Fastpath-Modus
Der Ausführungsmodus "Fastpath" verbessert die sequenzielle Kompilierung und Ausführung eines Regelprojekts. Fastpath ist ein sequenzieller Ausführungsmodus, in dem, wie in RetePlus, während des Musterkennungsprozesses auch semantische Beziehungen zwischen Regeltests erkannt werden.
Die folgende Abbildung veranschaulicht die Funktionsweise des Fastpath-Algorithmus.

Der Fastpath-Algorithmus arbeitet folgendermaßen:
Die Regelengine verwendet einen Arbeitsspeicher, der Anwendungsobjekte oder Regelsatzparameter referenziert. Fastpath führt den Musterabgleichprozess wie in RetePlus aus, indem ein Baum erstellt wird, der auf semantischen Beziehungen zwischen Regelbedingungstests basiert.
Für jede Übereinstimmung wird eine Regelinstanz erstellt und in die Agenda eingefügt.
Nach dem Prozess der Mustererkennung werden die Regelinstanzen in der Agenda ausgeführt.
Die Regelengine wird gestoppt, nachdem die Regelinstanzen ausgeführt worden sind. Dieses Verhalten hängt auch von den Beendigungskriterien der Regelaufgabe ab. Der Musterabgleichprozess wird nicht wiederholt.
Fastpath kombiniert Features des RetePlus-Modus für Musterabgleich und Features des sequenziellen Modus für Regelausführung. Daher eignet er sich vorzüglich für Korrelationstypen von Anwendungen sowie für Validierungs- und Konformitätsanwendungen.
Wie der sequenzielle Modus ist der Fastpath-Modus statusunabhängig. Somit ist er für den Abgleich von Objekten mit sehr vielen Regeln geeignet, die jeweils einfache Diskriminierungs- oder schlanke Verknüpfungstests ausführen. Bei einer sehr großen Anzahl von Regeln ist es am günstigsten, wenn die Ausführung direkt nacheinander ohne jegliche Unterstützung durch Inferenz erfolgt. Zusätzlich zu seinen Vorzügen als Variante des sequenziellen Modus kann der Ausführungsmodus "Fastpath" die Ausführung der Konformitäts- und Validierungsregeln optimieren, die einen wesentlichen Teil der Geschäftsregeln bilden.