Web-Server-Konfiguration
Die Plug-in-Konfiguration umfasst die Konfiguration des Web-Servers für die Verwendung des binären Plug-in-Moduls, das WebSphere® Application Server bereitstellt. Die Plug-in-Konfiguration umfasst auch die Aktualisierung der Plug-in-XML-Konfigurationsdatei, damit diese die aktuelle Konfiguration des Anwendungsservers wiedergibt. Das Binärmodul verwendet die XML-Datei für die Weiterleitung von Webclientanforderungen.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in den folgenden Beschreibungen für jede Datei.
Web-Server-Konfigurationsdatei
Die Konfigurationsdatei des Web-Servers wird als Teil des Web-Servers installiert.
Die Konfigurationsdatei muss für einen unterstützten Web-Server
mit Web Server Plug-ins Configuration Tool rekonfiguriert werden.
Binäre Web-Server-Plug-in-Datei
Ein Beispiel für ein binäres Plug-in-Modul ist die Datei mod_was_ap22_http.dll für IBM HTTP Server auf der Windows-Plattform.
Ein weiteres Beispiel für ein binäres Plug-in-Modul ist das Serviceprogramm QSVTAP20 auf der Plattform IBM i .
Die binäre Plug-in-Datei wird nicht geändert. Die Konfigurationsdatei für das binäre Plug-in ist jedoch eine XML-Datei. Der Anwendungsserver ändert die Konfigurationsdatei, wenn bestimmte Änderungen an Ihrer WebSphere Application Server -Konfiguration auftreten.
Das binäre Modul liest die XML-Datei, um die Einstellungen anzupassen und die Anforderungen an den Anwendungsserver weiterzuleiten.
Plug-in-Konfigurationsdatei plugin-cfg.xml
Die Plug-in-Konfigurationsdatei ist eine XML-Datei mit Einstellungen, die Sie in der Administrationskonsole anpassen können. In der Datei sind alle installierten Anwendungen in der Web-Server-Definition aufgelistet. Das binäre Modul liest die XML-Datei, um die Einstellungen anzupassen und die Anforderungen an den Anwendungsserver weiterzuleiten.
Der eigenständige Anwendungsserver generiert die Datei plugin-cfg.xml im Verzeichnis Profilstammverzeichnis/config/cells/Zellenname/nodes/Name_des_Webservers_node/servers/Name_des_Webservers neu. Die erneute Generierung findet immer dann statt, wenn an der Anwendungsserverkonfiguration eine Änderung vorgenommen wird, die sich
auf implementierte Anwendungen auswirkt.
Wenn Sie Änderungen an der Konfiguration des Anwendungsservers vornehmen,
die sich auf implementierte Anwendungen auswirken, sollten Sie die XML-Datei der Plug-in-Konfiguration
erneut generieren.
Nachdem sie neu generiert wurde, muss die Datei an die Web-Server-Maschine weitergegeben (kopiert) werden. Das binäre Plug-in kann anschließend auf die aktuelle Kopie der Konfigurationsdatei zugreifen.
Der Konfigurationsservice für Web-Server-Plug-ins generiert die Datei plugin-cfg.xml nach bestimmten Ereignissen, die die Konfiguration ändern, automatisch neu. Der Konfigurationsservice gibt die Datei plugin-cfg.xml automatisch an eine Maschine mit IBM HTTP Server weiter, wenn die Datei neu generiert wird. Sie müssen die Datei manuell auf andere Web-Server kopieren.
Auf IBM i -Systemen wird das Plug-in nicht automatisch generiert. Sie müssen diese manuell erneut generieren und weitergeben.
Plug-in-Standardkonfigurationsdatei plugin-cfg.xml
Web Server Plug-ins Configuration Tool erstellt die temporäre Datei plugin-cfg.xml im Verzeichnis Stammverzeichnis_für_Plug-ins/config/Name_des_Web-Servers. Das Tool erstellt die Datei für jedes Ferninstallationsszenario.
Die Standarddatei ist ein Platzhalter, den Sie mit der Datei plugin-cfg.xml aus der Web-Server-Definition im Anwendungsserver ersetzen müssen. Die Standarddatei ist eine Kopie der Datei, die der Anwendungsserver für einen eigenständigen Standardanwendungsserver erstellt.
Führen Sie das Script configureweb_server_name im Verzeichnis Stammverzeichnis_des_Anwendungsservers/bin der Anwendungsservermaschine für eine ferne Installation oder direkt im Verzeichnis Stammverzeichnis_für_Plug-ins/bin für eine lokale Installation aus. Das Script erstellt die Web-Server-Definition in den Konfigurationsdateien des Standardprofils. Um ein anderes Profil als das Standardprofil zu konfigurieren, bearbeiten Sie das Script configureweb_server_name . Verwenden Sie den Parameter -profileName, um ein anderes Profil als das Standardprofil anzugeben.
Nachdem die Web-Server-Definition erstellt wurde, erstellt der Web-Server-Plug-in-Konfigurationsservice im Anwendungsserver die erste Datei plugin-cfg.xml in der Web-Server-Definition des Anwendungsservers. Wenn Sie eine Anwendung installieren, einen virtuellen Host erstellen oder eine andere Aktion ausführen, die die Konfiguration ändert, müssen Sie die aktualisierte Datei plugin-cfg.xml von der Anwendungsservermaschine an die Web-Server-Maschine weitergeben, damit sie die Standarddatei ersetzt.
