Daten migrieren

Mit dem Feature für automatische Datenmigration können Sie eine vollständige Systemmigration von einer Db2-Quelleninstanz in eine -Zielinstanz ausführen, einschließlich des Entladens, Übertragens und Ladens von Daten auf den Zielhosts.

Vor Version 4.1 konnten Sie Optim High Performance Unload verwenden, um Daten während des Entladens erneut zu partitionieren, und zwar unter Verwendung der in der Klausel TARGET KEYS oder TARGET TABLE angegebenen Regeln für die erneute Partitionierung. Bei dieser Methode werden erneut partitionierte Daten in separate Dateien entladen (eine pro Zieldatenbankpartition). Die entsprechenden Ausgabedateien können jedoch nicht auf den Hosts generiert werden, auf denen sich die zugehörigen Zieldatenbankpartitionen befinden. Deshalb müssen Sie in einem Migrationsszenario nach dem Entladen und erneuten Partitionieren der Daten die Ausgabedateien noch auf die entsprechende Maschine übertragen und sie auf die Zielinstanz laden. Bei Verwendung des Features für automatische Datenmigration können Sie alle für das Migrieren von Daten erforderlichen Schritte in einer einzelnen Operation ausführen.

Zur Verwendung des Datenmigrationsfeatures müssen Sie Optim High Performance Unload sowohl auf dem Quellen- als auch auf dem Zielsystem installieren. Optim High Performance Unload auf dem Quellensystem (S1, S2 und S3 in der folgenden Abbildung) führt das Entladen und das erneute Partitionieren aus. Anschließend sendet Optim High Performance Unload die Ausgabedatenströme über das Netz zum Optim High Performance Unload-Dämon auf den Zielmaschinen (T1 und T2 in der folgenden Abbildung). Der Zieldämon erstellt eine einzelne benannte Pipe für jede Datenbankpartition auf dem Zielsystem und beginnt mit dem Laden der Daten. Der Optim High Performance Unload-Dämon konsolidiert mehrere Datenströme, die aus jeder der Quellendatenbankpartitionen stammen, in einem einzelnen Datenstrom, den Optim High Performance Unload in die benannten Pipes schreibt. Als Ergebnis führt Optim High Performance Unload die Entlade- und Ladeprozesse parallel aus.
Abbildung 1. Automatische Datenmigration
Eine Beschreibung dieser Abbildung wird im oben stehenden Text bereitgestellt.

Syntaxschlüsselwörter für die automatische Datenmigration

Zur Verwendung des Optim High Performance Unload-Features für automatische Datenmigration müssen Sie eine Steuerdatei erstellen und sie modifizieren:
  • Verwenden Sie am Anfang eines Blocks UNLOAD das Schlüsselwort MIGRATE anstelle des Schlüsselworts UNLOAD.
  • Sie können die Migration einer vollständigen Datenbank, eines vollständigen Tabellenbereichs oder einer Liste mit Tabellen angeben, die in SELECT-Blöcken angegeben sind, die sich auf den MIGRATE-Block beziehen.
  • Verwenden Sie die Klauseln TARGET ENVIRONMENT und WORKING IN, um die Zielsystemspezifikationen und die Speicherposition für temporäre Dateien zu definieren.
  • Mit der Klausel UMASK können Sie die Systemberechtigungen auf dem Zielsystem überschreiben. Die Option umask steht auch für die Befehlszeile und in der Konfigurationsdatei db2hpu.cfg zur Verfügung.

Ausgabeformatspezifikation während der Datenmigration

Beim Migrieren von Daten ist die Ausgabeformatspezifikation nicht erforderlich. Wenn die Klausel FORMAT nicht explizit angegeben ist, wird das DEL-Ausgabeformat als Standardformat für die Generierung der temporären Dateien verwendet, die zurückgeladen werden. Sie können die Klausel auch explizit angeben, um eines der folgenden Formate auszuwählen:
MIGRATION
Das Sonderschlüsselwort für das Migrationsformat. Zurzeit funktioniert das Format MIGRATION auf dieselbe Weise wie das Format DEL.
DEL
Das Standardmigrationsformat.
DELIMITED
Verwenden Sie das begrenzte Format nur dann für die Datenmigration, wenn in den Zeichenfolgedaten, die Sie automatisch migrieren wollen, ein Zeilenbegrenzer (Zeilenendezeichen) enthalten ist. In diesem Fall können Sie die entsprechende Datei mit begrenzter Satzlänge nur dann laden, wenn der Modifikator DELPRIORITYCHAR im entsprechenden Ladebefehl angegeben wird. Die einzige Möglichkeit zum Generieren des geeigneten Ladebefehls besteht in der Verwendung des DELIMITED-Formats und des entsprechenden Modifikators DELPRIORITYCHAR. Da das DELIMITED-Format viel mehr Funktionalität in Verbindung mit den Modifikatoren bietet, sollte es für Systemmigrationszwecke so weit wie möglich vermieden werden.
IXF
Hiermit können Sie sicherstellen, dass Gleitkommawerte ohne Genauigkeitsverlust zu einer monopartitionierten Datenbank migriert werden.
ASC
Hiermit können Sie sicherstellen, dass Gleitkommawerte ohne Genauigkeitsverlust zu einer DPF-Datenbank migriert werden.
Achtung: Wenn Ihre Zeichenfolgedaten Trennzeichen enthalten, müssen Sie die Option DOUBLE DELIM ON verwenden, um die Daten erfolgreich zu migrieren. Beim DEL-Format werden Anführungszeichen (") als Trennzeichen verwendet, und wenn innerhalb der Zeichenfolgedaten Anführungszeichen vorhanden sind, ist die Option DOUBLE DELIM ON für eine erfolgreiche Migration erforderlich.