Erstellen einer ODBC-Datenquelle für IBM Netezza Analytics

Um die Verbindung zwischen der IBM Netezza-Datenbank und IBM® SPSS Modeler zu aktivieren, müssen Sie einen ODBC-System-DSN (Data Source Name, Datenquellennamen) erstellen.

Bevor Sie einen DSN erstellen, sollten Sie grundlegende Kenntnisse über ODBC-Datenquellen und -Treiber sowie über Datenbankunterstützung in IBM SPSS Modeler besitzen.

Wenn Sie mit IBM SPSS Modeler Server im verteilten Modus arbeiten, müssen Sie den DSN auf dem Server-Computer erstellen. Wenn Sie im lokalen (Client-)Modus arbeiten, müssen Sie auf dem Client-Computer einen DSN erstellen.

Windows-Clients

  1. Führen Sie von Ihrer Netezza-Client-CD aus die Datei nzodbcsetup.exe aus, um das Installationsprogramm zu starten. Befolgen Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm, um den Treiber zu installieren. Vollständige Anweisungen finden Sie im Installations- und Konfigurationshandbuch zu IBM Netezza ODBC, JDBC und OLE DB.
    1. Erstellen Sie den DSN.
      Anmerkung: Die Menüfolge ist von der jeweils vorliegenden Windows-Version abhängig.
      • Windows XP. Wählen Sie im Menü "Start" die Option Systemsteuerung aus. Doppelklicken Sie auf Verwaltung und dann auf Datenquellen (ODBC).
      • Windows Vista. Wählen Sie im Menü "Start" die Option Systemsteuerung und dann Systemwartung aus. Doppelklicken Sie auf Verwaltung, wählen Sie dann Datenquellen (ODBC) aus und klicken Sie auf Öffnen.
      • Windows 7. Wählen Sie im Menü "Start" die Option Systemsteuerung, dann System & Sicherheit und anschließend Verwaltung aus. Wählen Sie Datenquellen (ODBC) aus und klicken Sie dann auf Öffnen.
    2. Wechseln Sie zur Registerkarte System-DSN und klicken Sie auf Hinzufügen.
  2. Wählen Sie NetezzaSQL aus der Liste aus und klicken Sie auf Fertigstellen.
  3. Geben Sie auf der Registerkarte DSN-Optionen der Anzeige für die Netezza-ODBC-Treibereinrichtung einen Datenquellennamen Ihrer Wahl, den Hostnamen oder die IP-Adresse des IBM Netezza-Servers, die Portnummer für die Verbindung, die Datenbank der verwendeten IBM Netezza-Instanz sowie den Benutzernamen und das Kennwort für die Datenbankverbindung ein. Klicken Sie auf die Schaltfläche Hilfe, wenn Sie eine Erläuterung der Felder wünschen.
  4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Verbindung testen und stellen Sie sicher, dass Sie eine Verbindung zur Datenbank herstellen können.
  5. Klicken Sie mehrere Male auf OK, wenn Sie eine Verbindung hergestellt haben, um die Anzeige "ODBC-Datenquellen-Administrator" zu schließen.

Windows-Server

Die Prozedur für Windows-Server ist bei Windows XP mit der Client-Prozedur identisch.

UNIX- bzw. Linux-Server

Die folgende Prozedur gilt für UNIX- bzw. Linux-Server (mit Ausnahme von zLinux, wofür keine IBM Netezza ODBC-Treiber verfügbar sind).

  1. Kopieren Sie von Ihrer Netezza Client-CD/DVD die betreffende Datei <Plattform>cli.package.tar.gz in ein temporäres Verzeichnis auf dem Server.
  2. Extrahieren Sie den Archivinhalt mittels der Befehle gunzip und untar.
  3. Fügen Sie Ausführungsberechtigungen für das extrahierte unpack-Script hinzu.
  4. Führen Sie das Script aus und bearbeiten Sie die Eingabeaufforderungen auf dem Bildschirm.
  5. Bearbeiten Sie die Datei modelersrv.sh so, dass sie folgende Zeilen enthält:
    . <SDAP-Installationspfad>/odbc.sh
    LD_LIBRARY_PATH_64=$LD_LIBRARY_PATH:/usr/local/nz/lib64; export LD_LIBRARY_PATH_64
    NZ_ODBC_INI_PATH=<SDAP-Installationspfad>; export NZ_ODBC_INI_PATH
    Beispiel:
    . /usr/IBM/SPSS/SDAP/odbc.sh
    LD_LIBRARY_PATH_64=$LD_LIBRARY_PATH:/usr/local/nz/lib64; export LD_LIBRARY_PATH_64
    NZ_ODBC_INI_PATH=/usr/IBM/SPSS/SDAP; export NZ_ODBC_INI_PATH
  6. Suchen Sie die Datei /usr/local/nz/lib64/odbc.ini und kopieren Sie ihren Inhalt in die Datei odbc.ini, die zusammen mit SDAP installiert wird (die Datei, die durch die Umgebungsvariable $ODBCINI definiert wird).

    Hinweis: Bei 64-Bit-Linux-Systemen verweist der Parameter Driver (Treiber) fälschlicherweise auf den 32-Bit-Treiber. Bearbeiten Sie beim Kopieren der odbc.ini-Inhalte im vorangegangenen Schritt den Pfad in diesem Parameter entsprechend, z. B.:

    /usr/local/nz/lib64/libnzodbc.so
  7. Bearbeiten Sie die Parameter in der Netezza DSN-Definition so, dass die zu verwendende Datenbank angegeben wird.
  8. Starten Sie IBM SPSS Modeler Server neu und testen Sie die Verwendung der Netezza-Knoten zum datenbankinternen Mining auf dem Client.