Script "configureName_des_Web-Servers" für die Web-Server-Definition
Web Server Plug-ins Configuration Tool erstellt das Script configureweb_server_name auf der Web-Server-Maschine im Verzeichnis Stammverzeichnis_für_Plug-ins/bin . Wenn eine Maschine in einem fernen Szenario unter einem Betriebssystem wie AIX® oder Linux® und die andere Maschine unter Windows ausgeführt wird, verwenden Sie das Script, das im Verzeichnis Stammverzeichnis_für_Plug-ins/bin/crossPlatformScripts erstellt wurde. Dieses Script wird nur für Ferninstallationsszenarien erstellt.
Kopieren Sie das Script von der Web-Server-Maschine in das Verzeichnis Stammverzeichnis_des_Anwendungsservers/bin auf der fernen Anwendungsservermaschine. Für eine lokale Installation muss das Script nicht kopiert werden. Führen Sie das Script aus, um die Web-Server-Definition in der Anwendungsserverkonfiguration zu erstellen.
Das Problem ist ein potenzieller Konflikt zwischen einer Shell-Umgebungsvariablen (WAS_USER_SCRIPT) und dem echten Standardprofil. Das Script arbeitet immer mit dem Standardprofil. Wenn die Umgebungsvariable WAS_USER_SCRIPT festgelegt wird, entsteht jedoch ein Konflikt, wenn das Script versucht, in dem mit der Variablen angegebenen Profil zu arbeiten.
Die Variable kann leicht versehentlich festgelegt werden. Sobald Sie einen Befehl im Verzeichnis Profilstammverzeichnis/bin eines Profils absetzen, wird die Variable auf dieses Profil eingestellt.
Sollten Sie mehrere Profile auf Ihrem System haben, besteht das Risiko, dass das Standardprofil und das in der Variablen angegebene Profil unterschiedlich sind. In diesem Fall entsteht ein Konflikt und das Script erstellt die Web-Server-Definition möglicherweise nicht im richtigen Profil oder erstellt die Web-Server-Definition überhaupt nicht.
Wenn für einen eigenständigen Anwendungsserver bereits eine Web-Server-Definition vorhanden ist, wird beim Ausführen des Scripts keine neue Web-Server-Definition hinzugefügt. Jeder eigenständige Anwendungsserver kann nur eine Web-Server-Definition haben.
Konfigurationsscript für die Web-Server-Definition
Wenn Sie Ihren Web-Server mit dem Script configureOs400WebserverDefinition oder über die Verwaltungsschnittstelle von IBM i konfigurieren, wird das Script configureweb_server_name auf der Web-Server-Maschine im Verzeichnis Stammverzeichnis_für_Plug-ins/bin erstellt. Dieses Script wird nur für Ferninstallationsszenarien erstellt.
Kopieren Sie das Script von der Web-Server-Maschine in das Verzeichnis Stammverzeichnis_des_Anwendungsservers/bin in der Partition IBM i . Führen Sie das Script aus, um die Web-Server-Definition in der Anwendungsserverkonfiguration zu erstellen.
Wenn für einen eigenständigen Anwendungsserver bereits eine Web-Server-Definition vorhanden ist, wird beim Ausführen des Scripts keine neue Web-Server-Definition hinzugefügt. Jeder eigenständige Anwendungsserver kann nur eine Web-Server-Definition haben.
Alternativ können Sie die Scripts
configureOs400WebServerDefinition und removeOs400WebServerDefinition verwenden, um diese Tasks auszuführen.
Standard-Plug-in-Konfigurationsdatei durch die Datei aus der Web-Server-Definition ersetzen (Weitergabe)
Die Standarddatei verwendet festgelegte Parameterwerte, die möglicherweise nicht mit der echten Datei im Anwendungsserver übereinstimmen. Die Standarddatei ist nur ein Platzhalter.
Die Datei kann Änderungen, die an der Konfiguration des Anwendungsservers vorgenommen werden, nicht widerspiegeln. Die Datei kann außerdem keine von den Standardwerten abweichende Werte wiedergeben, die im Anwendungsserver in Kraft sind.
Der Anwendungsserver muss die folgenden Werte in der Datei plugin-cfg.xml enthalten. Nur dann kann die Standarddatei das binäre Plug-in-Modul ordnungsgemäß konfigurieren. Anschließend kann das Plug-in-Modul erfolgreich mit dem Web-Server und mit dem Anwendungsserver kommunizieren.
Angenommen, der Anwendungsserver enthält nicht die folgenden Werte in der tatsächlichen Datei plugin-cfg.xml . In diesem Fall konfiguriert die Standarddatei das binäre Plug-in-Modul nicht ordnungsgemäß. Das Plug-in-Modul kann immer mit dem Web-Server kommunizieren. Mit einer nicht ordnungsgemäß
definierten Konfigurationsdatei ist das Plug-in-Modul jedoch nicht in der Lage, erfolgreich mit dem Anwendungsserver
zu kommunizieren.