Verzeichnis /JDK/jre.pak/repository/package.java.jre/java/jre/bin auf dem Produktdatenträger.
      Beispiel:
      cd /JDK/jre.pak/repository/package.java.jre/java/jre/bin
    2. Überprüfen Sie die Java-Version.
      Geben Sie den folgenden Befehl ein:
      ./java -version

      Der Befehl wird fehlerfrei ausgeführt, wenn das Java-SDK ordnungsgemäß installiert wurde.

Ergebnisse

Diese Prozedur bereitet das Betriebssystem für die Installation des Produkts vor.

Nächste Schritte

Nachdem Sie die Voraussetzungen geprüft, den Produktdatenträger geprüft und Ihre Installationsziele definiert haben, können Sie mit der Installation beginnen. Verwenden Sie einen der folgenden Links, um die erforderliche Installationsprozedur anzuzeigen.

Nach der Installation können Sie im folgenden Setup-Script nach Informationen zu Vorgaben für Solaris 11 suchen.
echo "V2014-06-20"
echo "master version -> https://rtpmsa.raleigh.ibm.com/msa/projects/t/testappbinaries/OS/ossetup.zip"
echo ""

#
#
### check if the .txt file exists
if [ ! -f "hostlist.txt" ]; then
   echo "-- hostlist.txt file does not exist. cp hostlist.txt.TEMPLATE hostlist.txt and add your hosts"
   echo "-- Processing halted"
   exit 1
fi

for hostName in `cat hostlist.txt` 
 do
  echo "checking: $hostName"

  ssh $hostName 'grep "ulimit -n 20000" /etc/profile'
  if [ $? != 0 ]; then
    ssh $hostName 'echo "ulimit -n 20000" >> /etc/profile'
    echo "set the ulimit on $hostName"
  fi

  ssh $hostName 'grep "semsys:seminfo_semopm = 200" /etc/system'
  if [ $? != 0 ]; then
    ssh $hostName 'echo "semsys:seminfo_semopm = 200" >> /etc/system'
    echo "set the seminfo_semopm on $hostName"
  fi

  ssh $hostName 'ipadm set-prop -p _conn_req_max_q=8000 tcp'
  ssh $hostName 'ipadm set-prop -p  _time_wait_interval=30000 tcp'
  ssh $hostName 'ipadm set-prop -p _fin_wait_2_flush_interval=67500 tcp'
  ssh $hostName 'ipadm set-prop -p _keepalive_interval=300000 tcp'

 done